Hi... weißt du, wenn du gute, pausible Argumente bringst, die man wirklich verstehen und nachvollziehen kann, kann ich deine Argumentation sogar nachvollziehen....
Aber ehrlich, du wirst oft viel zu persönlich und.... echt nix gegen deine "persönliche" Meinung, aber bleib doch mal ETWAS objektiver!!!!!
Hosen kann man waschen...aber persönliche Beleidigungen selten wieder gut machen.
Ganz lieber Gruß... und fress mich mal nich gleich *gg* Le🙂😎
Du hast von sozialer Gerechtigkeit "geredet". Ein leerer Begriff und Schlagwort der Utopisten. Selbst der alte Enzensberger weiß, dass es soziale Gerechtigkeit nicht gab, gibt und geben wird:
"Enzensberger: Wer nicht davon träumt, kann einem nur leid tun. Es ist ja kein Zufall, dass es kein Parteiprogramm gibt, in dem nicht auf jeder Seite die soziale Gerechtigkeit beschworen wird. Zwar weiß niemand genau, was damit gemeint ist. Aber die Vorstellung, dass so etwas existieren könnte, ist nicht totzukriegen, obwohl es etwas Derartiges in der zehntausendjährigen Geschichte der Menschheit noch nie gegeben hat, und obwohl jeder weiß, dass es auf der Welt extrem ungerecht zugeht. Das fängt schon damit an, dass der eine schön, der andere hässlich, der eine gesund und der andere krank ist."
Weiter sagt er:
"Trotzdem ist es ein schöner Zug unserer Spezies, dass sie die Ungerechtigkeit nicht einfach resigniert hinnehmen will, auch wenn jeder falsche Prophet sich unsere Träume zunutze macht."
Alles also nett und schön, nur leider Wunschdenken.
Der Rest des Artikels ist meiner Meinung nach auch lesenswert. Obwohl Enzensberger sich selbst als "Marxisten" bezeichnet, scheint seine Argumentation durchweg reflektiert.
Zum Kapitalismus:
"SPIEGEL: Ist der Kapitalismus moralisch nicht kritisierbar?
"Enzensberger: Nichts ist leichter als das. Jede Sonntagspredigt schafft es mühelos. Nur habe ich den Eindruck, dass damit wenig getan ist. Und das hat seine Gründe. Fatalerweise hat der Kapitalismus, wenigstens in unserem Teil der Welt, einen in der ganzen Menschheitsgeschichte nie dagewesenen Wohlstand hervorgebracht, auf den die meisten von uns höchst ungern verzichten würden. Sie brauchen dabei gar nicht an das Mittelalter denken. Das Beispiel der Weimarer Republik genügt. Wie hat die überwiegende Mehrheit damals gelebt? Winzige, stinkende Wohnungen, Außenklo, Koks aus dem Keller ... "
>"Ich will das gar nicht ausmalen, und ich habe auch keine Lust, eine Hymne auf den Kapitalismus anzustimmen. Das hat der alte Marx besser gemacht, als ich es könnte. Lesen Sie den ersten Teil des "Kommunistischen Manifests"! Was den endgültigen Zusammenbruch dieser unerhörten ökonomischen Maschine betrifft, so lag er mit seiner Prognose völlig daneben, und ich fürchte und hoffe, dass es dabei bleibt, solange uns nichts Besseres einfällt.<"
In meinen Augen eine spitzen Homage an den Kapitalismus, weil aus dem Munde eines Marxisten
😉
Kapitalismuskritik: "Phantastischer Gedächtnisverlust" - 2 - Kultur - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten