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Brauche Ratschläge - Karriere um jeden Preis?

Hallo Wolfgang!

Wie Du dich letztendlich entscheidest, liegt ganz alleine bei Dir.
Ob im Beruf oder auch privat - das ganze Leben besteht aus Entscheidungen. Leider weiß man nie im voraus, was richtig oder falsch ist. Denn jeder muss für sich selbst entscheiden, welchen Weg er geht und welche Ziele er verfolgt.

Ob jemand die Karrierestrapazen auf sich nimmt oder nicht, hängt schließlich auch von ganz persönlichen Wertungen ab. Sind Familie, Freunde und/oder Hobby wichtiger, wird meist nicht allzuviel Energie in das berufliche Weiterkommen gesteckt. Obwohl man das auch nicht unbedingt pauschalisieren kann, denn mir ist Familie usw. sehr wichtig und trotzdem habe ich mich persönlich dafür entschieden, beruflich weiterzukommen. Ich für mich kann sagen, dass eine berufliche Weiterentwicklung auch positive Aspekte hat und nicht nur mit Stress, Mehrarbeit, wenig Freizeit zu tun hat. Das liegt an jedem selber wie er damit umzugehen lernt und welche Maßstäbe jeder einzelne sich setzt.

Auf der einen Seite steht meine Arbeit - und auf der anderen Seite mein Privatleben, und dieses abzugrenzen ist echt eine Kunst, aber es kann funktionieren.

Du solltest herausfinden, was Du willst. Wenn Du mit Deiner momentanen Situation zufrieden bist ( obwohl ich glaube, dass Du Dir nicht umsonst diese Gedanken machst!), ist das völlig ok, aber es kann durchaus sein, dass Du in 10 Jahren ganz anders denkst.

Und .... noch was, eine Weiterbildung bedeutet nicht gleich, mehr Stress, sondern ein größeres Fachwissen.

Also Wolfgang..... wie stellst Du Dir die Zukunft vor, wo willst du in 10 Jahren stehen?

LG Wolke
 
Hallo Wolke, hallo an alle anderen !

Schön, dass man hier so nettes Feedback bekommt.

Also ihr habt schon richtig bemerkt, ich bin im jetzigen Beruf unzufrieden und verdiene auch keine Reichtümer. Ihr habt auch recht, dass eben in Gesprächen mit meinen Freunden oft zur Sprache kommt was dieser und jener so macht, und jetzt sind eben mittlerweile alle in dem Alter wo sie ihr Studium langsam beendet haben, und als ich von zweien dann hörte mit welchem Gehalt die einsteigen, und im Vergleich zu mir sogar weniger Zeit pro Tag investieren, fingen allmählich die Gedanken an.

Wie ich mich in 10 jahren sehe - da kann ich spontan sagen Familie, nettes Auto (brauche kein Ferrari), einen Job den ich gerne ausübe und vielleicht auch mal etwas länger arbeite, dafür aber etwas auf der hohen Kante habe, vielleicht eine größere Wohung (eventuell Eigentumswohnung), ab und zu verreisen.

Ich denke mal das sind noch recht bescheidene Ansprüche. Mein Problem liegt wohl momentan auch darin, dass aufgrund meiner Unzufriedenheit ich ständig genauer hinschaue was macht der und was macht jener - natürlich mit den Gedanken dass es alle anderen vermeintlich besser gemacht und mehr erreicht haben. Letztendlich möchte ich wohl etwas besser verdienen, vielleicht leicht über dem Durchschnitt, bin aber für Managerposten etc. wohl denkbar ungeeignet. Und da ich ja nicht studiert habe, stelle ich mir da ein Vorankommen sehr schwer vor.

Ich habe irgendwie so ein bisschen das Gefühl in mir verstecktes Potential zu haben bzw. den richtigen Beruf nie erkannt oder gefunden zu haben, denn an Tischgesprächen fällt es nicht unbedingt auf, ob ich jetzt studiert habe oder nicht, weil ich nicht auf den Kopf gefallen bin (behaupte ich mal).

Wie würdet ihr mich beschreiben? Vielleicht suche ich noch ein bisschen nach mir selbst? Ich finde arbeiten gehört zum Leben dazu, und der Mensch braucht auch eine Art Aufgabe, ich würde und könnte aber nie einen Großteil des Lebens nur um die Arbeit drehen lassen, dafür finde ich es zu kostbar.

Vielleicht könntest du - Wolke - etwas deine Arbeitsumstände beschreiben, wie du Arbeit und Familie so gut in den Griff bekommst. Ich wäre auch dankbar wenn sich vielleicht noch Menschen melden, denen es ähnlich erging und die heute - trotz fehlendem Studium - dennoch einen zufriedenstellenden Beruf mit ordentlichem Gehalt haben. Leider kann man die Zeit ja nicht zurückdrehen, aber damals hatte ich ein Abi bzw. Studium für mich als unpassend eingestuft und wollte lieber gleich arbeiten.

Natürlich hatte ich mir auch schon Gedanken gemacht über berufsbegleitende Abendschule, Fernstudium, Betriebswirt etc... bin mir aber auch nicht so sicher ob sich die Strapazen lohnen und ich nacher glücklicher bin.

Wie stuft ihr denn die Möglichkeiten ein auch so ein bisschen weiterzukommen. Man ist doch schließlich auch direkt praxisbezogen lernfähig, ich finde oft dienen solche Zusatzqualifikationen doch auch dem Papier oder nicht? Ich habe z.B was die Geschäftswelt angeht wesentlich mehr Erfahrung als ein Student, denn die Theorie lässt sich oftmals mit der Praxis nicht vereinbaren.

So, wieder viel geschrieben, freue mich noch auf ein paar Antworten 🙂
 
Hallo Wolfgang,

tja.... wie kann der Beruf ins familiäre Drehbuch passen?😉

Das ist immer individuell verschieden, welche Voraussetzungen sind gegeben? Wie ist es denn bei Dir, Du hast noch keine Familie, oder? Auf jeden Fall habe ich das so gelesen.
Dann ist es doch mehr als einfach, sich ein Ziel zu setzten und loszumaschieren.

Ich hatte Kind und Mann und deshalb ist die Organisationsfrage um einiges schwieriger, zumal ich auch noch Frau bin. Was bedeutet, dass viele es als egoistisches Verhalten abgetan haben. So sehe ich das nicht, ich war fähig alles unter einen Hut zu bekommen, ohne größere Probleme. Von elementarer Bedeutung "Familie und Karriere" ist die Unterstützung des Partners.

Du solltest Deine momentane Situation durchleuchten und genau überlegen, was Du willst, wo Du irgendwann stehen willst. Dir ist klar, dass Du nicht auf der Stelle treten willst, also solltest Du Dich ausgiebig informieren, in welche Richtung Du Dich orientieren könntest.

Gibt es Möglichkeiten auf Deinem jetzigen Beruf aufzubauen usw?

Du hast es doch in der Hand!!!🙂
Ich habe mit 30 Jahren in einer Fachhochschule gesessen und Pflegepädagogik studiert und nebenbei 50% als Pflegefachkraft gearbeitet und es war super toll, habe es während dieser Zeit und auch hinterher niemals bereut, diesen Weg eingeschlagen zu haben.

Gruß Wolke
 
Hallo Wolke,

sicher ich möchte nicht auf der Stelle treten, aber auch auf der anderen Seite (trotz Arbeit) mal sagen können jetzt genies ich mal das Leben, möchte damit sagen dass ich für einen ständigen Karrieredruck und dem täglichem Streben nach noch mehr nicht geboren bin, weil mich sowas vermutlich auf Dauer auch gesundheitlich oder psychsich schädigen würde.

Meinst du aber nicht, dass es bei mir mit Ende 20 nicht schon zu spät ist?
Ich hatte ja wie gesagt leider nie den Traumberufswunsch schlechthin, meine Neigungen waren zwar klar in kaufmännischer Richtung, aber ich hatte nie den ultimativen (ich beschreibe es mal vorsichtig) Ehrgeiz für eine Sache. Vielleicht meine ich jetzt auch ich müsste das nun um jeden Preis ausgleichen und nur noch den Weg nach oben suchen. Andererseits bin ich aber auch nicht der Typ der sich für alles zu schade ist oder am liebsten alles hingetragen bekommt, ich hoffe das wurde nicht mißverstanden.

Ich sehe ja auch teilweise Menschen die viel Geld verdienen, aber im Endeffekt nicht zufriedener sind, weil sie eben die anderen Dinge nicht in Einklang mit der Arbeit bringen. Ein Bekannter von mir hat es bei einer Firma ganz nach oben geschafft, er verdient nun zwar fast 10 000 Euro im Monat, beklagt sich aber dass ihn sein Porsche nicht küssen kann. Der satz hat mir dann auch zu denken gegeben.

Ich denke irgendwie, dass ich da eine Diskrepanz, oder schon den Blick auf eine 2-Klassengesellschaft (zw. Studierten und "einfachen") entwickelt habe. Wobei ich auch ein sehr menschlicher Typ bin, der gerne Gutes tut und auch an das Gute glaubt. Vielleicht bin ich im falschen Zeitalter geboren ? Ich finde ein Top-Studierter kocht auch nur mit Wasser oder macht ihn das zu etwas "Besserem"?

Wenn ich mir das Forum so durchlese bin ich ja scheinbar nicht allein mit diesem Problem.
Und Wolke, ich gehe davon aus, dass du Abitur hast, für mich hätte sich z.B Fachhochschule auch schon deswegen erledigt. Und es muss doch auch irgendwie andere Möglichkeiten geben...?
 
Also in erster Linie sind wir Menschen und sollten nicht nach dem Schulabschluss oder dem beruflichen Werdegang gewertet werden. Und ganz sicher nicht nach dem Geld in der eigenen Tasche. Dies war für mich persönlich kein Grund, um mich beruflich weiterzubilden. Die Summe, die Du als Beispiel genannt hast, ist für mich absolut utopisch und in meinem beruflichen Bereich ganz sicher nicht zu erreichen.

Ist aber auch nicht mein Bestreben, ich bin glücklich mit meiner Arbeit, mein Beruf füllt mich aus, ich habe soviel, dass ich mir meine Wünsche soweit erfüllen kann, je nachdem wie hoch meine Ansprüche sind. Ich habe das Glück gehabt, auch eine lange Zeit mit sehr wenig auskommen zu müssen. Genau diese Lebensphase bedeutet mir extrem viel, weil ich jede Kleinigkeit zu schätzen weiß. Ich brauche keine Reichtümer - puuuuh... da gibt es ja nie ein Ende. Ich bin sehr zufrieden mit dem was ich habe. Bei mir ging es um Selbstbestimmung im Beruf.

Aber mir fällt gerade auf, dass Du meine Fragen noch gar nicht beantwortet hast.😉

Gruß Wolke
 
ach und noch etwas, ein Studium ist auch durchaus ohne Abitur möglich und das Alter spielt überhaupt keine Rolle.😉
 

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