Ich habe mich entschlossen, auch zu antworten, weil ich diese 15 Seiten gelesen habe und dabei ein wirklich gutes Gefühl bekommen habe. Meine Antwort lautet also zuerst einmal: Danke!
Danke an die Frauen und natürlich auch Männer, die hier sehr gut beschreiben, was in ihren Köpfen vorgeht und wie das Empfinden mit den verschiedenen Partnern ist.
Ich bin momentan wieder in einer sehr glücklichen Beziehung und habe eine wirklich tolle Frau an meiner Seite. Sehr viel Herz, Emotionen und Verstand. Wirklich liebenswert. Sie verkörpert eben all das, was ich mir wünsche - und das, was ich mir gewünscht habe und vielleicht nicht bekomme, das will ich auch gar nicht mehr haben, weil sie ein Unikat ist und ich sie genau so, wie sie ist, liebe.
Kurz zu mir: Relativ gutaussehend, sportlich, 1,87m gross und nicht auf den Mund gefallen (behaupten andere und auch ich mit einem Lachen). Was könnte man noch über mich erzählen? Ach ja! - mein Penis: stolze 13-14cm. Steht hier als letztes aufgeführt, steht aber momentan wieder in meinem Kopf an erster Stelle. Fängt morgens nach dem aufwachen an, wenn ich merke, dass sich dort unten bei mir die morgendliche Erektion in der Hose groß macht, ich aber doch denke, dass diese eher klein ist. Diese Gedanken nehmen dann ihren Lauf. Ich denke den ganzen Tag an meinen kleinen Freund und ich fühle mich dabei nicht sonderlich gut. Es drückt auf mein Ego, welches sonst sehr stark ist.
Meine Freundin weiß nicht wirklich, wie sehr mich dieses Thema einschränkt und behindert. Sie kann vaginale Orgasmen erleben und hatte mit mir auch schon welche erlebt. Ganz gut eigentlich 🙂 Nur leider hab ich während des Aktes nicht die Möglichkeit meine Gedanken über meine Ausstattung und Performance auszuschalten. Ich frage mich stets, ob sie genug spürt, ob ich tief genug reinkomme und soweiter und sofort. Das Problem dabei ist natürlich, dass ich mich nicht gänzlich auf sie konzentrieren kann und das Blut mehr im Hirn zirkuliert, als an anderen viel wichtigeren Stellen. Das Ergebnis ist somit eher schwammig. Ich versuche dann natürlich entsprechende Gegenmaßnahmen einzuleiten, um mich wieder auf ein besseres Eregungsniveau zu bringen, um so zu alter Härte zurückzukehren. Schaffe ich das per Gedanken, dann komme ich leider auch sehr schnell, was meinen Misserfolg im Bett dann abrundet: Ich war in Gedanken woanders, mein Freund hat schlapp gemacht und ich bin auch noch zu früh gekommen. Super! - ich freue mich auf das nächste Mal und sie mit Sicherheit auch.
Ich kann mit meiner Partnerin sehr gut reden, auch über Sex. Nur kann ich und möchte ich das "Kind" nicht beim Namen nennen. Ich umschreibe es dann eher mit "Angst, dir nicht zu genügen" oder "dass du mich nicht genug spürst". Sie beruhigt mich und sagt, dass sie mich gut spürt und es schön ist. Das verstehe ich dann, primär akustisch, und mein Kopf sagt mir dann leider etwas anderes: sie sagt das gerade nur, um dich zu beruhigen und um dich nicht zu verletzen.
Wie komme ich aus diesem Hamsterrad wieder raus? Wie erlange ich im Bett ein Selbstbewusstsein, wie ich es sonst habe? Dieses Thema verfolgt (ein passender Ausdruck) mich schon seit meiner letzten Beziehung und diese ist vielleicht auch daran gescheitert - ich habe mich getrennt, obwohl sie nie etwas auszusetzen hatte.
Die Angst bei mir ist einfach zu groß, dass ich irgendwann verlassen werde, weil ich ihr sexuell nicht genügt habe. Das wäre mein sicherer Kopftod. Mit allem anderen könnte ich glaube ich umgehen.
Ich möchte das Thema jetzt nicht wieder von vorne beginnen lassen, nur vielleicht ein paar Tricks oder Kniffe erfahren...freue mich über diese und bedanke mich im Voraus.
Zu guter letzt: Ich habe in 1 Woche eine Therapiestunde bei einer Sexualtherapeutin. Ich hoffe, dass sie mir vielleicht schon helfen kann, allerdings schrecke ich davor zurück, diese fortzuführen, weil es wirklich sehr teuer ist und ich mir das gar nicht leisten kann.