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Braucht man Religion? Für sich? In der Gesellschaft?

Hallo erstmal,

also Religion hat für mich nichts mit Glauben zu tun-

daher ist mir die Religion gänzlich unwichtig.

Meinen Glauben trage ich in mir, unabhängig davon, was mir eine Religion "vordiktieren" möchte.

Ich fühle mich durch Religion in meiner freien Glaubensentfaltung eher eingeschränkt. Daher zählt für mich nur mein ganz eigener Glaube, der Religions unabhängig ist.
 
Aber BlackJack hat nicht unrecht mit der Richtung, in die er zeigt😉.

Entweder man nimmt die Bibel wörtlich, als Gottes Wort im Originaltext - dann muß man aber alles, was dort steht (bzw. was der Kollege Luther uns übersetzt hat) auch ebenso wörtlich nehmen. Auch zB. den ganzen haarsträubenden Schwachsinn, den so nette Zeitgenossen wie Leviticus ins Alte Testament getextet haben. Dann ist "Gott" auch eindeutig von "Allah" oder "Odin" abgrenzbar.

Oder man sagt: das ist alles sinngemäß zu verstehen und Auslegungssache. Das führt aber zu Willkür, weil jeder ja so auslegen kann, wie es ihm in den Kram paßt. Und dann wären "Gott" und "Allah" auch problemlos dieselbe Person mit unterschiedlichen Namen.

Nach meinem Verständnis schließen sich diese beiden Sichtweisen gegenseitig aus. Oder mache ich wieder alles zu kompliziert? 😀 Wenn ja, bitte ich um Aufklärung.

lg =)
 
Hallo erstmal,

also Religion hat für mich nichts mit Glauben zu tun-

daher ist mir die Religion gänzlich unwichtig.

Meinen Glauben trage ich in mir, unabhängig davon, was mir eine Religion "vordiktieren" möchte.

Ich fühle mich durch Religion in meiner freien Glaubensentfaltung eher eingeschränkt. Daher zählt für mich nur mein ganz eigener Glaube, der Religions unabhängig ist.
Hallo Sissy!

Das sehe ich eigentlich ähnlich. Ich benutze nur andere Begriffe dafür. Religion und Glauben (ich sage lieber "Hoffnung") benutze ich eigentlich synonym. Was Du unter "Religion" verstehst, bezeichne ich lieber als "Kirche".

Für mich steht im Mittelpunkt auch der individuelle Glaube, der sich nicht abhängig macht von irgendeiner Religionsgemeinschaft. Betrachtet man empirisch die vielen unterschiedlichen Glaubensgemeinschaften, so sieht man viel Schlimmes, was mir auch nicht gefällt. Ich mag es zB nicht, wenn Kirche zu einer Moralanstalt gemacht wird und deren Mitglieder zu Befehlsempfängern, mit dem Ziel, sich der göttlichen Gnade empfänglich zu machen. Das einzige, was ein göttliches Wesen vom Menschen erwartet, ist echte Moralität. Eine statuarische Religion instrumentalisiert dagegen die Moralität, um sich mit ihrer Hilfe Gott gnädig zu stimmen. So gehts natürlich nicht.

Eine fehlerfreie Gemeinschaft der Gläubigen kann man eigentlich nur in einer Art unsichtbarer Kirche sehen. Allerdings: kein Mensch ist jemals perfekt. Daher kann eigentlich auch nie eine Gemeinschaft unvollkommener ohne Fehler existieren.

Dennoch scheint es mir sinnvoll zu sein, wenn sich Menschen auch sichtbar, also empirisch zu einer Gemeinschaft zusammenschließen.

Leider liegt mir persönlich auch keine Glaubensgemeinschaft wirklich. Mich nervt so einiges. Dennoch besuche ich noch die Kirche. Erst letzten Sonntag war ich erstmals in einer Gemeinde, die ich bis dahin noch nicht kannte. In der Regel findet man dort doch relativ schnell Kontakt zu netten Menschen. Das ist fast nirgendwo so gut möglich wie in der Kirche.
 
Hallo erstmal,

also Religion hat für mich nichts mit Glauben zu tun-

daher ist mir die Religion gänzlich unwichtig.

Meinen Glauben trage ich in mir, unabhängig davon, was mir eine Religion "vordiktieren" möchte.

Ich fühle mich durch Religion in meiner freien Glaubensentfaltung eher eingeschränkt. Daher zählt für mich nur mein ganz eigener Glaube, der Religions unabhängig ist.


Super Einstellung!

Es gibt viele die einen anderen Glauben hatten,denen Jesus sogar erschienen ist und sich ihnen offenbart hat.Das gibt es öfters bei Moslems.
Außerdem habe ich noch nie in einer anderen Religion gehört, das jemand eine persönliche Verbindung zu Jesus bzw. Gott hat.

Auch wenn ich mich nicht allzu sehr mit Religionen befasse bin ich mir sehr sicher, dass das bei vielen Religionen der Fall ist und häufig auftritt und dass wenn ich danach recherchieren würde sich genau das bestätigen würde.

Das Jesus auch "Andersgläubigen" erscheint ist einerseits logisch bei der Präsenz die Jesus in unserem Leben hat (ich spreche lediglich davon, dass jeder Jesus kennt und unfreiwillig viel von ihm weiss), wäre aber andererseits auch ein Hinweis darauf, dass die Person "Jesus" nur stellvertretend für eine höhere Macht existiert.

Aber ich muss mich wohl damit zufrieden geben, dass ich es nicht nachvollziehen kann warum sich jemand so stark auf Jesus fixiert, während ich sehr wohl nachvollziehen kann wenn jemand an ein höheres Wesen/eine höhere Macht glaubt.
 
Meine religiöse Hoffnung ist sicherlich ein ganz hervorragender Schutz gegen amoralisches Verhalten.

Das Schlimmste wäre sicherlich ein Gefühl der Verachtung, das man sich gegenüber verspürt, wenn man chronisch und aus freien Stücken gegen das moralische Gesetz, das man deutlich in sich verspürt, verstößt. Aber wenn zur Verachtungswürdigkeit auch das Gefühl hinzutritt, dass man nicht im Einklang mit der höchsten denkbaren Instanz der Welt steht, dann ist die Frustration noch deutlich höher.

Wer dagegen seine Weltanschauung auf die Annahme pflanzt, dass es in dieser Welt keinen höheren Sinn und damit auch keine Gerechtigkeit gibt und dass eher der Zufall und eine moralische Ignoranz diese Welt beherrschen, der öffnet im Grunde einem amoralischen Verhalten Tür und Tor. Dostojewski hat dies gut erkannt, indem er sagte: Wenn es Gott nicht gibt, ist alles erlaubt.

Religiosität läßt hoffen, dass sich echte Moralität, die um des Guten selbst willen (und nicht etwa, um einem Gott zu gefallen oder wegen anderer Zwecke) ausgeführt wird, lohnt. Wer in einer Welt, die er als moralisch indifferent einstuft, meint, die moralische Fahne ein Leben lang tragen zu können, überschätzt sich meines Erachtens grandios. Dies gilt umso mehr in einer Welt, die vor Amoral nur so strotzt und an der man an jeder Ecke beschissen wird etc...

Das Originalzitat lautet aber:
"Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt"
(auch ohne Punkt!)

Also nicht explizit der Gott, sondern ein Gott!
Zudem ist nicht bekannt, weil es ein Streitgespräch war, ob es ein Fragesatz war.
Also
"Wenn es keinen Gott gibt, dann ist alles erlaubt?"

Dieses „?“ gab es nämlich je nach Schreibweise nicht.
Zudem war es eine Übersetzung.

Auch war Dostojewski ein geschundener und kranker Mann. Man merkt deutlich seine Depressionen.
Ihm fehlte die freigeistige Erziehung, der Intellektuellen des Westens. Russland war mehr als 100 Jahre im Rückstand.
 
Dennoch scheint es mir sinnvoll zu sein, wenn sich Menschen auch sichtbar, also empirisch zu einer Gemeinschaft zusammenschließen.

Leider liegt mir persönlich auch keine Glaubensgemeinschaft wirklich. Mich nervt so einiges. Dennoch besuche ich noch die Kirche. Erst letzten Sonntag war ich erstmals in einer Gemeinde, die ich bis dahin noch nicht kannte. In der Regel findet man dort doch relativ schnell Kontakt zu netten Menschen. Das ist fast nirgendwo so gut möglich wie in der Kirche.

Also da widerspreche ich heftig...
wenn ich mit meinem Hund unterwegs bin, und ich mich nur hinsetze, kommen nicht selten ganz nette Damen... 🙂😉
 
Ach du schon wieder!
Nimmst mir jeglich Hoffnung, dass die wegen mir kommen... 🙂

Hast leider Recht...🙁😉😀


Na hätte ich gesagt, dass du toller als Jesus bist hätte das doch sicherlich irgendwen beleidigt wegen Gotteslästerung oder so. Und Hunde haben schließlich Immunität 😛
 

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