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Das (schwere) Leben mit der Familie meines Partners

Lebe dein Leben wie du es möchtest. Du warst bisher seit du 20 bist unabhängig und wohnst alleine, dann macht es meiner Meknung nach, keinen Sinn jetzt diesen Rückschritt zu gehen und bei Seiner Familie einzuziehen. Ich finde es eher nicht normal, dass einer mit 30 Jahren noch bei seinen Eltern lebt und verlangt, seine schwangere Freundin soll auch dort einziehen. Ihr seid selber erwachsen ihr könnt und sollt euer eigenes Leben aufbauen, euer eigenes Leben als Paar und als Familie.

Alles andere gibt noch mehr Stress, erst recht wenn das Baby das ist. Dann heißt es später auch, du sollst dich anpassen daran, wie du das Kind erziehst usw. Er wird da immer Rückendeckung von der Familie haben und du stehst zu Not alleine mit deiner Meinung. Jetzt stellt er sich ja auch mehr auf die Seite seiner Familie, als auf deine. Flexibel ist er gerade ja auch nicht. Find ich lächerlich dir vorwerfen unflexibel zu sein, selbst aber mit 30 bei den Eltern zu wohnen.
 
Ich darf mich dann für 3-4 Wochen komplett neu anpassen. Plötzlich kann ich nicht mehr essen wann ich möchte, sondern muss mit seiner Familie um 12 Uhr am Mittagstisch sitzen, das "Kinderzimmer" meines Freundes muss so bleiben wie es ist, es darf nichts umgestellt werden (obwohl ich Ende des Jahres mit dem Baby dorthin soll darf ich nichts planen),

Ich finde diese Wohnsituation unerträglich, nicht die Essenszeit.

Ihr seid da nicht 1 x jährlich für 14 Tage in der Urlaubszeit.
Ihr LEBT da regelmäßig.
Das funktioniert so nicht, wenn man dabei zufrieden sein möchte.
Und das funktiiniert so schon gar nicht mehr mit Kind.

Ein Mehrgenerationen-Wohnen kann funktionieren. Aber nicht auf diese Weise.
Entweder locker und WG-artig, jeder macht sein Ding, und es gibt Absprachen und Regeln. Es kann, aber muss nicht miteinander gegessen werden, die Küche wird sauber hinterlassen usw.

Oder abgeschlossene Wohneinheiten. Und man verabredet sich gelegentlich oder regelmäßig zu gemeinsamen Mahlzeiten u.ä., lebt aber ansonsten sein Leben in seinem Bereich.

Dein Lebensgefährte muss langsam mal erwachsen werden. Er wird nämlich bald Vater!

Und du könntest vorausdenken.
Mit Kind wird immer wieder Flexibilität gefragt sein.
Auch bezüglich Essenszeiten. Da wird Bewegung reinkommen, spätestens mit Fremdbetreuung, Schule.
Gewisse Abläufe sind gut, ebenso wie Familiebrituale. Das gibt Sicherheit, Stabilität. Nur zu starr darf das nicht sein, sonst erzeugt es Stress. Da kannst du für dich schauen, wo du stehst.
 
Die ersten 3 Jahre schon so jeden 2. Monat für 1 Monat
jeweils 6 Monate im Jahr in DE und 6 Monate im Ausland
Was für ein Hin und Her!
Und das dann noch mit einem Säugling.
Gerade da braucht es doch Ruhe und Beständigkeit.
Du weißt ja jetzt auch noch gar nicht, wie es wird mit dem Baby.
Natürlich wünsche ich dir ein unkompliziertes Kind, aber eine Garantie gibt es halt nicht.

Sorry für's Schwarzmalen, aber ich finde das beim Lesen schon fast unerträglich.
Lese auch nirgends, dass dein Partner mal ein bisschen auf dich eingeht.
Außer dir vorzuwerfen, du seist unflexibel, sagt er nichts dazu?

Ich würde dir raten, das ganze mal zu visualisieren:
Du musst alle paar Wochen die Sachen für dich und das Kind packen,
lange Fahrt,
ankommen, sich umstellen, anpassen,
dann wieder Klamotten packen, wieder lange Fahrt.....usw.

Stell dir auch vor, wie du da lebst, du hast vorhin schon geschrieben, dass du dich mit seinen Eltern nicht gut verstehst, dass keine Freunde dort sind, keine Abwechslung...
Klingt nicht so, als wäre zumindest der Kontakt zu anderen Eltern mit jungen Kindern möglich.

Ich rede jetzt nur von dem Wohnort seiner Eltern, bei dir zuhause liegt ja nicht das Problem.
Stell dir mal einen Tag dort vor, von früh bis spät.
Wie würde der wahrscheinlich ablaufen?
Wie würdest du dich fühlen?
Stell dir das so bildhaft wie möglich vor, in so vielen Einzelheiten wie möglich.
Du wärst quasi den ganzen Tag mit dem Kind alleine, oder hättest nervige Leute um dich herum.
Könntest du dir innere Ruhe verschaffen, eine emotionale Basis, um eine gute Zeit für dich und mit eurem Kind zu haben, und vor allem, auch schwierige Situationen (Kind ist nicht zu beruhigen, hat Fieber o.ä.) zu bewältigen?
Was fühlst du?

Danach würde ich entscheiden, aber davon ganz abgesehen:
Rede mit deinem Partner, ihr werdet Eltern!
Da sollte er schon die Cochones haben, mit seiner Partnerin gemeinsam eine Entscheidung zu treffen, die für alle drei gut ist,
und im Idealfall ist das mMn nicht das Hotel Mama.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mit kleinem Kind in der Einöde wäre schon ein No-go, was wenn was ist mit dem Kind, gibt es dort einen Arzt oder Krankenhaus in gut erreichbarer Nähe, Kleinkinder entwickeln oft von jetzt auf gleich irgendwas wo ein Arzt drauf schauen sollte. Mit Spielkameraden für später wird da vermutlich auch nicht viel laufen, wenn es dort sehr einsam ist. Ist logisch daß der Partner sich sehr gern ins gemachte Nest bei den Eltern setzt, aber für Dich wäre das ungut, Du wärst da durch das Kind praktisch angekettet und unter ihrer Fuchtel. Klingt irgendwie nicht so gut, das alles. Ständiger Umzug ist auch Streß pur, auch fürs Kind. Lieber mal im ersten Jahr oder so lange es nötig ist an einem Ort bleiben, und zwar dort wo es am günstigsten für Dich und das Kind ist, der KV muß mal lernen zurückzustecken.
 
Hallo Alle 🙂,

mein Partner (30 J.) und ich (26 J.) sind nun seit 1,5 Jahren zusammen und erwarten bald unser 1. Kind. Er kommt aus dem deutschsprachigen Ausland. Er hat vor unserer Beziehung nie alleine gelebt. Seit dem Tod seiner Oma wohnt er also mit seiner Mutter und seinem Opa im Haus zusammen. Er muss immer mal wieder aus beruflichen und privaten Gründen zurück in die Heimat.
Ich wohne seit meinem 20 LJ. alleine oder mit Partner oder in WG's. Ich habe mir über die Jahre einfach schon meinen kleinen Alltag kreiert und weiche da ungerne von ab.
In Deutschland leben wir zusammen in einer Wohnung, ich musste mich etwas anpassen (z.B dass er sein Homeoffice hier macht, obwohl wir nur 2 Zimmer haben) aber auch er hat sich angepasst (z.B. an meine geliebten späten Mittagszeiten von 16 Uhr).
Momentan bin ich im Beschäftigungsverbot und habe viel freie Zeit. Mein Partner wünscht sich gerne, dass ich für die Zeit die er nach Hause muss mitkomme, damit ich nicht alleine bin und er mich bei sich haben kann. Anfang denk ich immer 'ja, Kein Problem', doch wenn ich länger drüber nachdenke, weiß ich einfach, dass es wie immer wird. Ich darf mich dann für 3-4 Wochen komplett neu anpassen. Plötzlich kann ich nicht mehr essen wann ich möchte, sondern muss mit seiner Familie um 12 Uhr am Mittagstisch sitzen, das "Kinderzimmer" meines Freundes muss so bleiben wie es ist, es darf nichts umgestellt werden (obwohl ich Ende des Jahres mit dem Baby dorthin soll darf ich nichts planen), es ist eine große Einöde dort, keine Läden, immer die gleichen Spazierwege, keine Freunde, wenn mein Freund dann Feierabend hat ist auch das einzige was wir tun können Spazieren. Mein Freund sagt ich sei zu unflexibel und ich sollte mich anpassen, allerdings habe ich da wirklich keinen Nerv zu mich an seine Familie anzupassen. Ich möchte mein Leben so weiterleben, nur eben an einem anderen Ort und hätte er seine eigene Bleibe (wie die meisten 30 Jährigen) wäre das ja auch nie ein Problem. Ich habe letztes Jahr schon für ihn versucht dort zu leben und dort hinzuziehen und da war das auch schon ein Problem mit der Familie... bin daher wieder zurückgekommen.
Wie steht ihr zu dem Thema? Bin ich zu engstirnig?
Mit den Schwiegereltern zusammenleben ist eigentlich kein Problem. Ich habe das auch viele Jahre lang und viele meiner Generation auch heute noch und es funktioniert.
 
Lebe dein Leben wie du es möchtest. Du warst bisher seit du 20 bist unabhängig und wohnst alleine, dann macht es meiner Meknung nach, keinen Sinn jetzt diesen Rückschritt zu gehen und bei Seiner Familie einzuziehen. Ich finde es eher nicht normal, dass einer mit 30 Jahren noch bei seinen Eltern lebt und verlangt, seine schwangere Freundin soll auch dort einziehen. Ihr seid selber erwachsen ihr könnt und sollt euer eigenes Leben aufbauen, euer eigenes Leben als Paar und als Familie.

Alles andere gibt noch mehr Stress, erst recht wenn das Baby das ist. Dann heißt es später auch, du sollst dich anpassen daran, wie du das Kind erziehst usw. Er wird da immer Rückendeckung von der Familie haben und du stehst zu Not alleine mit deiner Meinung. Jetzt stellt er sich ja auch mehr auf die Seite seiner Familie, als auf deine. Flexibel ist er gerade ja auch nicht. Find ich lächerlich dir vorwerfen unflexibel zu sein, selbst aber mit 30 bei den Eltern zu wohnen.
Warum soll es ein Rückschritt sein wenn man bei (Schwieger)Eltern einzieht? Die entscheidende Frage ist ob man alleine seinen Haushalt führen kann oder ob das die Eltern noch machen.
 
Wie lange wirst du nicht arbeiten gehen?
Spätestens, wenn das Kind in die Betreuung ist dieses "Wechselmodell" nicht mehr möglich.
Habt ihr darüber schon gesprochen?
Wann kommt das Kind?
 

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