Ich leide an Depressionen. Und das seit sehr vielen Jahren.
Anfänglich (…als Jugendlicher, bzw. junger Erwachsener) habe ich das nicht erkannt. Als es mir dann nach vielen Jahren selbst klar wurde (Mitte 30), habe ich es verdrängen wollen. Und damit wurden meine Depressionen – so denke ich heute – nur noch stärker. Jetzt mit 40 scheinen die Depressionen einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben. Ich fühle mich leer und ausgebrannt. Inzwischen einsam und verloren. Ängstlich und ohne Zuversicht, wenn ich an die Zukunft denke.
Ich war und bin ein stolzer aber auch selbstreflektierender Mensch, sehe durchaus meine Stärken und auch Schwächen und habe diese (mehr oder weniger) akzeptiert. Depressionen habe ich jedoch immer als Schwäche gesehen, die für mich völlig inakzeptabel ist. Auch jetzt noch, obwohl ich selbst an ihnen leide und mir dieses bewusst ist.
Ich habe diese Krankheit lange für mich behalten, weil ich dachte, dass mich andere nicht verstehen können und werden. Und ich von Anderen dann fälschlich abgestempelt werde, z.B. als Mimose…oder als jemand, den man nicht wirklich ernst nehmen kann und an dessen Urteilsvermögen man zweifelt. Und diese Bewertung kann ich mir nicht erlauben.
Insbesondere im Hinblick auf meinen Beruf war und ist die offene Kommunikation über meine Depressionen völlig tabu. Ich arbeite im kaufmännischen Bereich als Abteilungsleiter. Ich verfüge über einen recht großen Entscheidungsspieltraum, verantworte ein siebenstelliges Budget und führe 10 Mitarbeiter. Ich verdiene gutes Geld und dafür erwartet man zurecht auch überdurchschnittliche Leistung. Ich bin davon überzeugt, dass mein „gesundes“ Arbeitsumfeld einen Depressiven nicht als Leistungsträger akzeptieren wird.
Ich war und bin in beruflicher Hinsicht immer noch Leistungsträger. Ich funktioniere auf der Arbeit. Aber ich merke, wie die Depressionen mehr und mehr ihren Tribut fordern, bzw. gefordert haben. Konnte ich vor Jahren noch richtig durchpowern, so bin ich nach einem regulären Arbeitstag erschöpft. So erschöpft, dass ich mein Privatleben völlig vernachlässigt habe. Es gibt keines mehr. Kriege einfachste Dinge nicht mehr geregelt.
Ich war durch meine Depressionen schon immer mehr Einzelgänger als Herdentier. Doch habe ich in den letzten 2 Jahren keine Kontakte mehr gepflegt. Bin lieber zu Hause geblieben – für mich alleine. Habe das Alleinsein der Gesellschaft von Anderen vorgezogen. In der Konsequenz sind Kontakte abgestorben. Das macht sich nun bemerkbar.
Es hat lange gedauert, bis ich mich überhaupt jemandem anvertraut habe. Und obwohl jetzt ganz wenige Vertraute darüber wissen, so mag ich mich nicht darüber unterhalten wollen. Selbst wenn es mir schlecht geht und noch schlechter, so suche ich nicht das Gespräch.
Bin vor ca. 1,5 Jahren dann zum Arzt. Seitdem nehme ich Medikamente mit eher mäßigem Erfolg. Der Arzt empfahl mir direkt zu Beginn meiner Behandlung einen Krankenhausaufenthalt. Damit konnte ich mich jedoch überhaupt nicht anfreunden.
Ich weiß, dass ich etwas tun muss. An der Erkenntnis mangelt es mir nicht. Aber ich bekomme es einfach nicht hin, den konsequenten Schritt zu machen, die Veränderung einzuleiten.
Wer ist in einer ähnlichen Situation, bzw. hat eine ähnliche Vorgeschichte?
Anfänglich (…als Jugendlicher, bzw. junger Erwachsener) habe ich das nicht erkannt. Als es mir dann nach vielen Jahren selbst klar wurde (Mitte 30), habe ich es verdrängen wollen. Und damit wurden meine Depressionen – so denke ich heute – nur noch stärker. Jetzt mit 40 scheinen die Depressionen einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben. Ich fühle mich leer und ausgebrannt. Inzwischen einsam und verloren. Ängstlich und ohne Zuversicht, wenn ich an die Zukunft denke.
Ich war und bin ein stolzer aber auch selbstreflektierender Mensch, sehe durchaus meine Stärken und auch Schwächen und habe diese (mehr oder weniger) akzeptiert. Depressionen habe ich jedoch immer als Schwäche gesehen, die für mich völlig inakzeptabel ist. Auch jetzt noch, obwohl ich selbst an ihnen leide und mir dieses bewusst ist.
Ich habe diese Krankheit lange für mich behalten, weil ich dachte, dass mich andere nicht verstehen können und werden. Und ich von Anderen dann fälschlich abgestempelt werde, z.B. als Mimose…oder als jemand, den man nicht wirklich ernst nehmen kann und an dessen Urteilsvermögen man zweifelt. Und diese Bewertung kann ich mir nicht erlauben.
Insbesondere im Hinblick auf meinen Beruf war und ist die offene Kommunikation über meine Depressionen völlig tabu. Ich arbeite im kaufmännischen Bereich als Abteilungsleiter. Ich verfüge über einen recht großen Entscheidungsspieltraum, verantworte ein siebenstelliges Budget und führe 10 Mitarbeiter. Ich verdiene gutes Geld und dafür erwartet man zurecht auch überdurchschnittliche Leistung. Ich bin davon überzeugt, dass mein „gesundes“ Arbeitsumfeld einen Depressiven nicht als Leistungsträger akzeptieren wird.
Ich war und bin in beruflicher Hinsicht immer noch Leistungsträger. Ich funktioniere auf der Arbeit. Aber ich merke, wie die Depressionen mehr und mehr ihren Tribut fordern, bzw. gefordert haben. Konnte ich vor Jahren noch richtig durchpowern, so bin ich nach einem regulären Arbeitstag erschöpft. So erschöpft, dass ich mein Privatleben völlig vernachlässigt habe. Es gibt keines mehr. Kriege einfachste Dinge nicht mehr geregelt.
Ich war durch meine Depressionen schon immer mehr Einzelgänger als Herdentier. Doch habe ich in den letzten 2 Jahren keine Kontakte mehr gepflegt. Bin lieber zu Hause geblieben – für mich alleine. Habe das Alleinsein der Gesellschaft von Anderen vorgezogen. In der Konsequenz sind Kontakte abgestorben. Das macht sich nun bemerkbar.
Es hat lange gedauert, bis ich mich überhaupt jemandem anvertraut habe. Und obwohl jetzt ganz wenige Vertraute darüber wissen, so mag ich mich nicht darüber unterhalten wollen. Selbst wenn es mir schlecht geht und noch schlechter, so suche ich nicht das Gespräch.
Bin vor ca. 1,5 Jahren dann zum Arzt. Seitdem nehme ich Medikamente mit eher mäßigem Erfolg. Der Arzt empfahl mir direkt zu Beginn meiner Behandlung einen Krankenhausaufenthalt. Damit konnte ich mich jedoch überhaupt nicht anfreunden.
Ich weiß, dass ich etwas tun muss. An der Erkenntnis mangelt es mir nicht. Aber ich bekomme es einfach nicht hin, den konsequenten Schritt zu machen, die Veränderung einzuleiten.
Wer ist in einer ähnlichen Situation, bzw. hat eine ähnliche Vorgeschichte?