So erstmal danke für eure Antworten, die haben mir bei meiner Entscheidung geholfen.
Auch wenn es mir nicht leicht fällt, schließlich liegt mir sehr viel ihr, und ich noch so gerne mit ihr zusammen wäre, habe ich beschlossen den Kontakt zu ihr abzubrechen. Ich denke das ist für uns beide im Endeffekt besser, denn ich glaube dass das trotz aller Zuneigung nicht lange gut gehen würde.
Ich habe Sorge, sie zu sehr bedrängt zu haben (was mir wohl auch in einer Beziehung passiert wäre). Sie hat sich wohl auch deshalb zurückgezogen. Ich habe mich mal etwas weiter mit dem Thema Borderline befasst und glaube sie jetzt etwas mehr zu verstehen. Es würde wohl auch immer wieder passieren, dass sie sich bei zu viel Nähe oder bei bestimmten Gefühlen Angst bekommt und sich abkapselt. Diese Tatsache macht es mir unmöglich eine Beziehung zu ihr zu führen, denn ich sehne mich nach gefühlsmäßiger und körperlicher Nähe zu ihr. Ich akzeptiere, dass das für sie bedrohlich erscheint und es aus diesen Gründen nicht zu einer Beziehung kommen kann, auch wenn wir uns an sich prima verstehen. Ihre zum Teil paradoxen Verhaltensweisen kann ich längerfristig wohl nicht ertragen. Nicht dass das jemand falsch versteht, ich mache ihr für ihr Verhalten (auch wenn ich es nicht immer verstanden habe, keine Vorwürfe).
Ich muss schauen, dass ich irgendwann über meine Gefühle hinweg komme.
Das Problem ist nur, dass mein Leben sowieso nicht in geordneten Bahnen verläuft (wegen meiner eigenen Erkrankung). Ich werde wohl doch mal eine Psychotherapie machen müssen (nicht dass ich mich nicht schon mehrfach darum gekümmert hätte, was mir auch relativ schwergefallen ist, aber es gibt einfach keinerlei Plätze) und endlich meine Leben umgestalten müssen.
Ich finde es allerdings sehr traurig, dass hiermit wohl für mich das Thema Beziehungen endgültig beendet ist. Das mag etwas drastisch erscheinen, aber ich bin nun mal sehr introvertiert und lerne kaum Leute kennen (ich kann die Leute die ich kenne an den Händen abzählen). Ich verschließe mich meistens komplett gegenüber allem Neuen und habe nicht viele Aktivitäten außer meinem Studium. Ich sehne mich schon lange nach einer Partnerin und dachte nun geht es endlich aufwärts, aber es musste sich ja alles verkomplizieren. Das war wohl die einzige Chance meines Lebens. Die wenigen positiven Eigenschaften, die man mir nachsagt, haben mich bis jetzt nicht weit gebracht. Ich werde mich wohl wieder ganz auf mein Studium konzentrieren (welches mir zwar eigentlich gut liegt aber durch Prüfungsangst doch wieder erschwert wird), zu was anderen bin ich eh nicht zu gebrauchen.
Vielen Dank, dass ihr das alles gelesen habt,
Fabian