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Der Tod

  • Starter*in Starter*in FreiheitvonHerr
  • Datum Start Datum Start

Hallo Vandan,

schau mal hier: Der Tod. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Der Tod an sich hat für mich selbst schon lange seinen Schrecken verloren.
Als Kind stellte ich mir ihn als Sensemann vor und hatte manchmal Angst, der wäre irgendwo. Als meine Oma starb, dachte ich wirklich, der müsse doch noch im Haus sein und schlich vorsichtig ins Nebenzimmer, mich umguckend, ob er nicht hinter der Tür steht.

Im Laufe der Jahre meines Lebens und mit meinen Erfahrungen hat sich "das Gesicht des Todes" gewandelt. Längst schon ist er nicht mehr personifiziert und so gesehen eben auch gesichtslos geworden.

Es gibt das Wort Tod. Sprache, um einen Schnitt zu benennen. Mehr nicht.

Dieser "Schnitt" im Leben von Menschen, der macht mir mehr aus.
Der Prozess des Sterbens ist es, der mit dem Tode endet.
Manche sterben mehr oder weniger ein Leben lang, andere sind plötzlich heraus gerissen..... .

Ich lebe gerne und möchte noch nicht tot sein.
Auch interessant: fällt mir jetzt erst auf. Man schreibt tot sein, dann der Tod. - Oder nicht?


Liebe Grüsse!
Landkaffee
 
Der Tod ist so natürlich wie unsere Geburt, einfach eine natürliche Tatsache.

Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es sehr gut ist, sich mit diesem Thema auseinander zu setzen, die Endlichkeit hier zu begreifen und sich so Tag für Tag bewußt am Leben, an all den Herausforderungen und all dem Schönen bewußt zu erfreuen.

Der Glaube daran, dass meine Seele nicht durch den Tod verloren geht, weil sie nichts Materielles ist, ist da bestimmt hilfreich.

In meinen Kursen schreibe ich manchmal, wenn es passt auf´s Flipchart: Nimm das Leben nicht so ernst, du überlebst es sowieso nicht.

Klingt Flapsig ... aber überlege mal, was dich am Ende deiner Zeit noch wirklich interessiert. Sind es die alltäglichen, kleinlichen Sorgen? Wird es dann noch eine Rolle spielen, was du hattest, oder was du für eine Stellung in der Gesellschaft hattest? Bestimmt nicht ... die Menschen, die nur mehr kurze Zeit auf dieser Erde sind, bedauern das, was sie aus welchen Gründen auch immer nicht gemacht haben.

Das Leben ist eine Erfahrungsreise ... und endet mit dem Tod, ganz natürlich und das sollen wir nicht verdrängen.

Liebe Grüße
 
Der Tod wird uns alles nehmen
Oder uns alles geben! 🙂

"Sollen die auf der Erde sich doch weiter massakrieren
Der Replikator repliziert mir hier selbst Kitzmann-Bier
Im Holo-Deck gibt's Rock-Konzerte, möglichst laut und hart,
Back Street Boys und ich- wir sind zum Glück jetzt World's Apart
Auch frauenmässig trennte ich mich von der Erden Spreu
Den Weizen hab' ich hier- ich bin Deanna Troi treu
Hurra, hurra, ich flieg' mit Picard
Was für ein Glück, ich flieg' mit Jean Luc
Ich bin hier im Himmel, will nie mehr zurück
Bleibt ihr bei Hans Meiser- ich bleib' bei Jean Luc".

Jbo - der Star Track
 
Der Tod (unpersonifiziert) wird mir sozusagen das Leben nehmen, aber das merke ich "danach" ja nicht mehr.

LG
Landkaffee
 
Zuletzt bearbeitet:
Die meisten haben nicht vor dem Tod sondern vor dem Schmerz Angst. Das ist mir vor langer Zeit schon bewußt geworden. Im Hintergrund läuft etwas Blues-Gospel-Artiges. Ich genieße die Musik und denke darüber nach, dass ich voriges Jahr mit dem Gedanken gespielt habe meine Existenz zu beenden. Heute sieht es anders aus. Aber das Leben hat die Gewohnheit dauernd die Richtung zu ändern. So wie das Leben mich verstört und auch überrascht hat, so sehe ich den Tod. Warum soll ich darüber spekulieren was danach folgt. Ich kann es nicht ändern. Ich kann mir selber aber die Angst davor nehmen. Ich habe im Leben trotz aller Widerstände Glück erfahren und deswegen bin ich mit mir selber in einer gewissen Übereinkunft. Entweder erlischt mein Bewußtsein oder ich bin überrascht. In gewisser Weise ein Abenteuer. http://www.youtube.com/watch?v=o22eIJDtKho
 
ich denke, wenn man immer das tut, was man kann und auch für richtig empfindet, dann braucht man den tod nicht zu scheuen.
wie elric schon sagt: entweder erlischt das bewusstsein oder man wird überrascht.
und wenn man zum schluss nichts zu bereuen hat, weil man immer sein bestes versucht und entsprechende konsequenzen akzeptiert hat, passt die sache doch.

ich habe auch eher vor dem angesicht des todes angst. dieser eine schreckensmoment, wenn ich weiß, dass der laster mit trifft/getroffen hat. wenn ich realisiere, dass jemand eine waffe auf mich abgefeuert hat. vor diesem augenblick der realisation, dass das ende unausweichlich ist.

auch wenn der tod sicherlich nicht schrecklich ist, so kann man ihm den schrecken niemals nehmen. wir sind eben nur menschen.
 
Mit dem Tod bin ich versöhnt. Ich habe so intensiv gelebt, dass andere Leute zwei Leben dafür bräuchten. Ich versuche, mir den Tod so oft wie möglich zu vergegenwärtigen. Um nicht überrascht zu werden und nicht schlampig umzugehen mit den Momenten.
 

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