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Der Tod

  • Starter*in Starter*in FreiheitvonHerr
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FreiheitvonHerr

Gast
Wie oft denkt ihr an den Tod?

Ich beschäftige mich in letzter Zeit viel damit vor allem auch wegen Tiziano Terzani und seine Biographischen Bücher "Das Ende ist mein Anfang" und "vom Leben und Sterben" Tiziano war ein Journalist und bekam Krebs, er versuchte alles um gegen den Krebs anzukämpfen und reist dabei in viele Länder um dort eine Heilung zu erfahren ... zum schluss hat er akzeptiert das er sterben wird und ist neugierig darauf und freut sich zu sterben, er sah den Krebs als geschenk denn somit konnte er sich auf den Tod vorbereiten und hat dabei zu sich selbst gefunden.



Sollten wir uns aufs sterben vorbereiten?

Wie denkt ihr über den Tod?
 

Hallo FreiheitvonHerr,

schau mal hier: Der Tod. Hier findest du vielleicht was du suchst.

An manchen Tagen erfreue ich mich an jeder Minute meines Lebens.
Genieße dann die Sonne, mein Umfeld, das Radfahren, und was alles so dazu gehört.

Und an anderen... da wünschte ich, Gott würde mich endlich erlösen. 😱
 
Hallo!

Vorbereiten, auf jeden Fall!

Ich habe den Anspruch an mich, jede Minute sterben zu können. Ich bereue es nicht jetzt, hier, in diesem Moment, in dieses Forum zu schreiben. Wäre es das letzte was ich tue, dann wäre es gut.
 
Sollten wir uns aufs sterben vorbereiten?
Wie denkt ihr über den Tod?
Ich hoffe auf die Unsterblichkeit. Das macht einiges leichter. Aber dennoch hat der Tod auch für mich etwas bedrohliches. Wer fürchtet nicht die Schmerzen, die mit ihm verbunden sein könnten?

Wir müssen durch ihn vieles verlassen, an das wir uns gerne gewöhnt haben. Unsere Freunde und Verwandten. Unsere Haustiere. Unsere Umgebung. Unsere liebgewonnenen Gewohnheiten.

Es ist wohl viel damit gewonnen, wenn man sich auf den Tod vorbereitet und nicht aus den Zusammenhängen herausgerissen wird. Seine Dinge ordnen. Gespräche führen. Beziehungen in Ordnung oder wenigsten zu einem gewissen Abschluss bringen. Alles regeln, bis es soweit ist. Vorbereitet sein.

Sich anfreunden mit dem Gedanken (an den Tod). Ihn annehmen können. Ihn als Chance begreifen. Der Tod erst macht das Leben so wichtig. Die Gegenwart bekommt plötzlich so viel wert. Man weiß jeden Tag, an dem es einem gut geht, zu schätzen. Man sieht klarer. Bekommt eine andere Wertigkeit.

Ich glaube, dass derjenige mit dem Tod besser klar kommt, der sich intensiv damit beschäftigt, jetzt im Leben das notwendige und beste zu tun.

Ich hoffe darauf, dass es dann mit mir in einer anderen Dimension, weiter geht. Ich hoffe auf die individuelle Unsterblichkeit. Ein Leben, das sich nur auf 70 oder 80 Jahre beschränkt, ist in meinen Augen absurd. Wozu der ganze Terz, wenn dann für alle Ewigkeit Ende sein soll?

Lebt jetzt so gut wie ihr könnt! Dann habt Ihr euch nichts vorzuwerfen - selbst wenn es zu einer Begegnung mit dem "Oberboss" kommen sollte 🙂.
 
Früher wollte ich nicht tot sein (hätte ja ein böses 'Erwachen' folgen können), aber ich stellte mir oft vor, ich hätte nie existiert.

Inzwischen denke ich gelegentlich über den Tod nach. Resultat aus dem eigenen Älterwerden - zwar kenne ich Verlust durch Todesfälle seit frühester Kindheit, aber so nach und nach rückt man selbst immer näher in das Alter, in dem Freunde, Bekannte, ehemalige KollegInnen sterben, da bleibt der Gedanke an den eigenen Tod nicht aus. Dem sehe ich inzwischen relativ ruhig entgegen - hab's zwar nicht eilig damit, aber auch nicht das Gefühl, den Gedanken ängstlich wegzuschieben.

Hat was mit der eigenen inneren Zufriedenheit zu tun - könnte noch "besser" werden, aber ich befinde mich auf einem inneren Weg, der mir inzwischen behagt - ist ein bißchen schwierig zu vermitteln, glaub ich. Je mehr ich das Gefühl habe, von Verletzungen, Haß auf Vergangenes usw. loslassen zu können, umso weniger habe ich das Gefühl, mich vor dem, was dann kommt, fürchten zu müssen. Als ich noch nicht leben wollte, waren immer diese "offenen Rechnungen" und das Gefühl, daß ich so vieles "unerledigt" wußte, präsent. Das ist jetzt kaum noch der Fall. Fühlt sich gut an, die Angst vor dem Tod ist nicht mehr da.
 
Über das Sterben




Alles im Leben ist unsicher, ob wir reich sind oder arm,
gesund oder krank, ob wir glücklich werden, den richtigen Partner finden ....
all das ist vollkommen unsicher.
Das einzig Sichere ist unser Sterben, das Verlassen unseres Körpers,
darauf können wir uns verlassen, darauf können wir bauen.

Doch unser Körper hat verständlicherweise eine solch panische Angst vor dem Sterben,
dass wir dahin tendieren
das Sterben, den Tod und die Vergänglichkeit im Allgemeinen
aus unserem Leben zu verdrängen.

Tragischerweise verlieren wir dadurch den Kontakt zu der einzig sicheren Konstante
und suchen nun Orientierung und Halt in vergänglichen Bereichen.
Arbeit, Geld und Macht bringen uns keinen Seelenfrieden,
das ist klar.
Aber auch Freundschaften und Beziehungen, Ehe und Familie
können uns diesen Frieden nicht geben,
wenn die Tatsache unserer Sterblichkeit, der Vergänglichkeit aller Form,
in ihnen keinen Raum bekommt.

Wir werden sterben - das ist sicher,
und wenn wir darauf bauen, ist unser Haus stabil !

Wenn wir unsere Sterblichkeit wirklich in unser all-tägliches Leben integrieren,
wird sich im Laufe der Zeit eine Entspannung einstellen,
die eine völlig neue Tiefe und Qualität entstehen lässt.

In der Tiefe unseres Seins wissen wir,
dass das Sterben kein Problem ist,
und je tiefer der Kontakt zu uns selber ist
je besser sind wir in der Lage
uns liebevoll um die Ängste unseres Körpers zu kümmern
und uns auf diese Weise selber zu beruhigen.

Alle Lebenssituationen, in denen wir aufgefordert sind loszulassen
und die Vergänglichkeit wahrzunehmen,
können uns dazu dienen
das Sterben zu lernen,
und das Leben zu lernen,
denn wenn wir loslassen können, was gehen will
können wir empfangen, was kommen will.

Und wenn wir im Leben lernen das Sterben zu üben
können wir, wenn unsere Zeit gekommen ist,
vielleicht völlig entspannt und voller Vertrauen
auch unseren Körper gehen lassen.



Vandan



🙂
​
​
 
"Auf dem Weg ins Leben,
sei es in tobenden Stürmen,
im wärmenden Sonnenschein oder mitten im Auge eines Zyklon,
hängt es allein vom Willen ab,
oder man überlebt oder nicht...!" Waris Diris Wüstenblume

Ein unglaubliches Buch!
Es geht um das alltägliche Überleben in einer eher menschenfeundlichen Umgebung,
um die Akzeptanz des Todes als Realität.

Und es geht noch um etwas Anderes...
"...Ich weiß, daß Gott mir bei meiner Geburt einen vollkommenen Körper geschenkt hat.
Dann aber deklarierte mich der Mann als Besitz, raubte mir meine Kraft und ließ mich als Krüppel zurück.
Meine Weiblichkeit wurde mir gestohlen.
Wenn Gott die teile meines Körpers die mir heute fehlen, nicht gewollt hätte, warum hat er sie dann erschaffen?..."

Ein lesenswertes Buch!😱
 
Danke Vandan. Noch hübscher wäre es, wenn jede zweite Zeile in einem Rosaton gehalten wird, mehr Smileys und Blümchen wären der Sache sicher auch nicht abträglich.
 

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