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Die Eltern meines Freundes ignorieren mich

Hallo nochmal,

du schreibst, du glaubst, dass du es jetzt verstanden hast... Ehrlich gesagt, bezweifle ich das noch ein wenig. Mir scheint eher, du suchst krampfhaft nach immer neuen Argumenten, die deine Ansicht, sie können dich nicht leiden, bestätigen.


Definierst du dich so sehr über deinen Beruf, dass du dich als ganzer Mensch abgelehnt fühlst, wenn jemand damit nichts anfangen kann? Man kann doch jemanden auch dann total gerne mögen, wenn man seinen Beruf irgendwie für Humbug hält. Es soll schon überzeugte Atheisten gegeben haben, die eng mit einem Priester befreundet waren. Warum auch nicht?

Bist du also wirklich bereit, deine Ansichten und deine Maßstäbe zu hinterfragen, oder sieht dein "Umdenken" eher so aus, dass du nun eben resigniert aufgibst, weil du ja "niemanden zwingen kannst"?

Es tut mir leid, wenn ich das sagen muss, aber viele deiner vorherigen Antworten, klingen für mich irgendwie danach als wärst du der festen Überzeugung, deine Wahrnehmung, deine Maßstäbe, deine Art, Wertschätzung zu zeigen, sei viel "besser" oder "richtiger" oder "aufrichtiger" oder was auch immer. Das zeigt sich für mich besonders deutlich in deiner Antwort an Phelia:


Wieso glaubst du, dass deine Schwiegermutter in spe da so anders tickt? Was, wenn sie froh darüber ist, dass du evtl. für den Rest eures Leben die Frau an der Seite ihre Sohnes bist? Was, wenn sie es schön findet, dass du die Mutter ihrer zukünftigen Enkelkinder sein könntest? Was, wenn ihr ein gutes Verhältnis genauso wichtig ist wie dir (und sie womöglich sicher ist, das auch zu haben)? Woher nimmst du das Recht, ihr zu unterstellen, ihr wäre das alles egal und du müsstest dich damit eben abfinden?

Auch hier kommt genau diese Einstellung durch:

Der Beitrag hat dir geholfen zu verstehen, dass du andere Menschen nicht zwingen kannst? Ich hoffe, du fängst vielmehr langsam an du verstehen, dass dein Wunsch wahrscheinlich schon lange eingetroffen ist, ohne dass du es gemerkt hast. Dass ihr euch mögt, eine Familie seid und gut miteinander auskommt, ist in deren Augen vermutlich längst Realität!


Ein Gespräch mit deinem Freund, wird ihn nur dann in eine unangenehme Situation bringen, wenn du so stark auf der Richtigkeit deiner Empfindungen beharrst. Wenn du dagegen anfängst, dich selber und deine Bewertung zu hinterfragen und wirklich verstehen möchtest, wie er das bewertet und warum, wäre das ein sehr fruchtbares Gespräch.

Aber es klingt leider ein bisschen danach, als würdest du sie inzwischen so stark ablehnen, dass dir das nicht mehr möglich ist:

Glaub mir, ich versteh dich da schon. Es ist ganz normal und m. M. n. auch gesund, nicht länger um die Wertschätzung von Menschen zu kämpfen, die einen völlig ablehnen. Nur glaube ich in deinem Fall nicht, dass das zutrifft. Ich glaube, dass du dich gewaltig verrennst...


Ich würde an deiner Stelle noch nicht gleich die Erwartungen fallen lassen. Fang doch lieber erstmal an, deine Bewertungsmaßstäbe zu überdenken. Ich bin sicher, damit wäre schon viel gewonnen. Für die meisten Menschen ist es aber leider viel leichter, sich enttäuscht abzuwenden, weil Erwartungen nicht erfüllt werden, (Nichts anderes tust du, wenn du sagst, du lässt deine Erwartungen fallen!) als sich selber mal ehrlich zu fragen, ob es nicht sein kann, dass die eigentlich Erwartung (in deinem Fall Wertschätzung) nicht längst erfüllt wird, nur eben nicht auf die Weise, die man bisher von anderen Menschen gewohnt war.


Ja, ich glaub auch, dass es gut wäre, da anzusetzen. Ich hab ja versucht, zu erklären, was dein Freund in meinen Augen beitragen könnte, von daher hoffe ich sehr, du meinst es nicht (mehr) ernst, wenn du sagst, du wüsstest nicht, was er beitragen könnte.

Ich finde das übrigens allgemein eine seltsame Vorstellung von Partnerschaft. Wenn mich etwas beschäftig, wenn mir etwas Sorgen macht, wenn mich etwas traurig macht, bespreche ich das genauso mit meinem Partner, wie das, was mich glücklich macht, wo ich etwas erreicht habe oder wofür ich dankbar bin (ganz allgemein nicht nur ihm). Das heißt ja nicht, dass ich daraufhin immer erwarte, dass er irgendwas tun muss oder mir helfen muss. Wenn das tatsächlich eine Sache zwischen mir und irgendjemand anders ist, kann er vielleicht gar nichts tun. Aber es reicht doch schon, wenn er mir zuhört, mich versteht, vielleicht von ähnlichen Erfahrungen berichtet. Aber es kann auch helfen, wenn er sich schwer tut, mein Problem zu verstehen und kritisch nachfragt und seine Sicht erklärt. Aber leider führt sowas bei vielen Paaren nur zu Streit, weil man eben seine Empfindungen und Maßstäbe absolut setzt und nicht wirklich bereit ist, sie zu hinterfragen. Und dann hört man lieber auf, mit seinem Partner über Dinge zu reden, wo man weiß oder vermutet, dass er anderer Ansicht ist. Stattdessen fragt man lieber fremde Leute im Internet. Die kann man dann notfalls ignorieren, wenn sie was sagen, was man nicht hören will...

