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Den Eltern das Sorgerecht entziehen lassen

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Gast

Gast
Ich bin 16 Jahre alt, transsexuell und mir stehen alle Wege zu einer Hormontherapie offen, bis auf meine Eltern, die beide strikt nein zu diesem Thema sagen. Ich war schon bei unzähligen Therapeuten und Ärzten, die alle zu einer Hormonbehandlung zugestimmt haben, aber nur dann wenn meine Eltern zustimmen würden. Nun wurde mir von einer Ärztin gesagt, ich könne meinen Eltern das Sorgerecht entziehen lassen. Wir funktioniert das, an wen muss ich mich wenden?
Lg
 

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Duine

Aktives Mitglied
Warst du schon beim Jugendamt? Das sollte deine erste Anlaufstelle dafür sein. Die werden erst mal versuchen, zwischen euch zu vermitteln. Was dann passiert, und wie schnell es passiert, steht in den Sternen.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Gast Mama

Gast
Vielleicht darf ich dir aus Sicht einer Mutter antworten: Mein Sohn hat sich letztes Jahr offiziell als schwul geoutet (ich habe es fast 4 Jahre vermutet) und ich finde es wunderbar von ihm endlich den Mut aufgebracht zu haben. Unsere Bezeichnung ist jetzt westlichen entspannter.

Trotzdem mache ich mir, wenn ich ehrlich bin natürlich auch große Sorgen um ihn und den Weg den er geht und (und das erfüllt mich mich Scham) bin ich auch sehr traurig darüber nie Enkelkinder haben zu können.

Ein operativer Eingriff zu Geschlechtsumwandlung ist ein großer Schritt &wenn du mein Sohn wärst würde ich auch nicht zustimmen.

Ich würde dich in allem Unterstützen, dich lieben und achten, mit dir weinen und lachen, aber für einen so großen Schritt ist 16 in meinen Augen zu früh.
 

Duine

Aktives Mitglied
Liebe Gast Mama,

es geht doch gar nicht um eine operative Geschlechtsumwandlung. Es geht um eine Hormontherapie.
Und selbst wenn: Würdest du deine eigene Meinung echt über die aller Ärzte, Therapeuten, den Ethikrat und den Wunsch deines Kindes stellen? Das finde ich... seltsam.
 

weidebirke

Sehr aktives Mitglied
Aus dem Blickwinkel der seelischen Reife ist es zu früh, aus hormoneller Sicht schon fast zu spät. Die hormonelle Therapie bei Pubertierenden soll verhindern, dass sich die typischen sekundären Geschlechtsmerkmale ausprägen können.

Leider ist der Prozess nahezu irreversibel, weswegen die Eltern zu recht zögerlich sind. Sie entscheiden über Dein Wohl und Wehe und sind letztlich verantwortlich, wenn es doch die falsche Entscheidung war.

Das ist wirklich ein Dilemma. Auch wenn ich Dich sehr verstehe und Du in Deinem Wunsch so gefestigt wirkst, dass die Mediziner Dir solche Tipps geben.

Andererseits, vergiss nicht, nicht alles, was möglich ist, muss man auch machen lassen. Ein Fachmediziner im Bereich Transsexualität ist auch ein Botschafter seines Fachgebiets. Ich vergleiche sie gern mit Versicherungsvertretern, sie wollen auch ihr Handwerk verkaufen.

Wenn Du aber fest entschlossen bist, wende Dich ans Jugendamt und besprich dort die Möglichkeit die elterliche Zustimmung zu dieser Therapie gerichtlich ersetzen zu lassen (ein Sorgerechtsentzug ist nämlich völlig überzogen und nicht notwendig). Bedenk dabei, dass ein solches Vorgehen eine Menge familiäres Porzellan zerschlägt und Euer Vertrauensverhältnis nachhaltig erschüttern wird.
 

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