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Der Ausschluss von Arbeitslosen - Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

  • Starter*in Starter*in Runalin
  • Datum Start Datum Start
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Naja, einerseits schreibst du, dass diese Menschen gesellschaftlich und familiär ausgeschlossen werden.
Und weiter unten schreibst du dann, dass du dich freiwillig von deiner Familie isoliert hast. Du schließt dich praktisch selbst aus.

Ich hab bei Klienten ganz oft gesehen, dass die Arbeitslosigkeit Folgeerscheinungen hat und das macht mich unglaublich wütend und traurig. Viele fangen dann an zu trinken, wollen die Gefühle betäuben oder nehmen Drogen.

Mein Onkel ist selbst sein ganzes Leben arbeitslos und trinkt ununterbrochen. Ich finde es schon schlimm, ja. Man sollte darauf achten, erst gar nicht da reinzukommen bzw. da lange zu bleiben.

Andere werden depressiv und fallen in ein tiefes Loch. Der Leidensdruck wird umso schlimmer je länger die Arbeitslosigkeit anhält.
Ich will nicht behaupten, es gäbe gar keine faulen Arbeitslosen. Aber ganz oft wird das alles stigmatisiert. Frei nach "Alle arbeitslosen sind faul"und da geht mir die Hutschnur hoch.

Ich hab Klienten erlebt, die psychisch so kaputt waren, dass die niemals hätten arbeiten können, die Schicksalsschläge erlebt haben, Menschen verloren haben, Krankheit erlebt haben. Wie willst du überhaupt arbeiten, wenn du ein schwer krankes Kind betreust oder einen Angehörigen?

Ich finde, du siehst das alles ein bisschen zu einseitig. Versetz dich mal bitte in die Lage von jemandem, der den ganzen Tag schuften muss, um über die Runden zu kommen. Dem viele Überstunden nicht bezahlt werden, der seine Familie kaum sieht, der viel Druck und Stress ertragen muss. Der sich längere Krankheiten nicht leisten kann. Der vielleicht noch viele Schicksalsschläge erlitten hat.
Der wird sicher nicht gut auf Arbeitslosigkeit zu sprechen sein, oder?

Schicksalsschläge, Tod, Krankheiten hat jeder mal in irgendeiner Form erlebt. Das ist nicht unbedingt ein Grund, um arbeitslos zu sein. Meine Eltern wurden damals als Kinder auch psychisch und physisch misshandelt. Sie haben schreckliche Dinge erlebt, und arbeiten trotzdem ganz normal.

Ich kenne das halt selbst vom Studium her. Als ich zum ersten Mal eine Hausarbeit schreiben musste, habe ich mir voll schwer getan und Hilfe von anderen erwartet. Keiner wollte mir seine Hausarbeit zeigen, was ich erstmal sehr unfair fand und das geht ja gar nicht etc. Als ich dann meine eigene Hausarbeit mit viel Leidenschaft und Zeit verfasst habe, kamen Menschen zu mir, die die komplette Arbeit haben wollten, um sie anzuschauen. Da habe ich mich auch quergestellt und wollte das nicht. Es kommt halt immer auf die Perspektive an.
So ist das im Arbeitsleben auch. Stehst du ganz unten, willst du das alle dir helfen und deine Lage verstehen. Bist du aber oben, willst du dass, die da unten ihren Weg selbst gehen.

Ich bin wie viele von euch der Meinung, dass man den Kontakt zu solchen Menschen abbrechen sollte, die sofort stigmatisieren, ohne mal zu hinterfragen.
Ich bin da auch sehr eiskalt geworden und hab durch solche Stigma mit nur 20 Stunden arbeiten auch schon zu 3 Leuten in der Familie den Kontakt abgebrochen.

Ja, nur bitte aufpassen, dass du am Ende nicht komplett alleine dastehst. Man muss nicht gleich jedem den Kontakt abbrechen; damit wird keinem geholfen. Wenn man keine Arbeit hat, dann sollte man auch den Mumm haben, dazu zu stehen. Einfach weglaufen und hoffen, dass keiner fragt, naja... damit macht man sich doch nur selbst was vor.


Auf jeden Fall bringen solche Phasen eins. Wie sagt der Spruch so schön: "Wahre Freunde erkennst du in der Not."
Joa...nur diese wahren Freunde werden deine jahrelange Arbeitslosigkeit auch nicht für immer mitziehen. Wenn die selbst arbeiten, dann werden sie dich einfach irgendwann ausschließen. Jemand, der nicht arbeitet kann gar nicht wirklich am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.
"Manchmal ist es besser wenn man die Menschen im Leben aussortiert, die einem nicht gut tun. Dann hat man mehr Platz in seinem Leben für tolle Menschen."
...die man erstmal finden muss.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

@Großstadtlegende: Ich frage mich jedes Mal was dein Ziel hier auf dieser Seite ist. Möchtest du ein bisschen das Forum aufmischen?

