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Brexit - und dann?

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Wenn es unterm Kopfkissen läge, wäre nicht mehr Geld im Umlauf. Das würde aber kaum jemand machen, sondern ausgeben. Oder anlegen, falls es noch irgendwo etwas dafür gibt.
Wahrscheinlciher ist aber, daß die englische Politik - von den bösen Zwängen der EU befreit - versuchen wird die ausländischen und inländischen Investoren im Land zu halten. Da könnte man sich - anhand einiger Beispiele - große Steuersenkungen vorstellen. ( sowas wurde ja auch schon angekündigt ) Dafür müßte aber der kleine Mann mehr Steuern bezahlen. ( auch das wurde schon erwähnt )
 
Und das wo die Verhältnisse für die kleinen Leute in England ohnehin mausig sind, mit irrsinnigen Mieten (vor allem in den Großstädten, da schlackern sogar Deutsche mit den Ohren - bei meist mieser Wohnungsausstattung), einem sehr hausgemachten Einwandererproblem (Muslime aus den ehemaligen Kolonialgebieten, die für "Parallelgesellschaften" in vielen Städten sorgen - man googel mal Birmingham + Islam, auch da schlackern sogar Deutsche mit den Ohren), den Folgen volldummer Privatisierungen (Eisenbahn, Wasser- und Energieversorger), die zu boomenden Preisen bei mieser Qualität sorgen, und vielen typisch englischen und hausgemachten Problemen mehr.

Mehr Geld drucken ist immer kontraproduktiv, weil es als Ergebnis nur die Preise weiter in die Höhe treibt. Superinflation dank hemmungsloser Gelddruckerei hatten wir in D. bekanntlich auch schon mal, als die Preise so irrsinnig stiegen, daß ein ganz ordinäres Hühnerei so ungefähr drei Millionen Reichsmark kostete.
 
Weißt Du warum ich das nicht glaube? Die anderen Länder werden schon ganz aufgeregt auf die wertvollen ausländischen Firmen in England starren, die es herauszulösen und im eigenen Land anzusiedeln gilt. Und vor allem auf die zukünftigen Investoren, die nicht mehr nach England gehen werden, sondern in EU-Länder. Das ist ein Wettbewerb, der bereits im Gange sein dürfte.
Er IST längst im Gange. Hast wohl in letzter Zeit keine Zeitungen mit Wirtschaftsteil gelesen. Sobald auch nur jemand in Richtung Brexit geniest hat, ging das Männleinlaufen und Brainstorming los.
 
Nicht unbedingt, der Finanzbereich z. B. läuft heute schon weitgehend elektronisch, und Büros lassen sich überall binnen weniger Wochen verlagern. Im Industriebereich sorgt die Just-in-Time-Politik dafür, daß sich Waren- und Rohstoffströme ohne großen Aufwand verlagern lassen, wer keine vollen Lager verschieben muß, sondern nur eine neue Adresse für die Zustellung von Einzelteilen angeben und sich anderswo eine Fertigungshalle suchen, hat es auch dort sehr leicht, seine Produktion auszulagern. Moderne Logistik macht´s möglich.
 
Wenn Honda oder Niissan von der Insel weggehen - was anzunehmen ist - dann müssen zuerst Werke in anderen Ländern gebaut werden. Ich denke auch an BMW.
 
Oder sie übernehmen einfach Werke, die in Insolvenz gegangen sind. Ist oft einfacher als neu zu bauen, weil die ganze Infrastruktur bereits vorhanden ist, und die Städte/Gemeinden sind auch heilfroh, wenn sie neue Steuerzahler kriegen, und geizen dann nicht mit Unterstützung.
 
Klar, nach dem ersten Schock geht es wieder aufwärts, bis die nächste Hiobsbotschaft eintritt, weil wieder irgendein Großkonzern abwandert. Nur am Geldwert kann man das nicht festmachen, das ist eine ständige Berg-und-Tal-Fahrt. Man muß die britische Wirtschaft insgesamt und auch die Auswirkungen auf den Durchschnittsbürger beobachten, das ist aussagekräftiger.
 
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