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Der Sinn des Lebens

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Physiker

Wenn du das wirklich möchtest, dann werde ich dir gerne nach bestem Wissen und Gewissen erklären, wie ich diese Welt sehe. Nur hat das Ganze mit dem Gott, an den du glaubst, sehr wenig zu tun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Irgendwie bin ich sogar froh, daß ich ( hoffentlich ) nicht mit solchen Fundamentalisten "danach" noch weitermachen muß.
 
Ich sehe den Sinn des Lebens etwas pragmatischer, aber ich glaube, so weit entfernt voneinander, wie es scheint, sind wir hier alle gar nicht.

Ich denke, wir bekommen einen Sinn unseres Lebens nicht sozusagen mit der Geburt mitgeliefert. Ich sehe das Leben als Geschenk, dem ich einen Sinn geben darf. Eine Chance, kreativ zu werden und etwas daraus zu machen.

Ich sehe es wie ein weisses Blatt Papier, das vor mir liegt. Ich kann darin mein Butterbrot einwickeln, ich kann einen Liebesbrief schreiben, ein Kochrezept festhalten, ein Schiffchen daraus falten, meinen Ärger darauf loswerden, oder ein wunderschönes Bild malen. Ich kann es fest im Schrank verschließen, oder eine Einladung für viele Menschen darauf verschicken. Ich kann es aber auch zusammenknüllen und in den Papierkorb werden, nutzlos und nur noch Müll. Das wäre dann das Schlimmste, was passieren könnte.


Genauso sehe ich mein Leben.


Ich glaube, mein irdisches Leben ist dann sinnvoll erfüllt, wenn ich am Ende sagen kann, ich habe die Chance genutzt. Ich habe etwas daraus gemacht und im besten Fall würde ich gerne gute Spuren hinterlassen. Wenn ich wenigstens für ein paar Menschen wichtig war, dann habe ich nicht umsonst gelebt, wenn meine Familie, meine Freunde, meine Tiere und mein nahes Umfeld sich nach meinem Ableben gern an mich erinnert, kann es/ich so "verkehrt" nicht gewesen sein
Glücklich zu sein ist nicht der Sinn des Lebens, aber ich glaube, wir haben ein Recht darauf auch das Glück erleben zu dürfen.

Wenn ich heute auf mein Leben zurückblicke, dann waren auch die schweren Zeiten wichtig, ja auch wenn das seltsam klingt sogar bereichernd. Vieles sieht man im Rückblick anders, als wenn man mittendrin im dunklen Tal sitzt. All das können wir aber unter der Rubrik "Lebenserfahrungen" verbuchen.
Deshalb glaube ich, man kann das Glücklichsein auch lernen, nicht "weil" man glücklich ist, sondern weil man "trotz allem" das Glück noch spüren und erleben kann.


Ob ich bzw. meine Seele irgendwann wieder einmal auf dieser buckligen Welt auftauchen wird, das ist mir übrigens herzlich egal. Denn rein theoretisch müsste ich dann ja sicher schon mal da gewesen sein.
Jeder Glaube hat seinen Sinn und sollte Wertfrei gesehen werden - soviel zum Streitthema "Gott" in diesem Thread.

Ich gehe nach meinem Tode da hin, wo ich vor meiner Geburt war. Und da mein Bewusstsein - so, wie es eben gestrickt ist nur meine derzeitige Existenz erlebt, so mache ich mir über andere Daseinsformen keine Gedanken.

Ich glaube, die Natur hat es ganz gut eingerichtet, so wie es ist. Sie hat uns mit allen Sinnen ausgestattet, die wir in unserer Welt brauchen, um zurecht zu kommen. Mehr ist nicht nötig und die Natur - oder wenn Ihr wollt die Schöpfung macht nichts unnötiges.
Da die Evolution noch nicht zu Ende ist, werden spätere Generationen - sehr viel spätere - vielleicht einmal Dimensionen wahrnehmen können, die uns noch verschlossen sind. Und ich denke, das ist gut so. Ich bin mit dem, was mir an Bewusstsein zur Verfügung seht vollauf zufrieden.
Ich habe all das annehmen können, was mir das Leben bisher zugemutet hat - auch wenn mir einiges unsagbar schwer fiel und noch fällt - es gibt auch etwas, wofür ich noch Heute Hilfe in Anspruch nehmen muss, um damit zurecht zu kommen.

