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Catcalling verbieten?

Sollte man Catcalling verbieten oder sollten Männer lieber gute Komplimente üben oder was anderes?

  • Catcalling verbieten, Frauen schützen

    Teilnahmen: 6 26,1%
  • Catcalling nicht verbieten, Männer sollten lieber gute Komplimente üben

    Teilnahmen: 3 13,0%
  • Catcalling nicht verbieten und keine guten Komplimente üben

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Catcalling und gute Komplimente beidermaßen verbieten

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Catcalling nicht verbieten und gute Komplimente sind Ansichtssache

    Teilnahmen: 7 30,4%
  • Catcalling verbieten und Männer sollten gute Komplimente bieten

    Teilnahmen: 0 0,0%
  • Catcalling nicht verbieten

    Teilnahmen: 3 13,0%
  • Das Thema interessiert mich gar nicht

    Teilnahmen: 4 17,4%

  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    23
  • Umfrage geschlossen .
Pfeifen ist eine sexuelle Belästigung? Woher weiß man, worauf das Pfeifen abzielte? Vielleicht hat eine Frau ein schönes Kleid an und der Mann bezieht sich darauf. Vielleicht pfeift er wegen irgendwas anderem.

Wenn man einer fremden Frau sagt, sie habe schöne Beine, ist das für dich sexuelle Belästigung? Wie sieht’s mit schönen Augen aus? Gilt das auch für die Frau, wenn sie es zu einem Mann sagt?
Vielleicht bemühst Du Dich einmal darum, den Begriff zu verstehen.
Nicht jede Äußerung/Handlung ist Catcalling, Catcalling ist aber immer abwertend/beleidigend.
 
A

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Re: Catcalling verbieten?
Und möchte man sich mit einem Arbeitskollegen vor Gericht wiedersehen, der das auf der Firmenfeier im Suff gesagt hat?

Das macht doch sowieso niemand.

Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen, was unangebracht ist.

Übrigens auch umgekehrt. Auch Männer sind mitunter unangemessenen sexuellen Avancen ausgesetzt und werden noch weniger ernst genommen als Frauen.

Insgesamt finde ich aber, dass sich das in den letzten Jahrzehnten verbessert hat. Eben, weil es auch oft thematisiert wird.
 
Gilt das auch für die Frau, wenn sie es zu einem Mann sagt?
Das finde ich auch am Entscheidensten: Ein eventueller neuer Straftatbestand müsste natürlich geschlechtsunabhängig formuliert sein. Und Männer sollten sich dann bitte auch nicht scheuen, Frauen anzuzeigen, die ihnen gegenüber anzügliche Bemerkungen machen.

Vielleicht bemühst Du Dich einmal darum, den Begriff zu verstehen.
Nicht jede Äußerung/Handlung ist Catcalling, Catcalling ist aber immer abwertend/beleidigend.
Es ist bisher noch längst nicht klar definiert, welche Art von Äußerungen unter diesem Begriff zu verstehen sind. Wenn es nach einigen Frauen geht, wohl durchaus auch Pfeifen oder anerkennende Bemerkungen über schöne Beine...
 
Deswegen frage ich ja. Ich denke, Catcalling ist kein rechtlich definierter Begriff.
Richtig, ist er nicht.
Aber „sexuelle“ Beleidigung.
Im Allgemeinen wird Catcalling mit sexueller Beleidigung gleichgesetzt.
Die Auslegung, was eine Beleidigung ist und was nicht, obliegt ggf. einem Gericht.

Dass es da Unterschiede in der Bewertung gibt, liegt in der Natur der Sache, des Menschen.
In dem Augenblick, in dem Bemerkungen grenzwertig werden, empfinde ich sie als beleidigend.
Da die Gefühle der Menschen nun einmal stark different sein können, sollte man sich mit „Komplimenten“ gegenüber Menschen, die man nicht kennt, sehr zurückhalten.
Auch wenn ich eine Bemerkung als Kompliment empfinde, können der/die Angesprochenen sie als Beleidigung und plumpe Anmache empfinden, und nur das zählt.

So sehe ich es.
 
Im Allgemeinen wird Catcalling mit sexueller Beleidigung gleichgesetzt.
Die Auslegung, was eine Beleidigung ist und was nicht, obliegt ggf. einem Gericht.

Die Frage ist ja im konkreten Falle: was tun? Eine Frau geht an einem Mann oder ein paar Männern vorbei, die eine vulgäre, sexistische Bemerkung machen. Sie ist alleine. Was soll sie da tun?
Die Männer nach ihrem Namen fragen? Ein Bild der Männer machen? Die Polizei rufen?
Eine Anzeige erstatten, wo dann der Mann bzw. die Männer sagen werden, dass sie das nicht gesagt haben? Riskieren, wenn sie sich verbal wehrt oder vielleicht die Männer nach dem Namen fragt (die sie ihr ja sicherlich nicht geben werden), dass die Männer dann auch noch körperlich aggressiv werden?

