Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Die Einsamkeit frisst mich auf

reire

Neues Mitglied
Wie oben ja steht fühle ich mich nur noch einsam. Ich weis einfach nicht mehr weiter. Ich hatte nie Freunde nicht mal Bekannte und so was wie Geborgenheit in der Familie kenne ich ich auch nicht wirklich.
Ich weis auch gar nicht richtig was ich eigentlich möchte oder was mir genau fehlt. Ich weis manch mal auch nicht ob ich wirklich andere Menschen haben möchte oder nicht. Es schwankt ständig hin und her zwischen ich will alleine sein und ich brauche andere.
Eigentlich würde mir ja schon ein Mensch reichen mit dem ich lachen und spaß haben kann, der vielleicht meine Hobbys teilt mit dem man reden kann. Auf den man sich verlassen kann und der sich auf mich verlassen kann. Das man sich gegenseitig hilft wenn mal was nicht läuft oder es einem schlecht geht.
Ich finde aber einfach niemanden noch nicht mal was oberflächliches zum nur spaß haben.
Ich habe es schon oft im Internet versucht aber auch im echten Leben. Leider habe ich da nur falsche Menschen kennengelernt die mich ausgenutzt haben. Dadurch habe ich auch eine leichte Sozialphobie entwickelt.Jetzt fällt mir das noch schwerer Leute kennen zu lernen und auch frei zu reden oder mich zu öffnen. Ich habe auch oft das Problem das ich nicht wirklich weis was ich sagen soll.
Aber auch wenn ich es mal schaffe mit Leuten zu reden/unterhalten weil sie sehr nett sind kommt da halt trotzdem nie was bei raus.
Ich habe auch schon viele Sachen ausprobiert um Leute kennenzulernen zum Beispiel Kochkurse,VHS Kurse,Sportverein,Gemeinnützige Arbeit,Connventions (Videospiel/Comic) (wo ich hierzu sagen muss das ich auch nicht unbedingt Hobbys habe die meinem Alter entsprechen dadurch finde ich noch weniger Leute in meinem Alter die Interesse an mir haben. Ich habe sehr "Kindliche" Hobbys wie Videospiele und Comics lesen), Büchermessen oder wenn in der Gemeinde eine Veranstaltung ist zum Beispiel eine Fahrradtour habe ich schon mitgemacht.

Dazu kommt das ich schon Anfang 30 bin(32 um genau zu sein) und ich langsam denke mir läuft die Zeit davon. Das ich einsam und alleine sterbe ohne das mich jemand vermisst oder je gekannt hat.Und ohne das ich je das Gefühl gespürt habe wie es ist zu lieben und geliebt zu werden oder spaß gehabt zu haben (egal ob Freundschaftlich oder Beziehung allgemein irgendein Menschliches Gefühl gehabt zu haben was einen Menschen eigentlich ausmacht)


In letzter Zeit ist es sehr schlimm ich sitze fast jeden Abend in meinem Bett und weine. Mir fällt das sogar schwer Filme zu gucken oder Bücher zu lesen wenn da irgendwas mit Einsamkeit kommt oder Leute gezeigt werden die zusammen lachen und spaß haben oder wenn es um Freundschaft geht fange ich an zu weinen und kann nicht mehr aufhören.

Ich habe auch niemanden zum reden.Meine Mutter sagt immer man braucht keine anderen Leute man kann alleine glücklich sein. Andere machen nur Arbeit und ärger und sie hätte auch nie Freunde gehabt.Und wahre Freundschaft gäbe es sowieso nicht. Dann fragt sie was ich überhaupt mit denen will und was ich unter spaß und zusammen lachen verstehe. Dann versuche ich das zu erklären dann meint sie so was gibt es eh nicht und das wäre eh alles nur oberflächlich richtiger spaß existiert gar nicht.
Und ich könnte ja auch mit ihr "spaß" haben und irgendwas machen ich würde ihr ja schließlich auch reichen und da ich ja da bin brauch sie auch niemanden.

Mein Vater sagt ähnliches er meint auch alleine ist man besser dran andere nutzen einen nur aus. Ich frage mich nur warum meine Eltern dann zusammen sind wenn alleine doch alles besser ist.Wobei ich auch hier sagen muss das sie sich auch eher mehr streiten und alleine was machen als zusammen.

Das verunsichert mich dann immer noch mehr. Stelle ich mich einfach nur an? Kann man auch einsam und alleine glücklich werden?

Ich finde die Vorstellung nur so schrecklich für immer alleine zu sein immer alleine alles zu machen und nie mal mich über irgendwas unterhalten zu können oder für jemanden da zu sein.
 
Bist Du ein Mann oder eine Frau?

Eines ist klar, wenn Du so weiter machst wie bisher, wird es offensichtlich nicht klappen. Du musst es komplett anders machen und komplett neue Sachen ausprobieren. Ich weiß dass es sehr schwierig ist, wenn man gar nicht weiß was man denn tun könnte oder man nicht richtig versteht, was überhaupt schief läuft.

Es ist unheimlich schwierig aus der Ferne etwas dazu zu schreiben, hast Du denn eine Idee weshalb das nie geklappt hat? Gibt es ein gewisses Stadium bei dem es regelmäßig scheitert, kann man das irgendwie zeitlich (z.B. immer direkt schon am Anfang) oder nach Intensität (z.B. ich schreibe und dann kommt keine Antwort mehr) festmachen?

Etwas anderes scheint auch klar: Deine Eltern haben Dich großgezogen und sie haben sicherlich immer ihr Bestes gegeben und das war auch in Ordnung so, aber heute ist es wichtig dass Du auf eigenen Beinen stehst und Dich vor allem nicht allzu sehr auf die Ratschläge Deiner Eltern stützt. Die Ansichten Deiner Eltern erscheinen mir nicht gerade förderlich für Deine Situation. Sie meinen es sicherlich nicht böse und es mag nach ihren Erfahrungen auch so sein, aber das bedeutet nicht, dass Du die gleichen Erfahrungen machen machst und dass das für Dich auch richtig sein muss.
 
@Denthr

Ich bin eine Frau aber was hat das damit zu tun ob ich w oder m bin?

Aber wie denn anders? Ich habe ja schon alles mögliche durch. Früher war ich ja zum Beispiel auch offen gegenüber den Leuten aber seitdem ich nur ausgenutzt wurde hat sich das geändert.

Ich weis auch nicht woran es liegt. Ich habe das Gefühl das ich mit den Leuten wohl einfach nicht auf gleicher Wellenlänge bin. Es fängt ja meistens schon damit an das ich nicht rauche und keinen Alkohol trinke da werde ich schon immer schief angeguckt und belächelt. Ich war auch nie so der Partytyp und kann damit nicht wirklich was anfangen. Dann kommt dazu das ich leider schon in Rente bin und nur nebenbei noch etwas arbeite. Wenn das zur Sprache kommt wimmeln die Leute auch meistens ab und wollen nichts mit mir zu tun haben.
Oder wenn man sich doch mal nett unterhält haben wir meistens andere Interessen und kommen daher irgendwie nicht zusammen und es bleibt nur oberflächliches "blabla". Ich bin auch eher ein ruhiger Mensch wenn dann eine Gruppe mit mehreren ist werde ich meistens ignoriert selbst wenn ich was sage.

Beim schreiben im Internet ist es meistens so das nach 3-4 Mails Schluss ist. Warum weis ich nicht weil es eigentlich immer ganz normale und nette Gespräche sind. Ab und zu schreibe ich auch mal ein paar Wochen mit Leuten aber dann verläuft das auch irgendwie wieder und plötzlich kommt nichts mehr zurück.

Mit meinen Eltern weis ich eben nicht was ich da glauben soll. Wenn meine Mutter so redet hört sich das immer so an als würde das wirklich so sein und sie hätte recht. Sie bringt das halt sehr überzeugend rüber.

@Johnny_B
Ich versuche mir das ja auch immer zu sagen. Aber wenn man dann zum Beispiel Menschen auf der Straße oder am Strand oder im Freizeitpark sieht wie die spaß haben und zusammen lachen dann denke ich immer so was hätte ich auch gerne. Und dann werde ich immer sehr traurig und könnte nur noch weinen weil ich einfach nicht weis wie das ist und sich das anfühlt. Ich vermisse das irgendwie auch wenn sich das komisch anhört da ich so was ja noch nie gehabt habe. Man kann ja eigentlich nichts vermissen was man nicht kennt aber trotzdem habe ich irgendwie Sehnsucht danach.
 
Ich gebe dir mal zwei Thesen:

1. Alle Menschen sind gleich. Deine Mutter und dein Vater haben also recht und du hast dich gefälligst so zu verhalten, wie es dir Norm vorschreibt. Also allein ist man besser dran, man kann auch alleine glücklich sein. Stell dich also nicht so an.

2. Jeder Mensch ist ein Individuum, d.h. unterschiedliche Bedürfnisse, andere Wunschvorstellungen, abweichende Ziele usw. usw.

Wenn du jetzt noch herausfindest in welchen Kategorie deine Eltern denken und welcher du dich wiederfindest, dann könntest du beurteilen wie sinnvoll deren Ratschläge für dich sind.

Da du dich mit 32 noch so in Frage stellst, empfehle ich dir dich erstmal mit dir selbst auseinander zu setzen. Magst du dich? Findest du dich toll? Was sind deine Stärken? Was sind deine Leidenschaften? Akzeptierst du deine weniger gute Seiten?

Wenn du dich jetzt fragst, was hat denn das Eine mit dem Anderen zu tun: Das Äußere spiegelt das Innere eines Menschen und du bist mit deinem "Außen" nicht zufrieden bzw. sogar unglücklich. Und damit das besser wird, musst du an dein Inneres ran.
 
Natürlich sollte man sein Glück nicht von anderen Menschen abhängig machen, aber jeder Mensch ist ein Gesellschafts'tier' und braucht Menschen um sich herum.
Ich vergleiche es mit Nahrung. Nahrung macht mich nicht glücklich aber komplett ohne Nahrung sterbe ich.

Du sagst doch, dass du gern PC-Spiele spielst, sind das diese Spiele, wo du in Familien/Gilden/Clans eintreten kannst? Viele haben auch TS oder Skype-Gruppen kommunizieren so miteinander und veranstalten auch mal Treffen. Vielleicht wäre das eine Möglichkeit für dich Menschen mit gleichen Interessen kennenzulernen. Und das jemand mit 32 PC-Spiele spielt oder Comics liest, ist nichts ungewöhnliches.

Was mir jedoch ins Auge fällt, ist dieses "ausgenutzt werden". Ich höre dieses Argument sehr oft von Menschen, die keine Freunde haben und es verwundert mich. Wie zeigt sich dieses (von deiner Seite scheinbar ziemlich passive) ausgenutzt werden? Es hört sich so an, wie etwas was ein anderer mit dir macht, ohne das du das beeinflussen kannst.

Ich kann das nich ganz nachvollziehen denn ich helfe entweder mit Freude einem Menschen und fühle mich hinterher immer gut oder ich ich sage Nein, wenn ich etwas nicht tun will. Dann kann man mich auch nicht ausnutzen.

Ich habe den Eindruck, dass Menschen durch die Angst "ausgenutzt zu werden" sich das Leben schwer machen und sich Freundschaften verbauen. Niemand kann dich ausnutzen, solange du dir selbst treu bleibst und nur das tust, was du auch wirklich tun möchtest.
 
