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Der Stiefsohn und die Pubertät...ich mach wohl alles falsch

Was ist denn mit der Mutter des Jungen, warum ist es so unzumutbar daß die sich mal eine Zeitlang um ihn kümmert? Wenigstens bis die zwei Kleinen aus dem Gröbsten raus sind?
Die Mutter (und vor allem der dort ein und aus gehende "Bekannte") ist leider Gottes ein hoffnungsloser Fall. Bei ihr wäre L. wirklich verloren. 🤷
Was da wohl damals für Geschichten gelaufen sind kann ich manchmal gar nicht glauben.
Sie war mit Mitte 30 wohl der Meinung, sie hätte was im Leben 'nachzuholen'. Und dabei geht sie aufs Ganze.
Deshalb hat sich mein Mann dann ja auch zügig getrennt und dafür gekämpft, dass der Sohn zu ihm kann.
 
Tolle Idee. Dann fühlt er sich sicher wieder geliebt.
Warum soll er sich geliebt fühlen? Primär soll er sich ins Familiengefüge einordnen. Er ist weder der Bestimmer, noch der Nabel der Welt.
Wenn man jetzt keine klaren Grenzen zieht, hat man mit 16 einen Vollasi am Hals.
Und wird ihn nicht mehr los.
Und hat immer Angst um die kleinen Halbgeschwister.
Ich würde ihn zur Mutter schicken. Oder der Oma.
 
Was soll man da hinterfragen?
Ein nerviger Teen, der in Flaschen pinkelt und seine Familie terrorisiert.
Mir würde das reichen, um ihn loswerden zu wollen.
Da wären mir die kleinen Kinder wichtiger, denn die sind tatsächlich in Gefahr.
Sein Verhalten dem kleinen Bruder gegenüber schadet diesem jetzt schon.
Die TE hat Angst, er könne ihr in den Babybauch treten.
Das sagt alles.
 
Therapie für den Sohn ist gut!
Allein das kann's aber nicht richten.

Was ist mit dem Dad und seinem Erziehungskonzept?
Klingt für mich, als fände der Junge keinen sicheren Halt bei euch.

Zuwendung, Regelrahmen, Konsequenzen...

Liebevolle Konsequenz, kurz gesagt.
 
Vielleicht erfahren wir ja noch, was mit der Mutter ist.
Siehe letzte Beitrag erste Seite.

Und ich glaube nicht, dass wir L. das Gefühl geben, nicht gewollt oder geliebt zu sein.
Er darf jederzeit gerne mitkommen, wenn wir was unternehmen, oder auch nur hier zu Hause einen Film schauen, etwas spielen o. Ä., wir fragen jedes Mal nach.
Er lehnt es kategorisch ab und behauptet im Nachgang, er wäre ja so einsam hier, weil wir nie etwas mit ihm machen würden.
Er wird auch in keinster Weise ausgegrenzt oder benachteiligt. Klar, wir haben Regeln als Familie und an die soll er sich halten., aber das ist m.E. nicht zu viel verlangt.

Ich glaube, dass das grundlegende Problem in seiner (Selbst-) Wahrnehmung liegt. Und darin habe ich mich immer bemüht, ihn zu bestärken. Bis die Zeit kam, als er uns nicht mehr an sich heran gelassen hat.
 
Was ist mit dem Dad und seinem Erziehungskonzept?
Klingt für mich, als fände der Junge keinen sicheren Halt bei euch.

Zuwendung, Regelrahmen, Konsequenzen...
Habe ich immer wieder 'gepredigt' und versucht, umzusetzen.
Dumm nur, wenn Papa dann so laissez faire ist und mir dadurch in den Rücken fällt.
Regeln innerhalb einer Familie gab es ja erst, als ich auf den Plan kam.
Bis dahin hat er Papa immer schön an die Wand diskutiert.

Er sagte mal zu seiner Oma "Ich hab die A. ja wirklich gerne, aber versuch nie mit ihr zu diskutieren, das verlierst du." 😅 Da war er zehn oder so.
Es war also nicht immer so, wie es jetzt ist.
 
Vielleicht könnte es helfen, wenn sein Vater mehr mit ihm allein unternimmt
Ich glaube da sieht mein Mann sich sehr im Spagat. Ich verstehe, dass es für ihn auch nicht leicht ist.
Er meint immer er kommt sich doof vor, wenn er uns, also mich und den großen Krümel alleine zu Hause lässt, da kann ich ihm 50 mal sagen, dass mir das nichts ausmacht.
Mein Mann will leider immer allen alles Recht machen...
Dazu kommt, dass L. dadurch, dass er, bevor ich auf den Plan kam, quasi Dauer-Entertainment durch seinen Papa hatte. (Bergwerk, Freizeitpark, Zoos........) und wenn man ihn jetzt (oder vor 2 Jahren schon) fragt, ist ihm einfach alles zu langweilig. Kennt er ja alles schon. Mit nem einfachen Spaziergang braucht man ihm nicht mehr kommen. Das war interessant, als unser Hund frisch bei uns eingezogen ist. Und dann für 10 mal wenn's hoch kommt.
 

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