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Depression aufgrund fehlender Liebe

An professionelle Angebote bzgl. Sex würde ich mich vorsichtig rantasten, z.B. Kuschelgruppe, Thaimassage, evtl. Tantramassage. Überleg dir lieber zweimal, ob du dein erstes Mal mit einer Professionellen erleben möchtest. Es könnte sich wie eine Niederlage anfühlen, weil du es nicht auf dem normalen Weg geschafft hast.
Massage wäre schon ein Ansatz, auch das kann Blockaden ausräumen helfen und mit dazu beitragen, sich wieder einzukriegen.

Ich war einmal bei einem Shiatsu-Masseur, der auch Tantriker war und TCM-Therapeut. Er arbeitete mit meinen "Energien", dazu gehört auch die Sexualenergie und der wusste genau, was er tat, er hat mich von den Zehen aufwärts bis in die Fingerspitzen mit feinsten Berührungen, dann wieder mit rütteln, schütteln, kneten, streicheln, streichen, drücken usw. nach und nach in die richtige Spur gelenkt, das war wegen dem, weil er kein erotisches Interesse an mir hatte für mich extrem wohltuend. So ähnlich wie wenn man sich ausliefern kann und weiß, hier gehts nicht um mehr, hier findet Therapie statt. Von Sitzung zu Sitzung ging es mir immer besser. Ich hatte damals schwere Depressionen, war damals heillos gestresst und daher will ich das jedem empfehlen, denn mir hat das echt geholfen.
 
Ich würde auf jeden Fall bei den Tanzkursen bleiben. Es macht dir schließlich Spaß und es ist gewiss gut für dein Körpergefühl, wenn du gut tanzen kannst. Du weißt auch nie, ob es mal ganz nützlich ist. Etwa wenn du bei nem Kumpel auf der Hochzeit eingeladen ist, dessen Braut ne nette Cousine hat, die noch single ist und sehnsüchtig die ganzen Paare auf der Tanzfläche betrachtet. Der kannst du dann anbieten, mit dir zu tanzen und dann ist es ganz praktisch, wenn du galant Runden mit ihr drehen kannst, anstatt ihr ständig auf die Füße zu treten.

Ich würde mich auch nicht darin beirren lassen, weil im Singletanzkurs so wenige Frauen sind. Ich denke, das ist normal. Als ich noch single war, habe ich mich auch lieber mit einem Kumpel zu den üblichen Pärchenkursen angemeldet. Bei Singletanzkursen hätte ich als Frau etwas Angst gehabt, dann ständig einen Partner zu haben, der mir womöglich nicht gefällt, der mich aber ständig zu Treffen außerhalb des Kurses drängt oder so. Bzw. dass ich eben einen an die Backe kriege, der eigentlich nur zum Angraben gekommen ist und der gar nicht richtig Lust auf tanzen hat.

In den späteren Kursen dreht sich das vielleicht. Oft machen die Partner der Damen die Anfängerkurse zwar noch mit, der Partnerin zuliebe. Haben irgendwann aber keine Lust mehr und dann steht die Frau allein im Fortgeschrittenenkurs. Dann kannst du als Partner einspringen und vielleicht hat sie ja ne Freundin, die noch single ist. Oder es kommt ein neuer Tanzfilm ins Kino und die Tanzschule hat plötzlich ne Horde tanzwütiger Frauen auf der Matte stehen und weiß nicht, wo sie ausreichend Tanzpartner herkriegen.

Ansonsten würde ich mich erst mal auf die Masterarbeit konzentrieren. Danach auf Jobsuche und ggf. ne andere Wohnung. Sind die Mieten zu teuer, dann such dir doch ne WG, dann hast du auch gleich Mitbewohner, die vielleicht noch ne nette Singledame kennen.

Wenn du mit dem Master fertig bist und einen Job hast, finde ich die Idee mit dem Reisen gar nicht schlecht. Jedes Jahr 2 Wochen Urlaub am Stück und dann z.B. nach Südamerike, Flamenco tanzen. Ggf. davor noch einen Spanischkurs machen, dann beeindruckst du gleich nochmal und kommst wieder in Kontakt mit anderen Frauen.

Ich würde dir zudem empfehlen, nicht bei jeder Frau gleich an die Hochzeit zu denken, sondern erst mal normale Freundschaften aufzubauen. Dazu eignen sich auch bereits vergebene Frauen (z.B. aus dem Fortgeschrittenentanzkurs) prima. Da hast du nicht so sehr das Gefühl, gefallen zu müssen, kannst aber immerhin üben, Gespräche zu führen, bei denen dein Gegenüber nicht einschläft. Oder dir Tipps geben lassen wie du besser ankommst.
 
hmm.. langer text.. viele gedanken und assoziationen, die dazu entstehen. ich werde versuchen, sie in adäquater form zu formulieren und aufzulisten.

1. ich fühle extrem mit, mit dir. ich bin auch depressiv. ich kann das was du durchmachst ansatzweise nachvollziehen. nicht ganz, denn das kannst natürlich nur du. aber du hast mein absolutes, vollstes verständnis. ich kann sehen, dass du sehr selbstkritisch bist. auch dass du dich schlecht fühlst, weil du noch keine beziehung und weitere erfahrungen gesammelt hast, kann ich extrem gut nachvollziehen. ich fühle mich auch oft einsam. ich hab nicht zu medikamenten, sondern zum gras gegriffen und es hilft mir, zumindest abends nicht weinend einzuschlafen, wegen solchen dingen, aber auch anderen. das ist natürlich nicht etwas, was ich dir empfehlen würde.

2. die medikamente: ich persönlich bin absolut gegen medikamente, ich bin aber schon suchtkrank. ich habe angst das ich "doppelt-süchtig" werden könnte. das ist ein absoluter albtraum von mir. deshalb mache ich es nicht. ich kenne aber auch leute, die medikamente nehmen und ich kenne insgesamt nur beschissene storys, bzw. fälle, in denen zwar konstant medikamente eingeworfen werden, aber keinerlei änderung, bzw. besserung des allgemeinen zustandes eintritt. wie denn auch. der glaube, das medikamente herzschmerz lösen können ist aus meiner sicht absoluter irrglaube. leichte dosierungen bei fällen von adhs und anderen, starken beeinträchtigungen? falls es geeignete medikation gibt, ja, definitiv! wenn es hilft? aber bei dir scheint es nicht zu helfen. ich denke auch, du hast ein vollkommen anderes problem. dein problem ist NICHT deine "fehlerhafte biochemie". es ist ein rationales. du hast keine "biochemische depression", sondern (noch) eine "rationale". ich würde dir empfehlen, andere wege gegen die depression zu suchen.

3. zb.: hobbys. ich weiss: offensichtlich. aber: hobbys, die dafür sorgen, das du es mit deinem eigendlichen problem leichter hast. zb fitness, gruppensport oder andere aktivitäten, die dich automatisch mit menschen in kontakt bringen oder deinen körper bzw. geist formen und verbessern. du investierst zeit in dich selbst, findest neue kontakte.

4. informiere dich.

5. unser krankensystem ist gut und gleichzeitig scheiße. die therapeuthen-branche im speziellen. krankenkassen-therapeuten sind teilweise eine absolute katastrophe, sehr unsensibel, teilweise diskriminierend. das was du erlebst ist normal.

6. das was du erlebst ist normal! du bist traurig. die welt in der wir aktuell leben ist wirklich mega anstrengend und kompliziert. egal ob mann oder frau.. alles ist im wandel.

7. versuch deinen zustand rational zu verstehen und nachvollziehen zu können. mir haben begriffe wie "aktualisierungstendenz", "reaktanztheorie", "erkenntnistheorie" sehr geholfen. der letzte begriff, der mir sehr geholfen hat, sehr viele meiner gedanken und gefühle einzuordnen, ist "neurodiversität/neurdivergenz". informier dich mal evtl. über diese begriffe.. und auch allgemein, versuch deine situation als chance zu sehen. ich weis, das ist schwer,aber:

8. du machst deinen master. das heisst, du hast schon nen bachelor. das heisst du kannst schon gut geld verdienen. du bist finanziell relativ abgesichert. herzlichen glückwunsch. darauf kannst du stolz sein. darauf kannst du dir etwas einbilden. 😉 evtl mal zu nem life-coach gehen, oder achtsamkeits-training oder sonstige weiterbildung, die dir selbst deine eigenen stärken und positiven eigenschaften und fähigkeiten bewusst machen. denn die hast du! das erkennt man auch an deinem text. du bist sehr sensibel und fühlst dich unsicher, aber du bist wirklich noch sehr jung.

9. wenn du willst können wir miteinander über pn schreiben, dann können wir uns ein wenig austauschen.. ich bin keine jungfrau mehr, soo viele frauen hab ich aber auch nicht flachgelegt, bzw. hatte wenn dann nur unglück oder mich einfach selbst vollkommen panne benommen.. und seit zwei jahren auch nicht wirklich mehr auf nem date gewesen.. eigtl. wollte ich dieses jahr wieder anfangen, aber ich merke, wie in mir mittlerweile zu viel depression, trauma und einprogrammierte selbstzweifel hoch kommen, immer wenn sich auch nur ansatzweise eine konkrete option ergibt.

ich wünsche dir viel erfolg, bleib am ball! lass dich nicht unterkriegen und dir nichts einreden. von niemandem außer dir selbst! du kriegst das hin! bücher lesen! menschen kennenlernen! weiterkämpfen. die welt ist absolut verrückt. du bist nicht allein. es gibt tausende, millionen von männern, frauen und anderen menschen, die sich so fühlen wie du und ich.

lg
oz
 
Also erst mal Danke das Ihr euch Zeit genommen habt meinen langen Text zu lesen.

Ich gehe einfach mal ohne bestimmte Reihenfolge auf ein paar Kommentare/Ratschläge ein.

Zu dem Thema käuflicher Sex: Ich habe zwar kein prinzipiell moralisches Problem damit aber ich denke nicht das mir das sonderlich hilft. Echte Zuneigung ist das ja nicht und für das Selbstwertgefühl ist es wahrscheinlich auch nicht sonderlich zuträglich. Auch habe ich ja keine Angst vor Intimität, Sex etc. die ich mir dadurch evtl. nehmen könnte.
Das mit einer Massage könnte man sich evtl mal überlegen wenn das Verlangen nach körperlicher Nähe zu groß wird.

Das mit dem Tanzen habe ich definitiv vor weiter zu verfolgen. Generell denke ich sollte ich öfters meine Komfortzone verlassen und neues wagen. Ich spiele momentan mit dem Gedanken mal bei einem Speeddating-Event mitzumachen. Gar nicht unbedingt mit der großen Erwartung dort jemanden kennenzulernen sondern um Dating etc. generell mal zu üben.

Das mit dem Reisen nach der Masterarbeit hatte ich sowieso vor. Ist aber ein guter Ratschlag. Gerade in Hostels knüpft man in der Regel ja recht schnell Kontakte.

Ein Problem das ich halt habe, ist dass ich mir unsicher bin wie ich mich verhalten soll, selbst wenn mir Interesse signalisiert wird. Da ich Angst habe ich könnte das Gegenüber verletzen bzw. grenzen überschreiten. Ein ganz konkretes Beispiel: Ich war letztes Jahr für ein paar Tage in Prag in einem Hostel. Wir sind dort fast jede Nacht feiern gegangen. In einem Club haben mich dann zwei Belgierinnen angesprochen und die eine meinte irgendwann Ihre Freundin möchte dass ich Sie küsse. Ich war auf den Moment überhaupt nicht vorbereitet bzw. mir auch nicht sicher in wieweit das ernst gemeint ist und habe es dann dementsprechend auch nichts gemacht.
In dem Hostel saßen wir übrigens Abends oft beisammen und bei Trinkspielen waren die Standartfragen die man beantworten musste unter anderem: Der seltsamste Ort an dem man Sex hatte und mit wie vielen Leuten man bereits geschlafen hat. Auch wenn es dort meinem Gefühl nach mit der Wahrheit nicht sehr genau genommen wurde hat mich das doch etwas gestresst 😅

Eine Frage die ich hätte: Wie würdet ihr es denn verkaufen das ihr keine Erfahrung habt sofern das Gespräch auf vorherige Beziehungen kommt? Eine lange Story von wenig Chancen anderen Prioritäten und Schüchternheit wirkt ja vermutlich doch ziemlich abschreckend und rechtfertigend.

P.S. Die Annahme dass ich eher schlecht Kochen könnte, da ich ja noch zu Hause wohne, nehme ich doch etwas persönlich 😜. Ich koche nämlich ausgesprochen gerne auch auch nicht unbedingt schlecht
 
Danke, dass du auf unsere Ideen eingehst!

Das mit einer Massage könnte man sich evtl mal überlegen wenn das Verlangen nach körperlicher Nähe zu groß wird.
Tipp hierzu: Es gibt auch Massagekurse. Ich habe in deinem
Alter mal einen gemacht, der nützt mir bis heute viel. Da lernt
man massieren und wird gleichzeitig zur Übung massiert.

Das mit dem Tanzen habe ich definitiv vor weiter zu verfolgen. Generell denke ich sollte ich öfters meine Komfortzone verlassen und neues wagen. Ich spiele momentan mit dem Gedanken mal bei einem Speeddating-Event mitzumachen. Gar nicht unbedingt mit der großen Erwartung dort jemanden kennenzulernen sondern um Dating etc. generell mal zu üben.

Hierzu eine Geschichte meiner Großmutter, die spielt Ende der
1920er-Jahre: Damals ging man, wenn man jung und auf Partner-
suche war, am Wochenende in Tanzcafés. Aber nicht jede Woche
ins gleiche, sondern in möglichst viele verschiedene (Leipzig, da-
mals schon etwas Großstadt). Ziel war dann, dort mit möglichst
vielen verschiedenen zu tanzen und sich zu beschnuppern. Also
eine Art Speeddating 🙂 ... wenn man dann an jemand Gefallen
fand und sich nicht traute, das offen auszusprechen, ging man
einfach die Woche drauf ausnahmsweise ins gleiche Café. War
die/der andere auch da, wusste man: dem/der ging es ähnlich.
Ab da hat man sich aktiv verabredet.

Eine Frage die ich hätte: Wie würdet ihr es denn verkaufen das ihr keine Erfahrung habt sofern das Gespräch auf vorherige Beziehungen kommt? Eine lange Story von wenig Chancen anderen Prioritäten und Schüchternheit wirkt ja vermutlich doch ziemlich abschreckend und rechtfertigend.

Ich würde da einen Witz draus machen, z. B. so: Also ich hatte
mal drei oder vier Jahre gar keine Beziehungen zu Frauen, habe
auch nichts getrunken oder geraucht ((ab hier hören dir alle zu)).
Dann kam ich in den Kindergarten ...
((Pause, einer nach dem
anderen versteht es und lacht)).

Oder halt ganz offen und ehrlich (die Wahrheit ist manchmal am
besten): Ich bin noch auf der Suche nach der Richtigen, falls ihr
jemand kennt, der zu mir passt, bringt uns bitte in Kontakt.
 

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