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Der Ausschluss von Arbeitslosen - Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

  • Starter*in Starter*in Runalin
  • Datum Start Datum Start
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Vor 30 Jahren war arbeiten oft besser bezahlt als heute, so im Verhältnis.....

Wenn ich meine Elterngeneration so ansehe, die deutlich bessere Arbeitsbedingungen hatte, sehe ich deutliche Unterschiede.
Ausbildung, Kinder kriegen, Haus bauen.

Heute musst du schon Glück haben für die Kids ne Kitastelle zu kriegen und Häuser bauen ist in gewissen Regionen kaum machbar. Wenn ich mir ansehe, wer damals Häuser bauen konnte. Kein Vergleich zu heute. Da können die, die früher gebaut hätten froh sein ihre Miete zu begleichen, bei stetig steigenden Mietpreisen.
Sagt mir was ihr wollt. Zu DM Zeiten war vieles anders.

Damals konnte der Mann locker ne Familie ernähren. Ist heute kaum noch machbar.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Das ist Ansichtssache. Wir leben heute und es ist nunmal so, das die Erwartungen heute viel höher geschraubt sind und man für wenig Geld viel mehr leisten muss. Das ist der Unterschied. Man hat heute keine Lebensqualität mehr. Frag Dich mal warum soviele ausgebrannt sind. Das kommt nicht irgendwo her.

Früher waren die Menschen auch ausgebrannt - Beschreibungen von Depressionen und Angststörungen lassen sich schon in der Antike finden.
In den 20ern war Alkoholismus eine normale Volkskrankheit - heute gibt es nur mehr psychische Erkrankungen, weil es einen Namen dafür gibt und durch die spezifischen, anerkannten Symptome mehr diagnostiziert wird.

Frag mal Leute heute in anderen Ländern - dir arbeiten 12-16 Stunden pro Tag, haben keinen Urlaub, werden durch Chemikalien und Co zusätzlich schwer krank und haben trotzdem nicht genug zum Leben - die sind sicherlich auch ausgebrannt.
Aber die können sich nicht krank schreiben oder einfach weniger arbeiten, da gehts um die bloße Existenz.

Insofern jammern wir Deutschen einfach gern - unsere heutige Zeit ist super und trotzdem findet sich immer ein Haar in der Suppe.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Ich hab das selbst schon in abgemilderter im eigenen Umfeld erlebt. Ich arbeite ja schon länger nur 20 Stunden und studiere, was bei vielen schon zu Stirnrunzeln führte und ständigen Nachfragen. "Wieso arbeitest du nicht Vollzeit?" "Weil ich studiere?" "Und danach?" "Arbeite ich 32 Stunden, weil ich in meinem Bereich sonst ausbrenne und der Verantwortung für die 10 Jährige, um die ich mich kümmere nicht gerecht werde." Extrem entsetzte Blicke.
Spätetestens nach der ersten Frage hätte ich geantwortet: „Wieso möchtest du das wissen?“ oder „Das geht dich nichts an.“ oder „Ich möchte jetzt nicht über Arbeit reden.“

Bei den Arbeitslosen ware es aber noch krasser. Ganz viele berichteten mir: "Ich traue mich gar nicht mehr auf Familienfeiern oder zu Festen, weil dann sofort das Thema Arbeit aufkommt und sich alle darüber definieren und da ich nicht arbeite, wird mir ganz schnell das Gefühl vermittelt, ich sei nichts wert.
Das ist mir auch schon aufgefallen, dass bei Festen oder Familienfeiern mal gerne über die Arbeit gesprochen wird. Man muss sich ja an solchen Gesprächen nicht beteiligen oder kann das Gespräch auf etwas anderes lenken.
Manchmal habe ich den Eindruck, dass viel über die Arbeit geredet wird, weil manche kein anderes Gesprächsthema haben, z.B. weil sie sonst nix anderes machen außer arbeiten.

Empfindet ihr es auch so, dass Menschen nur über ihre Arbeit definiert werden?
Könnte ich jetzt weder mit ja oder nein beantworten.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Früher waren die Menschen auch ausgebrannt - Beschreibungen von Depressionen und Angststörungen lassen sich schon in der Antike finden.
In den 20ern war Alkoholismus eine normale Volkskrankheit - heute gibt es nur mehr psychische Erkrankungen, weil es einen Namen dafür gibt und durch die spezifischen, anerkannten Symptome mehr diagnostiziert wird.

Frag mal Leute heute in anderen Ländern - dir arbeiten 12-16 Stunden pro Tag, haben keinen Urlaub, werden durch Chemikalien und Co zusätzlich schwer krank und haben trotzdem nicht genug zum Leben - die sind sicherlich auch ausgebrannt.
Aber die können sich nicht krank schreiben oder einfach weniger arbeiten, da gehts um die bloße Existenz.

Insofern jammern wir Deutschen einfach gern - unsere heutige Zeit ist super und trotzdem findet sich immer ein Haar in der Suppe.


Da weichst Du ja echt jetzt vom Thema ab. Es geht einfach darum, das man hier in Deutschland über die Arbeit definiert wird usw. Das es woanders so krass läuft ist traurig, aber wir haben das nicht in der Hand.
Du würdest wahrscheinlich hier alles hinnehmen von unbezahten Überstunden bis hin zu weniger Geld, Hauptsache einen Job und man steht in der Gesellschaft gut da. Da will ich Dich mal sehen, ob Du Dich nicht irgendwann doch beklagst.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Da weichst Du ja echt jetzt vom Thema ab. Es geht einfach darum, das man hier in Deutschland über die Arbeit definiert wird usw. Das es woanders so krass läuft ist traurig, aber wir haben das nicht in der Hand.
Du würdest wahrscheinlich hier alles hinnehmen von unbezahten Überstunden bis hin zu weniger Geld, Hauptsache einen Job und man steht in der Gesellschaft gut da. Da will ich Dich mal sehen, ob Du Dich nicht irgendwann doch beklagst.

Klar hat das mit dem Thema zu tun, immerhin werden die aktuellen Zustände beklagt und es wird nicht gesehen, dass es einem trotz Arbeit gut geht.

Ich habe schon alles durch - jahrelange Arbeitsunfähigkeit, Putzjobs, ehrenamtliches Arbeit (gut, für 45 Euro im Monat würde ich heute auch nicht mehr arbeiten gehen...), alles mögliche an Nebenjobs und ich arbeite im sozialen Bereich, in dem Überstunden und miese Bezahlung normal sind.
Ja, ich beklage mich nicht - ich bin froh, dass ich arbeiten gehen kann, ich kann stolz auf meine Arbeit sein, ich komme mit meinem "kleinen" Gehalt wunderbar zu Recht und freue mich trotzdem über meine Freizeit - dafür habe ich ja auch meine Ausbildung gemacht!

Und mir tut jeder leid, der nicht arbeiten gehen kann, weil es viel zum Selbstwertgefühl beiträgt und die Kohle ständig knapp ist.
Verurteilen kann ich niemanden dafür, ich weiß ja selbst wie das ist.

Mich nerven aber Menschen, die schmarotzen und sich dann noch beklagen - die haben dann auch dumme Kommentare verdient!
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Aber die können sich nicht krank schreiben oder einfach weniger arbeiten, da gehts um die bloße Existenz.

Und du meinst weil es anderen noch schlechter geht oder ähnlich geht, macht es das besser? Ist ja nett, dass du uns hier aufbauen willst, aber die Argumentationsweise finde ich nicht treffend.

Fakt ist doch, durch diesen Arbeitsplatzverlust und die schlechte gesellschaftliche Stellung wird so eine Angst erzeugt.
Frei nach: Bloß nicht arbeitslos werden, sonst bekommst du auch den Stempel faul auf den Kopf. Kollektive Panik, die das System in Gang hält.

Mir ging es hier um die soziale Isolation. Das mann nicht ins Kino gehen kann, dass hatte ich vorausgesetzt.

Wobei ich auch gemerkt habe, es kommt echt aufs Umfeld an. Ich hatte schon mal geschrieben, meine Bekannten haben einen Garten und in der Straße leben ganz viele Selbstversorger. Um nicht zu sagen: Ich bin in der Straße die Einzige, die arbeitet.
Da gibts Leute, die sind EU Rentner, könnten aber wirklich noch arbeiten und verreisen regelmäßig und arbeiten körperlich im Garten mehr als am Schreibtisch oder sie sind arbeitslos, bemühen sich aber auch nicht um dauerhafte Arbeit, machen hier und da mal einen 1 Eurojob oder ne Maßnahme und sind dann wieder arbeitslos. Und wisst ihr, da sagt niemand etwas, weil die Leute dort ihre Prioritäten so setzen und alle dort zum Thema Arbeit die gleiche Einstellung haben. Die bauen viel an, versorgen sich und leben von der Hand in den Mund. Ich bin da mit meinen 20 Stunden Arbeit echt ein Exot. Die meisten sind EU Rentner, Rentner oder Arbeitslose. Und man kann nicht mal sagen, die sind alle dumm oder zurück geblieben. Die setzen eben ihre Prioritäten anders. Da hat wenns hochkommt einer für 4 gearbeitet und das wird dann umverteil oder man arbeitet gar nicht.

Wenn du dagegen 5 Nachbarn nimmst von denen jeder 40 Stunden arbeitet, werden die ne andere Einstellung zu einer Person haben, der sich hinstellt und behauptet sie wäre EU Rentner und dann den ganzen Garten umgräbt und alle 2 Wochen nach Italien fährt als 5 Nachbarn, die sich von Maßnahme zu Maßnahme hangeln oder EU Rentner sind.
Das ist dort wie eine stillschweigende Vereinbarung.

Was ich damit sagen will: Es kommt auf das System an, mit dem man sich umgibt. Und sein wir doch mal ganz ehrlich: Die 5 Leute, die Vollzeit arbeiten sind vermutlich stinksauer, weil sie nicht zu Hause bleiben können. Durch Missgunst bleibt das System am halten.
Dagegen haben die 5 EU Rentner, Arbeitslosen und Rentner ja gar keinen Grund auf Missgunst und Neid, geht es ihnen doch gleich.
Immerhin haben sie gleich wenig.

Deshalb wird auch niemand ein bedingungsloses Grundeinkommen wollen, da man dann keine kapitalistischen Bedingungen sondern Sozialismus ähnliche Voraussetzungen hätte.
Das wird in unserer Gesellschaft aber niemand wollen, denn wenn es allen gleich gut ginge könnte man ja nicht mehr Neid und Missgunst streuen.




Ich selbst sehe Arbeit als wichtig an, bin aber recht tolerant was andere angeht. Wenn jemand auf Hartz 4 Niveau leben will, dann ist das sein Bier. Jeder soll sein Dasein so gestalten wie er glücklich ist. Ich kann mich mit 20 bzw. 32 Stunden identifizieren, aber wenn jemand meint, er baut sich ne Selbstversorgergemeinschaft auf, soll er das machen.

Sein wir doch mal ganz ehrlich: Diese Zuschreibung dass jemand faul ist, wird durch Neid und Missgunst gesteuert.

Was geht bei euch im Kopf ab, wenn sich jemand vor euch steht und sagt, ich bin zu faul zum arbeiten? Der erste Gedanke: Verdammt, der darf zu Hause sitzen auf die Kosten anderer und ICH NICHT. Missgunst und Neid ist der Nährboden dafür.

Stellt euch mal vor, die Regierung würde uns allen 2000 Euro pro Monat überweisen und wer Bock hat, arbeitet noch etwas dazu und es gäbe keine Auflagen, wie es Auflagen für Hartz 4 gibt, um nicht sanktioniert zu werden. Würdet ihr diejenigen, die morgens liegen bleiben auch noch als faul beurteilen?
😉
 
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AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Ich muss niemanden aufbauen, manch einer hier verweilt gerne in seinem Loch 😛

Mit dem Umfeld hast du Recht, ich komme aus einem billdungsfernen Klientel - da wurdest du dumm angeschaut, wenn du arbeiten gehst.
Da herrschte großes Unverständnis, wenn man sein Kind in die Kita oder den Hort gab, um arbeiten gehen zu können - dann galt man als Rabeneltern, völlig verantwortungslos & ist auch noch zu faul, sein Kind selbst groß zu ziehen.
Das eigene Kind ist doch viel besser vor dem Fernseher mit einer zarten Wolke aus Zigarettenrauch aufgehoben 😉

Neidisch, genervt oder verständnislos ist immer irgend wer.
Sitzt man als Mutter/Vater zu Hause, ist man zu faul zum arbeiten, bringt man das Kind in die Kita (wenn man einen Platz hat!!), hat man keine Lust auf das Kind.
Als Rentner liegt man eh immer auf der faulen Haut, in Teilzeitarbeit ist man arm und faul, mit Vollzeitarbeit ist man blöd, weil man so viel schuftet, bla bla 😉

Am Ende muss man doch nur selbst glücklich sein.

Jobverluste gab es immer und wird es immer geben - irgendwo muss man sich eben anpassen.
Und falls das nicht klappt, ist man abgesichert - man kann Urlaub nehmen, krank trotzdem Geld bekommen, hat Kündigungsfristen/Schutz, Umschulungen/Rehas bekommen und im allgemeinen haben wir Rechte, zB zum Thema Arbeitsschutz.
Einfach ist es selten, aber das bringt das Leben nunmal mit sich.

Früher hat man 60 Stunden die Woche gearbeitet und kam mit dem Gehalt trotzdem kaum hin - trotz sicherem Job waren trotzdem Existenzängste am Start - da gibt es nicht wirklich einen Unterschied zu heute.

Letztendlich hilft Jammern eh nichts, irgendwie muss man durch.



Zusatz: das mit dem Grundgehalt würde mich auch interessieren, ich hoffe, wir erleben es noch 😀 😀
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Richtig - es ist noch gar nicht so lange her, dass Menschen von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang gearbeitet haben, teilweise 12-14 Stunden PRO TAG und das auch Samstags.
Und da gabs keinen Urlaub, geregelte Arbeitszeiten oder Arbeitsschutz - da hatten die Leute auch keine Zeit für Reisen, Familie und co.
Auch heute kenne ich viele Familien, wo der Vater abwesend ist, damit das Haus und anderer Luxus bezahlt werden kann.

Ich denke, wir neigen da auch sehr zum Jammern - ich bin sehr froh, nicht vor 30 Jahren ein Arbeitnehmer gewesen zu sein
Ähm, ja, das müssen heute noch viele täglich arbeiten. Man nennt das "Ausbeutung", denn im Grunde wäre die 20-Stunden-Woche dank der Produktivitätszuwächse als Norm ja längst machbar. Und all diese Fortschritte sind auch nicht vom Himmel gefallen, sondern mussten mühsam erkämpft werden - und damals hat es natürlich auch schon Leuchten gegeben, die ähnlich argumentiert haben ("Früher war alles noch schlechter, was wollt ihr also?"). Abgesehen davon mussten meine Großeltern und Eltern nicht viel länger arbeiten als ich, konnten sich aber locker einen Reichtum erarbeiten, der heute eher ererbt wird. Ganz ohne Studium, ganz ohne 2.000 Praktika, ganz ohne befristete Verträge. Komischerweise auch ohne Burnout und ständigen Druck. Der Vergleich mit der heutigen Arbeitswelt geht also leider vollkommen in die Hose.

