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Chef wünscht sich Führerschein, nur ich will keinen...

Nun kommen aber wieder dauernd Kommentare, dass es ja schön wäre, wenn ich meinen Führerschein schon hätte und sowas. Ich bräuchte ihn allerdings nur für kleinere Arbeiten, wie zur Post fahren und solche Erledigungen.

Da der Führerschein wohl in der Stellenbeschreibung keine große Rolle spielt und bei der Arbeit auch nicht, würde ich anstelle des TE einfach sagen, dass man vorhatte ihn zu machen, aber es einem nicht bewußt war, wie teuer ein Führerschein ist und man es sich deshalb gerade nicht leisten kann und ihn deshalb auf die Zeit nach der Ausbildung, wenn ein festes Gehalt und mehr Geld da ist, verschoben hat.

Dann überführt man sich nicht der Lüge und hat eine passende Erklärung, warum man ihn in nächster Zeit nicht machen wird.
 
Ein Führerschein kann schnell 2.000,-€ und mehr kosten. Mit einem Ausbildungsgehalt ist das nicht so einfach zu stemmen. Dies als "kleine Notlüge" zu verwenden, würde ich nicht so sehr als problematisch ansehen. Vielleicht kann der Chef einen kleinen "Bonus" beisteuern? Einen Führerschein zu haben, ist doch nicht schlecht? Er macht Dich einfach flexibler, ob Du ihn später brauchst oder nicht.

Mach kein riesen Ding daraus. Er braucht jemanden, der kleinere Jobs mit dem Auto oder einem anderen Fahrzeug übernimmt und Du willst die Ausbildung. Da sollte sich eine Lösung unter vernünftigen Leuten finden lassen. Und wenn Dein "Wunschdenken" Dir etwas zu sehr vorausgeeilt ist, was soll´s? Dann ist das eben so. Mach Dich nicht fertig damit.
 
Also ein paar Beiträge hier sind recht beleidigend, aber ich spreche die Personen mal nicht direkt an um weitere Konflikte zu vermeiden.

Um es genau zu sagen, habe ich nicht gelogen, ich würde bald anfangen, sondern sinngemäß gesagt, ich habe es vor, aber nicht so bald. Und nun kam eben mehrmals Kommentare von wegen, wäre schön wenn du einen hättest, weil dann könntest du das und das erledigen, aber solange du keinen hast musst du eben das und das machen.

Ich habe außer Geld und Zeit auch noch mehr Gründe dagegen, aber es ist nicht mehr ungewöhnlich sich gegen einen Führerschein zu entscheiden, also frage ich mich bei manchen hier, warum sie so eine große Sache daraus machen.

Was Post und Co betrifft, weit weg ist diese ja nicht. Nur ist man mit dem Auto schneller da und kann mehr Pakete mitnehmen
 
"Klar Chef, gerne, wenn Sie mich finanziell dabei unterstützen!"
-Zack, Ruhe.

Wahrscheinlich will er dann auch, dass du diese Erledigungen mit deinem Privat-PKW machst. Habt ihr einen Firmenwagen? Falls nicht... würde ich es nicht überstürzen.
 
Ich sehe das wie Kerstin.

Nach der Probezeit kann er dich, weil du privat den FS machst ganz sicher nicht entlassen! Und wenn doch solltest du rechtlich dagegen vorgehen! Das wird aber bestimmt nicht passieren.

Du kannst ihm jetzt sagen, dass es nun doch finanziell eng geworden ist. Wenn es ihm so wichtig ist, dann kann er dir den FS ja zahlen. Ganz einfach. Das hier einige sich ins Hemd machen, wegen dem was du im VG gesagt hast, kann ich nicht nachvollziehen. Das wäre ein Lüge gewesen, wenn er gesagt hätte, dass er den FS hat und das Einstellungsgrund gewesen wäre. Meine Güte...
 
also die Frage ob man demnächst mal den Führerschein machen will, ist ja nicht ungewöhnlich. Es gibt zb auch Firmen, die fragen halt danach, damit die Mitarbeiter flexibler eingesetzt werden können. Gibt ausserdem etliche Standorte, die mit den Öffis gar nicht zu erreichen sind. Die Frage ist halt, ob der Führerschein letztendlich regelmässig in deinem Beruf gebraucht wird oder ob der Chef dir einfach nur Botengänge aufhalsen will, die ja nicht selten den Azubis aufgedrängt werden. Wenn der Führerschein somit kein "muss" ist, kann man dich ja kaum dazu zwingen, ihn machen zu müssen. Oder ist er Voraussetzung für den Ausbildungsvertrag?

