Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Depressionen? Nervlich am "Ende"

Bienchen1

Neues Mitglied
Hallo erstmal, ich werde mal versuchen, ob es mir besser geht wenn ich mein Problem hier los werde, hoffe dass sich jemand die Zeit nimmt und meinen Text liest.
Vor ca. Einem Jahr bin ich Mama geworden, mit diesem Zeitpunkt kommt es mir vor, als würde ich immer tiefer fallen,* in ein Loch ohne Ausweg. Kurz zur Vorgeschichte, ich lernte vor ca. 2,5 Jahren einen Mann kennen, der sich wegen mir letzten Endes von seiner Frau und somit auch von seinen zwei Kindern (jetzt 12 und 8 Jahre alt) trennte. Die Zeit hat mich damals schon sehr mitgenommen, da ich nicht wusste wie es weiter geht. Jedoch entwickelte sich alles zum Guten, nach Anlaufschwierigkeiten verstand ich mich mehr und mehr mit den beiden Kindern, ich fühlte mich von meinem Partner mehr als nur geliebt, die Kinder sahen wir alle 2 Wochen, an den Wochenenden (in seiner Wohnung, wo er vorher mit seiner Frau lebte, dort haben die Kinder auch ihre alten Zimmer und Oma und Opa wohnen mit im Haus). Damals waren wir in der Zwischenzeit bei mir Zuhause. Dann wurde ich schwanger, nicht ganz geplant, aber wir waren mega glücklich, die Schwangerschaft war ein Horrortrip für mich, ja,man sagt ja immer Schwangerschaft ist keine Krankheit, allerdings erlebte ich die vollen 9 Monate als solches, Übelkeit, Kreislaufprobleme, Erbrechen, ständig Schmerzen und in den letzten 3 Monaten einen Nierenstau (unübertrieben: diese Schmerzen waren schlimmer als die gesamte Entbindung). Die Entbindung war ein sehr schönes Erlebnis für uns beide. Danach begann es, ich hatte leichte Wochenbettdepressionen und wusste nicht wohin mit mir, mein Partner fuhr alleine zu sich nachhause, an den Wochenenden mit seinen Kindern und ich blieb Zuhause mir meinem Baby. Die Zeit zerrte an meinen Nerven, mein Sohn schrie viel und ist auch immer noch recht anstrengend. Irgendwann lief es dann so, dass ich mit dem kleinen mit zu den Kindern gefahren bin und wir die Wochenenden zusammen verbrachten.
Meinem Partner war es zu wenig, die Zeit in der er seine Kinder hatte.
Wir entschieden uns vor drei Monaten für das Wechselmodell, eine Woche verbringen wir bei ihm, mit den Kindern und eine Woche bei mir, ohne sie, mit unserem Sohn.
Schon das, stellte ich fest, machten meine Nerven nur allzu schwer mit.
Nun platze es, ihre Mutter will es so nicht mehr, sie schafft es eine Woche nicht ohne ihre Kinder, ich verstehe das nur all zu gut, allerdings bin ich da auch die einzige.
Die Kinder wollen nicht zu ihrer Mutter, wollen nur Papa, am liebsten Ganz. Jedoch schaffe ich schon eine Woche nicht mit den Kindern.
Dazu kommt, dass ich mich von meinem Partner nicht mehr geliebt fühle, erwische mich immer wieder bei Eifersuchtsattacken, vorallem wenn es um seine Ex geht.
