Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Der Körper macht nicht mehr mit

Da kannte ich einen der hat in Saus und Braus gelebt.
3 Kannen Kaffee am tag, geraucht, gesoffen und mit Frauen...
Ist 85 geworden.
Ein anderer starb mit 25!
Kann man also nicht verallgemeinern.
Glaube an Wunder, Liebe und Glück!
Schau nach vorn und nicht zurück!
Tu was du willst, und steh dazu; denn dein Leben lebst nur du!
"Lohnt es sich denn?" fragt der Kopf.
"Nein, aber es tut so gut!" antwortet das Herz.
 
@Sisandra
Von Kurkuma hab ich schonmal gehört 🤔 Mich allerdings noch nicht damit beschäftigt. Kommt auf meine "To read" Liste!

@grisou
Ach herrje, das klingt ja furchtbar bei dir! Du scheinst schlimmer betroffen zu sein als ich, das tut mir sehr leid 🙁 In die Charite darf ich leider nicht, die nehmen nur noch Patienten aus Berlin und Brandenburg. Es gibt zur Zeit nur eine handvoll Ärzte, die sich überhaupt trauen da irgendeine Form von Diagnostik für zu machen, unter anderem ein Arzt hier in meiner Nähe, der mal in der Charite gearbeitet hat. Allerdings ist es bisher nur eine Vedachtsdiagnose, er will sehen wie sich die Werte entwickeln. Denn es gibt natürlich auch noch andere Autoimmunreaktionen, die heftige Symptome machen.

Ich bin tatsächlich das Gegenteil von hochsensibel 😉 Aber klar, man muss immer gucken, was es auch mit der Psyche macht, denn viele chronisch Kranke bekommen irgendwann Probleme mit sekundären Depressionen aufgrund ihrer Erkrankung.

Lebensunfähig ist tatsächlich nicht richtig. Ich promoviere grade, schreibe wissenschaftliche Publikationen usw. Ich weiß, dass ich mich glücklich schätzen sollte, dass ich keine kognitiven Einschränkungen habe wie viele andere mit der Erkrankung und eben nicht nur in einem abgedunkelten Zimmer liege. Und trotzdem bin ich so frustriert. Ich bin erst Mitte 20, es MUSS besser werden.

Ich brauche auch ausreichend Kohlenhydrate, sonst wird es schlimmer. Ich habe letztens gelesen, dass bei ME die Mitochondrien geschädigt sind und die "Batterie" der Zellen nicht richtig auflädt. Es würde Sinn machen, dass man da Kohlenhydrate braucht, weil daraus kann der Körper zumindest relativ schnell ein bisschen Energie ziehen. Ich ernähre mich aber vollwertig und gesund, wenn ich Fleisch esse, dann Biofleisch.

Tatsächlich war die Ernährungsberaterin in der psychosomatischen Reha, in die man mich geschickt hat bevor mich jemand immunologisch untersucht hat. Ich weiß also nicht wie die Dame ausgebildet ist.

@tonytomate
Wie gesagt, ich promoviere. Soviel zum sich der "Krankheit hingeben". Es gibt aber einfach körperliche Grenzen 😉

Ich trinke ausschließlich Wasser außer abends einen kleinen Schluck Saft mit dem ich meine Eisentablette nehmen soll (vom Arzt so verordnet, ich bin eigentlich kein Saftmensch).

Morgens esse ich ein Vollkorn-Dinkel-Brötchen mit etwas Butter und z.B. Putenbrust und einen selbstgemachten Riegel (bestehend aus zerdrückter Banane, Zimt, Haferflocken und einigen Mandelsplittern).

Mittags koche ich frisch oder taue etwas auf, was ich zuvor frisch eingefroren habe. Zum Beispiel gibt es Kartoffeln aus dem Ofen mit Zucchinitalern (Zucchini, Haferflocken, Hirtenkäse, Kräuter, Ei, Zwiebeln gemischt und im Backofen gebacken) und Tzatziki ODER Spaghetti mit selbstgemachter Bolognesesoße ODER Spaghetti mit Zucchini-Karotte-Mais-Frischkäsesoße ODER Ofenhähnchen mit Kartoffeln und buntem Gemüse ODER Kartoffeln mit Spinat und Spiegelei etc, also völlig normale Ernährung, kein Fast Food. Wenn es mal Pizza gibt, dann selbstgemachte. Gibt's vielleicht einmal alle 2 Monate. Oft esse ich ein Stück Obst als Nachtisch z.B. einen Apfel, ein paar Beeren, einen Pfirsich, ein bisschen Melone...was es eben gerade so gibt.

Abends teile ich mein Essen auf. Das ist aufgrund der Unterzuckerungen notwendig. Ich hab mal versucht gegen 18 Uhr zu essen und dann nicht mehr, aber dann wache ich nachts um 2 unterzuckert auf und muss dann etwas essen. Man hat übrigens im Krankenhaus den niedrigen Zuckerwert nachgewiesen. Ich bin 2,5 Stunden nach einem ausgewogenen Mittagessen (was man dort ja kontrollieren konnte) wieder auf dem Blutzuckerwert, den ich nüchtern habe. Also esse ich abends, um die Unterzuckerung in der Nacht zu verhindern, einmal gegen 18 Uhr und einmal gegen 22 Uhr.

18 Uhr: ein Vollkorn-Dinkelbrötchen mit etwas Butter und Aufschnitt, dazu zwei Einheiten Rohkost (zB. einige Tomaten und eine halbe Gurke oder eine halbe Paprika und ein halber Kohlrabi etc). Hab ich viel Hunger, esse ich noch eine Einheit Eiweiß dazu, entweder durch Eier oder Nüsse. Um 22 Uhr noch ein Brötchen, damit ich die Nacht über nicht unterzucker.

Zwischenmahlzeiten esse ich in der Regel keine, wenn es doch mal notwendig ist, dann esse ich meistens nochmal so einen Riegel wie morgens. Ich bin kein Schleckermäuschen, daher habe ich nie oft Süßigkeiten gegessen und tu das auch heute nicht, auch Chips usw sind nicht mein Fall.
 
Kleiner Hinweis: versuch auf Kartoffeln zu verzichten. Auch auf die reagieren manche Menschen mit Darmproblemen, ähnlich wie bei Hülsenfrüchten (ist bei mir jedenfalls so). Laß sie mal ein paar Wochen weg und schau, ob sich was ändert. Versuch stattdessen viel Fisch zu essen, der ist leicht verdaulich und geht immer, hat viel Eiweiß und Mineralstoffe wie Jod.

Gegen die entzündlichen Vorgänge in Deinem Körper solltest Du natürliche Antibiotika nehmen, das sind der bereits empfohlene Kurkuma (Vorsicht, kann Nebenwirkungen bei Überdosierung haben), außerdem Meerrettich (hochgradig wirksam!), Zwiebeln in jeder Form und Sorte, ob scharf oder mild, Senf, Chili, Ingwer und alles andere was "scharf macht".
 
Bitte keine selbst Experimente wie etwas weglassen oder einfach einnehmen.
Falsche einseitige Ernährung schwächt den Körper zusätzlich.
Was bei mir hilft wenn ich eine Diagnose hab, kann andern schaden.
Bei Überschießendem Immun System , wie Rheuma, das Entzündungen verursacht hilft kein Antibiotika.
Meist wird nach der Ausschluss Diagnostik vorgegangen um zu erkennen was vorliegt:
 
Tja, nutzlose Ärzte eben. Ein Trauerspiel. Im Endeffekt kannst du dir fast nur selbst helfen. Versuche wenn es irgendwie geht wenigstens paar Bewegungsabläufe einzubauen, vielleicht kannst du wenigstens etwas spazieren, das bringt auch schon etwas. Das Problem ist eben. dass die Gesundheit des Körpers von Bewegung und auch gewissen Kraftanstrengungen abhängt. In der Regel mind. 30 min am Tag. Wie du ja schon beschrieben hast, geht eben nicht alles bei deinem Zustand. Das ist natürlich schwer.
Ansonsten solltest du weiter schauen, was du an deiner Ernährung noch drehen kannst. Da ist vielleicht noch das ein oder andere möglich. Es ist eben auch essenziell wichtig möglichst günstige Nährstoffe den Körper bei Erkrankungszuständen zuzuführen. Dritter Aspekt ist ausreichend Schlaf und Entspannung.

Es wäre vielleicht gut zu wissen, ob du irgendwelche Nährstoffdefizite im Körper hast, um nicht völlig ungezielt etwas zu supplementieren. In der Regel sollte man das alles über die Ernährung machen und nur in Ausnahmefällen zu Supplementen, Injektionen/Infusionen oder Medikamenten greifen.
Abnehmen kannst du möglicherweise einfach dadurch, dass du den ganzen Zucker weglässt, z.B. auch im Obst. Wenn du diesen nicht schnell verbrauchst aufgrund unzureichender Bewegung, lagert der sich wohl auch eher als Fett ab. Vielleicht bringt bei dir ja Ketogene Ernährung was, mir hats eher nicht geholfen. Denke das hängt auch vom Stoffwechseltyp ab. Man muss da finde ich auch aufpassen wie man die Fette verträgt.
Ach ja, ich würde auch noch darauf achten, gute Lebensmittel einzukaufen, also Bio oder besser Demeter. Bei Tier Frei- und Weidehaltung. Eier geben dir bspw. recht gute Proteine. Sollten eben gute sein. Fleisch sollte guter Eisenlieferant sein.
Was diese Unterzuckerung angeht, da bin ich mir jetzt nicht sicher, ob das tatsächlich wirklich ein Problem ist. Vielleicht mal bei einen guten Heilpraktiker nachschauen oder in einer guten Gesundheitsgruppe nachfragen.

Interessant wäre es zu wissen, welchen Lebensstil du gehabt hast bis zum Zeitpunkt deiner schweren Erkrankung.
 
Zuletzt bearbeitet:
@grisou
Ich wünsche dir viel Glück. Es ist wirklich schwierig, da es keinen gesicherten Test gibt. Bei mir sieht man zumindest im immunologischen Blutbild sehr hohe Werte, die ein hyperaktives Immunsystem beweisen.
Es geht mir okay, aber es ärgert mich, dass die Supplementierung mit Vitamin D und Co nichts gebracht zu haben scheint.

@Daoga
Tatsächlich vertrage ich Kartoffeln und Brot am besten. Danach hab ich so gut wie nie Unterzuckerungserscheinungen. Bei Nudeln manchmal, bei Reis immer. Woran das liegt, weiß ich nicht, aber wenn ich Kartoffeln weglassen würde, müsste ich quasi von Brot leben. Fisch ess ich nicht und 'scharf' mag ich leider nicht bzw. vertrage es ganz schlecht (Durchfall und Co). Daher danke für die Hinweise, aber das ist schwierig.

@MachtNix
Es wurde einiges an Ausschlussdiagnostik gemacht, aber nicht alles, was ich gerne hätte. Kardiologe, Rheumatologe, Schlaflabor usw haben nichts gefunden. Beim Neurologen aber musste ich mich nur auf ein Bein stellen und einmal seinen Arm wegdrücken und bekam dann zu hören "Sie haben nichts" 🙄 Das ist meiner Meinung nach zu wenig, da ich durchaus teilweise neurologische Symptome habe. Aber mehrere Neurologen haben jetzt das und nur das gemacht, obwohl ich genetisch vorbelastet bin (Mutter hat MS).

@primechecker
Ja, ich hab Vitamin D Mangel (war fast nicht mehr messbar laut Immunologen), Eisenmangel und bekomme außerdem Omega 3 (vom Immunologen verschrieben). Ansonsten nehme ich Magnesium gegen Muskelkrämpfe. Das war es aber an Nahrungsergänzungsmitteln. Ich möchte demnächst aber nochmal einen umfangreicheren Test machen, zB. ob ich Vitamin B12 Mangel habe, das hat ja auch mit Erschöpfung zu tun.

Naja, Obst ist aber halt auch gesund, wird ja von der WHO dringend empfohlen. Ich esse halt jeden Tag einen Apfel oder ein paar Trauben. Ich glaube, das macht den Kohl nicht fett 😉
Naja, Bioprodukte muss man sich leisten können. Ich bekomme momentan ein Promotionsstipendium, weil ich meine Doktorarbeit schreibe. Das lässt mich überleben, aber jetzt keine großen Sprünge machen in Sachen Lebensmitteln, obwohl ich natürlich gerne mehr Bio kaufen würde. Tatsächlich kaufe ich Bio-Fleisch, aber z.B. keine Bio-Eier oder Bio-Gemüse, das geht einfach nicht von meinem Stipendium. Und auch danach wird es kaum besser werden finanziell, denn so wie es jetzt ist, kann ich nicht normal arbeiten 🙁

Welchen Lebensstil? Naja. Ich hab nie Alkohol getrunken, nie Drogen, keine Zigaretten, keinen Kaffee, falls das die Frage war ^^ Mag ich alles tatsächlich nicht. Hab bis zu einer schweren Mononukleoseerkrankung mit 19 Vereinsfußball gespielt. Danach ging das nicht mehr, meine körperliche Leistungsfähigkeit war schon da dauerhaft eingeschränkt, allerdings keinesfalls so wie jetzt. Ich war immer relativ aktiv, hab im Ausland studiert, bin täglich 45Min zur Uni gegangen und wieder zurück, sozial eingebunden, gerne getanzt, ohne viel Anstrengung sehr gute Noten...völlig normal, würde ich sagen. Ich hatte halt keine normale Kindheit, sondern es war wirklich schwierig. Aber vom Lebensstil im Sinne von Ernährung, Drogenkonsum, Party, Stress usw, war ich immer gesünder als der Dosenravioli-Studenten-Rest. 😉
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
N Ist jetzt mein Körper im Eimer? Dann gehe ich auch in diesen Ich 12
B Emetophobie macht mir das Leben schwer Ich 14
N Macht das Leben einen Sinn? Ich 25

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben