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Quelle: http://www.blick.ch/news/ausland/maddie-ermittler-ist-selber-unter-anklage-71115
Maddie-Ermittler ist selber unter Anklage!
11.09.2007 | 14:21
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LISSABON – Krass: Der portugiesische Chef-Ermittler im Fall Maddie hat vor drei Jahren einen ähnlichen Fall untersucht. Bei den Verhören wurde die Mutter schwer misshandelt!
Wie ist das möglich – ein Chef-Ermittler als angeklagter Frauenschläger? Genau das läuft jetzt in Portugal, wie namhafte Medien, der englische «Independent» und «Spiegel Online» in Deutschland, berichten.
Goncalo Amaral, Leiter der Ermittlungen im Fall der verschwundenen Maddie McCann, führte vor drei Jahren die Untersuchung in einem Fall mit erstaunlichen Parallelen. Dabei ging es um das Verschwinden der Tochter von Leonor Cipriano – nur zehn Kilometer von der Ferienanlage entfernt, aus der Maddie verschwand.
Bei den Ermittlungen vor drei Jahren kam es zu krassen Fehlleistungen. Und diese führten vor drei Monaten, im Juni, zur Anklageerhebung gegen Goncalo Amaral und vier enge Mitarbeiter. Dies wird ihnen offiziell vorgeworfen:
Folter – denn Leonor Cipriano hatte mit Fotos dokumentiert, dass sie bei Verhören schwer misshandelt wurde
Nichtberücksichtigung von Beweismitteln
Fälschung von Dokumenten.
Happige Vorwürfe! Aber Goncalo Amaral scheint in seiner Heimat unangreifbar. Obwohl sich seine Fehler wiederholen. Schon im Fall vor drei Jahren war Schlamperei im Spiel. So «vergass» die Polizei damals, das Haus zu versiegeln, in dem das verschwundene Mädchen zuletzt gesehen wurde. Genau das wird der Polizei auch jetzt vorgeworfen: Schlamperei bei der Absperrung des McCann-Apartements und bei der Sicherung von Spuren.
Auch in den letzten Tagen hat die portugiesische Polizei einen schwer nachvollziehbaren Zickzack-Kurs gefahren: Zu Ende der letzten Woche stellte die Polizei eine baldige Anklage der McCanns in Aussicht. Zur Begründung wurden neue Erkenntnisse zu Blutspuren in deren Auto angeführt. Unterdessen durften sie McCanns aber ungehindert nach England zurückkehren. Und gestern Montag musste der Chef der portugiesischen Kriminalpolizei, Alipo Ribeiro, einräumen: «Keines der Untersuchungsergebnisse erlaubt es, mit Sicherheit sagen zu können, dass es das Blut von X oder Y ist.»
Ernüchternd: Auch nach vier Monaten Ermittlungen und nach neuerlichen stundenlangen Verhören von Maddies Eltern weiss die Polizei nicht, was mit dem kleinen Mädchen passiert ist. Das Ehepaar McCann beteuert seine Unschuld. Alles andere ist Spekulation. (snx)
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Die Mutter der damals verschwundenen Joana hatte unter Folter den Mord an ihrer Tochter gestanden, das Geständnis aber inzwischen widerrufen und Wiederaufnahme des Verfahrens beantragt (sie wurde zu 16 Jahren Haft verurteilt). Jetzt sagt sie, sie habe ihre Tochter nicht getötet (eine Leiche wurde auch nie gefunden), sondern sie "nur" ins Ausland verkauft.