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Der richtige Partner für mich?

Für mich bedeutet es, keine Verpflichtungen eingehen.
Jup, dann sind wir bei der "jetzt" Definition vs. "nach einer Zeit", es gibt Leute die heiraten n-mal ;-) solche temporären Definitionen versteht niemand wirklich, sowei ich weiss. Außer Religion vlt. die Ablässe kennen und immer wieder die gleiche "Versprechen" raushauen dürfen. bin raus. just my #2cents
 
Es ging von ihm aus.
Er wollte zusammenziehen und das Kind relativ zeitnah wegen seines Alters.
Auf ein zwei Jahre mehr wäre es doch mit 39 auch nicht angekommen....

Du schreibst, dass es von ihm ausging - wie war denn deine Haltung dazu? Insbesondere zu seiner zeitlichen Vorstellung?

Mein Eindruck ist, dass du dich ihm tendenziell anpasst..... Vielleicht um keine Zweifel an der (vermeintlichen?) Traumbeziehung aufkommen zu lassen?

[Da haben wir uns ein halbes Jahr lang darauf vorbereitet, Themen wie Urlaub und Auto an die zukünftige Familie mit 4 Personen angepasst… und dann hieß es „Nein, ich will doch nicht.“
Hattest du keine innere Stimme o. ä., die dir geraten hat, das Ganze etwas langsamer anzugehen? Gerade wenn man schon mal verheiratet war, ist man doch....hm....etwas kritischer/vorsichtiger(?)
 
Ob er tatsächlich mit dir für immer zusammen bleiben möchte, sich festlegen will und Dich sehr liebt kannst du an verschiedenen Kleinigkeiten in der Beziehung spüren und merken.

Manche Leute wollen nicht heiraten wegen negativer Erfahrungen in der Vergangenheit.
Die Scheidungsstatistik ist sehr hoch, die Trennungsstatistik bei verheirateten Paaren ohne Scheidung ist noch höher....nach meiner Erfahrung.
 
Und durch diese zwei doch sehr wichtigen Themen, die wir besprochen haben, frage ich mich nun, ob das vielleicht Anzeichen dafür sind, dass er evtl gar nicht der Richtige für mich ist. Aber auf der anderen Seite habe ich nun die beste, aufrichtigste, ehrlichste und harmonischste Beziehung meines Lebens. Will ich sie wegen traditionellen, eigentlich nicht elementaren Punkten, einfach aufgeben?

Im Prinzip geht es mir eigentlich nur darum, dass ich fühlen möchte, dass ich nicht sich zu 100% an mich binden möchte - von sich aus. Und dass er mir das auch zeigt.

Wie denkt ihr darüber?
Bin ich zu empfindlich? Oder sorge ich mich zurecht?

Huhu,

ich kann verstehen, dass es ganz schön weh tut und gerade viele Fragen aufwirft. Zu empfindlich finde ich dich nicht. An deiner Stelle wäre mir wohl wichtig, besser zu verstehen, weswegen er seine Meinung geändert hat, um nachvollziehen zu können, was in ihm vor sich ging.

Ansonsten liest es sich für mich aber nach einer schönen Beziehung, die ihr beide habt. So wie du es beschreibst, scheint es sehr viel zu geben, was richtig toll läuft und womit ihr beide zufrieden seid. Ich glaube, sowas wie den "richtigen partner" gibt es gar nicht. Es gibt Beziehungen zu Menschen, die gestalten wir und umso mehr eigene Verletzungen wir im Gepäck haben, umso holpriger ist es manchmal. Wichtig ist, was wir draus machen, finde ich. Fühlst du dich von ihm ernst genommen, könnt ihr gut miteinander reden, habt ihr Verständnis füreinander? Falls ja, klingt das doch echt super!

Schmeiß keine gute Beziehung wegen gesellschaftlicher Idealvorstellung von einer "richtigen Partnerschaft" über Bord. Es darf manchmal schwierig werden, manchmal hat man Zweifel, manche Wege sind kurvig und nicht gradlinig.

