Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Die Amischen

  • Starter*in Starter*in Gast
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele dieser Menschen ein erfüllendes und glückliches Leben führen. Wohlmöglich viel glücklicher als die meisten Menschen. Und ich beneide jeden, der sich so konsequent vom materialistischen Denken lossagen kann. Ich könnte es für mich schon nicht, wegen meiner Begeisterung für Forschung und Technik, alles verstehen zu wollen und wissen zu wollen, was welche Vorgänge in der Natur, im Denken und in der Physik hervorruft.
Es gibt viele technische Errungenschaften, die unsere Welt einfacher und unkomplizierter machen. Und immer wieder werden sie entgegen des Gedankens ihrer Väter missbraucht. Ein wirkliches Trauerspiel. Und dann kommt man auch auf die Gedanken, ob ein solches Leben nicht viel unbeschwerter wäre. Aber es liegt wohl in der Natur der Sache sich gegenseitig zu bekämpfen. Das war auch ohne große technische Mittel immer möglich. Aber je mehr Wissen man hat, desto kreativer werden die Methoden. So können manche wohl nichtmal in zivilisierter Zeit davon ablassen solche unfeindlichen Gemeinschaften wie die Amischen zu denunzieren, die offenbar nichts weiter suchen als Einklang mit ihrer Umwelt.
Viel gehört und gelesen hab ich von diesem Völkchen noch nicht, also verzeiht mir, falls ich falsche Annahmen äußere.
 

Hallo Nevermind,

schau mal hier: Die Amischen. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Als in Laos gab und gibt es die Hmong. Viele sind in die USA ausgewandert.

Die Hmong bilden große Gemeinschaften und, dass Gemeinschaftleben ist wichtiger als berufliche Karriere. Es herrscht Zusammenhalt.

Ein Hmong, darf mehrere Frauen haben, ist aber egal. Inzucht gibt es nicht, die Bezeichnung Geschwister, ist nich verwandschaftlich sondern als Stammes-Mitglieds-Bezeichnung gemeint.



Ich finde, dass die Hmong (zumindest, jene in den USA, denn in Laos werden sie unterdrückt) glücklicher sind, als manch andere Leute, die viel geld haben und immer mehr wollen.

Ürbigens möchte ich 1 gleich klarstellen:

Die Amish betreiben keine Inzucht.

Sie haben nich 10 Frauen, dass sind die Mormonen in Utah.

Nicht alle Amish sind Touristenattraktionen, in Wisconsin leben die wirklich wie im 18. Jahrhundert und, was ich an ihnen liebe, sie sind politisch neutral und keine Patrioten.
 
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass viele dieser Menschen ein erfüllendes und glückliches Leben führen. Wohlmöglich viel glücklicher als die meisten Menschen. Und ich beneide jeden, der sich so konsequent vom materialistischen Denken lossagen kann. Ich könnte es für mich schon nicht, wegen meiner Begeisterung für Forschung und Technik, alles verstehen zu wollen und wissen zu wollen, was welche Vorgänge in der Natur, im Denken und in der Physik hervorruft.
Es gibt viele technische Errungenschaften, die unsere Welt einfacher und unkomplizierter machen. Und immer wieder werden sie entgegen des Gedankens ihrer Väter missbraucht. Ein wirkliches Trauerspiel. Und dann kommt man auch auf die Gedanken, ob ein solches Leben nicht viel unbeschwerter wäre. Aber es liegt wohl in der Natur der Sache sich gegenseitig zu bekämpfen. Das war auch ohne große technische Mittel immer möglich. Aber je mehr Wissen man hat, desto kreativer werden die Methoden. So können manche wohl nichtmal in zivilisierter Zeit davon ablassen solche unfeindlichen Gemeinschaften wie die Amischen zu denunzieren, die offenbar nichts weiter suchen als Einklang mit ihrer Umwelt.
Viel gehört und gelesen hab ich von diesem Völkchen noch nicht, also verzeiht mir, falls ich falsche Annahmen äußere.



Gott sei Dank, bin ich nicht so. Ich muss nicht alles wissen, mir ist es sogar egal.
Ich mache mir nicht selber den Kopf kapput. Ich würde zumindest für eine Zeit lang ein einfaches Leben bevorzugen. Ich finde, der Mensch hält sich für viel zu wichtig, es gibt niemanden der uns vorschreibt alles wissen zu müssen.

Und ich finde, es ungeheurlich, dass es Leute gibt, die den Urwald abholzen und manchen Naturvölkern ihr ey schon so einfaches Leben kapput machen. Wenn die latein-amerikanischen korrupten Regierungen ihre Killer jemals einen Gott Auftrag geben würden, dann sollte, dass die Ausschaltung dieser Abholzer sein. Aber leider sterben ey die unschuldigen die sich für das Überleben dieser Naturvölker einsetzen.

Ich sage euch einen 1, der das gesamte Verhalten der modernen Menschheit aufklärt

,,Müssen tut man garnichts, auser sterben" ;P
 
Ürbigens möchte ich 1 gleich klarstellen:

Die Amish betreiben keine Inzucht.

Sie haben nich 10 Frauen, dass sind die Mormonen in Utah.

Hi, man muss kein Prophet71 sein 🙄, um klarzustellen, die Mormonen haben auch keine 10 Frauen, die Mehrehe war mal, nachzulesen ist dazu bei Mormonwiki:


"Die Vielehe oder auch Poygamie, der Grundsatz der HLT, mehr als eine Ehefrau zu haben zu können, ist die umstrittenste Kontroverse der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, obwohl es seit 1890 nicht mehr praktiziert wird. Die Kirchenmitglieder praktizierten eigentlich die Polygyny, weniger Polygamie, ein Typ ehelichen Verwandschaftsverhältnisses, wo ein einzelner Mann mehrere Frauen heiratet. Dieser Brauch führte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer schwerwiegenden Verfolgung und zur Unterdrückung der Heiligen der Letzten Tage seitens der US-Regierung, und die Abschaffung wurde eine Bedingung für Utahs Eigenstaatlichkeit. Viele Missverständnisse, falsche Vorstellungen, Halbwahrheiten und unverblümte Lügen haben Diskussionen über die Vielehe unter den HLT heimgesucht und sind noch begünstigt worden von den Anti-Mormonen und Ex-Mormonen, die versuchen, die Kirche und ihre Lehren anzugreifen."

Was man immer mal wieder hört und liest, sind radikale abgesplitterte Gruppen, die die Mehrehe heute noch betreiben, die gehören aber nicht zu den Mormonen ...

Eisherz
 
Ürbigens möchte ich 1 gleich klarstellen:

Die Amish betreiben keine Inzucht.

Sie haben nich 10 Frauen, dass sind die Mormonen in Utah.

Hi, man muss kein Prophet71 sein 🙄, um klarzustellen, die Mormonen haben auch keine 10 Frauen, die Mehrehe war mal, nachzulesen ist dazu bei Mormonwiki:

"Die Vielehe oder auch Poygamie, der Grundsatz der HLT, mehr als eine Ehefrau zu haben zu können, ist die umstrittenste Kontroverse der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, obwohl es seit 1890 nicht mehr praktiziert wird. Die Kirchenmitglieder praktizierten eigentlich die Polygyny, weniger Polygamie, ein Typ ehelichen Verwandschaftsverhältnisses, wo ein einzelner Mann mehrere Frauen heiratet. Dieser Brauch führte in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu einer schwerwiegenden Verfolgung und zur Unterdrückung der Heiligen der Letzten Tage seitens der US-Regierung, und die Abschaffung wurde eine Bedingung für Utahs Eigenstaatlichkeit. Viele Missverständnisse, falsche Vorstellungen, Halbwahrheiten und unverblümte Lügen haben Diskussionen über die Vielehe unter den HLT heimgesucht und sind noch begünstigt worden von denAnti-Mormonen und Ex-Mormonen, die versuchen, die Kirche und ihre Lehren anzugreifen."

Was man immer mal wieder hört und liest, sind radikale abgesplitterte Gruppen, die die Mehrehe heute noch betreiben, die gehören aber nicht zu den Mormonen ...

Eisherz


Sorry wollte nur klarstellen, dass es nicht über die Amish solche Gerüchte gibt, sondern halt noch eher über die Mormonen.

Die Gruppe meiner Heimat, nämlich die Hmong betreibt schon gar keine Inzucht
 
Bei den Amisch wird vor allem gelobt, dass es bei ihnen so gut wie keine Kriminalität gibt und sie auch Fremden gegenüber sehr gastfreundlich sind.
Ich denke, manche sind glücklicher, weil sie nicht auf materielle Güter angewiesen sind und andere eher nicht, da sie die große weite Welt nicht erkunden können und sich nie aussuchen konnten, ob sie so leben wollen, sondern von Kindesbeinen an so aufgezogen wurden.
gab bei denen vor einigen jahren einen amoklauf in den usa
 
... das stimmt, aber Amokläufe gibt es sozuagen, wenn man das überhaupt so sagen kann, unter den verschiedensten Lebensformen ... das machen Menschen - eben auch bei den Amish.

Eisherz
 
meinte das im bezug zu dem einen satz das es da so gut wie keine gewalt gibt.bei einer population von 250000 in amerika ist 1 amoklauf schon irgendwie mehr wie nichts
 
Glaubt ihr, dass die Amischen glücklicher sind als wir?

Ich meine, viele lachen sie aus, aber vielleicht ist diese isolierte Gemeinschaft garnicht so schlecht. In manchen Bereichen sind sie vielleicht glücklicher als wir?

Dazu müsstest du erstmal definieren wer "wir" ist. "Wir" ist eine heterogene Gruppe. In Deutschland gibt es sozioökonomische Milieustrukturen. "Wir" haben als Gesellschaft nichts gemeinsam. Es gibt in Deutschland kein einheitliches "Wir"
Jede soziale Gruppe hat ihr sozioökonomischen milieauabhängigen Ressourcen und Chancen in der Gesellschaft. Daraus folgt, dass "wir" ganz unterschiedliche Perspektiven haben. Der Teil von "wir", der oben ist, der wird glücklicher sein als der Teil von "wir", der ganz unten ist und weit abgehängt ist.
Und die Amischen? Eine gute Frage, ich war noch nie in so einer Siedlung und kann deren Kultur schwer einschätzen. Ich weiß auch nicht im Detail, welche Rituale es dort gibt. Aber ich habe eine Idee, was das Leben in dieser isolierten Gemeinschaft auslösen kann. Das ist aber nur eine Spekulation. Ich könnte mir gut vorstellen, dass Depressionen und Burnouts weniger verbreitet sind als in der globalisierten Welt. Ich könnte mir auch vorstellen, dass es bei der Sozialisation einen stärkeren Zusammenhalt gibt. Die Kleidung und die Rituale stiften eine gemeinsame Identifikation bzw. eine Identität - eine Art gesellige Gemeinschaft entsteht - etwas das es bei uns nicht (mehr) gibt. Seien wir doch mal ehrlich: In der Leistungsgesellschaft und der Welt der Konsumwünsche haben wir doch alle eigentlich nur ein Ziel. Wir wollen alle für uns das Maximum rausholen. Wir sind keine ethnische Gesellschaft - Schulen und Unis sind eigentlich Zweckgemeinschaften, in denen man zusammen unterrichtet wird, da es biliger ist als Einzelunterricht. Aber eine Gemeinschaft gibt es dort nicht. (Jedenfalls habe ich so dort nie erlebt). Dort und auch im Berufsleben gibt es keine Kommilitonen, Kollegen oder ähnliches - wir sind gnadenlose Konkurrenten. Wir kämpfen gegeneinander. Unsere Waffen sind unsere Erfahrung, unsere Abschlüsse u. Noten und unsere Intrigen und andere unfaire Mittel. Scheidet ein Vorgesetzer aus, kennen wir keine Freunde mehr. Wir stürzen uns wie die Geier auf die Karriereleiter und kämpfen mit allen Mitteln gegen alte Kollegen. Sehen wir irgendwo eine Schwäche, inszenieren wir Mobbingaktionen oder erstatten Bericht beim obersten Chef- kollegial sind wir nun wirklich nicht. Jeweils habe ich noch nie in einen kollegialen Unternehmen kennengelernt. Die vermeintlichen Kollegen sind eigentlich oft unsere schärfsten Konkurrent. Man muss aufpassen - die Kollegen sind wie ticken Zeitbomben. Sie können jederzeit unsere Schwäche aufdecken und uns aus der Firma vergraulen. Niemand gönnt dem anderen etwas. Man hält nicht zusammen im Job - man versucht immer nur seinen eigenen A**** zu retten und den anderen dumm aussehen zu lassen.
Wir räumen die schwächelnden Kollegen aus den Weg, anstatt Ihnen zu helfen - alles nur um die eigene Position zu sichern und aufzusteigen. Wir geben einfach nicht auf - wir investieren alles um der oder die Beste zu sein. Koste es was es wolle - auch eine Depression oder einen Burnout nehmen wir in Kauf - Berufsrisiko.
Und diese ganze Verhalten scheint sich auch empirisch zu bestätigen - es kann ja kein Zufall sein, dass die Aufstiegsmobilität in Deutschland so stark eingeschränkt ist. Das sind die unfairen Mittel, die wir im Existenzkampf einsetzen um uns durchzusetzen und die anderen runterzudrücken. Eigentlich sind wir doch Einzelkämpfer in der Globalisierung. Weit entfernt vom homo oeconomicus sind wir auf keine Fall. Sicherlich gibt es kleine Abweichungen, aber in der Tendenz sind wir reine Nutzenmaximierer und bewerten den eigenen Nutzen höher als den sozialen und gesamtgesellschaflichen Nutzen.
Das Wirgefühl und das Miteinander, das individuell Glücksgefühl wird bei den Amischen sicherlich größer sein als bei uns. Aber der Teil von "wir", der es geschaft hat, der ganz oben ist, die Fäden zieht, der kann seine Konsumwünsche erfüllen und kann das Glück substituieren. Der Teil von "wir", der unten ist, kann dies nur eingeschränkt kompensieren durch Konsum, da er halt nicht die Chancen und Möglichkeiten hat. Er ist sicherlich verbittert. Aber wir sind zu sehr damit beschäftigt, nach den maximalen Konsum zu streben. Da bleibt keine Zeit mehr uns Gedanken zu machen, ob wir glücklich sind oder nicht.
Ich könnte es mir übrigens auch nicht vorstellen, bei den Amischen zu leben, obwohl ich relativ weit unten bin. Das Konzept entspricht nicht den Normen der Zeit - unser Ziel ist Konsum - nicht Glück. Mit dem Glück und der Gemeinschaft, die wir in der globalisierten Welt vergeblich suchen, verlieren wir schon ein Stück Lebensqualität - aber die opfern wir um irgendwie an die Normvorstellungen der globalisierten Welt ranzukommen. Um es auf eine Formel zu bringen: Der Verlust an Glück und Gemeinschaft entspricht den Opportunitätskosten, die wir freiwillig erbringen, damit wir an der globalisierten Welt teilnehmen können. Und es gibt ja schon viele tolle Sachen, die man irgendwo kaufen kann. Das weckt Begehrlichkeiten. Gemeinschaft und Globalisierung - eins geht nur - nicht beides gleichzeitig. Und wir alle wählen die Globalisierung.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben