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Das gute Gewissen - Gesundheit zerschlissen?

Ice

Aktives Mitglied
Wer es nicht hat, den stört es auch nicht, es nicht zu haben. Im Gegenteil fühlen sich Menschen ohne Gewissen oft als eine Weiterentwicklung vom Menschsein. Und zerstört damit weniger sein eigenes, mehr das Leben anderer.

Wer zu viel davon hat, gilt oft als sozial sehr gut verträglich, fördert aber eigentlich nur die anderen und bleibt letztendlich selbst auf der Strecke. Im schlechten Fall ist es selbst zerstörend.

Wie kann mal lernen "guten Gewissens" ein "schlechtes Gewissen" auszuhalten?
Kann man das überhaupt lernen, abtrainieren und falls ja, wie...
 
Ein schlechtes Gewissen hat wer eine oder mehrere Straftaten begangen hat sofern er resozialisierbar ist. Aber auch Fehlentscheidungen die einem selbst oder Bekannten, Freunden aber auch Fremden schaden zufügten tragen zum schlechten Gewissen bei. Ich glaube nicht das es trainierbar oder erlernbar ist. Entweder man hat es oder nicht.
 
Wie kann mal lernen "guten Gewissens" ein "schlechtes Gewissen" auszuhalten?
Kann man das überhaupt lernen, abtrainieren und falls ja, wie...
Ich denke auch,das hat damit zu tun, warum man ein schlechtes Gewissen hat.
Und woher kommt dieses Gefühl?
Ist es ein rationales Gefühl?
Also hat man wirklich etwas falsch gemacht,oder hat man bloß Erwartungen anderer Leute nicht erfüllt?
 
Mit Gewissen bezeichnet man wohl den moralischen Kompass eines Menschen.
Da der von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich sein kann, gibt es hier aus meiner Sicht keine einheitliche Basis.
Der eine erschießt einen Vogel, um ihn sich aus der Nähe anzusehen und hat damit kein Problem.
Der andere tritt aus Versehen auf einen Käfer und ist verzweifelt, dass er ihn getötet hat.

Die Erziehung, das Umfeld und die Gene prägen den moralischen Kompass.
Hat er sich einmal gefestigt, ist es schwierig, ihn zu ändern.
Schwere Lebenskrisen oder auch sehr glückliche Ereignisse können es aber bewirken.

So sehe ich es.
 
Wer es nicht hat, den stört es auch nicht, es nicht zu haben. Im Gegenteil fühlen sich Menschen ohne Gewissen oft als eine Weiterentwicklung vom Menschsein. Und zerstört damit weniger sein eigenes, mehr das Leben anderer.

Wer zu viel davon hat, gilt oft als sozial sehr gut verträglich, fördert aber eigentlich nur die anderen und bleibt letztendlich selbst auf der Strecke. Im schlechten Fall ist es selbst zerstörend.

Wie kann mal lernen "guten Gewissens" ein "schlechtes Gewissen" auszuhalten?
Kann man das überhaupt lernen, abtrainieren und falls ja, wie...
kann man das lernen? Eine allgemeine, theoretische Frage, darauf antworte ich, ja. Z. Bsp. mittels Therapie.
 
Indem du dir im Klaren bist, das jede Frage mindestens 2 Antwortmöglichkeiten hat, ja und nein.
Indem du begreifst das eine Frage keine Aufforderung ist.
Indem du den Leuten beibringst sich selbst zu helfen.
 
Wer zu viel davon hat, gilt oft als sozial sehr gut verträglich, fördert aber eigentlich nur die anderen und bleibt letztendlich selbst auf der Strecke. Im schlechten Fall ist es selbst zerstörend.

Wie kann mal lernen "guten Gewissens" ein "schlechtes Gewissen" auszuhalten?
Kann man das überhaupt lernen, abtrainieren und falls ja, wie...
Indem man sich klar macht, daß man nicht an allem und jedem schuld ist und daher auch anderen in der Regel nichts schuldig ist, und daß man auch kein Superman ist, der alles in Ordnung bringen kann.
Leute mit Helfersyndrom haben oft auch ein unbewußtes Gottsyndrom, das sie glauben läßt, an ihrem "strahlendem Vorbild" würde die Welt genesen. Oder wenigstens die mit denen sie in Berührung kommen. Deswegen halsen sie sich als die Idealisten die sie sind, gern mehr auf als sie tragen können, mit dem Ergebnis daß der Burnout sie irgendwann umwirft. Wenn sie beispielsweise irgendwann merken, daß die große Dankbarkeit, die sie unbewußt erwartet haben, konsequent ausbleibt. Oder sowas wie Achtung, denn wer ständig signalisiert daß er für alles "leicht zu haben ist" kriegt keine, dieser Spruch gilt nicht nur für Bettgeschichten.
Ein gesundes Maß an Egoismus ist nötig fürs gesunde Selbstbewußtsein. Nur Übermaß ist (sozial) schädlich. Wenn alle davon ausgehen oder fordern, daß man sich zum eigenen Schaden ausbeuten läßt, sollte man besser seine Umgebung wechseln.
 

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