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Die Gene und das menschliche Verhalten

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Tuesday

Aktives Mitglied
An der Stelle geht die Diskussion darüber, ob das Verhalten der Menschen von Genen gesteuert wird, weiter.

Danke!
 
Menschliches Verhalten = f(Genen, Prägung, aktuelle [Lebens-]situation)

mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Typ. Außerdem stehen all diese Sachen in komplexer Wechselwirkung.
 
Mir wurde es im Biologieunterricht der sechsten Klasse beigebracht, dass das Verhalten eines Menschen nicht durch seine Gene gesteuert wird. Und was in den entsprechenden Büchern so zu finden ist, hat sich bis heute nix daran geändert.
 
Natürlich kann sich etwas verändern. Gene schalten sich ständig an und ab je nachdem wie der Bedarf gerade ist. Nur selbst steuern ist schwierig 😉
Ich finde das sehr interessant. Wenn man sich alleine ansieht, dass es z.B. bestimmte Gene gibt, die uns mehr oder weniger empathisch, mehr oder weniger risikofreudig etc. machen, dann ist das ein interessantes Forschungsgebiet.
(Und bevor jetzt einer draufhaut: Stefan Klein hat zahlreiche Bücher geschrieben, in vielen findet man Bezüge dazu)
Das heißt natürlich nicht, dass man nichts ändern kann und auch nicht, dass man alles auf Gene schieben kann,
aber es ist ein Teil einer Erklärung wie unser Charakter zustande kommt.
 
Hallo zusammen,

im anderen Thread haben sie sich nur die Köppe eingeschlagen, ob Gene unser Verhalten beeinflussen oder nicht. Den muss man nicht unbedingt gelesen haben. Die Diskussion war nur dort an der falschen Stelle.

Ich habe momentan leider nur wenig Zeit. Vielleicht später mehr. An dieser Stelle nur ein paar Links, worum es geht.

Traumata hinterlassen Spuren im Erbgut - Stress verändert die Aktivität des Gens FKBP5

Traumatische Erlebnisse hinterlassen Spuren in der DNA - SPIEGEL ONLINE

Forschung | Aktuelles | 2012 | Kindliches Trauma hinterlässt bei manchen Opfern Spuren im Erbgut


Dramatische Erlebnisse hinterlassen auch Spuren im Erbgut. Bei Menschen mit einer bestimmten Genvariante verstärkt extremer Stress in jungen Jahren die Aktivität eines Gens, wodurch das Stresshormonsystem falsch reguliert wird.

Diese Veränderung wird dann natürlich an den Nachwuchs weitergegeben.

Es ist übrigens immer eine Wechselwirkung. Die Gene beeinflussen natürlich das Verhalten (z.B. Dispositionen zu bestimmten Hormonausschüttungen, aber auch Veränderungen in der Gehirnstruktur), aber die Umwelt hat ebenfalls meinen Einfluss. Umwelt fängt in diesem Fall bei den Verhältnissen in der Gebärmutter an.

Es kam der Gedanke auf, dass männliches Verhalten gegenüber Frauen demnach auch genetisch beeinflusst wird. Wenn also manche Männer Frauen nicht als Mitmenschen auf Augenhöhe wahrnehmen, dann nicht nur, weil sie das so erlernt haben sondern eben auch, weil das über Jahrtausende so über die Gene weitergegeben wurde. Das würde bedeuten, dass eine Gleichheit der Geschlechter viel schwieriger zu erreichen ist als durch die Erziehung.

Natürlich ist das schwer zu sagen. Es kennt ja keiner das "Machogen".

Aber interessant ist es schon, inwiefern manche Männer tatsächlich genetisch bedingt Machos sind. Das wirft eben de Frage auf, was bedeutet das für die Emanzipation.


Tuesday
 
Ich will auch einmal meine unqualifizierte Meinung abgeben:
Aus meinem "Wissen" aus dem Schulunterricht und einem Intermezzo, bestehend aus anderen unqualifizierten Meinungen und selten sogar wissenschaftlichen Ergüssen, ist meine Meinung wie folgt:

Wenn man die Frage stellt, inwiefern unser Genom unser Verhalten einflusst, sucht man meistens nach einer Begründung für das Auftreten mancher Menschen-Typen (sei es Macho) beziehungsweise Verhaltensweisen. Ein solches Verhalten ist von seiner Kausalität her sehr komplex, weshalb ich meine, dass es sich lohnt mit einem tieferen Niveau zu beginnen. Als Beispiel Atmen; das ist (soweit ich weiß) eine Art Reflex, ein Verhalten welches ziemlich direkt durch unser Gen beeinflusst wird. Daneben bestehen noch viele weitere simple Verhaltensmuster, die wir alle haben. Aber ich nehme nicht an, dass der Threadersteller diese Art von Verhalten meinte.

Dehalb nun dazu: Ich bin der Meinung, dass wir durch unsere Gene für bestimmte Auffälligkeiten predestiniert sind. Zum Beispiel das jemand eher dazu tendiert schneller gestresst zu sein, da sein(e) Gen(e) hierfür aktiver ist. Dadurch kann er weniger gut mit Problemen umgehen, geht diesen aus dem Weg, und wird dadurch nicht so erfolgreich in Sachen Job. Oder ein anderes Beispiel: Jemand ist predestiniert sich langsamer sat zu fühlen, ist dadurch mehr, wird in der Schule deshalb gehänselt, wird introvertiert und so weiter und so fort. Zu beachten ist, dass das Umfeld immer noch eine grosse Rolle spielt: herrscht beispielsweise in dem Umfeld von Proband Nummer zwei eine grössere Toleranz Dicklichkeit gegenüber, so verliefe die restliche Entwicklung anders.

Also nochmal kurz: Ich denke, dass unsere Gene uns lediglich Predestinierungen mitgibt, die durch unser Umfeld ausgereift werden.
 
An der Stelle geht die Diskussion darüber, ob das Verhalten der Menschen von Genen gesteuert wird, weiter.

Danke!

Es is wie die Geschichte mit der Henne und dem Ei.

Wer war nun zuerst da und wer war wessen Ursache?

Eine ewige Diskussion ohne wirkliches Ergebnis.

Die einen sagen so, die anderen so..........
 
Verhalten, Erlebnisse und Gene beeinflussen sich wechselseitig. Stichwort Epigenetik!
Auch Ernährung kann die Genaktivitäten und damit unser Verhalten verändern. So wie es natürlich auch der Alkohol machen kann.

Es ist auch ungeklärt, ob der Mensch überhaupt einen freien Willen hat oder ob dies nur eine Illusion ist. Hier deuten zahlreiche Experimente drauf hin.
Freier Wille
Man sollte aber nicht in behavouristisches Denken zurückfallen, das wird der Komplexität des Menschen nicht gerecht.

Zu dem Thema gibt es auch zahlreiche interessante Interviews mit Philosophen und Naturwissenschaftlern.
 
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