Zuletzt bearbeitet:
@ Querdenker

Da du dich mit 32 noch so in Frage stellst, empfehle ich dir dich erstmal mit dir selbst auseinander zu setzen. Magst du dich? Findest du dich toll? Was sind deine Stärken? Was sind deine Leidenschaften? Akzeptierst du deine weniger gute Seiten?

Es gab eine Zeit da mochte ich mich nicht da ich dachte ich habe nicht viel erreicht im leben. Aber damit bin ich auch zum Psychologen gegangen. Jetzt akzeptiere ich mich eigentlich so wie ich bin und bin mit mir zufrieden. Natürlich arbeite ich auch an den Dingen mit denen ich mal nicht zufrieden bin aber eigentlich bin ich da ziemlich ausgeglichen.
Meine Stärken und Schwächen kenne ich eigentlich auch. Aber eine richtige Leidenschaft habe ich jetzt nicht wirklich. Ich habe Hobbies die ich mag und auch meinen spaß damit habe aber als Leidenschaft würde ich da jetzt nichts von bezeichnen.

Es ist im Prinzip wirklich nur diese Einsamkeit die mich zur Zeit fertig macht. Ich kann natürlich auch meine Sachen alleine machen aber ich denke immer es wäre auch schön das mal teilen zu können. Oder eben zusammen zu lachen und spaß zu haben und nicht immer nur alleine.

@MiniBiene
Ich spiele eher Singleplayer Spiele auf Konsole also nicht am PC und auch nicht wirklich online. Ich habe zwar auch mal versucht online zu spielen aber das war auch irgendwie nichts für mich.
Ich habe mich ja auch schon in Spieleforen und Comicforen angemeldet. Aber ich finde einfach keine Leute wo das mal länger hält. Man schreibt dann ein paar mal hin und her und dann verläuft sich das wieder.

Hm ich habe halt immer gedacht die Leute meinen es ernst mit mir. Und da habe ich dann natürlich auch geholfen wo ich konnte. Ich war immer der Mülleimer für die Probleme der anderen. Ich habe dann geholfen und die Leute wieder aufgebaut und als es ihnen wieder gut ging haben sie mich fallen lassen. Vielleicht bin ich da zu Leichtgläubig ich weis es nicht. Vielleicht kann ich Leute nicht so gut einschätzen.

Ich versuche ja trotzdem noch offen auf die Leute zuzugehen aber die Erfahrungen die ich gemacht habe haben hat das vertrauen in die Menschen halt etwas angekratzt. Außerdem habe ich im Moment Probleme eben meine Hobbies zu erwähnen oder das ich eben schon in Rente bin. Leider reagieren die Leute da meisten wirklich nicht gut drauf. Wurde deswegen zum Beispiel auch schon öfters angemacht und ausgeschlossen.
Da kommt mir das immer so vor wenn ich die Wahrheit sage und so bin wie ich bin ist es nicht richtig und wenn ich zurückhaltender bin und nicht so viel erzähle über mich ist das auch wieder nicht richtig.

Ich habe in letzter Zeit auch oft das Gefühl das ich vielleicht einfach nicht dafür gemacht bin mit anderen zusammen zu sein. Das ich vielleicht eher ein Einzelgänger bin und einfach nicht mit anderen klar komme. Oder das ich irgendwie "anders" bin.
 
Ein Forum ist doch was ganz anderes als ein Spiel. Im Forum schreibt man "nur". Ich habe hier in diesem Forum auch keine Freunde gefunden. Im Spiel "erlebst" du mit anderen Menschen etwas, erledigt zusammen Aufgaben usw. Das ist etwas vollkommen anderes. Da habe ich Bekanntschaften geschlossen, mit denen ich seit Jahren Kontakt habe.