Mich nerven aber Menschen, die schmarotzen und sich dann noch beklagen - die haben dann auch dumme Kommentare verdient!
Und wer macht das hier oder inwiefern hat das nun mit der Thematik zu tun?

Mit dem Umfeld hast du Recht, ich komme aus einem billdungsfernen Klientel - da wurdest du dumm angeschaut, wenn du arbeiten gehst.
Bildung und Arbeit hängen gerade heute nicht mehr automatisch zusammen, denn sonst würde es ja keine arbeitslosen oder prekär beschäftigte AkademikerInnen geben. Und umgekehrt keine Vollpfosten, die dank fetten Erbschaften im Luxus schwelgen und auf Privatschulen ihre Abschlüsse machen. Mein Großeltern etwa waren auch nicht gebildet im Sinne von großen formalen Abschlüssen, aber hatten etwas, was man Anstand und Vernunft und "gesunden Menschenverstand" nennen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Die 5 Leute, die Vollzeit arbeiten sind vermutlich stinksauer, weil sie nicht zu Hause bleiben können. Durch Missgunst bleibt das System am halten.
Dagegen haben die 5 EU Rentner, Arbeitslosen und Rentner ja gar keinen Grund auf Missgunst und Neid, geht es ihnen doch gleich.
Immerhin haben sie gleich wenig.
Die 5 Leute in Vollzeit müssen ja jede Woche ganztags ins Büro oder in die Werkshalle und Leistung bringen etc. Das macht sie stinksauer.
Die 5 Selbstversorger und Kleinkrämer gestalten sich ihr Leben größtenteils so, wie es für sie passt. Das macht viel ausgeglichener und zufriedener.
Die meisten sind EU Rentner, Rentner oder Arbeitslose. Und man kann nicht mal sagen, die sind alle dumm oder zurück geblieben.
Bestimmt nicht.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Klar hat das mit dem Thema zu tun, immerhin werden die aktuellen Zustände beklagt und es wird nicht gesehen, dass es einem trotz Arbeit gut geht.

Ich habe schon alles durch - jahrelange Arbeitsunfähigkeit, Putzjobs, ehrenamtliches Arbeit (gut, für 45 Euro im Monat würde ich heute auch nicht mehr arbeiten gehen...), alles mögliche an Nebenjobs und ich arbeite im sozialen Bereich, in dem Überstunden und miese Bezahlung normal sind.
Ja, ich beklage mich nicht - ich bin froh, dass ich arbeiten gehen kann, ich kann stolz auf meine Arbeit sein, ich komme mit meinem "kleinen" Gehalt wunderbar zu Recht und freue mich trotzdem über meine Freizeit - dafür habe ich ja auch meine Ausbildung gemacht!

Und mir tut jeder leid, der nicht arbeiten gehen kann, weil es viel zum Selbstwertgefühl beiträgt und die Kohle ständig knapp ist.
Verurteilen kann ich niemanden dafür, ich weiß ja selbst wie das ist.




Mich nerven aber Menschen, die schmarotzen und sich dann noch beklagen - die haben dann auch dumme Kommentare verdient!

Es geht hier einfach darum, das man in der Gesellschaft nicht respektiert wird, wenn man weniger arbeitet oder arbeitslos ist und man nur etwas wert zu sein scheint, wenn man arbeitet, am besten Vollzeit. Die Rede war nicht von unbezahlten Überstunden, sondern allgemein einfach.
Wenn Du Dich doch nicht beklagst warum erwähnst Du es dann überhaupt?
Und nebenbei gesagt. Als ich arbeiten war hatte ich genauso wenig Selbstwertgefühl und kaum Geld. Traurig aber wahr.
 

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