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Depression

Hallo,
ich bin Mutter einer erwachsenen Tochter (32), habe meine Mutter, die vor 2 Jahren gestorben ist, ca. 5 Jahre mit meinem Mann zusammen gepflegt. Sie war völlig dement und noch fast 4 Jahre im Pflegeheim, bis sie gestorben ist.
Wahrscheinlich habe ich während der Pflege ständig schon um meine Mutter getrauert, mehr als sie selbst. Meine Person gabs kaum noch.
Also erst habe ich meine Mutter verloren, jetzt wohl meine Tochter mit 2 Enkelinnen. Ich behaupte mal, dass sie mich ghosted. Warum und warum sie nie gerne zu uns - in ihr früheres Zuhause - kommt, weiß ich nicht und sie sagt mir nichts womit ich was anfangen kann.
Da mich das sehr belastet, belaste ich meinen Ehemann auch. Manchmal wird ihm das wohl auch zuviel.
Es macht sich auch körperlich bemerkbar: Bauchschmerzen u.ä.
Oft fühle ich mich wie in einem schrecklichen Traum, aus dem ich aufwachen möchte.
Mein Arzt würde mir sofort eine Therapie verschreiben, aber bisher fand ich keinen Therapeuten auf Kassenleistung.
Oft sehe ich mental Dinge, wie sie wohl nicht ganz so sind: dass mich niemand mag, alles gegen mich ist und ähnliches.
Es ist mal ein Versuch, hier zu schreiben.
Viele Grüße
Hallo Gabi, was Du schreibst, spricht sehr für Depressionen.
Da gibt es einige Behandlungsmöglichkeiten. Ich würde auch zum Gang zum Psychiater raten, gerne auch 2 verschiedene aufsuchen für eine Zweitmeinung. Durch die Auslöser könnte eine medikamentöse Behandlung durchaus Sinn machen. Auch psychosomatik, ein Tagesklinikaufenthalt oder eine Reha können helfen.
 

Hallo FLoki979,

schau mal hier: Depression. Hier findest du vielleicht was du suchst.

Das hier meint die liebe @cucaracha

Signatur:
Thread: Schatzkästchen für Depressive: Mutmacher-Thread

https://www.hilferuf.de/thema/schatzkaestchen-fuer-depressive-mutmacher-thread.243272/#post-3373315

Thread: Lichtblicke bei Depressionen: Tipps, Methoden, Ideen
https://www.hilferuf.de/thema/sun-w...en-tipps-methoden-ideen-sun-with-face.245836/

Thread für Internetseiten Partnersuche/Freizeitpartner:
SIEHE Forum Cafe: Liste von Internetseiten für Partnersuche-Freizeitpartner

Thread für Hobbies/Freizeitaktivitäten
SIEHE Forum Cafe: Ideen fuer Hobbies und Freizeitbeschäftigungen
Schließe mich mal an, auch wichtig ist die Selbstfürsorge. Hier ein Inspirations und Schreibthread zum mitmachen:
Selbstfürsorge - Was mach ich heute für mich?
 
Vielleicht kannst du in eine Tagesklinik für Depression gehen? Da gehst morgens bis nachmittags hin und hast viel Programm um aus der Depression raus zu kommen und außerdem therapeutische Einzelgespräche einmal die Woche. Da bekommst du vermutlich schneller einen Platz, zwar auch mit Warteliste, aber schneller als die Therapeutensuche.
 
Oft sehe ich mental Dinge, wie sie wohl nicht ganz so sind: dass mich niemand mag, alles gegen mich ist und ähnliches.

Hallo liebe Gabi, alles hat zwei Seiten, das wird in vielen Parablen und Geschichten beschrieben-zb... ein Teufelchen flüstert dir ein: keiner mag dich, du hast es wahnsinnig schwer, dir gehts sehr, sehr schlecht, alles ist vorbei usw-usf.... und gegenüber auf der anderen Schulter sitzt das Engelchen und versucht dich zu trösten, zu motivieren, mit Zuneigung und mit Liebe zu beeinflussen.

Jetzt hörst du die Meinung des "Linken Auges"- das so hinschaut und eines Tages ist das wieder zu und das andere offen.

Bei mir war gestern so ein Tag, ich hatte unvorstellbar Bääääh - ich mach mir da aber keine Sorgen, weil ich viele Wege kenne, um aus diesem Zustand wieder herauszugehen. Am Nachmittag gabs eine Wanderung um eine Seengruppe, vorbei an viel Grün, duftenden Büschen, Bäumen und Sträuchern.
Bei mir wirkt das wie ein Medikament, wie wenn ich hochwirksame Medizin zu mir nehmen würde.
Man hat das wissenschaftlich erforscht und Beweise gefunden- der Aufenthalt im Wald, im Moos, unter Bäumen wirkt auf unser Gemüt wie ein Schmerzmittel, wie ein starkes Beruhigungsmittel.
Also probiers mal mit Aufenthalt in der Natur und atme die feinstofflichen Moleküle, die sie abgibt, die haben bei mir gestern rapide dafür gesorgt, dass ich mich wieder "im grünen Bereich" (!) gefühlt habe. Bei dir wird das vielleicht öfters brauchen, bis die Wirkung in voller Breite zu merken ist.

Man weiß auch, dass alle Gedanken und Selbstgespräche Ein-fluss(!) nehmen auf uns, wir können weinen, wenn wir an Bestimmtes denken, oder über etwas reden, wir drücken praktisch auf eine Drüse und diese schüttet dann Glückshormone aus, oder lässt uns Bitterkeit spüren, Melancholie spüren, Tränen fließen... Deshalb sollen wir aufpassen, womit wir uns füttern- also medikamentieren.

Wenn du an deine Tochter denkst, spürst du Leid...durchschau diesen Mechanismus und denk mal an die Tochter, ohne in diesen Zustand zu verfallen. Was auch hilft, das ist eine Uhrzeit zu wählen- um halb sieben bis dreiviertel acht setz ich mich hin und bin traurig, male mir Sorgen aus und geh in pessimistische Gefühle. Nachher spüle ich das Geschirr... probier dich durch, erkenne, du bist NICHT gezwungen so schlecht zu fühlen, du entscheidest dich irgendwie für diese Linie, sie hat auch ein Gegenüber- zb.... lächle gedanklich freundlich zu deiner Tochter. Probiers und schau selbst, was das macht.
 
@ Brumm
Meine Tochter ghostet mich. Auf Anrufe reagiert sie nicht, ich höre einfach nichts mehr von ihr. Gründe kenne ich nicht, habe schon versucht mit ihr zu reden, bringt nichts. Sie ist da nicht ehrlich.
Meine 2 kleinen Enkeltöchter sehe ich somit auch nicht mehr.
Ich rufe meine Tochter an, vor ein paar Monaten gelang das noch - ich lade sie, Schwiegersohn und die zwei Mädchen ein. Sie sagt sie spricht mit ihrem Mann darüber- und nichts kommt mehr. Viele Male die gleiche Situation. An meinem Schwiegersohn liegt es nicht. Ich komme nicht mehr an sie ran und fühle mich manchmal wie ein Hund, der einem Frisbee hinterherspringt und es nicht mehr findet.
Die Depression kommt wahrscheinlich auch von der Pflege, die alles abverlangt hat. Erst habe ich meine Mutter verloren, jetzt meine Tochter und die Mädchen.
Meine Tochter weiß nichts von meiner Depression, nur mein Mann. Er kann mir zwar zuhören, auf Dauer aber auch nicht helfen.
Vor kurzem hatte ich eine Situation, wie ich mir eine Panikattacke vorstelle.
Zu meiner Tochter: Als sie Kind war hatten wir ein sehr enges Verhältnis (alleinerziehend). Ab Pubertät fingen die Schwierigkeiten an.
 
@ Holunderzweig
Ich versuche schon, auch das Positive zu denken. Aber es tut sehr weh. Meine Tochter war immer alles für mich. Ich habe sie über mich und meine Bedürfnisse gestellt - großer Fehler, aber zu spät. Sie hat keinen Respekt.
Meine pessimistischen Gefühle sind am stärksten abends und morgens.
Morgen fahren mein Mann und ich für 1 Woche nach Niederbayern - soviel zu Natur und Ablenkung 🙂
 
Woher weißt du, dass es nicht an deinem Schwiegersohn liegt? Hast du angeboten, sie zu besuchen? Vielleicht ist der Weg zu weit?
 

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