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Depressionen!?

M

Marnon

Gast
Also ich frag mich manchmal, warum es manchen Leuten so beschissen geht, warum man Depressionen hat und weshalb sich das Leben manchmal so schwer anfühlt? Man zerfließt manchmal förmlich in selbstmitleid, man zerbricht an seiner traurigen Einsamkeit, an seiner sinnlosen Bedeutungslosigkeit oder fühlt sich aus irgendeinem blöden Grund einsam und verloren, hilflos, ohnmächtig...
Warum?
Man versucht es herauszubekommen, man versucht Dinge zu finden, die etwas ändern, das Leben zu ändern, etwas anders zu machen und immer wieder findet man etwas, was hilft, was es eine Zeit lang besser macht, einem einen kleinen Lichtblick schenkt. Bis es doch irgendwann wieder einreist. Weil sich am Ende doch nichts verändert.
Das Einzige was man tun kann ist hilfe suchen. Man hört dem einen zu, man geht zum anderen Psychologen, probiert eine neue Therapie aus und dies und jenes. Aber das Leben bleibt das Selbe und man wird einfach nicht zu einem anderen Menschen. Oder vielleicht ist das auch nur so mein Eindruck?
Aber kann das nicht auch an der Bedeutungslosigkeit liegen? Weil man nicht wirklich etwas tut, was wirklich wichtig ist. Grundlegend? Existenziell? Kann es nicht sein, daß man sich vielleicht einfach nur zu sehr diesem Leben hingibt und wenn es ein Problem gibt, dann nur weil man an sich selbst denkt?
Ich habe keine Ahnung, woher diese Probleme kommen, aber liegt die Antwort vielleicht nicht innen, sondern außen? Um uns herum?
 
ich hab seit ein paar wochen auch depressionen und habe mir diese fragen auch schon gestellt.
jedesmal, wenn es mir gut geht, frage ich mich, wie ich mich in den anderen momenten so schlecht fühlen konnte. und in den schlechten momenten frage ich mich, wie ich mich wieder gut fühlen kann.
es ist schon fast unbegreiflich, welche "streiche" uns unser körper in diesen momenten spielt.
mir ist/war zb immer klar, dass dieser zustand nicht "real" ist, egal wie schlecht es mir ging. das hat mich zwar nicht vom leiden bewahrt, aber davor ernsthaft an irgendwelche dummheiten zu denken.

ich habe jetzt zurzeit die hoffnung, dass sich nun etwas bessert, weil sich etwas massiven (zum leider schlechteren) verändert hat. nichts desto trotz hat sich etwas geändert. und auch wenn ich dafür wohl einen sehr wichtigen menschen verloren habe, so habe ich auch den grund für meine depressionen verloren (wie ich hoffe).
mein psychologe pflegt zu sagen:
"manchmal muss man, um einen chronischen zustand zu heilen, einen akuten zustand daraus machen."
soll heißen, wenn sich im leben nichts ändert, wird sich auch mit der psyche nichts ändern können.
vielleicht kann man es auch "heilsamer schock" nennen.

ich persönlich glaube, dass jede depression einen ursprung und einen grund hat. bei mir hängt es zb mit einsamkeit zusammen.

außerdem könnte es sein, dass sich viele menschen falsche vorstellungen von therapien machen. der doktor oder die behandlung kann die depressionen nicht kurrieren. das kann nur jeder selbst. aber jene, die es alleine nicht schaffen oder deren depressionen zu schwer sind, können sich durch therapien unterstützen lassen. am ende hängt es jedoch an jedem selbst, den sprung zu schaffen und wieder gesund zu werden.
wer denkt, dass er jetzt eine therapie macht und diese ihn dann kurriert, irrt mmn, denn es hängt am ende von der eigenen kraft und ausdauer ab.
es ist ein kampf, den es zu kämpfen gilt - gegen die eigene psyche.

und wer sich jetzt sagt, der hat gut reden... denkt euch nichts, in ein paar stunden kann ich wohl auch selber den sinn dahinter für ein paar stunden nicht mehr sehen. 😛
 

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