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Demo der Landwirte

Genau, aber sowas wäre eben nur im interesse der kleinen lokalen Landwirte und nicht im Interesse der großen Agrarkonzerne, also wird die entsprechende Lobby schon nicht auf solche Einfälle kommen.

Ok, Zölle wären Eu-weit natürlich etwas schwierig zu realisieren, aber es gäbe doch genug Stellschrauben, wie man den Preisdruck zugunsten der kleinen Landwirte abfedern könnte.
Oder aber, man beschränkt die Subventionen eben ganz einfach auf kleine Betriebe bis zu einer gewissen Mindestgröße.

ich meine...nennt mich dumm, aber ich verstehe wirklich nicht, warum die kleinen Bauern für etwas auf die Straße rennen, das in erster Linie ihren großen Marktkonkurrenten nützt, die sie eigentlich vom Markt drängen. Und ich verstehe nicht, warum wir Steuerzahler, zum Schutz der Kleinen, die Großen finanzieren sollten, die die Kleinen dann noch mehr unter Druck setzen.

Aber schon klar: der Bauerverband hat dazu aufgerufen.
ich wette, würden die Bauern umschwenken und plötzlich dafür demonstrieren, dass wirklich nur kleine Betriebe subventioniert werden, würde der Bauernverband ganz schnell zurückrudern und die Proteste wieder einfangen.
Das habe ich mich die ganze Zeit gefragt. Aus welchen Löcher kommen die vielen Bauern gekrochen, den die Demo wirklich was nützt.
Die meisten arbeiten doch jetzt schon im Nebenerwerb.

Wenn ich jetzt lese, dass 100 h fast schon nicht mehr für eine Existenz reichen.
In 2 Jahren müssen es vielleicht 250 h sein.
Dann demonstrieren doch letztendlich die kleineren Bauern, damit die großen in Zukunft überleben?

Außerdem, die meisten Verbraucher wollen doch eigentlich lieber im Hofladen kaufen und sind im allgemeinen gegen Massentierhaltung.
 
Glaube ich nicht der Bauernverband prangert schon seit Jahrzehnten an das die kleinen Betriebe zu Gunsten der Großen weichen müssen.
das was die EU hier macht ist nicht anders als die Umsetzung des 1968 vorgestellten aber abgelehnten Manshold Plan. Alle kleinen Betriebe weg und dafür nur noch Agrarfabriken.
Das ist doch in der gesamten Geschäftswelt so. Kleine Boutiquen weichen großen Häusern, selbständig geführte Bäckereien, Metzgereien, etc. weichen den Ketten die sich überall in Rewe und Co. einkaufen.
Das ist doch nix besonderes, wenn das in der Landwirtschaft ebenso kommt.
 
Nicht nur ER hält an den Kürzungen fest, vor allem auch Lindner hält daran fest.
Trotzdem scheint es, als sei Habeck der große Buhmann.
Das ist doch schon sehr auffällig: Da geht es einfach um ein Narrativ, das bedient werden will: Also um Interessen, die garnichts mit den Interessen der Bauern zu tun haben (ich weiß, ich wiederhole mich).
warum wird denn auf Habeck losgegangen und nicht zB auf Lindners stures Festhlten an der schwarzen Null?
Also nicht dass ich es richtig fände, wenn jetzt Lindner bedroht würde (das wäre genuso kriminell), aber das Gesamtbild ist doch schon ziemlich eindeutig: Hier werden die Bauern benützt, um gezielt zu zündeln.

Es passt halt einfach zuuuu gut in das Bild: Wir rechtschaffenen Bürger gegne die links-grüne-Verbotsdiktatur
Überlegen wir doch einfach mal, warum sich die Kritik der Bauern gezielt gegen SPD/Grüne und nicht gegen die FDP richtet.

1. Was war der Hauptauslöser dafür, dass es überhaupt für die Regierung notwendig ist irgendwoher Geld zu beschaffen?
Es war der verfassungswidrige Haushalt.
Wer trägt die Hauptschuld am verfassungswidrigen Haushalt?
Die Idee dazu hatte Olaf Scholz in seinen letzten Monaten als Finanzminister. Dieser Deal wurde eingefädelt um all die Ziele von SPD und Grünen umzusetzen.

2. Wer trägt die Hauptschuld daran, dass ausgerechnet die Bauern belastet wurden?
Entschieden haben es die drei Spitzen der Ampelparteien. FDP Chef Lindner hat sich aber schon immer gegen Mehrbelastungen ausgesprochen. Er hätte vermutlich eher am Klimafonds oder geplanten Erhöhungen von Sozialleistungen gespart. Es waren die Grünen und die SPD, die sich so fürstlich am Haushalt bedient haben, dass für nichts mehr Geld übrig ist. Auch das gezielt Agrardiesel teurer wird, trägt sehr eindeutig eher die Grüne Handschrift und nicht die Handschrift der FDP, die sich in der Regierung immer für Autofahrer und auch Benzin/Diesel stark gemacht hat.

3. Welche Partei führt Landwirtschaftsministerium? Richtig, die Grünen

4. Welche politische Richtung hat in den letzten Jahren die negativen Einschnitte für Landwirte vorangebracht? Also zum Beispiel die Bürokratie. Die FDP wohl kaum, deren Programm ist im Kern ja Vereinfachung und Entbürokratisierung. Es war eher die SPD zusammen mit der CDU, die es den Bauern schwerer gemacht hat. Und die meisten Auflagen und Verbote wurden aufgrund Umweltrichtlinien erlassen, also grünes Programm.

5. Wer hat nach dem Urteil über die Verfassungswidrigkeit des Haushaltes versprochen, dass sich im Alltag nichts ändert und steht jetzt wegen der Änderungen für die Bauern als Lügner da? Richtig, Olaf Scholz

Ich würde sagen, dass ist ein 5:0 dafür, dass es SPD und Grüne Schuld sind.

Schlimmstenfalls kann man Lindner vorwerfen, dass es an der Schuldenbremse festhält. Aber das muss er. Es ist Teil der Verfassung. Wenn diese Regierung nicht daran festhält, ist der Haushalt wieder verfassungswidrig!
 
Das ist doch in der gesamten Geschäftswelt so. Kleine Boutiquen weichen großen Häusern, selbständig geführte Bäckereien, Metzgereien, etc. weichen den Ketten die sich überall in Rewe und Co. einkaufen.
Das ist doch nix besonderes, wenn das in der Landwirtschaft ebenso kommt.

Für den nicht der nicht verstanden hat welche Auswirkungen das hat ist es nichts besonderes, stimmt.
Du kann keinen LW Betrieb vergleichen mit einer Bäckerei ist doch eigentlich logisch oder?
 
Das habe ich mich die ganze Zeit gefragt. Aus welchen Löcher kommen die vielen Bauern gekrochen, den die Demo wirklich was nützt.
Die meisten arbeiten doch jetzt schon im Nebenerwerb.

Wenn ich jetzt lese, dass 100 h fast schon nicht mehr für eine Existenz reichen.
In 2 Jahren müssen es vielleicht 250 h sein.
Dann demonstrieren doch letztendlich die kleineren Bauern, damit die großen in Zukunft überleben?

Außerdem, die meisten Verbraucher wollen doch eigentlich lieber im Hofladen kaufen und sind im allgemeinen gegen Massentierhaltung.

Das ist mit Verlaub völliger Blödsinn, die Zahl der NE Betriebe stagniert das es sich einfach nicht mehr rechnet.

Ein paar Kennzahlen

1975 galt
15ha und 10 Milchleistungskühe als gesicherter Vollerwerbsbetrieb

1985 galt es Existenzgrundlage ein 100ha Ackerbaubetrieb ohne Viehhaltung

1995 waren es schon 300ha und heute redet man von 500ha als Exzistenzgrundlage.

Die Zahl war zwar immer rein statistisch und ist es auch heute noch da man sich nach der Wende an ostdeutschen Betriebsgrößen orientierte und daran hat sich auch nichts geändert.
Würde das stimmen wären 97% aller Westdeutschen Gutshöfe nicht mehr ausreichend groß genug, das ist natürlich Blödsinn.

In den USA das gleiche, man orientiert sich an den beiden Staaten mit den Riesenflächen und Farmen.
dabei wird völlig außer acht gelassen das 50Staaten der USA Kleinstrukturierte Landwirtschaft betreibt vergleichbar mit der Westdeutschen.
Man orientiert sich als Berechnungsgrundlage also immer am Superlativ und das halten viele zu recht als falsch.
 
Hier dreht sich die Spirale doch weiter. Demnächst kann sich nur der einen Hof leisten, bzw. davon existieren, der 200 oder 500 h zur Verfügung hat.
Wer jetzt noch einen 100 h Betrieb hat, kann sich das womöglich doch schon jetzt nicht mehr mit den neusten Auflagen leisten. Vielleicht macht es jetzt mit ach und krach mit, nimmt Kredite auf für die geforderten Investitionen. Dann gibt es wieder neue Bestimmungen der EU. Kann er dann nicht mehr so schnell leisten und der Betrieb ist doch noch insolvent.

Außerdem, je größer der Betrieb, desto mehr Massentierhaltung. Genau gegen die Massentierhaltung wird doch derzeit auch protestiert. Auch bevorzugt der Verbraucher Gemüse aus ökologischen Anbau und nicht aus solchen Agra-Fabriken.
Irgendwie passt das alles nicht zusammen.

Der Protest sollte sich gegen die Gesetze der EU richten, dann haben die mittleren oder kleineren Betriebe noch eine Chance.
Ansonsten sind nur so Firmen wie Monsanto der Gewinner und vielleicht noch eine Hand von landwirtschaftliche Großbetrieben, so wie es jetzt nur noch wenige Supermärkte unterschiedlicher Inhaber gibt. Oder es geht in Richtung Kolchose.

Ich frag mich nun.
Was genau beabsichtigt eigentlich die EU ?
Was wollen die Bauern genau?
Was wollen die Verbraucher?


Und nicht zuletzt, wie können die auf einem gemeinsamen Nenner kommen?


Monsanto existiert nicht mehr als selbstständiges Unternehmen sondern gehört zu deom Chemieriesen Bayer.

Die Betriebsgröße hat nichts mit der Massentierhaltung zu tun da liegst du fassch, ein 500ha betrieb hat nicht automatisch auch Tierhaltung.
Übrigens die größte Fleischproduktionsanlage steht übrigens in den NL, genau so wie die größte Biogasanlage in NL betrieben wird.

Wer heute 100ha in Eigentum besitzt kann durchaus noch im Vollerwerb arbeiten und sich auch die Technik leisten. Wie in jedem Unternehmen steht und fällt das Betriebsergebnis mit dem Können des Betriebsleiters.

Die EU will nur noch Großbetriebe, man setzt schleichend den Manshold Plan von 1968 um der damals krachend scheiterte.

Die Landwirte wollen und brauchen eine vernünftige Preispolitik dies aber bedingt auch eine Anhebung der lebensmittepreise und das wiederum wollen die Verbraucher nicht.

Die Verbraucher wollen Nahrungsmittel in TOP Qualität zu Dumpingpreisen weil geiz geil ist.
 
Das ist mit Verlaub völliger Blödsinn, die Zahl der NE Betriebe stagniert das es sich einfach nicht mehr rechnet.

Ein paar Kennzahlen

1975 galt
15ha und 10 Milchleistungskühe als gesicherter Vollerwerbsbetrieb

1985 galt es Existenzgrundlage ein 100ha Ackerbaubetrieb ohne Viehhaltung

1995 waren es schon 300ha und heute redet man von 500ha als Exzistenzgrundlage.

Die Zahl war zwar immer rein statistisch und ist es auch heute noch da man sich nach der Wende an ostdeutschen Betriebsgrößen orientierte und daran hat sich auch nichts geändert.
Würde das stimmen wären 97% aller Westdeutschen Gutshöfe nicht mehr ausreichend groß genug, das ist natürlich Blödsinn.

In den USA das gleiche, man orientiert sich an den beiden Staaten mit den Riesenflächen und Farmen.
dabei wird völlig außer acht gelassen das 50Staaten der USA Kleinstrukturierte Landwirtschaft betreibt vergleichbar mit der Westdeutschen.
Man orientiert sich als Berechnungsgrundlage also immer am Superlativ und das halten viele zu recht als falsch.
Mit 1975 gehe ich ja noch mit, 1985, 300 ha finde ich schon zu hoch gegriffen und
heute 500 ha als Existenzgrundlage ?
Das sind 5 Quadratkilometer Fläche !

Die Industrie stellt sich ja auch schon drauf ein, so sieht die Landwirtschaft demnach in Zukunft aus:

Ich frage mich nur ob die Bauern in der Mehrzahl wirklich dafür protestieren, bzw. ob denen das so bewusst ist.
 
Mit 1975 gehe ich ja noch mit, 1985, 300 ha finde ich schon zu hoch gegriffen und
heute 500 ha als Existenzgrundlage ?
Das sind 5 Quadratkilometer Fläche !

Die Industrie stellt sich ja auch schon drauf ein, so sieht die Landwirtschaft demnach in Zukunft aus:

Ich frage mich nur ob die Bauern in der Mehrzahl wirklich dafür protestieren, bzw. ob denen das so bewusst ist.


Ich weiß wieviel Fläche das ist, ich bin/war Landwirt.

Vertical Farming ist reine Utopie, die Menschheit ist so niemals zu ernähren, diese Form der Nahrungsmittelproduktion erfordert ja nicht nur eine völlig neue Form der Architektur sondern erfordert praktisch von jedem Menschen ein Umfangreiches landwirtschaftliches Wissen.

Neben dem Weltmarktführer John Deere sind viele in diesem Bereich der autonomen Landbewirtschaftung am forschen.
Fast jeder Hersteller und viele Universitäten forschen daran schon seit vielen Jahren.

So gibt auch wie im Bild ersichtlich erste nutzbare Erfolge, nur ist diese Technik noch lange nicht Serienreif und in ihrer Schlagkraft sehr begrenzt.
Zudem sträuben sich sich die Landwirte gegen diese Technik weil sie selber dann nur noch am PC sitzen
oder AKF (Ackerkontrollfahrt) machen.

Der Landwirt verkommt so zum Kontrolleur das hat mit Landwirtschaft aus Leidenschaft nichts mehr zu tun. es ist ja gerade der Umgang mit der Technik der den Spaß bringt neben allen andern Arbeiten.
 
Ich weiß wieviel Fläche das ist, ich bin/war Landwirt.

Vertical Farming ist reine Utopie, die Menschheit ist so niemals zu ernähren, diese Form der Nahrungsmittelproduktion erfordert ja nicht nur eine völlig neue Form der Architektur sondern erfordert praktisch von jedem Menschen ein Umfangreiches landwirtschaftliches Wissen.

Neben dem Weltmarktführer John Deere sind viele in diesem Bereich der autonomen Landbewirtschaftung am forschen.
Fast jeder Hersteller und viele Universitäten forschen daran schon seit vielen Jahren.

So gibt auch wie im Bild ersichtlich erste nutzbare Erfolge, nur ist diese Technik noch lange nicht Serienreif und in ihrer Schlagkraft sehr begrenzt.
Zudem sträuben sich sich die Landwirte gegen diese Technik weil sie selber dann nur noch am PC sitzen
oder AKF (Ackerkontrollfahrt) machen.

Der Landwirt verkommt so zum Kontrolleur das hat mit Landwirtschaft aus Leidenschaft nichts mehr zu tun. es ist ja gerade der Umgang mit der Technik der den Spaß bringt neben allen andern Arbeiten.
Utopie ist Vertikal Farming auch wieder nicht, zumindest nicht in China:

Was die Technik angeht, John Deere würde das nicht entwickeln, wenn der Markt nicht dahingeht, zumindest lauft Prognose.
Die Bauern die sich gegen die Technik sträuben, bleichen dann auch der Streck oder finden noch eine kleine Nische als Alternativ-Öko-Betrieb, welche Produkte der Verbraucher, dann teuer bezahlen muss.

Auf der anderen Seite, ein großes Thema könnte auch noch künstliches Fleisch werden, daran wird ja auch mit Hochdruck gearbeitet.

Wer dann noch echtes Fleisch will, muss dann wohl richtig was an Zaster hinlegen.

Dann noch, Pflanzen aus den 3D Drucker:

Mich würde da schwindelig, wenn ich heute Landwirtin wäre.
 

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