Sorry, ich wollte eigentlich keine Predigt halten... Ich befürchte einfach wirklich dass du dich verrennst. Ich hoffe, ich bin dir nicht zu nahe getreten und möchte dich bitten, wirklich ehrlich und intensiv über all das nachzudenken.

Liebe Grüße
M.

Nein, ich definiere mich nicht über meinen Beruf, aber es ist so offensichtlich, dass die Eltern mich über meinen Beruf definieren. Sie wissen nichts damit anzufangen und daher meiden sie mich. Ein offensichtliches Zeichen meidenden Verhaltens ist, wenn man mit allen am Tisch redet, nur mit einer Person nicht. Wenn der Vater was erzählt oder sagt, dann hält er zu allen anderen Blickkontakt, rate mal wer gar nicht angesehen wird? Richtig, ich natürlich. Also offener kann man seine Missachtung nicht ausleben.

Ich bilde mir das nicht ein. Oder als ich mal den Vater fragte, ob es ihm besser ginge, da mein Freund mir kurz zuvor noch sagte dass der Vater Kopfschmerzen habe, da sagte der Vater nur "Ja" und wandte sich einfach wieder ab um in der Küche was zu machen. Noch nicht mal, "Ja, danke" wie man das so macht. Verstehst du, es sind diese feinen Dinge, die im zwischenmenschlichen Umgang aber so viel aussagen. Menschen merken doch wenn sie nicht gemocht oder respektiert werden, wir haben doch alle sehr feine Antennen dafür. Genauso wie man sofort weiß, wenn einen jemand mag.
Warum ich glaube dass meine Schwiegermutter in spe da anders tickt? Naja, sie tut halt nichts dafür, für das freundliche Miteinander, ganz einfach. Und der Vater schon gar nicht.
Nein, wir sind keine Familie, ich werde nicht wie die anderen Familienmitglieder behandelt. Ich hatte es schon vorher geschrieben: Was bedeutet es wohl, wenn der Vater etwas erzählt, alle anblickt, nur mich nicht. Und das jedes Mal. ??? So als wäre ich ein Geist. Macht man das denn als Gastgeber, als Schwiegervater in spe oder was auch immer?
Mein "Problem" ist, dass ich nicht weiß was ich schlimmes gemacht oder verbrochen habe, dass man mich so behandelt, ich war immer freundlich, nett, nicht aufdringlich, ganz easy zu handhaben quasi.

Jeder hat ja auch seine eigenen Vorstellungen davon, womit und in welchem Ausmaß man seinen Partner mit seinen Problemchen belasten will. Ich finde das in manchen Dingen wichtig und richtig, anderes aber behalte ich auch mal für mich. Dies ist so eine Sache, die noch nicht so aus dem Ruder gelaufen ist, dass ich ihn darauf ansprechen müsste. Ich werde es tun, wenn sich dieses Verhalten so weiter fortführt und nicht besser wird. Eventuell besteht ja die Chance, dass es mal besser wird, wenn wir zusammenziehen, und die Eltern sehen, dass wir es sehr ernst meinen miteinander.
Ich habe halt Vergleichswerte, sehe, wie sie mit anderen Familienmitglieder sind und dass sie ganz anders zu mir sind. Die Brüder sind da auch total anders. Die sind sehr interessiert, fragen mich all das was die Eltern mich noch nie gefragt haben, wir unterhalten uns sehr nett.

Verstanden habe ich die Sache schon, ich werde egal was ich anstelle, mich nicht mehr krampfhaft bemühen, gemocht zu werden. Manchmal muss man die Dinge auch einfach akzeptieren wie sie sind. Mein Selbstwert ist auch nicht davon abhängig, dass mich die Eltern mögen oder nicht. Aber es hinterlässt halt Fragen, ist ja auch verständlich. Wer wäre da nicht etwas irritiert?
 
Warum gehst du überhaupt eine Beziehung ein, wenn du immer noch an deiner Selbstverwirklichung bastelst, in der Weltgeschichte herumreist und nur zu Stippvisiten bei deinem Freund aufschlägst, sowie die nächsten 2 Jahre bereits mit Abwesenheit verplant hast und nur das tun willst, was dir gefällt.
Wenn dein Freund noch bei seinen Eltern wohnt, werden sie diese seltsame Beziehung natürlich mit Sorge beobachten und sich fragen, ob er seine Zeit nicht mit dir vergeudet.
Er wird ja auch mit seinen Eltern darüber reden, wie sehr ihn deine ständige Abwesenheit belastet und sie werden sehen, dass er darunter leidet. Da kannst du keine überschäumende Freundlichkeit erwarten, wenn du nach monatelanger Abwesenheit mal wieder auftauchst.
Vielleicht klärst du erstmal mit deinem Freund ab, ob du mit seinen Vorstellungen von Bodenständigkeit mit Kindern konform gehst und überhaupt an eine gemeinsame Zukunft denkst. Den Aspekt zu klären wäre doch wohl wichtiger, als dir den Kopf zu zerbrechen, wie du dich bei seinen Eltern lieb Kind machen kannst.
 
[...] bei Familienzusammenkünften bin ich einfach nicht ich selbst, wenn ich so teilnahmslos dasitze, die negativen Energien im Raum spüre und am liebsten weg will

Warum moechtest Du Dich immer wieder den spuerbaren negativen Energien im Raum aussetzen - weil
"es sich so gehoert"?
 

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