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Die "Erlaubnis" zum Heiraten

vamp

Mitglied
Hallo,

letzte Woche hat sich das Gespräch mit meinem Partner ergeben bezüglich heiraten und so.
Jedenfalls meinte ich "Der Brautvater sollte erst um sein Einverständnis gefragt werden".
Mein Freund meinte darauf, dass dies total altmodisch sei und heut zutage keiner mehr machen würde. Und außerdem habe sein Schwager ja auch vorher nicht "gefragt".
Aber ich finde, dass ist einfach...Brauch/ Tradition. Genau so wie die Nacht vor der Hochzeit getrennt zu verbringen oder das der Mann das Brautkleid nicht vor der Hochzeit sieht. 😀

Ja, vielleicht bin ich in diesem Punkt "altmodisch", wie mein Freund das ausgedrückt hat. 🙄

Wie war das denn bei euch? Habt ihr bzw. euer Mann vorher "gefragt"?
Ich mein, mein Vater würde eh nicht nein sagen (wenn mein Freund fragen würde), da die beiden super mit einander klar kommen und so..


Vielen Dank schon mal für nette und ernst gemeinte Antworten 😀

Lg
vamp
 
Nein, es wurde nicht gefragt. Wozu auch?
Und warum nur den Vater??
Hast du dich mal darüber informiert, woher das stammt?
Es stammt aus einer Zeit, in der der Mann das Familienoberhaupt war und somit das Recht hatte, über die Tochter zu bestimmen. Sie wurde als sein Besitz angesehen und ging mit seiner Erlaubnis in den Besitz des Bräutigams über, der dann über die Frau zu bestimmen hatte.

Wir haben sz meine Eltern freudestrahlend informiert.
 
Zuletzt bearbeitet:
Um die Hand anhalten, ist wirklich etwas überholt und wenn Dein Freund nicht mag, lass ihn.
Sagt den Eltern gemeinsam Bescheid, das ist auch schön!
 
Das ist eine der Traditionen, bei denen ich froh bin, dass sie überholt sind.

Ich hab das Recht zu heiraten, wen ich will, und mein Vater hat da gar nichts zu sagen. Daraus folgt, dass das ganze nur eine vollkommen leere Hülle ist, ein Schauspiel, bei dem jeder der beiden Beteiligten nur eine leere Floskel vor sich her sagt, und keiner meint, was er sagt. Dein Freund würde dich auch heiraten, wenn dein Vater Nein sagen würde, und ein Nein deines Vaters hätte keine Konsequenzen, außer vielleicht einem Familienstreit.

Der Unterschied zu den anderen von dir genannten Traditionen ist für mich, dass das "Um die Hand anhalten" noch nicht mal einen spirituellen/abergläubischen Hintergrund hat. Das verurteil ich nämlich nicht, Glaube ist Glaube. Aber auf Bräuche, die sich aus einer patriarchalischen Gesellschaft ohne jede Frauenrechte entwickelt haben, kann ich verzichten.
 
Manchen Traditionen (beispielsweise, dass der Mann das Brautkleid vor der Hochzeit nicht sehen sollte) kann ich ja durchaus etwas abgewinnen - aber ganz sicher nicht dem "um Erlaubnis fragen". Dieser Tradition liegt ein Rollenverständnis (die Frau hat kein gleichberechtigtes Mitspracherecht und wird - fast wie ein Gegenstand - von einer Familie in eine andere Familie überführt) zugrunde, welches ich schlicht ablehne.
 
Hallo Vamp,

ich verstehe, ehrlich gesagt nicht, warum dich diese Dinge bei anderen interessieren? Ist doch deine Heirat und es geht doch darum, was für dich, irgendwelche Traditionen bedeuten, nicht für andere!

Kann es sein, dass du dich einfach riesig freust, dass bei euch das Thema aufkommt und deine Freude so mit einem anderen Anlass getarnt zu Ausdruck bringst?

Nein, mein Verloter hat meine Eltern nicht gefragt! Ich sehe mich nicht als "Ware"/ Eigentum meiner Eltern, als dass sie so eine persönliche Angelegenheit für mich entscheiden würden! Ich bin erwachsen, selbstständig, entscheide selbst, wie ich mein Leben führe und trage die Konsequenzen dafür, was frühere Traditionen für eine Frau in Deutschland nicht vorgesehen haben.

Wünsche dir aber viel Glück und Freude bei der zukünftigen Verlobung!
 
Im Gegenteil, das würde mich ziemlich ärgern. Du bist doch kein Ding was einen Besitzer hat. Das ist wirklich veraltet und stammt aus einer Zeit wo Frauen noch keine Rechte hatten. Wen ich heiraten will ist meine Entscheidung und nicht die anderer. Du bist ein freies Wesen und musst niemanden, um Erlaubnis fragen wie ein kleines Kind.
 
Aus romantischem Empfinden heraus kann ich den Wunsch nachvollziehen, unabhängig von seiner früheren Bedeutung.

Solche Rituale sind die Etappen bis zur Trauung und jedes für sich ein Ereignis, das mit Bedeutung verbunden ist und schöne Momente zaubert.

Nur, wenn Dein Freund das nicht will, hast Du wohl schlechte Karten. Sucht zusammen Dinge, die ihr beide gern und aus Überzeugung füreinander tut und die Euch die Hochzeit bedeutsam machen.
 

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