Ich wünsche euch alles Gute 🙂
 
Mein Papa ist übrigens zum 3. Mal verheiratet, andere Menschen leben ein Leben lang glücklich miteinander ohne Trauschein. Ich verstehe, was du damit verbindest, also dieses "zueinander bekennen", aber ich glaube je nach persönlicher Vorerfahrung hat heiraten mehr diesen Touch oder auch weniger. Ich bin an sich schon ein relativ romantischer Mensch, aber für mich ist heiraten an sich nicht besonders romantisch besetzt, ich sehe das eher als Vertrag, den man aufsetzt, gerade durch die Erfahrung mit meinem Vater.
Vielleicht hat Heiraten für deinen Partner auch eine ganz andere Konnotation als für dich, sprecht offen miteinander! 🙂 Und vielleicht gibts Dinge mit Symbolkraft, die für euch beide passender sind als eine Heirat. Vielleicht spielt für deinen Partner auch eine Rolle, dass du schon mal verheiratet warst, weil es dadurch dann auch nicht mehr ganz so besonders ist, bzw. klar ist, dass eine Ehe genauso enden kann wie eine Beziehung mit Trauschein.
 
Also ich will keine Kinder und nicht heiraten. Ich fände diese Aussagen sehr verletzend und so ein Verhalten/Stimmungswechsel würde mich echt wütend machen.

Klar ändern Menschen ihre Meinung, sollte das wirklich bei so tiefeinschneidenden Entscheidungen sein, dann liegt die Verantwortung auch genau bei der Person auf dich zuzugehen und dich aufzufangen. Gerade scheint es anders herum zu sein.

Die Sichtweise hier von vielen fällt mir schwer nachzuvollziehen. Es geht darum dass eine Verbindung aufgebaut wurde unteranderem durch die GEMEINSAME Planung der Zukunft. Da sägt der Partner doch gerade massiv an genau dieser Bindung und dem Vertrauen, dass er als Partner verlässlich ist. Was hat das denn damit zu tun ob eine Heirat objektiv gesehen wichtig ist oder nicht?

Dazu kommt, dass du dich quasi gezwungen fühlst deine Lebenswünsche seinen unterzuordnen. (sollte er das auch nicht tun müssen, da stimme ich dir zu). Natürlich guckst du jetzt doof aus der Wäsche. Da solltest du ganz genau hinschauen, ob du dir weiterhin eine Zukunft mit ihm vorstellen kannst oder wie es weitergehen sollte, damit auch du glücklich bist.
 
Dass sich eine Meinung ändern kann ist ok und das dann auch ehrlich zu kommunizieren ein wichtiger Schritt. Was mich hier aber stört ist das hier:

"Aber wenn du das willst können wir das machen".

Es geht hier nicht um eine Freizeitgestaltung, nicht um einen Tanzabend mit Freunden.
Er wälzt es mit der Erwartung auf dich ab, dass du genauso handelst wie du es nun letztlich auch getan hast. Das hat etwas manipulatives.
 
Will ich sie wegen traditionellen, eigentlich nicht elementaren Punkten, einfach aufgeben?
Ich würde nichts aus solchen Gründen aufgeben.
Mit deinem Ex warst du auch verheiratet und es war nicht für die Ewigkeit - wie fast alles im Leben.
Für mich sieht es dementsprechend auch so aus, dass ich gerne den Namen des Mannes annehmen würde, mit dem ich den Rest meines Lebens verbringen möchte, statt für den Rest meines Lebens den Namen meines Ex-Mannes zu tragen.
Für mich ist es von größerer Bedeutung, wenn jemand mit mir zusammen ist, der durch nichts dazu gezwungen ist.
Erkundige dich mal über die rechtlichen Möglichkeiten, deinen Geburtsnamen wieder anzunehmen. Den Namen deines Ex solltest du auch ablegen können ohne erneut zu heiraten.
 

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