Andreas900
Sehr aktives Mitglied
Eine "echte" Demokratie, das heißt quasi eine Herrschaft des Volkes, wäre genauso wenig realisierbar wie es beispielsweise der Kommunismus ist.
Wenn man dem Volk zuviel Macht gibt stürzt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst ins Chaos, weil es die meisten einfach nicht besser wissen und bei vielen Sachen zu emotional entscheiden.
So ist meiner Meinung nach unsere aktuelle Demokratie in Deutschland die beste mögliche Staatsform wenn man unseren momentanen Gesellschaftszustand voraussetzt.
Zur Demokratie in Reinform gibt es ein schönes Zitat:
Demokratie würde funktionieren, wenn wir alle Götter wären.
Die Mehrheit der Menschen hat aber nicht viel Ahnung von der Welt und wir haben auch andere Sorgen als uns politisch ständig zu informieren. Dafür ist es gut, dass es Vollzeit-Politiker gibt.
Das Beispiel der Schweiz zeigt, dass
- eine Mehrheit die Rechte einer Minderheit unterdrücken kann, ohne dass die Minderheit sich wehren kann, da diese nicht abstimmungsberechtigt ist
- Volksentscheide werden in der Regel destruktiv eingesetzt
- Bei Volksentscheiden werden irrationale Ängste geschürt, die Bevölkerung somit verunsichert
- Volksentscheide beschleunigen die Entfremdung zwischen Politik und Bürger.
- Das Volk muss manchmal vor dem Volk geschützt werden.
- Volksentscheide werden durch finanzielle Mittel entschieden.
- Volksentscheide fehlen durch die schwache Beteiligung die Legitimation.
- Volksentscheide werden durch publizistische Macht entschieden.
Der Brexit ist ein gutes Beispiel für einen polemischen und destruktiven Volksentscheid.
- der Brite wurde nur zwei zwei Alternativen gestellt
- er wurde nur mangelhaft informiert
- der Zeitpunkt des Entscheids fiel in eine Krisenzeit
- es war viel Geld und Einfluss im Spiel
- es wurden viele Ängst geschürt
Die Mehrheit der Briten weiß Stand heute gar nicht was passiert. Und das ist eigentlich das traurige daran. Ein Volksentscheid hat immer den Anschein absoluter Demokratie und Gerechtigkeit. Dabei merkt der Bürger gar nicht wie sehr er beeinflusst wird.
25% der Briten haben gar nicht abgestimmt und 10% waren einen Tag vorher noch unentschlossen. 52% der Stimmen waren für einen Brexit, also (100-35)*0,52=33,8% der Briten haben sich nicht aus dem Bauch heraus sondern mit halbwegs Vernunft für den Brexit entschieden. 1/3 aller Briten also, das zudem natürlich massiv beeinflusst wurde und unter denen sich schwerpunktmäßig über 50 jährige tummeln, die nur die good old times zurück haben wollen, die nie mehr kommen werden.
Durch Großbritannien ging ein großes Bruch. Die junge Generation fühlt sich von der alten im ihre Zukunft beraubt. Der 60 jährige Fischer hat gegen Europa gewählt, der 20 jährige Londoner dafür. Direkte Demokratie ist eben auch direkter purer Egoismus🙁
Wenn man dem Volk zuviel Macht gibt stürzt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit selbst ins Chaos, weil es die meisten einfach nicht besser wissen und bei vielen Sachen zu emotional entscheiden.
So ist meiner Meinung nach unsere aktuelle Demokratie in Deutschland die beste mögliche Staatsform wenn man unseren momentanen Gesellschaftszustand voraussetzt.
Zur Demokratie in Reinform gibt es ein schönes Zitat:
Demokratie würde funktionieren, wenn wir alle Götter wären.
Die Mehrheit der Menschen hat aber nicht viel Ahnung von der Welt und wir haben auch andere Sorgen als uns politisch ständig zu informieren. Dafür ist es gut, dass es Vollzeit-Politiker gibt.
Das Beispiel der Schweiz zeigt, dass
- eine Mehrheit die Rechte einer Minderheit unterdrücken kann, ohne dass die Minderheit sich wehren kann, da diese nicht abstimmungsberechtigt ist
- Volksentscheide werden in der Regel destruktiv eingesetzt
- Bei Volksentscheiden werden irrationale Ängste geschürt, die Bevölkerung somit verunsichert
- Volksentscheide beschleunigen die Entfremdung zwischen Politik und Bürger.
- Das Volk muss manchmal vor dem Volk geschützt werden.
- Volksentscheide werden durch finanzielle Mittel entschieden.
- Volksentscheide fehlen durch die schwache Beteiligung die Legitimation.
- Volksentscheide werden durch publizistische Macht entschieden.
Der Brexit ist ein gutes Beispiel für einen polemischen und destruktiven Volksentscheid.
- der Brite wurde nur zwei zwei Alternativen gestellt
- er wurde nur mangelhaft informiert
- der Zeitpunkt des Entscheids fiel in eine Krisenzeit
- es war viel Geld und Einfluss im Spiel
- es wurden viele Ängst geschürt
Die Mehrheit der Briten weiß Stand heute gar nicht was passiert. Und das ist eigentlich das traurige daran. Ein Volksentscheid hat immer den Anschein absoluter Demokratie und Gerechtigkeit. Dabei merkt der Bürger gar nicht wie sehr er beeinflusst wird.
25% der Briten haben gar nicht abgestimmt und 10% waren einen Tag vorher noch unentschlossen. 52% der Stimmen waren für einen Brexit, also (100-35)*0,52=33,8% der Briten haben sich nicht aus dem Bauch heraus sondern mit halbwegs Vernunft für den Brexit entschieden. 1/3 aller Briten also, das zudem natürlich massiv beeinflusst wurde und unter denen sich schwerpunktmäßig über 50 jährige tummeln, die nur die good old times zurück haben wollen, die nie mehr kommen werden.
Durch Großbritannien ging ein großes Bruch. Die junge Generation fühlt sich von der alten im ihre Zukunft beraubt. Der 60 jährige Fischer hat gegen Europa gewählt, der 20 jährige Londoner dafür. Direkte Demokratie ist eben auch direkter purer Egoismus🙁