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Der Stiefsohn und die Pubertät...ich mach wohl alles falsch

Maxi0407

Neues Mitglied
Tagchen zusammen,

ganz kurz zur Vorgeschichte:
Ich (36) habe meinen Mann(42) alleinerziehend kennengelernt vor sieben Jahren. Seit drei Jahren sind wir verheiratet und wohnen zusammen.
Mein Stiefsohn ist jetzt 13, unser gemeinsamer Sohn 2 und es ist noch ein gemeinsames Kind unterwegs.

Nun zum Thema:
Am Anfang lief alles gut, auch die Beziehung zum Stiefsohn.
Einzig, dass der junge Mann so dermaßen unselbständig war, weil Papi ihm immer den Hintern hinterher getragen hat, fand ich bedenklich. Habe ich so geäußert und siehe da, es wurde auch erstmal besser. Seit der Schwangerschaft mit unserem gemeinsamen Sohn jedoch wurde sein allgemeines Verhalten immer schlimmer. Jetzt kommt auch noch die Pubertät obendrauf.
Der Stiefsohn hat sich von vornherein immer wieder sehr negativ über den Kinderwunsch von mir und seinem Vater geäußert. Hat teilweise Schwangerschaftstests aus meinem Schrank geklaut und zerstört (laut seiner Aussage "keine Tests-->keine Schwangerschaft" - bisschen naiv, aber da war er erst neun)
Nun haben wir aber auch lange und oft offen, ehrlich und in Ruhe mit ihm gesprochen. Ihm gesagt, dass er trotzdem immer der Sohn vom Papa bleibt, dass wir ihn ja nicht weniger mögen usw.
Irgendwann brach, so schien es, der Widerstand weg und seine Sorgen bezüglich eines Geschwisterchens schwanden. Einzig ein Mädchen sollte es doch bitte sein. Gut, damit konnten wir nicht dienen. Ich war nach Hormonbehandlung und künstlicher Befruchtung ja froh ,dass es überhaupt geklappt hat.
Aber schon in der Schwangerschaft wurden die Dinge...anders. Er fing an, in Flaschen zu pinkeln, mit immer wieder neuen
Begründungen. "Er habe Angst im dunklen Flur" - ok, Nachtlicht angebracht. "Die Dunkelheit im Wohnzimmer ängstigt ihn" -Wohnzimmertür nachts geschlossen. "Der Weg zum Klo ist zu weit" - da hörte bei mir dann jedes Verständnis auf, von seinem Bett bis zum Klo sind's Luftlinie wenn's hochkommt 9m.
Er entwickelte plötzlich einen Händewaschzwang, zerschnitt seine Klamotten, zerstörte seine Schulausrüstung und so weiter...
Seine Lehrerin meinte irgendwann beim Elternsprechtag dann mal so ganz nebenbei zu uns "L. käme ja nicht darüber hinweg, dass er keine Schwester, sondern einen Bruder hätte, das würde er immer wieder erwähnen".
Naja, als unser Sohn dann da war, Überraschung: Null Interesse, am besten gar keinen Kontakt. Der kleine darf ihn nichtmal anfassen. Spielzeug, was ewig im Keller lag und vergessen war, wird eifersüchtigst beiseite gepackt.
Mir tut das immer richtig leid für unseren Sohn, wenn ich sehe, er will zu seinem Bruder, aber der weicht vor ihm zurück, als würde er sich ekeln.
Da das nicht die einzigen Auffälligkeiten sind, haben wir uns vor einem dreiviertel Jahr um einen Therapeuten bemüht. Jetzt hat er endlich ein Erstgespräch.
Naja, mittlerweile ist der große ja nun 13, lässt sich, wie viele Teenager unheimlich gerne in häusliche Pflichten einbinden und ist auch sonst sehr respektvoll im Umgang mit seinem Vater und vor allem mit mir-nicht.
Mein Mann kann da auch wunderbar durchgreifen mittlerweile-nicht.
Nun bin ich, ganz ungeplant, auf natürlichem Weg schwanger geworden. Im November ist Termin.
Eine Abtreibung kam für mich und auch für meinen Mann nie infrage.
Aber seitdem ist es gefühlt noch einmal schlimmer geworden. Er hat wirklich null Respekt, ist nur noch undankbar, wenn man ihn weckt, weil er verpennt hat, kriegt man noch einen dran von ihm, achtet unsere Privatsphäre null und stellt uns am Ende als die Schuldigen dahin.
Ich merke, dass mein Mann mit seinem Sohn absolut überfordert ist.
Ständig beschwert er sich über ihn und mault ihn an. Aber wehe dem ich sage mal was oder fordere den Stiefsohn zu etwas auf. Dann kommt sofort: "Kannst du nicht normal mit ihm reden?!"
Schlimm ist auch, dass ich mich über die Schwangerschaft gar nicht wirklich freuen kann, sondern mich eher auch noch schuldig und absolut unwohl fühle. Ich träume teilweise, dass der Stiefsohn mir in den Bauch boxt, so sehr spüre ich seine Ablehnung.

Ich liebe meinen Mann wirklich und es gab auch eine Zeit da bin ich immer für meinen Stiefsohn die Bresche gesprungen, aber die ganze Situation ist für mich mittlerweile wirklich mehr als schwer zu ertragen. Ich kann nur hoffen, dass die Therapie was bringt...ich selbst bin mit meinem (Stief-)Mamalatein mittlerweile echt am Ende.

Allen, die es bis hierhin geschafft haben, danke ich fürs Lesen.

(Stief-)Mama Ende
 
Könnt ihr den Jungen nicht zur Mutter schicken?
Das ist doch für alle Beteiligten eine Quälerei.
Aber schon in der Schwangerschaft wurden die Dinge...anders. Er fing an, in Flaschen zu pinkeln, mit immer wieder neuen
Begründungen.
Hat teilweise Schwangerschaftstests aus meinem Schrank geklaut und zerstört (laut seiner Aussage "keine Tests-->keine Schwangerschaft"
Er hat wirklich null Respekt, ist nur noch undankbar, wenn man ihn weckt, weil er verpennt hat, kriegt man noch einen dran von ihm, achtet unsere Privatsphäre null und stellt uns am Ende als die Schuldigen dahin.
Was ein Psycho. Pass gut auf, mein Stiefbruder wollte mich mit einem Kissen ersticken, als ich in meinem Babybettchen schlief.
Ich kann nur hoffen, dass die Therapie was bringt...ich selbst bin mit meinem (Stief-)Mamalatein mittlerweile echt am Ende.
Ich würde ihm sagen:"Benimm dich, oder du ziehst in eine Wohngruppe!" Ende.
 
Puh, schwierig.
Was ist denn mit der Mutter?
Evtl. das Jugendamt mit einbeziehen?
Natürlich müssen du und dein Mann an einem Strang ziehen.
 
Liebe TE
es ist einfach fundamental wichtig, dass Du Deine jetzige natürliche Schwangerschaft mit Freude erlebst und lass Dich nicht durch einen Teenager einschüchtern und Dir Dein Leben als Frau und Mutter vermiesen.
Die Geschichte von dem Jungen ist einfach unglaublich, und ich bezweifle, ob das noch etwas mit Pubertät zu tun hat. Gut, dass er einen Termin bei einem Therapeuten hat, denn irgendwie scheint er krank zu sein. Und ja, glücklich ist er nun auch nicht.
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr aus dieser Situation so schnell wie möglich wieder heraus seid.
 
Mir scheint fast so nach deinen Beitrag, dass ihr ihn zu unterschiedlich behandelt. Könnte das sein? Ihr solltet mehr alle zusammenhalten würde ich sagen, für euch und deine Kinder. Und dieses Respektlose, das Undankbare nach dem Aufwecken könnte eventuell ein Zeichen für eine Unzufriedenheit mit dir sein. Denn würde er eher zufrieden sein, würde er sich eher freuen, dass du ihn weckst, oder? Vielleicht kannst du das auch umgehen, wenn du ihn anders weckst als sonst (vielleicht muss es herzlicher sein, wer weiß) oder/und ihn falls nicht vorhanden einen Wecker zum selber aufwecken gibst, der immer wieder lange mehrmals klingeln kann, falls er verschläft. Und dieses Privatsphäre nicht zu achten und sich bei Gegenwehr dagegen aufzuregen könnte vielleicht auch ein Hinweis dafür sein, dass er mehr Aufmerksamkeit von euch haben will, also eine Nervensäge, die vielleicht noch was Gutes will, aber als Böse rüberkommt. Warum soll er sich denn sonst bei Gegenwehr aufregen, oder? Oder wie schon gesagt: Könnte, könnte.😎
 
Und dieses Respektlose, das Undankbare nach dem Aufwecken könnte eventuell ein Zeichen für eine Unzufriedenheit mit dir sein. Denn würde er eher zufrieden sein, würde er sich eher freuen, dass du ihn weckst, oder? Vielleicht kannst du das auch umgehen, wenn du ihn anders weckst als sonst (vielleicht muss es herzlicher sein, wer weiß)
Wie soll man so einem Früchtchen gegenüber glaubwürdig "herzlich" sein?
Der braucht meiner Ansicht nach genau das Gegenteil, nämlich eine klare Ansage und Androhung des Rausschmiss, wenn er weiterhin die Familie terrorisiert.
 
Der "Prinz" wurde entthront, erst durch den kleinen Bruder und jetzt kommt noch mal ein Nachschlag, nachdem er seinen Privatsklaven, sorry Vater ohnehin schon jahrelang mit Dir teilen mußte. Kein Wunder daß er jetzt mit beginnender Pubertät endgültig ausflippt. Daß er mit dem Nachwuchs, den ihm vor die Nase gesetzten Konkurrenten! nichts zu tun haben will ist wohl klar, das könnt Ihr auch nicht flicken, denn da geht es ums persönliche Ego das zutiefst verletzt wurde.
Daß er Sachen zerstört ist nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, denn wenn man ihm nicht das Hirn zurechtrückt könnte er auch auf die Idee kommen, seinen Frust früher oder später direkt an den Kleinen auszulassen und nicht mehr nur an Gegenständen. Die Situation ähnelt der meinen vor vielen Jahren, obwohl ich nicht ganz so extrem drauf war, und ich muß zugeben, meine kleinen Halbgeschwister hatten auch kein leichtes Leben mit mir.
Was ist denn mit der Mutter des Jungen, warum ist es so unzumutbar daß die sich mal eine Zeitlang um ihn kümmert? Wenigstens bis die zwei Kleinen aus dem Gröbsten raus sind?
 

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