@Sisandra
Von Kurkuma hab ich schonmal gehört
🤔 Mich allerdings noch nicht damit beschäftigt. Kommt auf meine "To read" Liste!
@grisou
Ach herrje, das klingt ja furchtbar bei dir! Du scheinst schlimmer betroffen zu sein als ich, das tut mir sehr leid
🙁 In die Charite darf ich leider nicht, die nehmen nur noch Patienten aus Berlin und Brandenburg. Es gibt zur Zeit nur eine handvoll Ärzte, die sich überhaupt trauen da irgendeine Form von Diagnostik für zu machen, unter anderem ein Arzt hier in meiner Nähe, der mal in der Charite gearbeitet hat. Allerdings ist es bisher nur eine Vedachtsdiagnose, er will sehen wie sich die Werte entwickeln. Denn es gibt natürlich auch noch andere Autoimmunreaktionen, die heftige Symptome machen.
Ich bin tatsächlich das Gegenteil von hochsensibel
😉 Aber klar, man muss immer gucken, was es auch mit der Psyche macht, denn viele chronisch Kranke bekommen irgendwann Probleme mit sekundären Depressionen aufgrund ihrer Erkrankung.
Lebensunfähig ist tatsächlich nicht richtig. Ich promoviere grade, schreibe wissenschaftliche Publikationen usw. Ich weiß, dass ich mich glücklich schätzen sollte, dass ich keine kognitiven Einschränkungen habe wie viele andere mit der Erkrankung und eben nicht nur in einem abgedunkelten Zimmer liege. Und trotzdem bin ich so frustriert. Ich bin erst Mitte 20, es MUSS besser werden.
Ich brauche auch ausreichend Kohlenhydrate, sonst wird es schlimmer. Ich habe letztens gelesen, dass bei ME die Mitochondrien geschädigt sind und die "Batterie" der Zellen nicht richtig auflädt. Es würde Sinn machen, dass man da Kohlenhydrate braucht, weil daraus kann der Körper zumindest relativ schnell ein bisschen Energie ziehen. Ich ernähre mich aber vollwertig und gesund, wenn ich Fleisch esse, dann Biofleisch.
Tatsächlich war die Ernährungsberaterin in der psychosomatischen Reha, in die man mich geschickt hat bevor mich jemand immunologisch untersucht hat. Ich weiß also nicht wie die Dame ausgebildet ist.
@tonytomate
Wie gesagt, ich promoviere. Soviel zum sich der "Krankheit hingeben". Es gibt aber einfach körperliche Grenzen
😉
Ich trinke ausschließlich Wasser außer abends einen kleinen Schluck Saft mit dem ich meine Eisentablette nehmen soll (vom Arzt so verordnet, ich bin eigentlich kein Saftmensch).
Morgens esse ich ein Vollkorn-Dinkel-Brötchen mit etwas Butter und z.B. Putenbrust und einen selbstgemachten Riegel (bestehend aus zerdrückter Banane, Zimt, Haferflocken und einigen Mandelsplittern).
Mittags koche ich frisch oder taue etwas auf, was ich zuvor frisch eingefroren habe. Zum Beispiel gibt es Kartoffeln aus dem Ofen mit Zucchinitalern (Zucchini, Haferflocken, Hirtenkäse, Kräuter, Ei, Zwiebeln gemischt und im Backofen gebacken) und Tzatziki ODER Spaghetti mit selbstgemachter Bolognesesoße ODER Spaghetti mit Zucchini-Karotte-Mais-Frischkäsesoße ODER Ofenhähnchen mit Kartoffeln und buntem Gemüse ODER Kartoffeln mit Spinat und Spiegelei etc, also völlig normale Ernährung, kein Fast Food. Wenn es mal Pizza gibt, dann selbstgemachte. Gibt's vielleicht einmal alle 2 Monate. Oft esse ich ein Stück Obst als Nachtisch z.B. einen Apfel, ein paar Beeren, einen Pfirsich, ein bisschen Melone...was es eben gerade so gibt.
Abends teile ich mein Essen auf. Das ist aufgrund der Unterzuckerungen notwendig. Ich hab mal versucht gegen 18 Uhr zu essen und dann nicht mehr, aber dann wache ich nachts um 2 unterzuckert auf und muss dann etwas essen. Man hat übrigens im Krankenhaus den niedrigen Zuckerwert nachgewiesen. Ich bin 2,5 Stunden nach einem ausgewogenen Mittagessen (was man dort ja kontrollieren konnte) wieder auf dem Blutzuckerwert, den ich nüchtern habe. Also esse ich abends, um die Unterzuckerung in der Nacht zu verhindern, einmal gegen 18 Uhr und einmal gegen 22 Uhr.
18 Uhr: ein Vollkorn-Dinkelbrötchen mit etwas Butter und Aufschnitt, dazu zwei Einheiten Rohkost (zB. einige Tomaten und eine halbe Gurke oder eine halbe Paprika und ein halber Kohlrabi etc). Hab ich viel Hunger, esse ich noch eine Einheit Eiweiß dazu, entweder durch Eier oder Nüsse. Um 22 Uhr noch ein Brötchen, damit ich die Nacht über nicht unterzucker.
Zwischenmahlzeiten esse ich in der Regel keine, wenn es doch mal notwendig ist, dann esse ich meistens nochmal so einen Riegel wie morgens. Ich bin kein Schleckermäuschen, daher habe ich nie oft Süßigkeiten gegessen und tu das auch heute nicht, auch Chips usw sind nicht mein Fall.