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Der Mann, das für mich unbekannte Wesen

  • Starter*in Starter*in Gelöscht 120516
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... Als Mann magst du eventuell für mich nur wenig bis gar kein Verständnis aufbringen können, aber ok, ich verstehe Glory Hole Männer ja auch nicht, also nichts für ungut.
Verstehen kann ich Deine Statements sehr gut und nachvollziehen kann ich sie ebenfalls. Und ich sehe auch, dass ich nun bei Dir in die Kategorie der "Glory hole" - Männer gerutscht bin, oder? Mit Deinen Schlussfolgerungen und Annahmen schränkst Du Dich nach meiner Erfahrung immer mehr selbst ein. Diese "Wenn ... dann ..." - Logik in Beziehungen angewandt, führt recht schnell zu einem Schubladendenken, in dem irgendwann kaum mehr jemand Deinen Anforderungen gerecht werden kann. Etwas interessant oder anregend zu finden, muss ja nicht immer dazu führen, dies auch auszuleben oder es bis zum Ende des Lebens praktizieren zu wollen.

Für mich werden in Deinen Zeilen Deine Angst vor dem verletzt werden und Deine mehr oder weniger große Abscheu vor der Wechselwirkung von Körper und Geist recht deutlich. Dies führt zum Bau von inneren Mauern und kann eine Isolation zur Folge haben, denn Anzeichen dafür, dass "dieser" oder "jeder" wieder "so einer" sein könnte, sieht man um so häufiger, je mehr man sich mit einem Thema beschäftigt. Und ob das nun stimmt oder nicht, ist dann nicht mehr so wichtig, denn Du triffst Deine Entscheidungen ja aufgrund von Vermutungen. Ob dem wirklich so ist, wirst Du immer seltener herausfinden, denn Du wirst Dich von "so einem" ja fernhalten.

Ja, ich stimme Dir voll und ganz zu, dass es nicht so einfach ist herauszufinden, "wes Geistes Kind jemand ist". Aus meiner Sicht ist es nicht möglich, Beziehungen einzugehen, ohne verletzt zu werden. Deshalb wollte ich genau das anmerken und darauf hinweisen, dass Du Gefahr läufst, Dich in ein selbst errichtetes Gedankengefängnis zurückzuziehen, bei dem die Türklinke innen ist. Stereotypen mögen für eine Argumentation durchaus sinnvoll sein, aber in der Realität gibt es sie nicht. In Deiner Gedankenwelt wimmelt es aber gerade von ihnen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du in all dem Gemenge wieder klarer sehen und fühlen und Dir selbst mehr vertrauen kannst, denn so scheint es mir ein Rezept zum Unglücklichsein zu sein und das hat rein garnichts damit zu tun, dass ich ein Mann bin. Und wenn ja, sollte es Dir um so mehr zu denken geben.
 
Zuletzt bearbeitet:
GrayBear du verstehst mich nicht, denn wenn du es tätest, hättest du nicht das geschrieben was du geschrieben hast.
Ich weiß sehr genau was ich tue oder lasse und ich weiß auch wie es mir geht. Das was du geschrieben hast trifft auf mich nicht zu, es gibt auch Menschen die schlechte Erfahrungen gemacht haben, aber die diese Erfahrungen verarbeiten konnten und damit abgeschlossen haben.
Und für mich gehört es in einer Beziehung nicht automatisch mit dazu das ich verletzt werde, oder ich meinen Partner verletze.
 
Ich suche mir dann meistens einen Film aus der sich interessant anhört, das hat auch viele Jahre gut funktioniert, nur mittlerweile nicht mehr, weil auch in Filmen die eigentlich wenig bis gar nichts mit Sex zu tun haben, Sexszenen sehr ausführlich und deutlich gezeigt werden. Ich fühle mich dann sehr unwohl und peinlich berührt, weil ich sowas gar nicht ansehen will oder wollte. Den Film schaue ich dann auch nicht weiter an und demnächst habe ich auch kein TV mehr, weil ich es gekündigt hab, 3x dürft ihr raten warum...

Wenn Dir doch bewusst ist wie unangenehm Dir Sexszenen sind, weshalb wählst Du dann ausgerechnet einen Film wie diesen:

Das ist der Film den ich meine:
Irina Palm

?

solange ich nicht damit konfrontiert werde. Sicherlich war bei dem Film zu erwarten das Prostituierte usw. zu sehen sind, aber die Frau hätte ja auch als Reinigungskraft im Sexclub arbeiten können. Ich war absolut nicht auf die Bilder vorbereitet die gezeigt worden sind und ich hätte das auch nicht sehen und wissen wollen das es diese Glory Holes gibt und das sie von Männern wegen der Anonymität und der schnellen Befriedigung genutzt werden. Ohne den Film hätte ich wohl gar nicht davon erfahren. Das ist zu mir in mein Zuhause gekommen, indem er im TV gesendet wurde.

Dir ist Dein Problem mit Sexszenen bewusst, Du willst damit nicht konfrontiert werden.

Die Reinigungskraft im Sexclub, und natürlich ohne Sexszenen - ein nicht sehr wahrscheinliches Szenario. Das ernst zu nehmen fällt mir ziemlich schwer.

Der Film ist in Deinem Zuhause gelandet, weil Du im Bewusstsein Deiner Problematik dennoch (?) diesen Film wähltest und Dich vorher nicht informiert hast. Eigenverantwortung.

Wie reagierten Deine Eltern beim fernsehen, wenn Kuss- oder Sexszenen kamen?

Ich habe irgendwie den Eindruck das die Sexbranche von immer mehr neuen "Sexpraktiken" überschwemmt wird und viele mittlerweile fast 24 Stunden täglich zumindest sexuelle Gedanken haben, das die Sexualität bei vielen überhand genommen hat, vielleicht schon zur Sexsucht geworden ist.
Es geht nicht mehr um z.B. liebevolle Zuneigung, sondern auf der einen Seite nur noch um sexuelle Befriedigung, die steht an erster Stelle und wird gehütet und verteidigt als wenn es kein Morgen mehr geben würde. Und auf der anderen Seite geht es um Geld, möglichst viel Geld mit der Lust, Sex usw. zu verdienen. 😔

Ein paar Infos - von wegen neue Praktik. Die hier thematisierte gehört schonmal nicht dazu.
(Öffnen der Links auf eigene Verantwortung)



Diverse sexuelle Praktiken außerhalb bekannteren, mehr praktizierten Spielarten sind seit sehr langer Zeit Begleiter der Menschheit.

Es ist auch nicht neu, dass Menschen häufig mehrmals täglich an Sex denken. Sexualität ist ein schöner Teil unseres Lebens und zählt zu den Grundbedürfnissen.

Liebe und Sex werden gerne verknüpft, gehören aber nicht unabdingbar zusammen. Jemand, der auf irgendeine Weise Lust pur genießen kann, in bestimmten Momenten nur Befriedigung priorisiert (seine und vielleicht auch die anderer Person/en), kann auch ein sehr liebevoller Mensch sein, der viel Zuneigung zu geben hat. Das widerspricht sich nicht zwingend.

Und Sex ist auch ein Geschäft, ja.
Scheinbar sind neben anderen Faktoren viele Männer experimentierfreudiger, neugieriger aufgeschlossener als ihr Gegenstück zu Hause.
Nicht wenige wollen nicht dauerhaft zurückstecken, verzichten.


Da stimme ich dir zu, aber für manche scheint Sex ihr einziger Lebensinhalt und die einzige Beschäftigung zu sein

An wen denkst Du dabei?
 
(...)das ist sehr lustig, dass du von einem Film direkt auf die Realität schließt. Neulich habe ich "Tom und Jerry" gesehen. Da hat die Maus dem Kater mit einem riesigen Hammer auf den Kopf geschlagen. Das arme Katzentier hat sich dabei zusammengefaltet wie eine Ziehharmonika, hat es aber ansonsten gut überstanden.(...)

Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Ich hab als Kind sehr viel Tom und Jerry geguckt und bin trotzdem total tierlieb 🙂
Ich hab als Kind gerne Ballerspiele geguckt und bin Pazifist.

Genau wie ich in der Pubertät stundenlang Porno gucken konnte und mich trotzdem super mit Mädels/Frauen unterhalten konnte. ....und weder Analsex noch sonstige krasseren Sachen in Beziehungen vermisste.

Und Mädels brauchen wahrscheinlich auch keinen Prinzen, wie er in Märchenfilmen ihrer Kindheit vorkam.

Ahja, dachte ich so, für den Mann braucht es also nur eine Wand mit Loch und schon geht die Post ab. Gut zu wissen. Ich finde das ehrlich gesagt reichlich primitiv.

Finde ich auch. Fand ich auch noch nie geil. (Andere seltsame Sachen hingegen schon, aber die verrate ich nicht. ;-) )
 
Ich habe irgendwie den Eindruck das die Sexbranche von immer mehr neuen "Sexpraktiken" überschwemmt wird und viele mittlerweile fast 24 Stunden täglich zumindest sexuelle Gedanken haben, das die Sexualität bei vielen überhand genommen hat, vielleicht schon zur Sexsucht geworden ist.

Das ist ein subjektiver Eindruck, den Menschen in den 60ern, 70ern, 80ern, 90ern, 00ern auch hatten.

Du bist einfach in einem Alter, in dem gerade Männer dei Hochphase ihrer Triebsteuerung durchleben. Für mich ging es damals zu 30% der Wachzeit um Sex. Heute ist das viel weniger, vlt. noch zu 5%.

Es geht nicht mehr um z.B. liebevolle Zuneigung, sondern auf der einen Seite nur noch um sexuelle Befriedigung,

Bei meinen Langzeitpartnerinnen bildete liebevolle Zuneigung immer das wesentliche Fundament. Gab es das nicht, gab es auch keinen Sex. Auch von meiner Seite dann nicht mehr!

Bei Sexaffären und ONS etc. war es halt anders aber eben in einen entsprechenden Rahmen zeitlich begrenzt eingebetettet.
 
Selten hohes Niveau..
Beinahe meines. 😉
Dadurch verliert man gewöhnlich auch noch den Rest seiner Freunde.
Wenn wir uns so sehen würden, wie uns andere sehen - würde das unsere schlimmsten Befürchtungen über sie bestätigen.
Wir müssen alle hohe Ansprüche haben, in dem Wissen, dass wir alle fehlbar sind?
 
Kapiere ich nicht. Du hast also in einem Film eine altbekannte, spezielle, unpersönliche Art der Prostitution gesehen und scherst jetzt alle Männer über einen Kamm? Was ist jetzt eigentlich das größte Problem bei dieser Art der Triebabfuhr? Und warum sollen das alle Männer praktizieren?

Hast du generell Probleme mit Sexualität oder welchen Anspruch hast du an einen Partner? Darf der auch Pornos konsumieren, oder lieber nicht?
 
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