Und ich bin von Herzen dankbar, dass ich in der jetzigen Zeit und in der hiesigen Ecke der Welt leben darf. Und Dankbarkeit - ich glaube das ist ein ganz wichtiger Schlüsssel zum Glücklichsein.


Der Sinn des Lebens ist für mich also, es so auszufüllen, dass ich auch am Ende meines irdischen Daseins sagen kann - Gut wars, schade dass es vorbei ist.
 
Vielleicht bist Du noch nicht so weit, kannst aber hier mal lesen was das Herz ist, außer nur einem Herzschlag.

Das Herz

Wow was für ein "Beweis". Die Existenz einer Seele konnte bisher Niemand beweisen und deshalb ist auch jeder der behauptet zu wissen wo sie "wohnt" 🙄 absolut nicht ernst zu nehmen.

Dein Herz wird von deiner Psyche beeinflusst, genauso wie der Magen, der Darm, die Blase und im Prinzip so ziemlich alles in deinem Körper. Das macht ein Organ aber nicht zu mehr als einem Organ. Wenn so etwas wie eine Seele existiert, dann wohnt sie wohl am ehesten im Gehirn, der Schaltzentrale unserer Gefühle und nicht in einem Blut pumpenden Muskel, der vom Gehirn gesteuert wird.
Diese Vorstellung vom Herzen stammt aus einer Zeit als die Leute es nicht besser wussten.

Was ist deine Entschuldigung?
 
Zuletzt bearbeitet:
Das ist 100% persönliche Meinung.
Gott lebt durch den heiligen Geist. DIe Aposteln auch, somit kann man durchaus sagen die Schriften die wir haben sind von Gott.

Das ist aber genauso 100% persönliche Meinung!!! Genau darum gehts ja.

denn viele vernünftige Menschen werden immer einsehen, dass das Leben nicht nur sinnlos sein kann, sondern dass es bestimmt weitergeht. Wozu gründen Leute dann sonst Familien? Damit alle am Ende wieder an Krebs sterben? Dann war ja alles umsonst... Tatsächlich müsste eigentlich für vernünftige Atheisten am ende alles umsonst sein.

Also begründest du jetzt offiziell, dass die die nicht an Gott glauben eben keinen sinn haben können?
Denn genau das war doch die ganze Zeit mein Punkt.

Jeder Mensch kommr irgendwann zur Erkenntnis, dass das menschliche Leben alleine keinen Sinn machen würde. Je jünger man ist, desto weniger denkt man darüber nach. Je älter man wird, desto eher läuten die Alarmglocken.

Und weil man unfähig ist ohne einen "höheren" Sinn und garantiertem Happy End, einen Sinn in seiner Existenz im hier und jetzt zu finden, fängt man dann einfach an von etwas auszugehen wofür es keine Beweise gibt, was sich aber schöner anhört und einem irgendeine Art Sinn vorgaukelt?

Das einzige Problem ist allerdings, dass die Existenz eines Gottes genauso wenig sinnvoll ist wie ein Leben ohne ihn.
Wieso existiert Gott? Wieso existiert überhaupt irgendetwas?
Wieso wird etwas geschaffen nur um uns zu prüfen, zu leiden und dann am Ende belohnt oder verdammt zu werden? Was soll der Sinn davon sein? Beschäftigungstherapie für allmächtige Wesen?

Zu denken alles würde jetzt einen tollen Sinn ergeben nur weil man davon ausgeht nach dem Tod geht es irgendwie weiter, ist mehr als banal.
Mal abgesehen davon, dass Niemand weiß was nach dem Tod kommt. Einfach daran zu glauben nur weil irgendwelche Menschen, die sich Apostel genannt haben vor 2000 Jahren in einem Buch geschrieben haben, dass es so ist, zeugt von sehr viel aber sicher niemals von Vernunft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Erst einmal schließe ich mich friek an, aber da ich eher skeptisch gegenüber dem Thema Seele etc gegenüber eingestellt bin, kann ich es auch nicht einsehen, dass die Seele im Herzen wohnt. Erschließt sich keine Plausibilität für mich. Ist zwar eine romantische Vorstellung, aber wie gesagt... ne ne.

Aber auf das Thema Glauben (nicht unbedingt Religion oder Gott), es gibt die Annahme, dass viele Menschen sensibel auf Suggestion reagieren. Zum Beispiel wenn man 5 Leuten sagt in einem bestimmten Haus wären paranormale Dinge festgestellt worden und sie dann in einen Raum in eben diesem Haus setzt, dieser dunkel ist und sie alleine, dann ist in 4 von 5 Fällen dieser Personen bemerkbar, dass sie sich nicht alleine fühlen und der Suggestion Glauben schenken. Nur die pure Annahme, dass es also etwas gibt, hat sie in diesem Raum Unwohlsein spüren lassen. In wenigen Fällen ist dies nicht der Fall, und diese Leute sind in den meisten Fällen atheistisch veranlagt und in praktisch-wissenschaftlichen Berufen zu finden.
Glauben hat also einen psychologischen Ursprung, so die Annahme auf eben solchen "Testverfahren".
Auch ist der Mensch in seinen Gefühlen beeinflussbar, zum Beispiel Konditionierung durch Aktion-Reaktion und psychologischer Suggestion. Somit ist sogut wie jeder fähig zu Glauben, auf psychologischer Ebene.

Den Umkehrschluss gibt es in der Hinsicht, dass eine skeptische und kritische Psyche eher nicht mit dieser Suggestion korrespondiert. Zum Beispiel durch die verstärkte Auffassungs- und Beobachtungsgabe.

Das lässt vermuten, bzw die Frage aufwerfen ob Gottesglaube nur eine Konditionierung durch Suggestion ist und nur ein Trugschluss des eigenen Verstandes, da sich das Beispiel in einem kleinen, dunklen Raum auch auf einen größeren Bereich ausweiten lassen könnte, praktisch die Erde.
 
Und warum ist die einzig "plausible" Schlussfolgerung, dass man als Atheist alles sinnlos empfindet?
Das ist kleingeistig, und unwahr. Ein Atheist sieht den Sinn nur nicht in Gott oder einer höheren Existenz, aber nicht zwangsläufig als sinnlos. Es mag für manche Sinn sein, es geht dabei aber nicht aber um Respekt vor Gott oder sonstwem, sondern den Respekt um den selbstbestimmten Glauben des Menschen. Und da fordert der Atheist genauso Respekt für sein selbstbestimmtes Nicht-Glauben. Der Sinn mag eher praktisch zu finden sein, zum Beispiel in der biochemischen Reaktion des Körpers, und das ist Nicht-Glauben, das ist Wissen.

Der Sinn des Atheisten ist also nicht zu finden im Glauben, sondern im Sinn des Wissens.

Deswegen denke ich nicht, dass deine Annahme dir zugesteht, eine Vernunft zu finden, denn Vernunft ist nicht das Gegenteil zur Sinnsuche.

Wenn die Vernunft des Atheisten darin liegt die Sinnlosigkeit zu Erkennen, dann kann man doch genauso gut machen was man will, oder? Das sehe ich nicht so. Alles hat schon seinen Sinn, aber warum muss es gleich ein höheren Sinn haben? Wenn ich aufs Klo muss, dann gehe ich aufs Klo, deiner Meinung nach wäre das ja sinnlos, weil umsonst, ich muss ja eh wieder irgendwann. Aber ich muss jetzt und darin liegt der Sinn. Einfach für den Momentsinn.
Wenn ich Hunger habe, dann kaufe ich mir Essen, aber ich habe ja eh wieder Hunger irgendwann und muss wieder etwas kaufen. Also hat es keinen Sinn. Aber der Momentsinn, jetzt meinen Hunger zu stillen, der ist da. (Jetzt kann man sich noch über Momentsinn von Geld streiten und immer weiter führen.)
Aber vieles HAT einen Sinn, für einen Atheisten ist das aber der praktische Sinn.
Du gehst da rein von der theoretischen Sinnsuche aus, ist aber, wie gesagt, zu klein gedacht und zu fixiert auf Gottglauben.
 
Erst einmal schließe ich mich friek an, aber da ich eher skeptisch gegenüber dem Thema Seele etc gegenüber eingestellt bin, kann ich es auch nicht einsehen, dass die Seele im Herzen wohnt. Erschließt sich keine Plausibilität für mich. Ist zwar eine romantische Vorstellung, aber wie gesagt... ne ne.

Aber auf das Thema Glauben (nicht unbedingt Religion oder Gott), es gibt die Annahme, dass viele Menschen sensibel auf Suggestion reagieren. Zum Beispiel wenn man 5 Leuten sagt in einem bestimmten Haus wären paranormale Dinge festgestellt worden und sie dann in einen Raum in eben diesem Haus setzt, dieser dunkel ist und sie alleine, dann ist in 4 von 5 Fällen dieser Personen bemerkbar, dass sie sich nicht alleine fühlen und der Suggestion Glauben schenken. Nur die pure Annahme, dass es also etwas gibt, hat sie in diesem Raum Unwohlsein spüren lassen. In wenigen Fällen ist dies nicht der Fall, und diese Leute sind in den meisten Fällen atheistisch veranlagt und in praktisch-wissenschaftlichen Berufen zu finden.
Glauben hat also einen psychologischen Ursprung, so die Annahme auf eben solchen "Testverfahren".
Auch ist der Mensch in seinen Gefühlen beeinflussbar, zum Beispiel Konditionierung durch Aktion-Reaktion und psychologischer Suggestion. Somit ist sogut wie jeder fähig zu Glauben, auf psychologischer Ebene.

Den Umkehrschluss gibt es in der Hinsicht, dass eine skeptische und kritische Psyche eher nicht mit dieser Suggestion korrespondiert. Zum Beispiel durch die verstärkte Auffassungs- und Beobachtungsgabe.

Das lässt vermuten, bzw die Frage aufwerfen ob Gottesglaube nur eine Konditionierung durch Suggestion ist und nur ein Trugschluss des eigenen Verstandes, da sich das Beispiel in einem kleinen, dunklen Raum auch auf einen größeren Bereich ausweiten lassen könnte, praktisch die Erde.

Schöner Beitrag.

Aus meiner persönlichen Sicht vollkommen verständlich und nachvollziehbar.

---

Soll jetzt nicht heißen, dass ich die Manipulierbarkeit des Menschen in irgendeiner Weise als richtig oder sinnvoll empfinde, aber naturgemäß ist es so.

---

Um einen Menschen zu manipulieren, muss man nur wissen, in welche Richtung ein Mensch manipuliert werden will, was zugegeben recht einfach ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der Dalai Lama sagt:

"Wer an die Wiedergeburt glaubt, empfindet den Tod wie einen Kleidungswechsel."

Und weiter vorne sinngemäß:

Es wäre gut, wenn alle Menschen gutmütig und sensibel sind.

Damit erweist sich, dass die Religionen eine Antwort auf sehr menschliche Fragen der menschlichen Existenz sind. Wie schon dargestellt, auf die Frage: Warum muss ich sterben? und auf die Frage: Warum sind die Menschen so, warum sind die Verhältnisse so? Wie könnte es besser sein?

Ähnlich wie in anderen Religionen werden die Fragen mit Glauben beantwortet. Das ist eine Lösung, zu glauben, aber es beantwortet die Fragen der menschlichen Existenz nicht befriedigend.

Denn Glauben ist nicht Wissen.
 
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