Was den Führerschein im Allgemeinen angeht kann ich dir nur dazu raten, ihn zu machen. Auch wenn du ihn jetzt vielleicht noch nicht brauchst, später wirst du froh darüber sein. Man kommt immer mal wieder in Situationen im Leben, in denen man ihn sehr gut gebrauchen kann.
 
Ich habe diesen Thread bisher nur verfolgt und möchte nun doch auch einen kleinen aber nicht unwesentlichen Beitrag hierzu leisten.

Fakt ist, TE ist seit 3 Wochen in einem Ausbildungsverhältnis. Dies ist kein Arbeitsverhältnis, da Ausbildungsvertrag und kein Arbeitsvertrag. Wenn es sich hierbei nicht um eine Ausbildung zum Kraftfahrer handelt, spielt es absolut keine Rolle ob ein Führerschein vorhanden ist oder nicht. Daher kann der Ausbildungsbetrieb auch nicht kündigen oder sonstige Sanktionen gegen den TE einleiten. Und für diesen Fall ist die örtlich zuständige IHK, Industrie- und Handelskammer, der richtige Ansprechpartner.

Daher einfach nur die Ruhe bewahren und sich jetzt nicht wegen dem Führerschein verrückt machen und besonders nicht verrückt machen lassen. Es sind erst 3 Wochen einer Ausbildung von 3 Jahren vergangen. Und da kann sich noch viel entwickeln.
 
Die Sache ist ganz einfach.
Dein Chef ist Chef geworden, weil er irgendwann festgestellt hat, dass man eine mail schneller schicken kann, als wenn man einen Brief per Hand schreibt und ihn dann zu Fuß hinbringt.
Danach ist er noch schlauer geworden und hat sich ein Telefon gekauft.Damit kann man Leute anrufen ohne dass man hinfahren muss um mit ihnen zu sprechen.

So (...) ist die Firma entstanden.

Dann hat er dich eingestellt um Dir seine Weisheiten beizubringen.
Er will Dir klar machen, dass es manchmal sinnvoller ist, einen Schraubstock zu kaufen als einen zweiten Mann zu beschäftigen der festhält - oder: dass es noch viel sinnvoller ist, einen Führerschein zu machen. Denn damit kann man Autos mieten wenn man seine Klamotten nicht von einem Unternehmer von einer Wohnung in die andere schleppen will oder kann. Der Führerschein hätte sich damit bereits beim ersten Umzug rentiert.

Natürlich kannst Du in Deinem Leben andere Prioritäten setzen, also vier oder fünf Stunden zu arbeiten um einen zu bezahlen, der eine Stunde für Dich arbeitet. ZB schleppen, Löcher graben, oder dich wohin fahren etc etc....

Ist doch voll ok. Dann tust Du etwas gutes für die Wirtschaft und bist ein idealer Steuerzahler.
 
Nein, du braucht wegen deinem Chef ganz sicher nicht den Führerschein machen. Es ist ein Ausbildungsverhältnis und wie du das beschreibst brauchst du den Lappen auch nicht um zu Kunden zu kommen, sondern um zur Post zu fahren und wahrscheinlich Spülmittel im Supermarkt für die Firma einzukaufen. Ganz, ganz streng genommen sind das sogar Tätigkeiten zu denen Auszubildende nicht herangezogen werden dürfen, da nicht ausbildungsrelevant.😉 Kann sogar sein, dass er das nächstes Jahr auf den nächsten Auszubildenden überträgt, da meist der jüngste Auszubildende die Drecksarbeit machen muss.

Kündigen kann er dich deswegen schon mal überhaupt nicht. Wäre aber trotzdem vorsichtig, was du ihm während der Probezeit sagst. Falls er dich danach darauf anspricht, sag ihm dass du es dir vom Azubigehalt nicht leisten kannst. Dass die Firma etwas zum Führerschein dazu gibt, halte ich für Wunschdenken, aber vorschlagen kannst es ja mal. Dann müsstet du ihn aber auch machen, falls es tatsächlich was dazugibt.

P.S. Kann man diese diversen Botengänge nicht auch mit dem Fahrrad machen?
 

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