Dann sehe ich, dass er seine BEIDEN Kinder (also nicht unseren gemeinsamen Sohn) ständig schafft zu küssen, in den Arm zu nehmen, ihnen zuhört und und und... Und bei mir bekommt er gar nichts mehr hin, seitdem wir sie öfter sehen/haben.
Habe ihm das Natürlich schon gesagt, jedoch meint er meine Erwartungen sind zu hoch, denen kann er nicht mehr gerecht werden. Sehe ich anders, mal ein Kuss, ein liebes Wort und Umarmungen sind etwa zu viel verlangt in einer Beziehung?!?
Nun sollen wir die Kinder beide Wochenenden nehmen und dazwischen jeden Nachmittag in einer Woche, würde bedeuten wir sind 10 Nächte hier bei ihm und 4 in meiner Wohnung, die sich 10 km entfernt befindet. Dieses hin und her gependel ist für mich nicht schön und kann doch für unseren inzwischen einjährigen nicht toll sein.
Ich bekomme keine Ruhe hier, fühle mich nicht Zuhause und seine Kinder sind nun mal nicht meine (so sehr ich mir auch wünschen würde, ich könnte so fühlen) ich habe von meinem Partner nichts mehr wenn wir mit dem den Kindern sind, der kleine 8 jährige klebt einem nur am Hintern. Und die Große hat selber enorme Stimmungsschwankungen und lästert stets über ihre Mutter, was mich immer wieder sauer macht, will das nicht ständig hören, dass sie bei papa bleiben wollen. Allein schon weil ich sie nervlich nicht ertrage, zanken sich viel, der kleine ist einfach hyperaktiv und schaffen es nicht meinen Sohn auch mal in Ruhe zu lassen, Knutschen ihn ständig und fummeln an ihm rum, mir gefällt es nun mal nicht, weil es nicht meine beiden sind.
Soviel zu meiner Situation, es gibt für mich keinen Ausweg daraus, entweder ich gehen kaputt bei meinem Partner, weil ich es nicht schaffe mit drei Kindern, er geht ja übrigens auch vollzeit arbeiten, somit bin ich streckenweise mit drei Kindern alleine. Oder ich trenne mich, habe meinen Sohn für mich, brauche mich mir den anderen nicht rum ärgern, verliere aber meinen Partner den ich über alles liebe und es mir eigentlich nicht mehr ohne vorstellen könnte.
Ich weine die letzte Zeit viel, falle in Tiefs, wo ich nicht mehr rauskomme, meine Partner tröstet mich nicht mehr, sagt mir nur, dass er auch nicht weiß was er machen soll. Bin nervlich total am Ende, hatte Selbstmordgedanken... Heute morgen, deswegen wollte ich mir hier in erster Linie "Hilfe" suchen. Hat vielleicht jemand einen Rat oder noch Fragen oder eine Lösung.. Wobei ich natürlich weiß, dass es keine Lösung mehr gibt.
Mein Partner sagt, das sind Depressionen, traue mir aber nicht darüber mit jemandem zu reden, weiß nicht wie und wo.. Und selbst wenn es so ist, anders es auch nichts, dass ich keine Nerven habe für noch zwei Kinder.. Habe da großen Mist gemacht, mich auf einen Mann einzulassen mit zwei Kindern und einer Frau. schiebe es auf mein Alter, ich bin gerade mal 23 und stehe vor solchen Hürden, mein Partner ist 35... Der Text ist leider seehr lang geworden... Tut mir leid.
Achja, dazu gehe ich aber übernächsten Monat auch wieder arbeiten, ist auch die ganze Zeit in meinem Kopf, die nächste Sorge.
 
Hallo Bienchen1,

so wie sich mir das darstellt, sitzt Ihr "zwischen allen Stühlen". Die Mutter seiner Kinder will nicht verzichten, was verständlich ist. Die Wohnsituation gemeinsam mit den Eltern trägt auch nicht zur Entspannung bei. Doch hast Du m. E. auch teilweise falsche Erwartungen.

Es ist natürlich - natürlich - wenn Du von Deinem Mann Zuwendung erwartest. Das ist eine Sache, die mit relativ wenig Aufwand (auch für ihn) aus der Welt zu schaffen wäre. Sprich mit ihm darüber. Sage ihm, daß Du Dich (mehr) geliebt fühlen möchtest.

Seine Kinder sind Dir zu "aufgeweckt". Das muß nicht krankhaft sein. Durch die Scheidung/Trennung fehlt ihnen etwas die Orientierung. Die Regeln hier sind andere als dort (Beispiel). Da hilft oft schon Konsequenz und - so schwer es vlt. fällt - Absprachen mit ihrer Mutter. Es geschieht gar nicht so selten, daß der "Rosenkrieg" auf dem Rücken gemeinsamer Kinder augetragen wird, indem die eine oder andere oder beide Seiten sie als "Druckmittel" mißbrauchen. Wenn dann noch die Großeltern mit 'reinreden, ist das Chaos perfekt.

Es gefällt Dir nicht, daß diese Kinder zu Deinem Sohn Kontakt aufbauen. Dabei ist es grundsätzlich positiv zu bewerten, wenn sie das Kleinkind als zugehörig akzeptieren. Da mußt Du auch nicht die behütende Mutter geben und Deinen Sohn vor ihnen schützen. Allenfalls etwas regulierend - etwa so wie zwischen leiblichen Geschwistern - solltest Du eingreifen. Aber übertreibe es nicht, sonst kann das freundliche Interesse urplötzlich in Haß umschlagen, weil die anderen beiden sich benachteiligt fühlen.

Dein Mann "diagnostiziert" Dir Depressionen. Das ist leicht daher gesagt, hat er eine entsprechende Ausbildung? Ansonsten ist es keine Schande - und auch kein Makel - einen Psychologen um Rat zu fragen.

Die Wiederaufnahme der Arbeit würde ich an Deiner Stelle als Chance begreifen. Du bekommst neue Eindrücke - außerfamiliär - und stellst Dich neuen (alten?) Herausforderungen. Die Arbeit reißt Dich bestimmt auch aus Deinem derzeitigen "Gedankenkarussell" heraus - und vlt. findest Du auf Arbeit sogar Gesprächspartner für Deine Probleme und lernst damit neue Sichtweisen kennen.

Wichtig halte ich aber vor allem, Ordnung in das familiäre Leben zu bringen. Bei wem wohnen die (Scheidungs-)Kinder; wie sind Besuchsregelungen gestaltet; die Großeltern halten sich 'raus; wo wohnt die Familie...

Dieses ständige Hin und Her erträgt niemand auf Dauer. Da müssen Entscheidungen fallen.

Viele Grüße
 
Hallo,

Das nennt man dann Patchwork Familie und finde die Dinge sind ganz gut geregelt.

Ich schreibe es deinem Alter zu ,das es dich überfordert. Du hast da einen gesunden Egoismus hast,der sich leider aber nicht mit der Familie deines Partners verbinden will..Es dreht sich eben nicht nur um Dich,dein Mann, und das Kind.
Ich glaube der Punkt alleine,nur mit Ihn alleine,würde Dich Glücklicher machen,aber die Tatsache ist eine andere und das wusstest du vorher.

Hinzu kommt,das du deine erstes Kind geboren hast,Die schweren Begleitumstände deiner Schwangerschaft zeigen,das du eigentlich noch gar nicht bereit warst.Im Grunde fandst du das zum Kotzen,(man sagt, eine inner Abwehr zur Schwangerschaft) .Alle Hoffnung und Liebe befanden sich im Kopf mehr ,wie im Herzen,..dafür ging alles vllt auch zu schnell.

Ich meine das du mehr Zeit für Dich brauchst um in deine Rolle als Mutter hinein zu wachsen. Zweisamkeit mit deinem Kind hast und Dich vllt auch etwas von den Wunsch deinen Mann und Vater deines Kindes,Ihn nur alleine haben zu wollen ,enthällst.

Ich würde das einfach mal so laufen lassen.Er kann jederzeit zu Dir kommen und solltest Offen sein,ohne einen Vorwurf warum er jetzt kommt-.Schauen was überhaupt noch kommt.Zerreißen kann er sich nicht,aber sollte ihr die Liebe zueinander nicht verlieren,dadurch das du emotionalen Druck hast/machst.

Hinzu das Verständnis das er Vollzeit Arbeitet,und das bisschen Zeit für euch,sollte ihr Kraft Tanken gegenseitig mit viel Liebe und Verständnis.
Kinderlachen kann auch Kraft geben,ein Lächeln mehr,wenn die kinder toben,doch wenn man eine innere Abwehr in sich trägt, beutelt und brennt es Dich aus,weil es eigentlich nervt ,das Sie da sind und alle Zeit bekommen,das glaube ich Dir.

Eine Mutter Kind Kur würde Dir und deinem Baby vllt gut tun,damit du dich sammeln,kannst..Es geht hier um deine inner Haltung..denn die Antworten und zwei Möglichkeiten hast du selber schon gegeben.Da bleiben kaum anderen Möglichkeiten.

Entweder Du schaffst es in diesen Rythmus vom Patch-Work für Dich ein gutes und Liebe VOLLES zu bekommen für alle,wo man natürlich auch zurück stecken können muss,in Liebe und zusammen Arbeit..
Heute bist du Erwachsen,sehr Früh Erwachsen wie ich finde,aber Du hast Dich dafür Entscheiden und finde die Möglichkeit mit 2 Wohnungen ganz Gut.So hast du immer deinen Rückzug/Heim Ort in eure Wohnung.

Oder Du musst Dich trennen.Dir eine neue Whg suchen und es dir dort schön machen.Auch dann wird dein Mann nur bedingt da sein können,und dann aber nur noch für sein Kind.

Ich hoffe Du kannst mitwachsen,das hilft aber alles nicht wenn du das nicht wirklich willst und im Grunde Ablehnung in Dir hast,weil Du deine Ruhe brauchst und möchtest.
Man👎 kann die Kinder deine Mannes nun mal nicht weg Zaubern,und da es im Wechsel ist,solltest du genug Zeit für Dich und deinen Stöpsel finden,auch um für deinem Mann eine Oase zu sein,wo ihr beide Kraft und Liebe finden würdet.
Ist es in deiner Vorstellung so Möglich mit allen Glücklich zu Leben?..
was ja viel Leben und Austausch bedeutet,Liebe zu den Kindern,Vertrautheit,Sie werden Größer,oder auch mal Stress..in ein paar Jahren könntet ihr zu einer Tolle Patch Work Familie wachsen;mit Vertrauen und Freundschaft,wo jeder füreinander da ist..in guten ,wie in schlechten Tag.Das ist nicht ohne,aber man bekommt auch viel.

Es ist immer etwas Anstrengend ,natürlich..die Frage ist ob Du Dir das mit deinem ganzen Herzen so vorstellen könntest ?? Zutraust? Erst dann würde es nicht mehr Nerven und dir soviel Karft ab verlangen.
Denn da gehört ganz viel Herz zu.Herzlichkeit.
Für diese Frage und Vorstellung würde ich mir an deiner Stelle eine ganze Menge Zeit nehmen,bevor du voreilig Entscheidest und hoffe Du kommst mit Dir wieder ins Klare..So oder so.


Lieben Gruß
Schokoschnutte*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ganz lieben Dank an euch beide für die schönen Antworten, alleine es hier rein zu schreiben und Antworten zu bekommen, hilft schon eine ganze Menge.
Nunja, also das mit der Zuwendung meines Mannes, da muss ich versuchen so klar zu kommen, er sagt mir er würde es einfach nicht kennen aus seiner Ehe, das könnte er nicht so, wie ich es erwarte.
Dann die Sache nochmal mit ihrer Mutter, die beiden wollen ja nicht mal zu ihrer Mutter, sie ist wohl sehr konsequent und meckert gerne, meine Mann ist da das krasse Gegenteil ihnen gegenüber. Mir tut es weh zu hören, wie die beiden über ihre Mutter reden (einfach, weil ich mir nicht vorstellen mag, dass mein Sohn so über mich reden könnte).
Seine beiden akzeptieren mich hier komplett, Natürlich gibt es reibungspunkte (bin ja auch nicht ihre Mutter, müssen schließlich nicht alles machen was ich ihnen sage), jedoch kriege ich immer wieder zu hören, sie wünschten ich wäre ihre Mutter und eigentlich wäre ich ja viel mehr für sie da, als ihre richtige Mutter... Diese Gespräche, bzw. Themen versuche ich zu vermeiden oder blogge ab, weiß auch nicht wie ich damit umzugehen habe. Denn an stelle ihrer Mutter würden solche Kommentare schmerzen, sehr..
Die Sache mit meinen Sohn und ihnen wurde richtig erkannt, ich weiß nicht warum ich es nicht so gerne sehe, dass sie wild durch die Gegend krabbeln und spielen. Sehe auch dass sich meiner so viel abguckt von ihnen,,, schlechte Dinge, wie hauen, kreischen, lassen sich vom Hund ablecken, sowas halt. Das macht mich so sauer (würde das keinem sagen oder zeigen), ich stehe dann aber jetzt da und versuche meinem einjährigen beizubringen dass er nicht zu hauen hat, puh, das kostet Kraft....
Hmm, das mit dem Egoismus kann in maßen stimmen, jedoch ist mein Mann morgens um halb 6 aus dem Haus, dann wecke ich die Kinder um 6, mache ihnen essen für die Schule, sehe zu dass sie sich fertig machen, (der kleine versucht mich jeden Morgen zu stänkern indem er gaanz langsam macht) und dann krabbelt zwischenrum auch noch der kleinste, der dann morgens schon total kirre von den großen gemacht wird.
Das ist so die Situation die mich in den Wahnsinn treibt.
So, dann mache ich den gesamten Haushalt, bei fünf Personen, kann man sich sicher vorstellen, sehr viel Arbeit. Auch den Kindern räume ich alles hinterher, mein Mann findet es normal, dass sie alleine nichts auf die Reihe kriegen und alles rum fliegen lassen (ist das so mit 8 und 12Jahren?).
Um 13 Uhr kommt mein Mann, ich gucke dass ich dann auch Mittagessen hinbekomme, denn um 13:30 kommt die Große von der Schule.
Dann zieht der Tag so vor sich hin, die beiden Jungs wollen beschäftigt werden, der 8 jährige macht eine Therapie übrigens (hyperaktiv), dieses veranlasste seine Mutter, da die übrigens auch nicht klar kommt mit ihm, sie ist auch recht fertig mit den nerven. Das sehe ich dann immer so ein kleines bisschen als Entschuldigung für mich, da es ihre eigenen sind und trotzdem sind sie ihr zu anstrengend. Mein eigenes Kind würde mich niemals so stressen, egal wie wild er ist..
Zwei mal die Woche hat mein Mann teildienst, da ist er dann von 15:30-20 Uhr nochmal unterwegs, also bleibt die Versorgung der Kinder dann auch an mir hängen, die Großeltern helfen, können aber auch nicht mehr so gut, sind schon etwas älter halt..
Mutter kind Kur wäre eine so schöne Idee, jedoch kann ich hier ja auch meinen Partner nicht einfach im Stich lassen, bin ich nicht mehr da, könnte er die Kinder in der Form nicht mehr nehmen...
Das nochmal als kleine Erklärung... Trotzdem lieben Dank, wie schon geschrieben, ist es eine Erleichterung sich alles von der Seele schreiben zu können..
 
Hallo,

erstmal finde ich es großartig, daß Du Dich mit unseren Beiträgen so ernsthaft beschäftigst.
...Nunja, also das mit der Zuwendung meines Mannes, da muss ich versuchen so klar zu kommen, er sagt mir er würde es einfach nicht kennen aus seiner Ehe, das könnte er nicht so, wie ich es erwarte.
Er kannte das in seiner Ehe nicht - die ist vorbei. Bekam er im Elternhaus genug Zuwendung? Wenn Ihr Euch liebt, kannst Du ihn ja langsam an das Thema heranführen, ihm zeigen wie schön es ist, einfach mal umarmt zu werden. Auch Männer sehnen sich mal danach - da spreche ich aus Erfahrung.😉
Dann die Sache nochmal mit ihrer Mutter, die beiden wollen ja nicht mal zu ihrer Mutter, sie ist wohl sehr konsequent und meckert gerne, meine Mann ist da das krasse Gegenteil ihnen gegenüber...
Eben das meinte ich mit Orientierungslosigkeit ihrer Kinder. Hier "hüh", da "hott". Mama ist streng, Papa läßt die Zügel schleifen. Da braucht es gleichartige Konsequenz von allen Seiten. Und dazu müßt Ihr Euch alle gemeinsam absprechen. In dieser Orientierungslosigkeit sehe ich auch die Ursache für die angebliche Hyperaktivität des Jungen. Er ist einfach unsicher und Kinder entwickeln verschiedenste Strategien damit umzugehen und fertigen zu werden - in meinen Augen immer noch nicht "krankhaft" - es ist ein im Gegenteil sehr gesundes Schutz- und/oder Abwehrverhalten (wenn auch sehr anstrengend für die Mitmenschen).
Seine beiden akzeptieren mich hier komplett, Natürlich gibt es reibungspunkte (bin ja auch nicht ihre Mutter, müssen schließlich nicht alles machen was ich ihnen sage), jedoch kriege ich immer wieder zu hören, sie wünschten ich wäre ihre Mutter und eigentlich wäre ich ja viel mehr für sie da, als ihre richtige Mutter... Diese Gespräche, bzw. Themen versuche ich zu vermeiden oder blogge ab, weiß auch nicht wie ich damit umzugehen habe. Denn an stelle ihrer Mutter würden solche Kommentare schmerzen, sehr..
Das spielt in das vorige Thema mit hinein. Strenge Eltern sind selten beliebt. Die Ambivalenz dazu bilden oft die Großeltern und da vordergründig die lieben Omis, die mit großzügigen Geschenken kommen und eigentlich nur zum Liebhaben da sind. Daneben kannst Du aber zumindest der "Großen" erklären (mit 12 sollte sie das verstehen können), daß ihre Mutter eben nicht so viel für sie tun, nicht so viel für sie da sein kann, weil sie eben nicht so oft zusammen sind.
Die Sache mit meinen Sohn und ihnen wurde richtig erkannt, ich weiß nicht warum ich es nicht so gerne sehe, dass sie wild durch die Gegend krabbeln und spielen. Sehe auch dass sich meiner so viel abguckt von ihnen,,, schlechte Dinge, wie hauen, kreischen, lassen sich vom Hund ablecken, sowas halt. Das macht mich so sauer (würde das keinem sagen oder zeigen), ich stehe dann aber jetzt da und versuche meinem einjährigen beizubringen dass er nicht zu hauen hat, puh, das kostet Kraft....
Tja, das sind typische "Elternsorgen", die Erziehung. Und da wirst Du auch noch viel Kraft brauchen. Zwar hast Du für die anderen Kinder vmtl. kein Erziehungsrecht, doch was in Deiner Wohnung und in der Interaktion mit Deinen Angehörigen geschieht, solltest Du schon noch bestimmen dürfen. Soweit darfst Du Dich durchsetzen. Wie ich aber auch schon warnte: nicht übertreiben.
Hmm, das mit dem Egoismus kann in maßen stimmen, jedoch ist mein Mann morgens um halb 6 aus dem Haus, dann wecke ich die Kinder um 6, mache ihnen essen für die Schule, sehe zu dass sie sich fertig machen, (der kleine versucht mich jeden Morgen zu stänkern indem er gaanz langsam macht) und dann krabbelt zwischenrum auch noch der kleinste, der dann morgens schon total kirre von den großen gemacht wird.
Das ist so die Situation die mich in den Wahnsinn treibt.
Dabei klingt das für mich "nur" nach Alltag. Da wirst Du noch 'reinwachsen.
So, dann mache ich den gesamten Haushalt, bei fünf Personen, kann man sich sicher vorstellen, sehr viel Arbeit. Auch den Kindern räume ich alles hinterher, mein Mann findet es normal, dass sie alleine nichts auf die Reihe kriegen und alles rum fliegen lassen (ist das so mit 8 und 12Jahren?)...
Nein, mit 8 hatte ich meine Kleiderschränke komplett allein unter Kontrolle. Die Wäsche waschen und bügeln übernahm meine Mutter, aber Einräumen und Ordnung halten war meine Aufgabe - na gut: war 'ne andere Zeit (ohne Spielekonsole & Co.). Getragene Kleidung wurde dorthin gebracht, wo sie zum Waschen gesammelt wurde - mach' ich heute noch so. Mit 8 Jahren kann man das lernen/gelernt haben. Allerdings wiegt da auch die Vorbildwirkung schwer. Wenn Papa also auch alles fallen läßt, wo er gerade steht... nur als Beispiel gedacht, wenn's nicht so ist umso besser.
Dann zieht der Tag so vor sich hin, die beiden Jungs wollen beschäftigt werden, der 8 jährige macht eine Therapie übrigens (hyperaktiv), dieses veranlasste seine Mutter, da die übrigens auch nicht klar kommt mit ihm, sie ist auch recht fertig mit den nerven. Das sehe ich dann immer so ein kleines bisschen als Entschuldigung für mich, da es ihre eigenen sind und trotzdem sind sie ihr zu anstrengend...
Nun ich denke, Kinder sollten sich auch mal allein beschäftigen können und nicht permanent "animiert" werden müssen. Regel: wenn's zu ruhig wird im Kinderzimmer, ist es Zeit nachzuschauen. Wenn das Wetter es zuläßt, können die Größeren durchaus auch mal raus. Wenn Du mitgehen willst (oder mußt oder meinst zu müssen), nimm Deinen Sohn mit. Frische Luft wird auch ihm nicht schaden.

Insgesamt liest Deine Beschreibung sich aber gar nicht so furchtbar. Du bist - als junge Mutter - und in einer patchwork-Familie noch nicht routiniert genug und deswegen wohl etwas unsicher. Keine Angst, das lernst Du schneller als Du denkst.

Viele Grüße
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
K Depressionen Ich 15
J Studium, Depressionen, Einsamkeit Ich 5
A Am Ende Ich 15

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben