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Bundestagsabgeordnete wollen mehr Geld während Millionen von Bundesbürgern Not leiden

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die höhe der pauschalen sind eine sache. da will ich nicht behaupten, dass sie generell zu hoch seien.

es ist aber ein unding, dass JEDER politiker diese pauschale ungeachtet seiner leistung bekommt.

eine idee wäre, die zahlung von aufwandsentschädigungen von nachweisen abhängig zu machen.
sprich: wer sich als politiker betätigt und aufwendungen hat, bekommt spesen - wer keine hat, bekommt eben keine spesen......
eine gewisse summe kann ja fix sein, so dass der einzelne politiker ein "startkapital" hat......

so wäre doch auch gewährleistet, dass ein politiker sein amt ausüben kann....

'normal'-bürger müssen schließlich auch all mögliche rechnungen und belege aufheben, um etwas erstattet zu bekommen.....
und das würde auch die politiker nicht umbringen - dann legt man sich eben einen ordner an......
 
Hallo Cansu!

Hallo EuFrank,

es gibt immer Menschen, die haben mehr und Menschen, die haben weniger. Du sprichst von Moral. Wäre es nicht moralisch, auf Reisen in ferne Länder zu verzichten? Wäre es nicht moralisch, auf einen Internetzugang zu verzichten? Wäre es nicht moralisch, auf teure Kleidung zu verzichten?

WENN man sich bewusst macht, dass Kinder in anderen Ländern verhungern?

Sollte man dann nicht alles, was Luxus bedeutet, in Spenden umwandeln?

Streben wir nicht genauso nach Luxus wie die Politiker auch?
Ich versuche Deinen Beitrag folgendermaßen zusammenzufassen:
Moralisches Verhalten ist nicht praktikabel.

Dazu sage ich folgendes:
Niemand ist perfekt. Aber jeder kann mit allen Mitteln, die in seiner Kraft stehen, ein Höchstmaß an moralischem Verhalten entwickeln und sollte diesem unerreichbaren Ideal dennoch nachstreben. Was derzeit (und nicht erst seit heute) in der Politik geschieht, ist mit der Vernunft, moralischen Prinzipien, dem Selbstverständnis der Parteien und teilweise mit dem Grundgesetz selbst nicht vereinbar.
 
Hallo Cansu!
Ich versuche Deinen Beitrag folgendermaßen zusammenzufassen:
Moralisches Verhalten ist nicht praktikabel.

Natürlich ist niemand perfekt. Aber ich sehe hier, dass andere in die Mangel genommen, nämlich Menschen die in der Reichtumspyramide höher anzutreffen sind.

Für die Menschen in der dritten Welt sind wir das vll. Warum geben wir denn nicht mehr ab? Warum sparen wir für ein teures Auto? Warum wollen die Lokführer noch mehr Geld, wo es doch anderen sehr viel schlechter geht?

Ich sage nicht, dass moralisches Verhalten nicht praktikabel ist. Aber wir streben nach Idealen. Und wir sind uns selbst am nähsten. Und wir wollen grundsätzlich mehr. Nicht nur die Politiker.
 
Hallo Cansu!

Ich glaube, dass Du mit Deinen Einwänden bereits ein Thema ansprichtst, das im Rahmen des hier behandelten off topic ist. Dennoch will ich ein paar Worte dazu sagen.

Mich interessiert in dem hier behandelten Thread lediglich der bundesrepublikanische Rahmen. Es wäre schon viel gewonnen, wenn innerhalb Deutschlands die zur Verfügung stehenden Mittel und Möglichkeiten gerecht verteilt wären (was sie nicht sind).

Es gab kürzlich mal eine Berechnung, wonach jeder 80 000 Euro hätte, wenn das gesamte zur Verfügung stehende Vermögen auf die einzelnen Köpfe verteilt würde. Aber verstehe mich nicht falsch. Das ist nicht mein Ziel und so eine "mathematisch statistische" Verteilung wäre auch nicht wirklich gerecht, weil die Bedüftigkeit jedes Menschen anders ist. Allerdings stimmt es wohl, dass einige wenige viel zu viel besitzen.

Die globale Verteilung der Güter ist ein weiteres Thema. Auch hier wäre eine gerechte Verteilung wünschenswert. Wenn wir eine solche hätten, dann müßten wir uns wohl nicht in dem derzeitigen Maße mit dem Problem der Globalisierung befassen.
Wichtig ist aber auch der Gedanke, dass vor allem Einzelpersonen gar nicht so global agieren können wie zB Staaten. Ich denke, dass schon viel gewonnen wäre, wenn jeder einzelne sich in seinem Umfeld angemessen verhalten würde.
Auf einer höheren Ebene ist es wohl die Aufgabe der Staaten, eine harmonische Weltgemeinschaft zu bilden.

...Und wir sind uns selbst am nähsten. Und wir wollen grundsätzlich mehr. Nicht nur die Politiker.
Es gibt noch Leute, die den Wert moralischer Ideale für höher erachten als eine grenzenlose Maximierung von materiellen Gütern. Wenn für die materielle Grundbedürftigkeit gesorgt ist, gibt es in der Regel höhere Ziele. Dann kommen die Dinge zum Zuge, die den Menschen über die Natur erheben und die ihm seine Würde verleihen.
 
Hallo EuFrank,

ich glaube, vom Grundsatz her denken wir ähnlich. Insbesondere denke ich auch, dass nach Sicherung der materiellen Grundbedürfnisse andere Dinge wesentlicher sind. Für Politiker genauso wie für jeden Anderen.
Es gibt aber einen Aspekt, der mich in diesem Thread aus dem Bauch heraus und von der Logik her sehr stört: Das Schimpfen über "die da Oben". Ob es nun Politiker sind, oder Vorgesetzte, oder wirtschaftlich oder anderweitig Bessergestellte.

Es ist verständlich, dass vielen Menschen die Emotionen hochkochen, aber aus dem Bauch raus denke ich, dass mit diesem Schimpfen zu einem sehr grossen Teil die Verantwortung für das eigene Handeln weg geschoben wird und man sich mit dieser Einstellung selbst in die Opferrolle manövriert. Es passt dazu dann dein Zitat von Kant.
Ich habe früher auch oft über meine Chefs den Kopf geschüttelt und konnte nicht verstehen, warum (aus meiner Sicht) simpelste Dinge nicht getan wurden. Die Verantwortung liegt aber auf beiden Seiten. Probleme können am besten gelöst werden, wenn Führungsetage und Belegschaft zusammen arbeiten. Wenn aber der eine den Anderen nicht versteht und unterstützt, kommt auch nichts dabei heraus. Das ist im Verhältnis von Politiker und Bürger nicht anders.

Von der Logik her halte ich es für sehr schwierig festzulegen, woran eine gerechte Diät bemessen werden kann. Es ist grundsätzlich nicht gerecht Einzelne zu bevorteilen, aber genausowenig ist es gerecht Andere zu benachteiligen.
Darum stellt sich die Frage, woran man die Diäten von Abgeordneten bemessen soll. Am Sozialhilfesatz, oder an Gehältern in der Wirtschaft ? Beides passt nicht.
Direkt unmoralisch wären Diäten erst dann, wenn sie auf Kosten der Allgemeinheit erhöht würde. Also wenn die Politik sich auf Kosten der Bürger bereichern würde.

Der ideale Politiker hat sicherlich die wirtschaftliche Einstellung eines Mahatma Gandhi. Aber pragmatisch gesehen, sollte man von einem Politiker in erster Linie verlangen, dass er gute Politik macht. Wenn er neben seinem politischen Engagement auch noch seine persönliche wirtschaftliche Situation im Auge hat, denn ist das zwar nicht ideal - aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass er trotzdem gute Politik macht. Ich denke, Diäten sollten in diesem Sinne auch als Anreiz oder als Anerkennung nicht zu gering bemessen sein. Es wäre für die Allgemeinheit nicht gut, wenn gute Leute vermehrt in die Wirtschaft gehen, weil sie als Politiker zu schlecht bezahlt würden.

Schöne Grüsse, Benjamin
 
Hallo Benjamin-29!

...
Von der Logik her halte ich es für sehr schwierig festzulegen, woran eine gerechte Diät bemessen werden kann. ...Darum stellt sich die Frage, woran man die Diäten von Abgeordneten bemessen soll.
Jedem sollte nach seiner Bedürftigkeit zugeteilt werden. Etwas gerechteres gibt es nicht. 7000 Euro übersteigen bei weitem die Bedürftigkeit eines durchschnittlichen Familienvaters.

Direkt unmoralisch wären Diäten erst dann, wenn sie auf Kosten der Allgemeinheit erhöht würde. Also wenn die Politik sich auf Kosten der Bürger bereichern würde.
Diesen Fall sehe ich derzeit gegeben.

Der ideale Politiker hat sicherlich die wirtschaftliche Einstellung eines Mahatma Gandhi. Aber pragmatisch gesehen, sollte man von einem Politiker in erster Linie verlangen, dass er gute Politik macht. Wenn er neben seinem politischen Engagement auch noch seine persönliche wirtschaftliche Situation im Auge hat, denn ist das zwar nicht ideal - aber es ist auch nicht ausgeschlossen, dass er trotzdem gute Politik macht.
Das sehe ich auch so: die gute Arbeit steht im Vordergrund. Dieselbe wird aber erheblich in ihrer Qualität eingeschränkt, sobald sich persönliche finanzielle Interessen hinzugesellen.

Ich denke, Diäten sollten in diesem Sinne auch als Anreiz oder als Anerkennung nicht zu gering bemessen sein. Es wäre für die Allgemeinheit nicht gut, wenn gute Leute vermehrt in die Wirtschaft gehen, weil sie als Politiker zu schlecht bezahlt würden.
...
Nochmal: wer in die Politik geht, um "Kohle zu machen", der hat dort sowieso nichts zu suchen! Man sollte sogar versuchen zu verhindern, dass sich Leute durch politische Arbeit bereichern können.
 
Zuletzt bearbeitet:
Jedem sollte nach seiner Bedürftigkeit zugeteilt werden. Etwas gerechteres gibt es nicht. 7000 Euro übersteigen bei weitem die Bedürftigkeit eines durchschnittlichen Familienvaters.

Die Bedürftigkeit in diesem Land wurde bereits festgestellt! Das nennt sich Hartz 4 und stellt die Bedürfnisse eines jeden sicher. ( Plus Kindergeld, Miete, Sozialbeiträge etc. )
Und was Du hier ansprichst ist Kommunismus. Danke!
 
Irgendwie hatte ich auch bei einem Teil der Beiträge
Menschen im "Blaumann mit Fahrrad " vor Augen.

Von dem Zeug ist jetzt an anderer Stelle eine Menge über.
Dürfte für eine Mehrfachaustattung 😉 der gesamten
deutschen Bevölkerung reichen.

Karin
 
Ja, EU-Franks Modell der Bedürftigkeit würde die BRD schlagartig von allen Politikern befreien. Ein trotz allem schöner Gedanke - und dafür dürften die Hartz 4 Empfänger dann zuschlagen, hihi.
Ich weiß nicht wie es im realen Kommunismus war. Honni werden wahrscheinlich tausend Ostmark genügt haben. Groß reisen konnte er nicht und die westlichen Pornos und den Champagner mußte er sicherlich nicht von seinem Gehalt bezahlen.
 
Allerdings fängt der einzelne Deutsche nach EuFranks Berechnung,
der Vermögensaufteilung,
das "Gleichsein" mit einem "Kapital" 😉 😎 von 80.000,--Euros an.
 
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