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Der Sinn des Lebens

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Du brauchst nur einen kleinen Hebel, einen kleinen Drehmoment. Und wir haben ganz schnell unser viertes oder fünftes Reich. Kaum einer würde im Widerstand sein Leben mehr aufs Spiel setzen, als es damals der Fall war. Eine Masse an Mitläufern, die alles tun würden, um einfach nur zu überleben.

Und wie wäre Dein Verhalten?
 
A

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Re: Der Sinn des Lebens
Hallo _Tsunami_,

schau mal hier:
Der Sinn des Lebens. Hier findest du vielleicht was du suchst.
Kann man das wissen, Nordreiner? Wenn du in so ein Umfeld geboren wirst?

Ich geb hier nur dazu noch etwas zum besten. Eine Geschichte, ohne die es mich nicht als Mensch gäbe.

Mein Dad ist 1942 mit 40 Soldat geworden. Kommt iwann in Urlaub mit Kameraden. Und da steigen paar SS-Leute in den Zug, brüsten sich damit, eine jüdische Familie überfallen zu haben, und deren Kind den Kopf auf dem Bettpfosten zerschmettert zu haben.

Mein Dad konnte zornig werden, auch jähzornig. Was danach war, seine Kameraden haben es geschnallt, und ihre Pistolen gezückt. Andernfalls gäbs mich nicht.
Soviel dazu wenn man in so ein Umfeld geboren wird.

Und nebenbei - er war ein guter Dad, aber auch nicht so die Vertrauensperson. Hat mir zwar im Alter mal gesagt - deine Mutter würd ich nicht wieder heiraten, ich aber nie, dass ich mich für schwul gehalten hab damals.

Das gegenseitige Urvertrauen war nicht, leider, ich bin dann doch iwann Ehemann und Vater geworden, und wie mir mein Sohn bestätigt hat, auch kein schlechter Dad.

Sorry für soviel Persönliches.

Peter
 
Danke für diesen persönlichen tollen Kurzbericht, Pete. Ich denke, dass man auch erzählen kann, wie man sich anstelle Deines Dads oder überhaupt in diktatorischen Zeiten, in kriminellen hoch gefährlichen Situationen verhalten würde ….

Das sind dann nur Annahmen, solange man solche Situationen noch nicht selbst erlebt hat. Erlebt man sie eines Tages, wird evt. aus dem mutigen Löwen ein ängstlicher Hase und umgekehrt. Zu hohen Wertvorstellungen, die einem Leben zugrunde gelegt werden können, gehört auch der Mut, im Falle eines Falles diese zu leben, zu verteidigen.
Und in diesem Unterforum geht es nunmal um den Sinn des Lebens. Ohne Praxiserprobung im Härtefall wissen wir nicht, wie wir uns ggf. verhalten werden. Aber daher – finde ich – ist die Frage nach dem Sinn des Lebens eine gute Frage, die ergänzt werden sollte um die Frage nach Werten, die mit dem Sinn des Lebens verbunden sind.

Die Wertvorstellungen von Tsunami sind mir nicht klar.

Er schreibt auf S. 106: „Schau, ich habe meine höchstspezifischen Erfahrungen und Erkenntnisse. Dafür brauche ich weder Atheisten, noch religiöse Menschen. Was aus meiner Sicht zählt, ist, dass ich bin, wer ich bin. Ich sehe absolut keinen Sinn darin, mir irgendwelche "Sticker" ans Revert zu heften.“
Also – wer ist Tsunami? Ich habe den Eindruck, dass es ihm selbst nicht ganz klar ist. Was sind seine Erfahrungen und was sind seine Erkenntnisse daraus? = Antwort von Tsunami erbeten.

 
Hallo enso,
guter Beitrag, auch wenn ich bei dem Begriff der Reinkarnation so meine Fragezeichen habe.
Wir haben hier auch Atheisten, denen bei Deinem Beitrag vermutlich die Tasse aus der Hand rutscht. Mir fällt dazu ein russisches Sprichwort ein:
„Gott sei Dank, Gott existiert nicht. Wenn aber, was Gott verhüten möge, Gott doch existiert?“

Da fällt mir ein Zitat vom alten Osho ein:
"Ich glaube nicht, daß Gott nicht existiert.
Ich weiß mit Sicherheit, daß er nicht existiert.
Und danke Gott, daß er nicht existiert.
Denn die Existenz Gottes würde so viele Probleme mit sich bringen."

https://www.youtube.com/watch?v=hhjOnYbKJJw
 
Da fällt mir ein Zitat vom alten Osho ein:
"Ich glaube nicht, daß Gott nicht existiert.
Ich weiß mit Sicherheit, daß er nicht existiert.
Und danke Gott, daß er nicht existiert.
Denn die Existenz Gottes würde so viele Probleme mit sich bringen."

https://www.youtube.com/watch?v=hhjOnYbKJJw

Hallo Anand,
gutes bzw. interessantes Zitat. Darüber kann man nachdenken, vor allem über die Schlußfolgerung von Osho. Es wäre gut, wenn dieses Nachdenken möglichst früh erfolgt und nicht erst am Ende des Lebens.
 
Es wäre gut, wenn dieses Nachdenken möglichst früh erfolgt und nicht erst am Ende des Lebens.

Tja, Nordrheiner. Im Prinzip geb ich dir recht, so man als Nichtbehinderter dazu in der Lage ist - denn für mich ist wie ihr wisst, ja eine Evolution zu Reife auch - nicht nur allgemein für die Menschheit, sondern genauso für den Einzelnen - Lebenssinn.

Nur sollte man es nicht aus einer Angst tun, andrenfalls, so man mit solchen Gedanken konfrontiert wurde und die liegengelassen hat, ewig verdammt zu werden. Das tut Gott nicht.

Übrigens - der Glaube an die Wiedergeburt war im Urchristentum durchaus vorhanden - ist erst soweit ich gelesen hab, 566 auf dem Konzil von Konstantinopel durch Kaiser Justinian mit dem Bann belegt worden - ebenso wie die Aussagen von Origenes, der die Wiedergeburt auch vertreten hat. Damals war das Christentum römische Staatsreligion, es gab keine Christenverfolgung mehr, aber die Kirche hatte auch nicht die Macht wie später, und der damalige Papst war eigentlich nur eine Marionette des römischen Kaisers.

Peter
 
Ein männlicher Fötus wird nach 40 Tagen, ein weiblicher nach 80 Tagen ein Mensch. Mädchen entstehen durch schadhaften Samen oder feuchte Winde.(Thomas von Aquin, Kirchenlehrer und Patron der katholischen Hochschulen)
 
Es ist nur eine These, die ich mal von einer heißgeliebten Forianerin gelesen habe. Und da ich meine, dass dieser Faden gerade in diese Richtung weht, stelle ich es einfach mal zur Disposition:

Fühlen ist die höchste Form des Denkens.
 
Fühlen ist die höchste Form des Denkens.

Am besten ist es sich eigene Gedanken zu machen und über etwas Gehörtes erstmal nachzudenken. Denn das Gefühl, "ist was Wahres dran", oder "hört sich gut an" führt einen schnell aufs Glatteis.

Ganz abgesehen davon, dass Fühlen im allgemeinen Sprachgebrauch nicht als Denken betrachtet wird, geht es beim Denken darum die Realität zu durchdenken, zu erfassen, Erkenntnisse zu gewinnen und Schlüsse zu ziehen.

Schon mein Gefühl sagt mir, dass die heißgeliebte Forianerin sagen wollte, das Denken solle man lieber lassen und sich von einfachen, nebulösen Gefühlen leiten lassen, weil beim Denken ja doch nicht viel rüberkommt. Hoffentlich hat sie damit nicht dich gemeint.
 
Zuletzt bearbeitet:
Am besten ist es sich eigene Gedanken zu machen und über etwas Gehörtes erstmal nachzudenken. Denn das Gefühl, "ist was Wahres dran", oder "hört sich gut an" führt einen schnell aufs Glatteis.

Ganz abgesehen davon, dass Fühlen im allgemeinen Sprachgebrauch nicht als Denken betrachtet wird, geht es beim Denken darum die Realität zu durchdenken, zu erfassen, Erkenntnisse zu gewinnen und Schlüsse zu ziehen.

Schon mein Gefühl sagt mir, dass die heißgeliebte Forianerin dir damit sagen wollte, das Denken lieber zu lassen und dich von einfachen, nebulösen Gefühlen leiten zu lassen, weil beim Denken ja doch nicht viel rüberkommt.

Das ist unterschiedlich. Der eine ist im Fühlen gut, der andere ist im Denken gut. Manche sind in beiden Disziplinen gut, und andere wiederum weder in der einen, noch in der anderen.

Die gültige Relation ist jedoch, dass das Denken dem Fühlen dient, nicht andersherum.
 
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