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Großstadtlegende
Gast
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest
Naja, einerseits schreibst du, dass diese Menschen gesellschaftlich und familiär ausgeschlossen werden.
Und weiter unten schreibst du dann, dass du dich freiwillig von deiner Familie isoliert hast. Du schließt dich praktisch selbst aus.
Mein Onkel ist selbst sein ganzes Leben arbeitslos und trinkt ununterbrochen. Ich finde es schon schlimm, ja. Man sollte darauf achten, erst gar nicht da reinzukommen bzw. da lange zu bleiben.
Schicksalsschläge, Tod, Krankheiten hat jeder mal in irgendeiner Form erlebt. Das ist nicht unbedingt ein Grund, um arbeitslos zu sein. Meine Eltern wurden damals als Kinder auch psychisch und physisch misshandelt. Sie haben schreckliche Dinge erlebt, und arbeiten trotzdem ganz normal.
Ich kenne das halt selbst vom Studium her. Als ich zum ersten Mal eine Hausarbeit schreiben musste, habe ich mir voll schwer getan und Hilfe von anderen erwartet. Keiner wollte mir seine Hausarbeit zeigen, was ich erstmal sehr unfair fand und das geht ja gar nicht etc. Als ich dann meine eigene Hausarbeit mit viel Leidenschaft und Zeit verfasst habe, kamen Menschen zu mir, die die komplette Arbeit haben wollten, um sie anzuschauen. Da habe ich mich auch quergestellt und wollte das nicht. Es kommt halt immer auf die Perspektive an.
So ist das im Arbeitsleben auch. Stehst du ganz unten, willst du das alle dir helfen und deine Lage verstehen. Bist du aber oben, willst du dass, die da unten ihren Weg selbst gehen.
Ja, nur bitte aufpassen, dass du am Ende nicht komplett alleine dastehst. Man muss nicht gleich jedem den Kontakt abbrechen; damit wird keinem geholfen. Wenn man keine Arbeit hat, dann sollte man auch den Mumm haben, dazu zu stehen. Einfach weglaufen und hoffen, dass keiner fragt, naja... damit macht man sich doch nur selbst was vor.
Naja, einerseits schreibst du, dass diese Menschen gesellschaftlich und familiär ausgeschlossen werden.
Und weiter unten schreibst du dann, dass du dich freiwillig von deiner Familie isoliert hast. Du schließt dich praktisch selbst aus.
Ich hab bei Klienten ganz oft gesehen, dass die Arbeitslosigkeit Folgeerscheinungen hat und das macht mich unglaublich wütend und traurig. Viele fangen dann an zu trinken, wollen die Gefühle betäuben oder nehmen Drogen.
Mein Onkel ist selbst sein ganzes Leben arbeitslos und trinkt ununterbrochen. Ich finde es schon schlimm, ja. Man sollte darauf achten, erst gar nicht da reinzukommen bzw. da lange zu bleiben.
Andere werden depressiv und fallen in ein tiefes Loch. Der Leidensdruck wird umso schlimmer je länger die Arbeitslosigkeit anhält.
Ich will nicht behaupten, es gäbe gar keine faulen Arbeitslosen. Aber ganz oft wird das alles stigmatisiert. Frei nach "Alle arbeitslosen sind faul"und da geht mir die Hutschnur hoch.Ich hab Klienten erlebt, die psychisch so kaputt waren, dass die niemals hätten arbeiten können, die Schicksalsschläge erlebt haben, Menschen verloren haben, Krankheit erlebt haben. Wie willst du überhaupt arbeiten, wenn du ein schwer krankes Kind betreust oder einen Angehörigen?
Ich finde, du siehst das alles ein bisschen zu einseitig. Versetz dich mal bitte in die Lage von jemandem, der den ganzen Tag schuften muss, um über die Runden zu kommen. Dem viele Überstunden nicht bezahlt werden, der seine Familie kaum sieht, der viel Druck und Stress ertragen muss. Der sich längere Krankheiten nicht leisten kann. Der vielleicht noch viele Schicksalsschläge erlitten hat.
Der wird sicher nicht gut auf Arbeitslosigkeit zu sprechen sein, oder?
Der wird sicher nicht gut auf Arbeitslosigkeit zu sprechen sein, oder?
Schicksalsschläge, Tod, Krankheiten hat jeder mal in irgendeiner Form erlebt. Das ist nicht unbedingt ein Grund, um arbeitslos zu sein. Meine Eltern wurden damals als Kinder auch psychisch und physisch misshandelt. Sie haben schreckliche Dinge erlebt, und arbeiten trotzdem ganz normal.
Ich kenne das halt selbst vom Studium her. Als ich zum ersten Mal eine Hausarbeit schreiben musste, habe ich mir voll schwer getan und Hilfe von anderen erwartet. Keiner wollte mir seine Hausarbeit zeigen, was ich erstmal sehr unfair fand und das geht ja gar nicht etc. Als ich dann meine eigene Hausarbeit mit viel Leidenschaft und Zeit verfasst habe, kamen Menschen zu mir, die die komplette Arbeit haben wollten, um sie anzuschauen. Da habe ich mich auch quergestellt und wollte das nicht. Es kommt halt immer auf die Perspektive an.
So ist das im Arbeitsleben auch. Stehst du ganz unten, willst du das alle dir helfen und deine Lage verstehen. Bist du aber oben, willst du dass, die da unten ihren Weg selbst gehen.
Ich bin wie viele von euch der Meinung, dass man den Kontakt zu solchen Menschen abbrechen sollte, die sofort stigmatisieren, ohne mal zu hinterfragen.
Ich bin da auch sehr eiskalt geworden und hab durch solche Stigma mit nur 20 Stunden arbeiten auch schon zu 3 Leuten in der Familie den Kontakt abgebrochen.
Ja, nur bitte aufpassen, dass du am Ende nicht komplett alleine dastehst. Man muss nicht gleich jedem den Kontakt abbrechen; damit wird keinem geholfen. Wenn man keine Arbeit hat, dann sollte man auch den Mumm haben, dazu zu stehen. Einfach weglaufen und hoffen, dass keiner fragt, naja... damit macht man sich doch nur selbst was vor.
Auf jeden Fall bringen solche Phasen eins. Wie sagt der Spruch so schön: "Wahre Freunde erkennst du in der Not."
Joa...nur diese wahren Freunde werden deine jahrelange Arbeitslosigkeit auch nicht für immer mitziehen. Wenn die selbst arbeiten, dann werden sie dich einfach irgendwann ausschließen. Jemand, der nicht arbeitet kann gar nicht wirklich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
"Manchmal ist es besser wenn man die Menschen im Leben aussortiert, die einem nicht gut tun. Dann hat man mehr Platz in seinem Leben für tolle Menschen."
...die man erstmal finden muss.