Naja, einerseits schreibst du, dass diese Menschen gesellschaftlich und familiär ausgeschlossen werden.
Und weiter unten schreibst du dann, dass du dich freiwillig von deiner Familie isoliert hast. Du schließt dich praktisch selbst aus.

Und warum sollte das beides nicht gehen? Man kann sich auch als Folge dessen isolieren, um sich selbst zu schützen.
Versetz dich mal bitte in die Lage von jemandem, der den ganzen Tag schuften muss, um über die Runden zu kommen.

Und deshalb ist es moralisch vertretbar jemanden zu exkludieren, weil man selbst nicht auch zu Hause sitzt? Merkst du was?


chicksalsschläge, Tod, Krankheiten hat jeder mal in irgendeiner Form erlebt. Das ist nicht unbedingt ein Grund, um arbeitslos zu sein. Meine Eltern wurden damals als Kinder auch psychisch und physisch misshandelt. Sie haben schreckliche Dinge erlebt, und arbeiten trotzdem ganz normal.


Ich gebe dir einen Rat. Da du aufgrund fehlender Empathie sehr häufig offenbar nicht in der Lage bist dich in andere Menschen hinein zu versetzen, ist es zu empfehlen, dass du dir überlegst, was du hier überhaupt für ein Anliegen hast. Hilferuf ist ein Forum, in dem man sich austauscht und hilfreiche Tipps gibt. Das scheint bei dir nicht mehr der Fall zu sein.

In vielen Fällen sind die Dinge so schrecklich, dass man derart psychisch beeinträchtig ist, dass man nicht mehr arbeiten kann. Ich kenne deine Eltern nicht, aber offenbar scheint es bei ihnen nicht der Fall zu sein. Deshalb jemanden als faul abzustempeln ist sehr anmaßend und frech.

Ich kenne das halt selbst vom Studium her.


Du hast doch noch nie gearbeitet. Wie willst du dann hier mitdiskutieren?

Ja, nur bitte aufpassen, dass du am Ende nicht komplett alleine dastehst

Ich hab ne große Familie und nur weil 3 Menschen aussortiert werden, geht die Welt nicht unter 😉


Einfach weglaufen und hoffen, dass keiner fragt, naja... damit macht man sich doch nur selbst was vor.

Und sich beleidigen lassen oder immer contra geben ist psychisch gesünder?

Ich mache dir einen Vorschlag. Beende erstmal dein Studium und bewirb dich um Arbeit und dann reden wir hier nochmal.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Es kommt halt immer auf die Perspektive an.
So ist das im Arbeitsleben auch. Stehst du ganz unten, willst du das alle dir helfen und deine Lage verstehen. Bist du aber oben, willst du dass, die da unten ihren Weg selbst gehen.
Ich weiß nicht, wie ich es sagen soll. Nicht dass ich wieder sagen möchte, dass ich es traurig finde. Sagen wir, ich finde es schade. Wenn ich eine Situation schon mal durchgemacht habe, sollte ich doch die Perspektive kennen und von daher ein bisschen Verständnis zeigen können.

Ich finde, du siehst das alles ein bisschen zu einseitig. Versetz dich mal bitte in die Lage von jemandem, der den ganzen Tag schuften muss, um über die Runden zu kommen. Dem viele Überstunden nicht bezahlt werden, der seine Familie kaum sieht, der viel Druck und Stress ertragen muss. Der sich längere Krankheiten nicht leisten kann. Der vielleicht noch viele Schicksalsschläge erlitten hat.
Der wird sicher nicht gut auf Arbeitslosigkeit zu sprechen sein, oder?
Dem empfehle ich einen Jobwechsel. Für schlechte Arbeitsbedingungen und Schicksalsschläge kann doch kein Außenstehender was. Oder womöglich gar, ob jemand als Kind psychisch und physisch misshandelt worden ist...

Der Arbeitslose muss doch selber seinen Schicksalsschlag der Arbeitslosigkeit verkraften. Hoffentlich nur temporär.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

@Großstadtlegende: Ich frage mich jedes Mal was dein Ziel hier auf dieser Seite ist. Möchtest du ein bisschen das Forum aufmischen?

Ja, ich bin manchmal zu laut, zu direkt und too much.
Das ist meine Persönlichkeit.
Deal with it.



Du hast doch noch nie gearbeitet. Wie willst du dann hier mitdiskutieren?

Ich mache dir einen Vorschlag. Beende erstmal dein Studium und bewirb dich um Arbeit und dann reden wir hier nochmal.

Woher willst du das wissen?
Ich habe eine Ausbildung gemacht und danach 2 Jahre lang in diesem Beruf gearbeitet und erst dann mit dem Studium angefangen.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Dem empfehle ich einen Jobwechsel. Für schlechte Arbeitsbedingungen und Schicksalsschläge kann doch kein Außenstehender was. Oder womöglich gar, ob jemand als Kind psychisch und physisch misshandelt worden ist...

Der Arbeitslose muss doch selber seinen Schicksalsschlag der Arbeitslosigkeit verkraften. Hoffentlich nur temporär.

Ach, einen Jobwechsel, also?

Wie war das nochmal in deinem anderen Thread, wo du meintest, dass man sich nicht immer seinen Job aussuchen kann und oft das nehmen muss, was einem angeboten wird...? 😀
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Ach, einen Jobwechsel, also?

Wie war das nochmal in deinem anderen Thread, wo du meintest, dass man sich nicht immer seinen Job aussuchen kann und oft das nehmen muss, was einem angeboten wird...? 😀
Ist ja auch so.

Aber

- den ganzen Tag schuften müssen, um über die Runden zu kommen
- viele Überstunden nicht bezahlt zu bekommen
- seine Familie kaum sehen können
- viel Druck und Stress ertragen müssen

hört sich für mich nach einem schlechten Arbeitgeber, bzw. einem schlechten Job an und das würde ich nicht lange mitmachen.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Ist ja auch so.

Aber

- den ganzen Tag schuften müssen, um über die Runden zu kommen
- viele Überstunden nicht bezahlt zu bekommen
- seine Familie kaum sehen können
- viel Druck und Stress ertragen müssen

hört sich für mich nach einem schlechten Arbeitgeber, bzw. einem schlechten Job an und das würde ich nicht lange mitmachen.

Wow, das kann der Arbeitnehmer aber leider nicht so einfach sagen, denn keine Arbeit = kein Geld.
Es ist leider au nicht für alle so leicht, einfach seinen Arbeitgeber zu wechseln. Sorry, so einfach läuft das Leben nicht.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Ja leider, ist da nun mal so das sich die Menschen in dieser Gesellschaft nur noch über ihre Arbeit definieren brauchst doch nur mal hier ins Forum schauen da liest du dann so Sätze wie" Ein Rentner braucht nicht den ganzen tag faul auf der Liege zu liegen der kann ruhig noch was arbeiten" und dergleichen.🙄

Da frage ich mich auch jedesmal wie arm muss ein Mensch oder die Gesellschaft sein, wenn sie nichts weiter hat als die Arbeit über die sie sich definiert.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Wow, das kann der Arbeitnehmer aber leider nicht so einfach sagen, denn keine Arbeit = kein Geld.
Es ist leider au nicht für alle so leicht, einfach seinen Arbeitgeber zu wechseln. Sorry, so einfach läuft das Leben nicht.

Darum geht es doch gar nicht, es geht um die ja fast schon krankhafte Fixierung auf die Arbeit. Es dreht sich doch alles nur noch um die Arbeit, es gibt nichts anderes mehr als die Arbeit, dass ist, so wichtig Arbeit auch ist, dennoch eine ungute Entwicklung.
 
AW: Der Ausschluss von Arbeitslosen- Du bist nur etwas wert, wenn du arbeitest

Empfindet ihr es auch so, dass Menschen nur über ihre Arbeit definiert werden?
Ich kann nur für mich sprechen. Ich finde die Denkweise ganz schrecklich. Ich finde den Sinn für Arbeit sehr nützlich, weil man sonst echt stumpfsinnig wird und zu viel überlegt, aber dieses gegenseitige Übertrumpfen nervt und gerade dijenigen, die arbeitslos waren in meiner Beratung wurden extrem stigmatisiert. Und ganz schnell ist die Gesellschaft auch dabei zu sagen: Na, der ist faul.

Da gehe ich an die Decke, weil es wirklich schlimme Schicksale gibt und die waren gewiss nicht faul, sondern hatten einfach Pech. Von der Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen fange ich nicht noch an.

Ja, das kann ich so bestätigen. Ich kenne beide Seiten sehr gut. Ich war ja auch schon genug arbeitslos, längere Zeit krankgeschrieben. Das waren grausigen Zeiten, weil immer das scheiß Geld knapp war und ich musste meine Rreserven aufbrauchen. Blöde Kommentare...naja die bekommt man immer, egal was man tut. Auch das ich "nur" Teilzeit arbeite. Viele sind da neidisch.

Nun arbeite ich wieder seit einiger Zeit und vermisse die andere Zeit überhaupt nicht. Auch wenn es oft stressig ist und anstrengend ist. Ich kann meinen Lebensunterhalt bestreiten und ich kann mir was leisten und göhnen und die meisten Geldsorgen sind weg. Ich muss auch sagen, das arbeiten gehen tut mir auch gut. Und alles ist besser als sich vom Amt schikanieren zu lassen.
 

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