Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Das (schwere) Leben mit der Familie meines Partners

Ich schließe mich an - bloß nicht dort hin ziehen!
Was ich bemerkenswert finde: ihr kennt euch noch nicht lange, 1,5 Jahre - das ist ja im Grunde gar nichts.
Und jetzt hat sich schon Nachwuchs angekündigt - ob geplant oder nicht, jedenfalls ist das jetzt eine besondere Herausforderung, die ihr nur stemmen könnt, wenn ihr an einem Strang zieht. Hoffentlich ist der werdende Vater schon genügend abgenabelt und steht fest hinter dir ... dich zu seiner Familie zu verfrachten, wenn es da für dich absolut nichts zu tun gibt - das ist kein gutes Ansinnen. Das müsste er eigentlich verstehen.
 
Hallo Alle 🙂,

mein Partner (30 J.) und ich (26 J.) sind nun seit 1,5 Jahren zusammen und erwarten bald unser 1. Kind. Er kommt aus dem deutschsprachigen Ausland. Er hat vor unserer Beziehung nie alleine gelebt. Seit dem Tod seiner Oma wohnt er also mit seiner Mutter und seinem Opa im Haus zusammen. Er muss immer mal wieder aus beruflichen und privaten Gründen zurück in die Heimat.
Ich wohne seit meinem 20 LJ. alleine oder mit Partner oder in WG's. Ich habe mir über die Jahre einfach schon meinen kleinen Alltag kreiert und weiche da ungerne von ab.
In Deutschland leben wir zusammen in einer Wohnung, ich musste mich etwas anpassen (z.B dass er sein Homeoffice hier macht, obwohl wir nur 2 Zimmer haben) aber auch er hat sich angepasst (z.B. an meine geliebten späten Mittagszeiten von 16 Uhr).
Momentan bin ich im Beschäftigungsverbot und habe viel freie Zeit. Mein Partner wünscht sich gerne, dass ich für die Zeit die er nach Hause muss mitkomme, damit ich nicht alleine bin und er mich bei sich haben kann. Anfang denk ich immer 'ja, Kein Problem', doch wenn ich länger drüber nachdenke, weiß ich einfach, dass es wie immer wird. Ich darf mich dann für 3-4 Wochen komplett neu anpassen. Plötzlich kann ich nicht mehr essen wann ich möchte, sondern muss mit seiner Familie um 12 Uhr am Mittagstisch sitzen, das "Kinderzimmer" meines Freundes muss so bleiben wie es ist, es darf nichts umgestellt werden (obwohl ich Ende des Jahres mit dem Baby dorthin soll darf ich nichts planen), es ist eine große Einöde dort, keine Läden, immer die gleichen Spazierwege, keine Freunde, wenn mein Freund dann Feierabend hat ist auch das einzige was wir tun können Spazieren. Mein Freund sagt ich sei zu unflexibel und ich sollte mich anpassen, allerdings habe ich da wirklich keinen Nerv zu mich an seine Familie anzupassen. Ich möchte mein Leben so weiterleben, nur eben an einem anderen Ort und hätte er seine eigene Bleibe (wie die meisten 30 Jährigen) wäre das ja auch nie ein Problem. Ich habe letztes Jahr schon für ihn versucht dort zu leben und dort hinzuziehen und da war das auch schon ein Problem mit der Familie... bin daher wieder zurückgekommen.
Wie steht ihr zu dem Thema? Bin ich zu engstirnig?
Du könntest ja auch nur anstandshalber eine Woche mitkommen und dann wieder nachhause fahren.
Gründe für die Rückkehr gibt es bestimmt, wenn Du welche finden willst.
 
jeweils 6 Monate im Jahr in DE und 6 Monate im Ausland

Das geht noch einige Jahre, doch spätestens 1 Jahr vor Schulbeginn sollte sich das ändern, damut das Kind stabile Kontakte aufbauen kann.

In welchem Land also soll euer fester Wohnsitz mal liegen?
Das solltet ihr besprechen.
Und euch dort etwas Eigenes aufbauen. Weder 2-Zi-Wohnung noch Einöde bei seinen Eltern passen da.

Und bis dahin könntest du immer mal 1, 2 Wochen zu Besuch bei seinen Eltern verbringen, mehr aber nicht. Sollte er verstehen, dass das für dich, eure Beziehung und das Kind nicht gut wäre, wenn du gestresst bist dadurch.
 
Wenn das Kind da ist, müsst ihr als Eltern euch zwangsläufig anpassen. Unpünktliche Esssenszeiten stellen dann im Allgemeinen das geringste Problem dar.
Ich kann verstehen, dass dich die Gegebenheiten in der Heimat deines Freundes nerven, aber dich jetzt schon in Flexibilität zu üben, dürfte nicht schaden.
Solltet ihr längerfristig regelmäßig dort sein wollen, wäre eine eigene Bleibe in der Nähe sicherlich besser, aber halt auch teurer. Zwei Wohnungen sowie sämtliche andere Ausgaben mit nur einem Gehalt zu finanzieren, stelle ich mir schwierig vor.
 
Hallo Alle 🙂,

mein Partner (30 J.) und ich (26 J.) sind nun seit 1,5 Jahren zusammen und erwarten bald unser 1. Kind. Er kommt aus dem deutschsprachigen Ausland. Er hat vor unserer Beziehung nie alleine gelebt. Seit dem Tod seiner Oma wohnt er also mit seiner Mutter und seinem Opa im Haus zusammen. Er muss immer mal wieder aus beruflichen und privaten Gründen zurück in die Heimat.
Ich wohne seit meinem 20 LJ. alleine oder mit Partner oder in WG's. Ich habe mir über die Jahre einfach schon meinen kleinen Alltag kreiert und weiche da ungerne von ab.
In Deutschland leben wir zusammen in einer Wohnung, ich musste mich etwas anpassen (z.B dass er sein Homeoffice hier macht, obwohl wir nur 2 Zimmer haben) aber auch er hat sich angepasst (z.B. an meine geliebten späten Mittagszeiten von 16 Uhr).
Momentan bin ich im Beschäftigungsverbot und habe viel freie Zeit. Mein Partner wünscht sich gerne, dass ich für die Zeit die er nach Hause muss mitkomme, damit ich nicht alleine bin und er mich bei sich haben kann. Anfang denk ich immer 'ja, Kein Problem', doch wenn ich länger drüber nachdenke, weiß ich einfach, dass es wie immer wird. Ich darf mich dann für 3-4 Wochen komplett neu anpassen. Plötzlich kann ich nicht mehr essen wann ich möchte, sondern muss mit seiner Familie um 12 Uhr am Mittagstisch sitzen, das "Kinderzimmer" meines Freundes muss so bleiben wie es ist, es darf nichts umgestellt werden (obwohl ich Ende des Jahres mit dem Baby dorthin soll darf ich nichts planen), es ist eine große Einöde dort, keine Läden, immer die gleichen Spazierwege, keine Freunde, wenn mein Freund dann Feierabend hat ist auch das einzige was wir tun können Spazieren. Mein Freund sagt ich sei zu unflexibel und ich sollte mich anpassen, allerdings habe ich da wirklich keinen Nerv zu mich an seine Familie anzupassen. Ich möchte mein Leben so weiterleben, nur eben an einem anderen Ort und hätte er seine eigene Bleibe (wie die meisten 30 Jährigen) wäre das ja auch nie ein Problem. Ich habe letztes Jahr schon für ihn versucht dort zu leben und dort hinzuziehen und da war das auch schon ein Problem mit der Familie... bin daher wieder zurückgekommen.
Wie steht ihr zu dem Thema? Bin ich zu engstirnig?

Auf gar keinen Fall dort hinziehen. Du solltest dir mit deinem Partner etwas neues aufbauen, was für euch beide akzeptabel ist. "Mittagessen" um 16:00 ist leicht bizarr, Mittag würde man eher auf 12:00 verorten, oder? Aber wenn du eben nicht so eng bei der Familie wohnen würdest, könntet ihr das ja so machen, wie ihr wollt.

Dein Freund sagt, du bist unflexibel und sollst dich anpassen. Aber was macht er? Er lebt wie als Sohn, als wäre er nie erwachsen geworden.

Das wird so nicht funktionieren.
 
Auch wenn das nicht das eigentliche Thema deines Threads ist....

...ich würde dir raten, dich wirtschaftlich nicht zu sehr von ihm abhängig zu machen.

Umso unabhängiger bist du auch, was seine Vorstellungen betrifft, wie ihr die Hälfte eures Alltags verbringen sollt.

Nachträgliche Ergänzung: Ich habe ganz kurz in ein anderes Thema von dir reingelesen. Was sagt denn dein Therapeut zum "geplanten Pendeln"? Wie soll so eine vernünftige Therapie möglich sein?
 
Ja, das mit der wirtschaftlichen Unabhängigkeit, was @früher-vogel meint, finde ich auch extrem wichtig.
Sowohl für die Situation als auch für dein eigenes psychisches Gleichgewicht.

Dein Partner sieht dich als unflexibel an...das Problem wird sich eher verdichten, wenn das Baby da ist. Dann sollst du vielleicht nicht nur um 12.00 am Mittagstisch sitzen, weil "sich das so gehört" , sondern das Baby kommt nachts vor die Tür, weil "Schreien die Lungen kräftigt".
Das ist jetzt so der worst case, so schlimm muss es nicht kommen...aber dass es noch sehr viel konfliktbeladener wird, wenn du mit Baby mit zur Familie ziehst, darauf kannst du dich imo zuverlässig einstellen.

Will dein Partner jetzt, wo er selbst Vater wird, nicht mal endgültig da abnabeln? Oder stellt er sich dauerhaft so ein Mehrgenerationenhaus vor? Sowas kann schön sein, wenn alle Generationen sich jeweils so sein lassen, wie sie eben sind. Aber doch nicht, wenn es schon Stress wegen der Essenszeiten gibt, was wollen die denn machen, wenn mal ein Konflikt aufkommt, der diesen Namen wirklich verdient!
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
JPreston Schwere Erkrankung der Mutter im Ausland Familie 179
E Eltern haben mein Leben in Rechnung gestellt Familie 188
D Mit einer toxischen Familie leben Familie 12

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben