Hallo Martin,
ich kann deine Situation und die Beschreibungen gut nachvollziehen. Bin zwar schon ein paar Jährchen älter, aber irgendwie erinnert mich das an meine eigenen Erfahrungen. Zwar ohne chronische Erkrankung, die bei dir zumindest zeitweise die Situation verschärft haben dürfte, aber das Problem etwa mit dem Hautausschlag hat mich die Schulzeit über begleitet.
Das Problem Wochenende bzw. Einsamkeit kenne ich jedenfalls zu gut. Bei mir war es ein schleichender Prozess, auch bedingt durch Umzüge und Umbrüche. Ob Mensch sich jemals wirklich damit abfinden kann, weiß ich nicht. Ich glaube eher weniger, denn wir sind eben Sozialwesen. Eigentlich ist es wie ein körperlicher Schmerz, dazu gibt es mittlerweile auch schon Studien. Oft begleiten die Einsamkeit auch menschliche Enttäuschungen durch vermeintliche Freunde, von denen ich ebenfalls berichten kann.
Deine Schilderungen lassen auf einen sympathischen, interessierten und sensiblen Menschen schließen. Also grundpositive Eigenschaften. Mich wundert zum Beispiel öfter, wie vollkommen egozentrierte Menschen große Freundeskreise haben können und noch nie ein einsames Wochenende erleben mussten. Ich weiß nicht, aber ich hatte öfter den Eindruck einer komplett oberflächlichen Welt. Kann mich durchaus an Freunde erinnern, die weder in Frauen- bzw. Liebesdingen noch sonst wo größere Probleme mit sozialem Anschluss hatten, was offenbar hauptsächlich im Aussehen begründet lag.
Wenn ich in der Stadt oder sonst wo unterwegs bin, sieht man auch nur glückliche, zufriedene Menschen. Hier liegt dann wohl eine der Schwierigkeiten, denn als einsamer Mensch, der sich nach Anschluss sehnt, ist man eben außerhalb dieser Kreise und hat so eine Art eigenes Blickfeld. Einsamkeit scheint aber unter der schönen Oberfläche weit verbreitet. Das Problem ist wohl, dass man sich eher zurückzieht, wenn man einmal in diesem Teufelskreis ist. Auch die typischen Ausgehorte sind ja mehr oder weniger von Freundeskreisen, Paaren und Cliquen geprägt. Es gibt keine wirklichen Angebote für einsame Menschen, abgesehen von solchen, die schon eine Art Behandlungsbedürftigkeit voraussetzen und vermitteln. Und deshalb schreiben wir eben hier im Internet statt jetzt irgendwo nett beim Bier zu sitzen.
Direkt raten kann ich nur die üblichen Dinge: Vereine, Interessensgruppen, Gleichgesinnte etc. Ich weiß, oft leichter gesagt als getan. Als einsamer Mensch geht man nicht einfach locker flockig in Verein X oder Gruppe Y. Zumindest bei mir ist da noch eine Angstproblematik, die mich daran hindert. Die Frage ist natürlich, ob die Angst erst durch die Einsamkeit entstanden ist oder umgekehrt, was ich aber nicht vermute. Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft, auch wenn ich nicht direkt helfen konnte. Du bist nicht alleine und wenn du willst, kannst du mich bei Bedarf natürlich auch direkt anschreiben.
Liebe Grüße
LW
ich kann deine Situation und die Beschreibungen gut nachvollziehen. Bin zwar schon ein paar Jährchen älter, aber irgendwie erinnert mich das an meine eigenen Erfahrungen. Zwar ohne chronische Erkrankung, die bei dir zumindest zeitweise die Situation verschärft haben dürfte, aber das Problem etwa mit dem Hautausschlag hat mich die Schulzeit über begleitet.
Das Problem Wochenende bzw. Einsamkeit kenne ich jedenfalls zu gut. Bei mir war es ein schleichender Prozess, auch bedingt durch Umzüge und Umbrüche. Ob Mensch sich jemals wirklich damit abfinden kann, weiß ich nicht. Ich glaube eher weniger, denn wir sind eben Sozialwesen. Eigentlich ist es wie ein körperlicher Schmerz, dazu gibt es mittlerweile auch schon Studien. Oft begleiten die Einsamkeit auch menschliche Enttäuschungen durch vermeintliche Freunde, von denen ich ebenfalls berichten kann.
Deine Schilderungen lassen auf einen sympathischen, interessierten und sensiblen Menschen schließen. Also grundpositive Eigenschaften. Mich wundert zum Beispiel öfter, wie vollkommen egozentrierte Menschen große Freundeskreise haben können und noch nie ein einsames Wochenende erleben mussten. Ich weiß nicht, aber ich hatte öfter den Eindruck einer komplett oberflächlichen Welt. Kann mich durchaus an Freunde erinnern, die weder in Frauen- bzw. Liebesdingen noch sonst wo größere Probleme mit sozialem Anschluss hatten, was offenbar hauptsächlich im Aussehen begründet lag.
Wenn ich in der Stadt oder sonst wo unterwegs bin, sieht man auch nur glückliche, zufriedene Menschen. Hier liegt dann wohl eine der Schwierigkeiten, denn als einsamer Mensch, der sich nach Anschluss sehnt, ist man eben außerhalb dieser Kreise und hat so eine Art eigenes Blickfeld. Einsamkeit scheint aber unter der schönen Oberfläche weit verbreitet. Das Problem ist wohl, dass man sich eher zurückzieht, wenn man einmal in diesem Teufelskreis ist. Auch die typischen Ausgehorte sind ja mehr oder weniger von Freundeskreisen, Paaren und Cliquen geprägt. Es gibt keine wirklichen Angebote für einsame Menschen, abgesehen von solchen, die schon eine Art Behandlungsbedürftigkeit voraussetzen und vermitteln. Und deshalb schreiben wir eben hier im Internet statt jetzt irgendwo nett beim Bier zu sitzen.
Direkt raten kann ich nur die üblichen Dinge: Vereine, Interessensgruppen, Gleichgesinnte etc. Ich weiß, oft leichter gesagt als getan. Als einsamer Mensch geht man nicht einfach locker flockig in Verein X oder Gruppe Y. Zumindest bei mir ist da noch eine Angstproblematik, die mich daran hindert. Die Frage ist natürlich, ob die Angst erst durch die Einsamkeit entstanden ist oder umgekehrt, was ich aber nicht vermute. Ich wünsche dir jedenfalls ganz viel Kraft, auch wenn ich nicht direkt helfen konnte. Du bist nicht alleine und wenn du willst, kannst du mich bei Bedarf natürlich auch direkt anschreiben.
Liebe Grüße
LW