Grundsätzlich denke ich, dass es sinnvoll wäre, wenn du dein Leben ganz systematisch wieder in Ordnung bringst. Schritt für Schritt und mit dem Wichtigsten anfangen. Wie du ja auch selber schon vorfühlst ist eine auf lediglich 3 Monate befristete Wohnlösung kein echter Schritt auf diesem Weg. Das ist daher auch kein guter Anfang.
Wenn du selber erst wieder Licht am Ende des Tunnels siehst verschwinden womöglich andere Baustellen ganz automatisch mit wie z.B. der Distelmann oder sogar das Bedürfnis nach einem Therapeuten. Eigentlich klingst du mir nämlich sehr strukturiert und tough - und als hättest du einfach mal geballtes Pech gehabt. Das klingt nicht nach verkorkstem Leben.
Ich würde zunächst wohl erst einmal deine Schadenersatzansprüche geordnet an die Versicherung der Unfallgegnerin melden, damit du keine Fristen versäumst, vor allem aber für Folgebehandlungen und Verdienstausfälle abgesichert bist.
Als nächstes klärst du dann die Wohnsituation möglichst hin zu etwas Unbefristerem. Wäre am neuen Wohnort vielleicht sogar ein Angestelltenverhältnis etwas für dich? Das ist ja doch weniger aufwändig bzgl. des ganzen Drumherums und du könntest dir in Ruhe wieder ein soziales Umfeld aufbauen.
um Schwester und Vster würde ich mich - wenn überhaupt - erst dann kümmern, wenn alles andere stabil steht.
Moralisch würde ich versuchen mir vorzusagen, dass das alte Jahr einfach ein gebrauchtes war. für 2025 werden die Karten jetzt neu gemischt und die Arxxxkarte darf diesmal gerne ein anderer ziehen. 😛
Hallo
@Pfefferminzdrops Danke für deine Ratschläge. Ich hab mich jetzt entscheiden die 3 Monate möblierte Zwischenmiete anzunehmen, denn von dort unten kann ich dann besser nach einer langfristigen Wohnung suchen und den Umzug dann mitsamt Möbeln im Frühjahr angehen.
Ich muss auch dringend aus der Wohnung in Berlin weg. Wie
@Avalona schreibt, es ist unglaublich laut, Kreuzung, 100. Baustelle wurde wieder angefangen und nach hinten ein Schulhof. Ich kann hier garnicht klar denken. Ständiger Alarm vor dem Fenster.
Einen neuen Anwalt hab ich mittlerweile beauftragt, der sitzt schon in Süddeutschland und klang sehr kompetent, gehört auch zu einer Kanzelei. Er setzt den Schadenanspruch sehr viel höher an. Zeitdruck ist da wohl erstmal nicht. Mal sehen wie die Versicherung reagiert.
Ich hab mich außerdem entschieden 2 Frauen aus meinem Verein einzuweihen in die Geschichte mit dem Distelmann, sodass die zumindest wissen, dass sie mir nicht egal sind und ich sie ein bisschen auf dem Laufenden halten kann, wo ich bin und was ich mache, ohne Angst zu haben, dass der Distelmann davon erfährt und weiß wo ich bin.
Es tat mir gut zu lesen, dass es von außen nicht so klingt als sei ich völlig chaotisch und vermurkst.
Trotzdem fühle ich mich einfach sehr auf mich gestellt, da ist kein doppelter Boden. Ich fühle mich total verletzlich.
Auf das neue Jahr hoffen, das will ich lieber nicht. Das führt nur zur Enttäuschung. Es ist sehr gut möglich, dass das nächste Jahr genauso weiter läuft, der Kalenderwechsel bedeutet leider rein garnichts. Ich hab das Gefühl, wenn ich mich dieser Vorstellung hingebe ist es nur noch schwerer auszuhalten, wenn's dann weiter nicht gut läuft.