Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Egal wie man die neue Idee findet - das jetzige System hat ein massives Finanzierungsproblem. In deinem verlinkten Artikel stehen 12 Milliarden Finanzierungslücke aber das Problem ist darüber hinaus ja ein noch ganz grundsätzlicheres.
Das beginnt dabei, dass Deutsche extrem oft zum Arzt gehen. Laut OECD-Daten liegt Deutschland mit durchschnittlich etwa 9–10 Arztbesuchen pro Person und Jahr deutlich über dem EU-Durchschnitt von 5–6). Es geht damit weiter, dass wir ein demografisches Problem, uns Ärzte und Fachkräfte fehlen und Migration das ganze noch weiter verschärft weil eben nicht vorwiegend Fachkräfte oder gar Ärzte zuwandern.
Ich befürworte grundsätzlich ein System in dem es eine einheitliche Grundversorgung gibt, aber warum sollte jeder die gleiche medizinische Versorgung erhalten?
Gibt es in anderen Bereichen doch auch nicht. Es gibt ein Existenzminimum, aber darüber hinaus darf es Unterschiede geben. Es darf beim Zahnarzt den Unterschied zwischen einer Plastik oder Keramikfüllung geben. Es darf Unterschiede bei Wartezeiten geben. Warum nicht? Vorausgesetzt es ist kein Notfall, why not?
Der Stand heute ist eine absolute "Flatrate Mentalität". Menschen wissen weder was ihre Behandlungen kosten, noch interessiert es sie. Wir haben Stand heute das Streamingdienst Abo Modell: 12 Monate Krankenschutz zum festen Preis, egal wie viel du nutzt und auch relativ unabhängig von deiner Gesundheit. Hier und da mal ein kleinen Aufpreis für den Kettenraucher, thats it.
Und das ganze System hält sich nur durch Privatpatienten. Kassenpatienten zahlen so wenig ein, dass Ärzte nichts mehr an ihnen verdienen. Natürlich kommt dann immer gerne der Ruf, dass Privatpatienten auch in gesetzliche Kassen einzahlen sollen, aber das ist ja witzlos, weil sie bereits heute das ganze Kassensystem mitfinanzieren. Die ganzen Kassenbeiträge werden massiv subventioniert.
Ich glaube die Idee der CDU könnte gut funktionieren. Für Geringverdiener einen neuen Basis-Beitragssatz niedriger als bislang. Auch gut für alle Menschen, die eh kaum zu Ärzten gehen. Viele Menschen könnten hier Geld sparen. Und die Primärarztbindung, why not? Die Meisten haben doch eh einen festen Hausarzt zu dem sie gehen. Und wer mehr will, zahlt mehr, genau wie in der Privaten.
Ich persönlich würde das ganze sogar noch weiter aus der Kassenversicherung ausgliedern und die Zusatzleistungen über private Zusatzversicherung regeln. Die reine Kassenversicherung ist für mich eine Sozialversicherung, die existenzsichernd sein sollte, mehr nicht.
Du hast von Streamingdiensten gesprochen. Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Geringverdiener sich Netflix und co. leisten können. Da ist dann vielleicht auch mal eine private Zusatzversicherung drin. Die eigene Gesundheit sollte einem das Wert sein.
Das beginnt dabei, dass Deutsche extrem oft zum Arzt gehen. Laut OECD-Daten liegt Deutschland mit durchschnittlich etwa 9–10 Arztbesuchen pro Person und Jahr deutlich über dem EU-Durchschnitt von 5–6). Es geht damit weiter, dass wir ein demografisches Problem, uns Ärzte und Fachkräfte fehlen und Migration das ganze noch weiter verschärft weil eben nicht vorwiegend Fachkräfte oder gar Ärzte zuwandern.
Ich befürworte grundsätzlich ein System in dem es eine einheitliche Grundversorgung gibt, aber warum sollte jeder die gleiche medizinische Versorgung erhalten?
Gibt es in anderen Bereichen doch auch nicht. Es gibt ein Existenzminimum, aber darüber hinaus darf es Unterschiede geben. Es darf beim Zahnarzt den Unterschied zwischen einer Plastik oder Keramikfüllung geben. Es darf Unterschiede bei Wartezeiten geben. Warum nicht? Vorausgesetzt es ist kein Notfall, why not?
Der Stand heute ist eine absolute "Flatrate Mentalität". Menschen wissen weder was ihre Behandlungen kosten, noch interessiert es sie. Wir haben Stand heute das Streamingdienst Abo Modell: 12 Monate Krankenschutz zum festen Preis, egal wie viel du nutzt und auch relativ unabhängig von deiner Gesundheit. Hier und da mal ein kleinen Aufpreis für den Kettenraucher, thats it.
Und das ganze System hält sich nur durch Privatpatienten. Kassenpatienten zahlen so wenig ein, dass Ärzte nichts mehr an ihnen verdienen. Natürlich kommt dann immer gerne der Ruf, dass Privatpatienten auch in gesetzliche Kassen einzahlen sollen, aber das ist ja witzlos, weil sie bereits heute das ganze Kassensystem mitfinanzieren. Die ganzen Kassenbeiträge werden massiv subventioniert.
Ich glaube die Idee der CDU könnte gut funktionieren. Für Geringverdiener einen neuen Basis-Beitragssatz niedriger als bislang. Auch gut für alle Menschen, die eh kaum zu Ärzten gehen. Viele Menschen könnten hier Geld sparen. Und die Primärarztbindung, why not? Die Meisten haben doch eh einen festen Hausarzt zu dem sie gehen. Und wer mehr will, zahlt mehr, genau wie in der Privaten.
Ich persönlich würde das ganze sogar noch weiter aus der Kassenversicherung ausgliedern und die Zusatzleistungen über private Zusatzversicherung regeln. Die reine Kassenversicherung ist für mich eine Sozialversicherung, die existenzsichernd sein sollte, mehr nicht.
Du hast von Streamingdiensten gesprochen. Ich bin immer wieder erstaunt wie viele Geringverdiener sich Netflix und co. leisten können. Da ist dann vielleicht auch mal eine private Zusatzversicherung drin. Die eigene Gesundheit sollte einem das Wert sein.