Wie gesagt: es ist widerlich und primitiv, wenn es eine sexuelle Beleidigung ist. Und auch ein Hinterherpfeifen oder eine Bemerkung über das schöne Kleid muss nicht sein von einem Fremden. Aber wie soll konkret die Praxis aussehen, damit ein Verbot auch wirklich zutrage treten kann?
 
Na ja, manch ein Pfiff ist als Kompliment gemeint und alles andere als böse und aufdringlich. Ich habe es mal erlebt dass ein Mann in unserer Clique einer Frau nachpfiff, die drehte sich um und pfiff zurück. Was er klasse fand und eine sehr nette Gesprächsrunde sich ergeben hat.

Mir wird das alles (was Kontakt betrifft) zu sehr auf eine Goldwaage gelegt. Wer primitiv einem Menschen hinterher"quackt", der zeigt nur ganz schnell wie er geistig und emotional drauf ist, also ob es sich lohnt - oder eher nicht diesen "quakenden" Menschen überhaupt zu registrieren, wahr zu nehmen und zu reagieren, oder wohl meistens nicht zu reagieren.....

Ich fand viele Kommentare schon sehr dämlich, die ich als Frau entgegen nehmen "musste". Allerdings waren diese nicht böse gemeint sondern einfach einem sehr einfachen Intellekt zu verdanken. Was soll ich da groß diskutieren? Was sollen solche dummen Kommentare unter "Strafe" gestellt werden, für Dummheit kann man/frau wohl niemanden bestrafen, oder???

Hm, für mich als Frau ist es keinesfalls so, dass ein Pfeifen oder dummer Kommentar mich auf die Sexualität reduziert. Warum auch? Dann würde ja ich mich reduzieren und nicht der andere mich, in dessen Kopf ich nicht sehen kann.

Gruß von Grisu
 
Das macht doch sowieso niemand.
Was macht niemand? Es kommt doch durchaus vor, dass Arbeitskollegen wegen beleidigender Bemerkungen angezeigt werden und sich die gegnerischen Seiten dann vor Gericht wiedersehen?

Es geht darum, das Bewusstsein zu schärfen, was unangebracht ist.
"Unangebracht" heißt aber noch längst nicht, dass dabei das Strafrecht mit Verboten und Sanktionen eingreifen sollte.

Übrigens auch umgekehrt. Auch Männer sind mitunter unangemessenen sexuellen Avancen ausgesetzt und werden noch weniger ernst genommen als Frauen.
Ja, allerdings. Und ich glaube, viele Frauen wären vorsichtiger mit ihren Forderungen nach Bestrafung aller möglichen Handlungen, wenn sie selbst für entsprechende Delikte ebenso häufig und nach gleichen Maßstäben zur Verantwortung gezogen würden wie Männer.

Insgesamt finde ich aber, dass sich das in den letzten Jahrzehnten verbessert hat. Eben, weil es auch oft thematisiert wird.
Hm. Ich finde, erstaunlich viele Frauen finden Männer, die sich ihnen gegenüber tadellos korrekt und zurückhaltend benehmen, dann doch gar nicht so attraktiv und fliegen stattdessen eher auf selbstbewusste Machos, für die dominantes und sexistisches Benehmen ganz selbstverständlich zum Mannsein dazugehört und die sich nicht im Geringsten um irgendwelche Richtlinien für angemessenes Verhalten scheren.

Theorie und Praxis klaffen da meinem Eindruck nach doch stark auseinander.

Aber „sexuelle“ Beleidigung.
Nein, "sexuelle Beleidigung" ist kein rechtlich definierter Begriff.

Auch wenn ich eine Bemerkung als Kompliment empfinde, können der/die Angesprochenen sie als Beleidigung und plumpe Anmache empfinden, und nur das zählt.
In moralischer Hinsicht kann man das ja so sehen. Aber aus juristischer Sicht ist die Intention der handelnden Person ausschlaggebend. Nicht die Empfindung der Person, auf die sich die Handlung bezieht.
 
Die Frage ist ja im konkreten Falle: was tun? Eine Frau geht an einem Mann oder ein paar Männern vorbei, die eine vulgäre, sexistische Bemerkung machen. Sie ist alleine. Was soll sie da tun?
Die Männer nach ihrem Namen fragen? Ein Bild der Männer machen? Die Polizei rufen?
Eine Anzeige erstatten, wo dann der Mann bzw. die Männer sagen werden, dass sie das nicht gesagt haben? Riskieren, wenn sie sich verbal wehrt oder vielleicht die Männer nach dem Namen fragt (die sie ihr ja sicherlich nicht geben werden), dass die Männer dann auch noch körperlich aggressiv werden?

Wie gesagt: es ist widerlich und primitiv, wenn es eine sexuelle Beleidigung ist. Und auch ein Hinterherpfeifen oder eine Bemerkung über das schöne Kleid muss nicht sein von einem Fremden. Aber wie soll konkret die Praxis aussehen, damit ein Verbot auch wirklich zutrage treten kann?
Genau aus diesem Grund muss, wenn immer es möglich ist, hart durchgegriffen werden.
 

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