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Chef: "Du hast hier keine Zukunft"

Ghako

Neues Mitglied
Hallo,

Ich schildere ganz schnell mein Problem, das mir gerade wirklich den Verstand raubt. :(:mad:

Ich (Azubi) habe heute ein Gespräch mit meinem Chef gehabt über einen Bericht, den ich in der Schule abgeben muss und wollte neben seinen Themenvorschlag ein anderes Thema vorschlagen, weil das praxisnäher war (wir müssen über etwas aus unserer beruflichen Praxis berichten). Aus heiterem Himmel hat er mir unterstellt, dass ich mich vor dem anderen Thema drücken wolle und mir nur so wenig wie möglich Arbeit reinstecken will, weil das selbe Thema schon vor mehreren Jahren (!) bearbeitet wurde. Außerdem meinte er, dass ich von der Art nicht in die Firma passe (ich wäre unbeliebt bei Kollegen und zurückhaltend) und er in diesem Zeitpunkt keine Zukunft für mich dort sieht und ich wahrscheinlich nicht übernommen werde. ICH WAR GESCHOCKT, weil ich mit meiner kleinen Frage nicht mit so einer Reaktion gerechnet hätte. :mad: Was soll das bitte?
Letztes mal als ich einen Bericht schrieb, gab es eine heftige Auseinandersetzung mit einem Kollegen, der mich betreute. Die Lehrerin (die es letzendlich auch bewertet) wollte die eine Sache, der Kollege eine andere Sache. Nach langem Hin- und Her habe ich mich für die Variante der Lehrerin entschieden und wurde von dem Kollegen deswegen aufs Übelste fertig gemacht. Letzendlich hatte ich eine ziemlich gute Note bekommen.

Ich gehe stark davon aus, dass er in der gesamten Firma über mich lästert und meinen Namen in den Dreck zieht. Das grenzt an oder ist RUFMORD. Denn diese Reaktion meines Chefs ist mir neu gewesen.

Was soll ich jetzt tun? Was habe ich bitte so Schlimmes getan und flasch gemacht?? Ich bin irgendwie gelähmt. Ich habe keine Lust in einem Betrieb zu arbeiten, wo ich nur Arbeiten spezifisch für diesen Betrieb erledige (und nichts anderes lerne), von dem klar ist, dass ich nicht übernommen werde. Allerdings habe ich noch ca. ein Jahr bis ich die Ausbildung abschliesse. Soll ich mit dem Chef reden? Soll ich die Ausbildung abrechen? Soll ich jetzt total auf extrovertiert tun und bei jedem schleimen??

Hilfe :(
 
Zuletzt bearbeitet:
G

Gelöscht 49042

Gast
Hallo,

leider passiert sowas öfter.
Als ich selbst in der Ausbildung war wurde bei uns ein anderer Azubi so ähnlich behandelt, er war sehr zurückhaltend und es hieß, er würde nicht ins Team passen und keine Abteilung wollte ihn am Ende. Trotz guten Abschlusses wurde er nicht übernommen. Er hat woanders eine Stelle gefunden und ist damit glücklich.

Abbrechen sieht gar nicht gut aus und es wäre schade, wenn du nur noch ein Jahr hast. Ich würde dir empfehlen, die Ausbildung zu Ende zu machen.
Nach der Ausbildung kannst du dich dann ja in anderen Firmen bewerben.

Oder du findest vielleicht einen anderen Betrieb, der dich aufnimmt (ist aber eher schwierig, wenn du quasi schon mehr als die Hälfte der Ausbildung hinter dir hast) wo du dann deine Ausbildung weitermachen kannst. Das lässt sich durch ein Aufhebungsvertrag lösen.

Jetzt anfangen zu Schleimen wird eher einen schlechten Eindruck machen und es bring nix. Zieh es lieber vernünftig durch, schließ die Ausbildung ab und mach dir nicht zu viele Gedanken darüber, was andere über dich denken könnten.

Wenn ihr einen Betriebsrat oder Jugend-Azubi-Vertretung habt, dann wende dich dorthin. Direkt wieder mit deinem Chef zu reden ... naja bei dem was du schilderst, ist er ja so ziemlich negativ gegen dich eingestellt.

PS: Manchmal ist es aber auch nicht sehr schlau, mit dem Vorgesetzten zu diskutieren. Wenn er dir ein Thema vorgibt, möchte er sehen wie du das machst. Selbst wenn es ab und zu ziemlich idiotisch sein kann, was der Chef von einem vorgibt, da muss man auch mal durch. Nur die Reaktion deines Chefs ist natürlich völlig unangebracht.
 

Ghako

Neues Mitglied
Ja, das war wohl relativ dumm von mir mit dem Vorgesetzten diskutieren zu wollen.
Es war ja auch nicht direkt eine Vorgabe, sondern ein Vorschlag, den ich auch hätte ablehnen können. Ich stelle mir aber die Frage: Wenn ich so wenig ins Team passe, hätte man es doch im Bewerbungsgespräch oder spätestens in der Probezeit merken können? Diese gesamte negative Einstellung mir gegenüber kommt mir etwas plötzlich. Und er ist auch nicht der Einzige, der negativ gegen mich eingestellt ist. Es kann auch Einbildung sein, aber ich habe das Gefühl, dass in letzter Zeit sehr viele diese negative Einstellung mir gegenüber haben.

Ich kümmere mich auch ansonsten nicht, was andere von mir denken. Wenn mich aber so viele auf einmal hassen, dann würde ich auch wenigstens den Grund erfahren wollen.
 

Wirklich_Fein

Mitglied
Es tut mir leid das dass so bei dir ist. Auch ich kenne zu gut :/ mir ging das auch schon so. Plötzlich wurde ich behandelt wie ein prellball, den alle beschimpfen und rum kommandieren dürfen. Der alle A**** arbeiten macht und jedem in den A**** kriechen muss...Schaue dich nach einer Alternative um und schaue was dein Gefühl dann sagt. Wenn es wirklich nicht mehr geht wechsle. Ich kann dich verstehen und diese blöde Situation. ..aber wie man auch mir damals sagte sage ich dir auch, dass ist leider eine Entscheidung die dir keiner abnehmen kann :(
 
G

Gast

Gast
Das ist schon ganz schön harter Tobak...

Diskutiere in Zukunft weniger. Denk Dir Deinen Teil, versuche, mit allen freundlich umzugehen und die Ausbildung durchzuziehen. Danach findest Du dann hoffentlich einen Betrieb, in dem Du Dich wohler fühlst. Du könntest natürlich versuchen, den Betrieb zu wechseln, aber abbrechen würde ich nicht. Du hast es schon so weit geschafft!

Daß man im Betrieb Arbeitsabläufe speziell für DIESEN Betrieb lernt, ist eben so. Für das Generelle ist man ja in der Berufsschule. Das würde Dir auch in anderen Betrieben so gehen.
 

Ghako

Neues Mitglied
Ich habe echt Angst, dass ich durch meine plötzliche Unbeliebtheit (insbesondere beim Chef) ein sehr schlechtes Arbeitszeugnis bekomme, sodass mich kein weiterer Arbeitnehmer übernehmen wird. Ich verstehe generell nicht, welche Rechte ich bezüglich des Arbeitszeugnis habe.
Die Frage, die ich mir immer noch stelle ist: Was habe ich getan? Wie erwähnt, ich hatte einmal Stress mit einem Kollegen, aber es ging um eine Sache, die mich und die Schule betraf. Dass das zu so etwas ausarten würde hätte ich niemals gedacht. War ich da zu "egoistisch"? Hätte ich etwa eine schlechte Note in Kauf nehmen sollen? Ich mein... ich weiß auch nicht :(
 

Findefuchs

Sehr aktives Mitglied
Hallo Ghako,

wenn die Situation in deinem Betrieb nicht mehr für dich verkraftbar ist, sprich mit einem Lehrer deiner Berufsschule darüber und überlege, dich an die IHK/HWK zu wenden. Die können dir Ausbildungsbetriebe vermitteln, bei denen du nahtlos deine Ausbildung weitermachen kannst, ohne diese abbrechen zu müssen. Und gerade das wäre meiner Meinung nach die schlechteste Lösung. Im Alleingang solltest du sowas nicht lösen, gerade weil du noch Azubi bist. Du kannst nur deine Ausbildung nur dann woanders fortsetzen, wenn du mit der IHK/HWK in Kontakt trittst und diese bescheid weiß.

Ansonsten bleibt dir nur, in den sauren Apfel zu beißen und gegebenfalls bei passendem Notendurchschnitt deine Ausbildungszeit zu verkürzen. Und ein halbes Jahr vor Ende deiner Ausbildung kannst du mal anfangen, Bewerbungen zu schreiben. Habe ich so gemacht und andere auch, was zwar nicht immer von Erfolg gekrönt ist, aber oft hat man dann dennoch Chancen. Lass dein Arbeitszeugnis später direkt von einem Anwalt prüfen. Das investierte Geld lohnt sich auf jeden Fall und du hast dann Sicherheit. Notfalls auch Unterstützung, wenn es unbegründet schlechter ausfallen sollte.

Mit dem Chef rumzudiskutieren war eine schlechte Entscheidung, da es sich anscheinend um einen Cheftyp handelt, der schwer mit Gegenmeinungen umgehen kann. Aber das Kind ist nunmal in den Brunnen gefallen und das Verhalten deines Kollegen war auch nicht in Ordnung. Hast du einen Ausbilder, mit dem du dich gut verstehst? Vielleicht kannst du dich mal mit dem aussprechen.
 

Ghako

Neues Mitglied
Die Ausbildung zu wechseln geht nicht mehr so einfach, da ich die Hälfte fast hinter mit habe. Auch ist die Situation nicht unerträglich für mich. Einen Ausbilder, mit dem ich mich gut verstehe habe ich nicht. Ich fand es einfach unverschämt und vor allem sehr überraschend, dass mein Vorschlag zu einer solchen Diskussion geführt hat. Eigentlich wollte ich nur eine Antwort haben und nicht gleich eine Diskussion starten. Vor allem habe ich nicht das Gefühl, dass ich irgendwas falsch gemacht habe, was irgendjemanden auf irgendeinerweise dort schaden könnte. Ich habe das Gefühl eine falsche Entscheidung nach der Anderen zu treffen seitdem ich dort angefangen habe. Und das unbewusst. Ich hasse es einfach...
Was meint ihr dazu? :(
 
Zuletzt bearbeitet:

Findefuchs

Sehr aktives Mitglied
Die Ausbildung zu wechseln geht nicht mehr so einfach, da ich die Hälfte fast hinter mit habe. Auch ist die Situation nicht unerträglich für mich. Ich fand es einfach unverschämt und vor allem sehr überraschend, dass mein Vorschlag zu einer solchen Diskussion geführt hat. Eigentlich wollte ich nur eine Antwort haben und nicht gleich eine Diskussion starten. Vor allem habe ich nicht das Gefühl, dass ich irgendwas falsch gemacht habe, was irgendjemanden auf irgendeinerweise dort schaden könnte. Ich habe das Gefühl eine falsche Entscheidung nach der Anderen zu treffen seitdem ich dort angefangen habe. Und das unbewusst. Ich hasse es einfach...
Wir hatten einen Azubi, der bei uns sein letztes Ausbildungsjahr gemacht hat ... wie kommst du also drauf, dass es schwerer wäre, die Ausbildung nach der Hälfte der Zeit zu wechseln?

Dir bleibt meiner Meinung nach nur, mit deinem Ausbilder darüber zu reden, um die Situation zu klären. Notfalls kannst du auch selbst versuchen, mit deinem Kollegen über alles zu reden. Vielleicht hat er sich entwertet oder gekränkt gefühlt, weil er dir erst helfen sollte, du dann aber etwas anderes gemacht hast? Auch wenn man natürlich deine Lage verstehen kann und es sich immer eher empfiehlt, das zu tun, was die Berufsschule für den theoretischen Teil gerne hätte ...

Aber das empfiehlt sich nur, wenn die Lage nicht so angespannt ist und es sich um einen Kollegen handelt, mit dem man ansonsten eigentlich vernünftig reden kann.

Was den Rest betrifft: Ist doof, aber Chefs sind Chefs. Sie stehen nunmal über dir und da muss man leider manchmal klein beigeben oder die Kröte schlucken. Besonders dann, wenn man noch in der Ausbildung ist. Kenne das selbst von meiner. Da musste ich oft in den sauren Apfel beißen.
 
G

Gast

Gast
Ich würde einfach die Ausbildung zu Ende machen. Du hast ja selbst gepostet, dass die Ausbildung noch erträglich ist. Ein Ausbildungswechsel passiert ja auch nicht von Heute auf Morgen und erfordert viel Aufwand. Erst wenn es unerträglich wird, würde ich es in Erwägung ziehen, denn ein Wechsel in Mitten der Ausbildung macht sich auch nicht gut im Lebenslauf.
Erledige deine Arbeiten gut, sei freundlich zu allen Kollegen und trete in Zukunft mit Selbstbewusstsein auf. Jeder macht mal beruflich eine schwere Zeit im Leben durch, vor allem in der Ausbildung. Das Verhalten des Chefs war unangebracht, das ist schon klar. Es scheint aber, dass dieser Betrieb typische "Ja-Sager" ohne eigene Meinung am liebsten hätte. Du hast in meinen Augen nichts falsch gemacht, sondern dich nur etwas ungeschickt angestellt.

Ziehe deine Ausbildung mit guten Noten durch und siehe das Ganze als persönliche Entwicklung und Abhärtung für das spätere Berufsleben. Du packst das schon!

Alles Gute!
 

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