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Catcalling verbieten?

Sollte man Catcalling verbieten oder sollten Männer lieber gute Komplimente üben oder was anderes?

  • Catcalling verbieten, Frauen schützen

    Teilnahmen: 6 26,1%
  • Catcalling nicht verbieten, Männer sollten lieber gute Komplimente üben

    Teilnahmen: 3 13,0%
  • Catcalling nicht verbieten und keine guten Komplimente üben

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Catcalling und gute Komplimente beidermaßen verbieten

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Catcalling nicht verbieten und gute Komplimente sind Ansichtssache

    Teilnahmen: 7 30,4%
  • Catcalling verbieten und Männer sollten gute Komplimente bieten

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Catcalling nicht verbieten

    Teilnahmen: 3 13,0%
  • Das Thema interessiert mich gar nicht

    Teilnahmen: 4 17,4%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    23
  • Umfrage geschlossen .
Von Panik habe ich hier bisher nicht ansatzweise etwas gelesen. Oder hast du das nur ganz allgemein bemerkt und gar nicht auf die Diskussionsbeiträge in diesem Thread bezogen? ^^

Es gibt halt fundierte rechtliche Bedenken bezüglich der Einführung eines neuen Tatbestands "Catcalling": Strafrecht als Ultima Ratio, Überlastung der Strafjustiz, Bestimmtheitsgrundsatz, Erheblichkeitsschwelle, Abgrenzungsprobleme usw.. Von jemandem, der die Strafbarkeit von Catcalling befürwortet, erwarte ich also schon mal ein paar gute Argumente, wie diesen Problemen denn bitte wirkungsvoll begegnet werden soll... ansonsten ist das für mich nur eine nicht weiter ernstzunehmende Meinungsäußerung.

Zur Information über die Problematik:


Hab ich die Strafbarkeit gefordert und wenn ja, wo?
 
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Re: Catcalling verbieten?
Hab ich die Strafbarkeit gefordert und wenn ja, wo?
Du hast jedenfalls so argumentiert, als sei es gar kein Problem, wenn dieser Straftatbestand eingeführt würde. Dem wiedersprechen aber einige Aspekte - siehe der von mir verlinkte Kommentar dazu. Und dementsprechend würde ich da eben schon ein paar gute Gegenargumente erwarten... ansonsten kann ich den "Ist doch gar kein Problem"-Standpunkt nicht weiter ernst nehmen.
 
Von Panik habe ich hier bisher nicht ansatzweise etwas gelesen. Oder hast du das nur ganz allgemein bemerkt und gar nicht auf die Diskussionsbeiträge in diesem Thread bezogen? ^^

Es gibt halt fundierte rechtliche Bedenken bezüglich der Einführung eines neuen Tatbestands "Catcalling": Strafrecht als Ultima Ratio, Überlastung der Strafjustiz, Bestimmtheitsgrundsatz, Erheblichkeitsschwelle, Abgrenzungsprobleme usw.. Von jemandem, der die Strafbarkeit von Catcalling befürwortet, erwarte ich also schon mal ein paar gute Argumente, wie diesen Problemen denn bitte wirkungsvoll begegnet werden soll... ansonsten ist das für mich nur eine nicht weiter ernstzunehmende Meinungsäußerung.

Zur Information über die Problematik:


Ich habe mir die Argumente dieses Links durchgelesen und stimme diesen im Prinzip zu. Mich würden daher auch Gegenargumente interessieren.

Meine Überlegung bleibt auch die fehlende Abgrenzbarkeit. Müssen erst Schimpfwörter fallen oder reichen schon Blicke, welche als "glotzen" empfunden werden? Und wie soll denn die praktische Umsetzbarkeit aussehen? Sagen wir einer Frau wird auf der Straße hinterhergepfiffen, sie fühlt sich belästigt und erstattet Anzeige gegen Unbekannt. Was soll das bringen?
Und sagen wir mal, sie kennt sogar den Namen der pfeifenden Person und gibt diesen bei der Anzeige an, dann steht immer noch Aussage gegen Aussage.
So, und nun der unrealistische Optimalfall: Der angezeigte Mann zeigt Reue, steht zu seinem Fehler und gibt zu Frau X am Tattag Y hinterhergepfiffen zu haben. Was wäre da eine angemessene Strafe? Wieviele Tagessätze wären angebracht für das Pfeifen? Ohne Catcalling irgendwie schönreden zu wollen, aber ich habe das Gefühl, dass es im Bereich der Ordnungswidrigkeiten besser aufgehoben wäre. (Klarstellung: Ich rede nicht von sexueller Beleidigung oder Belästigung, Nötigung etc.)
 
Ich sehe das eher kritisch, wo fängt man da an und wo hört man auf?

Meistens geht krasse verbale Belästigung und körperliches Bedrängen und Betatschen doch Hand in Hand. Hupen und Pfeifen mag primitiv sein, aber so lange es nicht mehr als das ist..so what. Vermutlich ärgern sich die meisten Frauen kurz über sowas und das wars.

Übrigens ist es auch sexuelle Belästigung, ungefragt seinen Schwengel durch die Gegend zu schicken als wäre es ein WhatsApp Sticker.
Seltsamerweise scheint das aber salonfähig zu sein und ich persönlich kenne keine Frau, die in so einem Fall Anzeige erstattet hat. Und mal ganz grundsätzlich, ist Online die Hemmschwelle Frauen ekelhaftes, perverses Zeug zu schreiben doch noch einmal viel viel geringer - nur fehlt mir da irgendwie der Aufschrei????

Wenn Nico in seiner Insta DM seinen Fantasien freien Lauf lässt kann man drüber stehen, aber wenn irgendjemand hupt ist das plötzlich ein Problem?
 
Übrigens ist es auch sexuelle Belästigung, ungefragt seinen Schwengel durch die Gegend zu schicken als wäre es ein WhatsApp Sticker.
Seltsamerweise scheint das aber salonfähig zu sein und ich persönlich kenne keine Frau, die in so einem Fall Anzeige erstattet hat.

Nein, das ist ganz und gar nicht salonfähig und seit heute in Österreich strafbar. Vielleicht zieht Deutschland ja bald nach. Anzeigen kann man es aber auch hier wegen Verbreitung von Pornographie


 
Catcalling als Handlung unter diesem Begriff ist aktuell „noch“ nicht strafbar.
Nur, wenn sie als sexuelle Beleidigung angezeigt und nachgewiesen wird.
Wird Catcalling direkt strafbar, wird die Verfolgung dieses teils unsäglichen Verhaltens einfacher.

Nochmals: Es geht hier nicht um Komplimente, es geht um Bemerkungen, die teils obszön, beleidigend und Schlimmeres sind.
 
Bei allen guten Absichten, die dahinter stehen, wird wohl in der Praxisl hauptsächlich eine Bevölkerungsgruppe profitieren: Juristen und Anwälte.
Da will der Gesetzgeber sich mal wieder als handlungsfähig und durchsetzungsstark präsentieren auf einem Gebiet, wo es zum einen schon genügend Handhabe (Beleidigung, Nötigung, etc.) und zum anderen einen riesigen Graubereich gibt. Das hat wahrscheinlich auch viel mit der deutschen Reglementierungswut zu tun, die wir auch aus vielen anderen Bereichen kennen. Und nicht zuletzt dürfte der woke Zeitgeist mit reinspielen.
Letzten Endes wird aber nur versucht, mit Gesetzen zu erzwingen was Erziehung und Bildungsanstalten vergeigt haben. Oder anders gesagt, ein "normales" respektvolles Miteinander soll mit erhobenem Zeigefinger und unter Strafandrohung erzwungen werden. Und das in einer Gesellschaft, die unter dem Einfluß von Narzissmus und Denunziantentum eh immer weiter zerfasert.
Stellt sich die Frage, wer zuletzt und am nachhaltigsten von dieser Entwicklung profitiert.
 

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