Ich habe das Gefühl, dass Freunde bei dir einen festen Zweck zu erfüllen haben. Solange sie dir zugewandt sind, tust du alles für sie. Sobald sie etwas abgewandt sind, wertest du sie und die komplette bisherige Freundschaft ab. Du warst für einen Menschen da, als es ihm schlecht ging. Dieser Mensch hat sich dir anvertraut, dir sein Herz ausgeschüttet, was man sicher auch nicht bei jedem macht. Du hast ihn aufgebaut und aus dieser schweren Phase geholfen. Es war sicher eine sehr intensive, emitionale Zeit.
Aber anstatt es als eine wertvolle Erfahrung zu sehen und stolz auf dich zu sein, hast du das Gefühl ausgenutzt worden zu sein. Das finde ich schon schade. Du genießt die Zeit mit dem Menschen nicht, sondern scheinst sie als Mittel zum Zweck zu sehen. Als eine Investition, die mit einer lebenslangen Freundschaft belohnt werden muss, ansonsten war es für dich verschwendete Lebensmüh. Verstehst du was ich damit sagen möchte? Finde es gerade schwer, die richtigen Worte zu finden.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man kann in einem Raum mit seinen besten Freunden sitzen und sich einsam fühlen.
Man kann mit der Liebe des Lebens im Bett liegen und sich einsam fühlen.
Man kann aus Herzen lachen und sich einsam fühlen.

Einsamkeit ist kein äußerlich abhängiges Gefühl, es ist etwas das man in sich hat und auch mit einem selbst zutun hat. Es gibt allein sein, und es gibt einsam sein. Man entscheidet allein zu sein, aber einsam, das ist man. Es ist ein Gefühlszustand, in dem man sich befindet. Und er wird immer wieder aufkommen.

Einsamkeit ist ein Gefühl, das man nur kurzfristig betäuben kann. Man kann sich das vorstellen wie ein Luftballon. Man versucht ihn unter Wasser zu drücken, damit er nicht an die Oberfläche schwimmt. Und man tut das schon eine ganze Weile, und man ist dem müde geworden und wünscht sich jemandem der einem bei dieser Aufgabe hilft. Und dann kommt jemand der einem helfen kann. Das tut er eine Weile, und es fällt einem nicht mehr so schwer, denn man ist etwas entlastet. Aber dann muss der andere wegschwimmen, weil er, weiter metaphorisch gedacht, nach seinem Boot gucken muss, vielleicht einen eigenen Luftballon unter Wasser drücken muss oder irgendwo jemand am Strand Fussball spielt, und er schwimmt kurz weg. Aber man ist noch so beschäftigt mit der Aufgabe, dass man sich im Stich gelassen fühlt. Es fühlt sich schwerer an als vorher den Ballon unter Wasser zu halten. Und es kommt ein weiterer Ballon dazu, der Luftballon der Enttäuschung, und es werden irgendwie immer mehr Luftballons, und sie blasen sich immer weiter auf.
Und so ist es dann auch mit Freunden, und "Spaß". Sie werden dir diese Luftballons nicht nehmen. Sie bleiben. Das Gefühl wird bleiben. Man nimmt es quasi immer mit.

Nun, nach meiner Erfahrung ist es gut, den Luftballon auch mal an die Oberfläche schwimmen zu lassen und zu gucken was passiert. Das ist nicht schön und es ist auch schmerzhaft, weil man sich selbst hinterfragen muss.

Im meisten Fall steht man sich nämlich einfach nur selbst im Weg. Wie du zum Beispiel sagst, du weißt nicht was du sagen sollst. Ironischerweise tun das wenigsten, sie reden einfach. Niemand wird sich aber je wirklich an die ersten paar Sätze erinnern können, die du gesagt hast. Sondern einfach nur was für einen Eindruck man hinterlassen hat. Ich rede zum Beispiel mit jedem den ich neu kennenlerne total ungezwungen, über meinen Tag, über etwas das ich erlebt habe, über irgendeine Lapalie, irgendwas halt. Oder wenn ich nicht reden möchte, dann rede ich nicht, bin für mich. Ziehe mich zurück. Es sind meine Entscheidungen. Genauso geht es auch andersrum. Manche Menschen reden, ziehen sich an anderen Tagen zurück. Es geht nur um die Momente, die man für sich selbst schafft. Man kommt dann nicht nach einem Tag mit neuen besten Freunden nach Hause. Sowas braucht Zeit. Freundschaften brauchen Zeit, selbst Bekanntschaften brauchen Zeit. Und die muss man sich gönnen und nun ja einfach in der Welt etwas ausbreiten und gucken was so für einen zurückkommt.

