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Das Modell Familie am Ende?

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Lenk du mal lieber nicht davon ab, dass deine Kritikpunkte ziemlich undurchdachter Nonsens sind.

Aber netter Versuch. 😉


friek,

Du klassifizierst Beiträge anderer Schreiber als, ich zitiere dich, "ziemlich undurchdachter Nonsens", merkst dabei aber nicht, dass Du seit etlichen Postings hier rumgeiferst, maßlos, bösartig und respektlos auf andere Schreiber/innen losgehst.
Narrenfreiheit ist das Eine, Substanzlosigkeit das Andere. Kombiniert man beides, ist das nicht ungefährlich. Du verletzt nicht nur Menschen, Du beschädigst auch den Anspruch des Forums, wie er in seinem Namen zum Ausdruck kommt.

Ich wundere mich sehr.

Burbacher
 
Dass viele Frauen heute dank eines eigenen hinreichenden Erwerbseinkommens nicht mehr darauf angewiesen sind, in einer schrecklichen, unglücklichen Ehe zu verharren, nur um finanziell versorgt zu sein, ist eine positive Entwicklung. Früher hielten viele Ehen nur, weil die Frauen, gerade wenn sie auch noch Kinder hatten, keine andere Wahl hatten. Längst nicht alle langen Ehen waren glücklich.
Heute erwarten allerdings viele Menschen zuviel von der Ehe. Der andere soll alle Ansprüche erfüllen. Die materiellen Ansprüche (Lebensstandard) sind unersättlich, führen zur Überschuldung und tragen zur Trennung bei. Die Kinder müssen super funktionieren und sich zum Angeben eignen.
Und so manche harmonische Familie schottet sich auch sehr nach außen ab und will mit Alleinstehenden möglichst wenig zu tun haben, weil mit denen ja wohl "irgendwas nicht stimmen kann". Familienmenschen machen sich auch herzlich wenig Gedanken darüber, wie es dazu gekommen sein könnte, dass jemand keine Familie hat. Diese Einstellung finde ich abstoßend, sodass es mich seit einigen Jahren nicht mehr so sehr berührt, wenn Familien zerbrechen. Wer keine Familie hat, der wird gesellschaftlich erst recht allein gelassen und muss sehen, wo er bleibt.
Genau so ist es. Aber Mensch ist nicht gleich Mensch. Manche können nicht ohne Familie um sich herum, andere können mit ständigem Tohuwabohu um sich herum nicht. Solange jeder nach seiner eigenen Fasson wählen kann, was (und wieviel davon) ihm gut tut, gibt es keine Probleme. Probleme gibt es beispielsweise dann, wenn jemand anderes meint, einem die eigenen Vorstellungen aufzwingen zu müssen. Und die übersteigerten Ansprüche sind oft in Wahrheit nur Ausdruck mangelnden Selbstwertgefühls, das mit Statussymbolen ("mein Haus, mein Boot... meine perfekt funktionierenden Kinder"...) kompensiert werden muß. Weil man offensichtlich Angst hat, von "den anderen" gesellschaftlich und sozial abgehängt zu werden, wobei "diese anderen" sich wiederum von einem selbst beeinflussen lassen, das klassische Rennen der Roten Königin... aber sobald immer mehr Menschen aus diesem System aussteigen, weil sie selbstbewußt genug sind zu sagen "genug ist mir genug, und mehr brauche ich nicht als das", verliert dieses Wettrennen an gesellschaftlicher Bedeutung.
 
Dass viele Frauen heute dank eines eigenen hinreichenden Erwerbseinkommens nicht mehr darauf angewiesen sind, in einer schrecklichen, unglücklichen Ehe zu verharren, nur um finanziell versorgt zu sein

Das waren sie auch früher nicht. Die Armenpflege existierte schon seit Ur-Zeiten. Was haben eigentlich die Frauen gemacht die keiner heiraten wollte? Jämmerlich verhungert...?
 
Das waren sie auch früher nicht. Die Armenpflege existierte schon seit Ur-Zeiten. Was haben eigentlich die Frauen gemacht die keiner heiraten wollte? Jämmerlich verhungert...?
Am Rande des Existenzminimums zu vegetieren und von einem winzigen Arbeitslohn, der Wohlfahrt oder den Almosen anderer zu leben, mag in früheren Zeiten das Verhungern verhindert haben, stellte aber keine auskömmliche finanzielle Versorgung dar, sodass vielen Frauen eine schlechte Ehe als das kleinere Übel erschien.
 
Bemerkenswert, dass die Ehe anscheinend immer nur für Frauen schlecht war. Männer müssen wahre Monster sein.
Apropos: Was haben diese Monster eigentlich gemacht wenn sie unglücklich in ihrer Ehe waren? Sich ebenfalls nicht scheiden lassen und zusätzlich ihre Frauen finanziell voll versorgt.

Finde deshalb erstaunlich, dass immer nur davon die Rede ist, die Situation wäre für Frauen mies gewesen.
 
Bemerkenswert, dass die Ehe anscheinend immer nur für Frauen schlecht war. Männer müssen wahre Monster sein.
Apropos: Was haben diese Monster eigentlich gemacht wenn sie unglücklich in ihrer Ehe waren? Sich ebenfalls nicht scheiden lassen und zusätzlich ihre Frauen finanziell voll versorgt.

Finde deshalb erstaunlich, dass immer nur davon die Rede ist, die Situation wäre für Frauen mies gewesen.

Ich denke nicht , dass sie nur für Frauen mies war.

Aber es ist mittlerweile schlicht einfacher - für beide Seiten - aus der Ehe rauszukommen, wenn sie mies wird.
 
Früher gab es durchaus Methoden, unerwünschte Ehefrauen loszuwerden. Meistens bestand die Methode darin, die Frau so oft wie nur möglich zu schwängern in der Hoffnung, daß sie bei einer Schwangerschaft oder Geburt hopsgeht. Was in Zeiten miserabler medizinischer Versorgung oft genug passiert ist - im Mittelalter waren Schwangerschaft und Geburt die Haupttodesursache bei Frauen im gebärfähigen Alter, noch vor Krieg, Hunger und Pest. Und in früheren Zeiten war selbst die Armenfürsorge in ihren verschiedenen Versionen (kirchlich oder per Stiftungen von Privatleuten oder Zünften)oft nur für eine auserwählte Clique vorgesehen, beispielsweise die Witwen angesehener Handwerker, der Großteil der Armen, der nicht so "bevorzugt" war, mußte selber sehen, wie und wo er zurechtkam. Viele "unerwünschte" Frauen kamen in Klöstern unter, aber auch wieder nicht alle (sonst wären die Klöster übergelaufen...) - der Rest mußte sich halt als Taglöhner, Prostituierte und mit vergleichbaren verachteten Jobs durchschlagen.
 
Sicher gab und gibt es auch Ehefrauen, die ihren Männern das Leben zur Hölle machen bzw. machten. Tendenziell waren die Frauen noch bis vor wenigen Jahrzehnten aber schon deshalb stärker benachteiligt, weil ihnen früher viele Rechte verwehrt waren, die die Männer hatten. Frauen durften früher schon von Rechts wegen in Deutschland nicht studieren, ihren Beruf nicht ohne Zustimmung des Ehemannes ausüben, nicht wählen u.v.a.m.
Das ist nun mal Tatsache und sollte auch von Männern, die möglicherweise enttäuschende Erfahrungen mit Frauen gemacht haben, nicht bestritten werden.
 
Bemerkenswert, dass die Ehe anscheinend immer nur für Frauen schlecht war. Männer müssen wahre Monster sein.
Apropos: Was haben diese Monster eigentlich gemacht wenn sie unglücklich in ihrer Ehe waren? Sich ebenfalls nicht scheiden lassen und zusätzlich ihre Frauen finanziell voll versorgt.

Finde deshalb erstaunlich, dass immer nur davon die Rede ist, die Situation wäre für Frauen mies gewesen.

Portion,

in der Tat. Da profitiert die frühere Arzthelferin vom Versorgungsausgleich des Chefarztes, kassiert einige tausend Euros zum Erhalt ihres Lebensstandards, den sie als Arzthelferin nie erreicht hätte, wäre ihr der Weißkittel nicht auf den Leim gegangen. Es gibt wirklich arme Scheidungsopfer🙂
 
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