Das kann nichts sein, das können gute Freunde sein, das kann jemand sein der einem nicht sympathisch ist.

Ich kann verstehen wie es dir dabei geht und dass es dich sehr schmerzt. Aber man brauch keine Angst vor Einsamkeit, dem Gefühl zu haben. Man hat gute Gründe dafür, und es ist dein gutes Recht dich so zu fühlen. Das sind deine Gefühle und deine Gefühle machen dich aus. Versteck dich aber nicht vor ihnen, denn sie holen dich ein. Das ist wie das Lachen zu unterdrücken, je mehr man versucht es zu unterdrücken, desto lauter kommt es raus, wenn man es nicht mehr aushält. Vor ein paar Jahren hab ich wie du reagiert, ich konnte mir nichts ansehen, und hab mich vollkommen isoliert, weil es mich so geschmerzt hat. Ich hatte Angst. Ängste wie du.
Und die hab ich auch immernoch, und die haben so viele Menschen.

Aber Ängste halten uns auch zurück. Sie restriktieren uns in unseren Entscheidungen, unserem Verhalten und auch was wir sagen und nicht sagen. Man hat zum Beispiel Angst sich lächerlich zu machen, wenn man etwas sagt und es irgendwie nur "Wortbröckel" sind, die keinen Sinn ergeben. Das passiert mir zum Beispiel total oft, wenn ich neue Leute kennenlerne. Ich kriege keine Sätze zustande. Anfangs war mir das immer sehr peinlich, weil ich dachte man hält mich für dumm oder für merkwürdig. Und ja, viele halten mich dafür wahrscheinlich. Aber oft und sogar öfter merk ich, dass ich damit auch eine Art habe, die viele sympathisch finden. Man lacht zusammen darüber, wenn man mal etwas peinliches gesagt hat.

Am Ende des Tages, ist man immer für sich, egal ob in Partnerschaft, Freundschaft. Man teilt aber einiges miteinander. Mal mehr mal weniger. Feier die Feste wie sie fallen. Aber was dafür hilft ist sich selbst nicht zu ernst zu nehmen, und hin und wieder aus dem eigenen Kopf rauszukommen.

Und nimm dir auch mal vielleicht doch hin und wieder etwas Zeit deine Ängste distanziert zu beurteilen. Nützen sie dir? Haben sie einen Stellenwert für dich? Kannst du sie vllt selektieren?

Man hat natürlich Angst vor Enttäuschung, die haben wir alle im gewissen Sinne. Niemand mag es enttäuscht zu werden. Aber manchmal enttäuschen wir auch selbst andere, öfter als uns lieb ist. Wir werden auch oft enttäuscht. Man ist vor dem also nicht geschützt, es wird irgendwann passieren. Auch wenn das natürlich nicht toll ist. Aber wenn man sich vor Enttäuschung schützt und nichts an sich heran lässt, dann kann man auch nie überrascht werden. Es ist halt ein Risiko, das man eingeht oder nicht. Geht man nie eins ein, dann hat man am Ende eine 0-Bilanz.
 
@MiniBine ja ich weis das das was anderes ist. Ich habe es ja wie gesagt auch schon ausprobiert aber diese Art Spiele sind nichts für mich. Ich habe da sehr viel Zeit investiert und trotzdem keine Leute kennen gelernt. Daher habe ich dann auch irgendwann aufgehört weil mir die Zeit dann auch zu schade ist ein Spiel zu spielen was ich gar nicht mag.

Das macht mich gerade echt traurig was du schreibst. Natürlich sollen die Leute nicht irgendeinen Zweck erfüllen und ich habe auch gerne geholfen. Nur wenn man hinterher wie Dreck und Scheiße behandelt wird ist das auch nicht gerade toll.
Zum Beispiel habe ich in der Schule immer versucht den Leuten zu helfen die gemobbt wurden. Das haben die auch dankbar angenommen. Als es ihnen dann besser ging und die anderen sie mehr akzeptiert haben (oder für ihre Zwecke missbraucht ich weis es nicht ob sie die dann mit Absicht "aufgenommen" haben um mir eins rein zu würgen) haben eben diese Leute denen ich geholfen habe sich den Mobbern angeschlossen und mich dann fertig gemacht.
Das gleiche hatte ich auch auf meiner vorherigen Arbeitsstelle. Eine wurde gemobbt (ich wurde eher ignoriert von allen) als ich versucht habe ihr zu helfen war ich gut.Wir haben auch mal ein paar Sachen zusammen gemacht und uns eigentlich gut verstanden.Aber hinterher als ich ihr dann geholfen habe und es ihr wieder super ging hat sie mich plötzlich ignoriert und weil ich ihr geholfen habe wurden die anderen dann zu mir gehässig. Aber anstatt man dann zusammenhält und sich gegenseitig hilft hat sie sich komplett von mir abgewendet.
Nachher wurde ich so fertig gemacht das ich die Arbeitsstelle wechseln musste.

Oder vor 3 Jahren war ich auf einem Hof reiten dort war ein Auszubildender der es dort nicht so leicht hatte. Er wurde ziemlich fertig gemacht. Da ich auf dem Hof etwas geholfen habe hatte ich natürlich viel Kontakt mit ihm und musste Sachen mit ihm zusammen machen.Er hat sich dann bei mir ausgeheult und mir alles erzählt und ist immer zu mir gekommen wenn was war und war auch schon kurz davor zu kündigen.Wir haben dann auch mal Privat was gemacht und so. Ich habe ihn dann getröstet und versucht Tipps zu geben und habe auch mit der Chefin geredet. Als dann alles besser wurde hat er mich dann nur noch ignoriert und gar nicht mehr mit mir geredet und sich andere Leute gesucht.
Oder auch auf der Arbeit (ich habe ja gewechselt) z.B. kommen die Kollegen und heulen sich bei mir aus wenn deren Beziehung nicht läuft. Dafür bin ich dann gut mir die Probleme anzuhören aber sonst wollen sie auch nichts mit mir zu tun haben und nehmen mich mit wenn die zusammen Kaffee trinken. Da haben sie nur ein mal gefragt als sie nur zu zweit waren und die anderen keine zeit hatten. Ich habe ja auch schon mal von selber gefragt ob ich mit kommen kann aber da wird dann auch abgeblockt. Ich weis nicht ob es daran liegt das die Festangestellt sind und ich eben aufgrund der Rente nur auf 400 Euro Basis dort arbeite.
Oder ich habe auch schon anderen Geld geliehen (und nicht gerade wenig) dafür bin ich dann auch gut um sie aus ihren Schulden raus zu holen aber hinterher wird man dann komplett ignoriert.

Ich habe auch schon 2-3 mal Leuten aus schweren Depressionen geholfen diese Leute kannte ich auch etwas länger. Ich habe lange versucht zu helfen und habe da auch viel mit gemacht (ok das war vielleicht meine Schuld hätte ich vielleicht nicht machen sollen). Und was war hinterher als dann alles besser war und sie glücklich und zu Frieden waren.Haben sich nie wieder bei mir gemeldet und als ich versucht habe Kontakt aufzunehmen wurde das auch blockiert.Das war bei 2en und bei der anderen Person hatte ich noch ganz gut Kontakt war auch ok aber als ich dann z.B. Probleme hatte auf der Arbeit hatte ich keinen zum reden da wurde dann auch abgeblockt und weil ich dadurch z.B. nicht so viel Zeit hatte weil ich mich um die Arbeit kümmern musste hieß es dann auch "Du hast ja eh nie zeit für mich ich glaube das hat keinen Zweck mehr".

Sind jetzt nur mal ein paar Beispiel.

Ich weis ja nicht ob das alles so normal und ok ist. Aber ich habe mich da halt immer gefühlt wie deren Mülleimer und dann wenn alles wieder ok ist oder ich mal Probleme habe braucht man mich nicht mehr. Sie sind ja nicht etwas abgewandt sondern komplett und wollen dann nichts mehr mit mir zu tun haben oder machen mich dann auch noch fertig oder sind beleidigt weil man vielleicht selber auch mal Probleme hat.
Ich will auch nicht dafür belohnt werden wenn ich helfe nur ich dachte halt bei einigen auch weil wir was zusammen gemacht haben und uns gut verstanden haben das man dann auch öfter mal was machen kann oder was weis ich. Aber nicht das ich dann gleich wenn alle Probleme weg sind auch weggeschoben werde als hätte ich nie existiert.

@whateverest
Ich hatte ja auch nicht immer "Angst" das ist ja auch erst durch die Jahre so gekommen. Wie alles normal bei mir war und ich z.B. dies leichte Sozialphobie noch nicht hatte war ich auch offen und habe frei heraus versucht mit den Leuten zu reden und auf sie zuzugehen.Und da war mir auch nicht wirklich was peinlich oder so.
Nur mittlerweile habe ich halt festgestellt wenn man z.B. bestimmte Sachen erwähnt die Leute da einfach komisch drauf reagieren und dann nichts mehr mit einem zu tun haben wollen oder einen angucken/behandeln als wäre man irgendwas "ekliges".
Wenn ich versuche einfach Smaltalk zu betreiben habe ich das Gefühl ich bin Luft für die Leute irgendwie.
Wenn z.B. jemand was sagt und alle reden mit dem wäre das bei mir so wenn ich genau das gleiche sagen würde würden mich alle ignorieren. Ich kann das schlecht beschreiben ich hoffe man versteht was ich meine.
 
Hallo reire,

Das was du schreibst hört sich auch wirklich traurig an. Ich kann verstehen das du auch Soziale Kontakte haben möchtest. Lass dich nicht von deinen Eltern verunsichern du bis Erwachsen und kannst dir deine eigene Meinung machen. Das mit den Hobbys ist wirklich schonmal ein erster sehr guter Schritt. Vieleicht solltest du dir überlegen dir Rat zu holen wegen deinen Sozialen Ängsten. Ein Psychologe könnte eventuell mit dir gemeinsam sehen warum es für dich so schwer ist und was du dagegen machen kannst.
Als Hobby um Leute kennen zu lernen könnte noch sein:
Chor, Fussball, Tanzen, Ein Selbstverteidigungs Kurz in dem du auch lernst dich selbst zu behaupten, Klettern......

Noch ein kleiner Tipp glaubensätze von unseren Eltern sind oft verinnerlicht und unbewusst könntest du dich immer wieder bestätigt fühlen wie sie gesagt haben... oder das stimmt ja doch..... oder ich wusste das er/sie so sind.....
die wollen eh nichts mit mir zu tun haben......
Solche sätze können Vorurteile hervorrufen so das sich das für dich dann immer bestätigt ob richtig oder falsch.
Besser ist es sich diese Glaubensätze bewusst zu werden und das zu stopen ohne zu werten, versuchen die Situationen oder Personen erstmal einfach neutral zu betrachten.
Ich wünsche dir viel Erfolg
 

Anzeige (6)

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben