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Boreout - Langweile im Job - Hilfe/Austausch

mone0

Mitglied
Hallo Leute bin neu hier und habe einfach mal das Bedürfnis von meinem schönen Alltag zu berichten (Achtung sicher langer Beitrag).

Ich arbeite seit 4 Jahren in meiner jetzigen Firma und habe so gut wie nichts zu tun, von einem 8Std Tag arbeite ich wenn es hoch kommt ca 1 Std. Die restliche Zeit verbringe ich damit rum zu sitzen zu warten, Internet zu surfen… und so zu tun als wäre ich beschäftigt wenn jemand zur Tür rein kommt.

Belasten tut mich die Situation seit mind. 3 Jahren. Wenn ich es jemanden erzählen würde hätte diese wohl kein Verständnis. Antworten sind dann „ Ich könnte ja um mehrere Aufgaben bitte, Kündigen, mir was neues suchen, mir einfach nen faulen Tag machen und ein Buch mitnehmen.“

Aber könnte ich wirklich?

Ich bin in einem Trott gefangen und fühl mich so müde und erschöpft dass ich mittlerweile sogar lieber einfach nur da sitze und in die Mauer schaue, denn wenn ich wirklich mal ne Kleinigkeit zu tun bekomme schiebe ichs raus bis zum letzten Abgabetermin weil ich mich sofort gestresst fühle. Übertrieben ausgedrückt – mir ist langweilig aber ich finds zu anstrengend ne Kopie machen zu gehen.

Ich habe nebenbei bemerkt ständig ein schlechtes Gewissen weil ich ja nix tue – so dass ich nen halben Herzinfarkt bekomme wenn ein Vorgesetzter das Büro betritt und evt gesehen hat dass ich im Inet war. Also kann ich wohl Buch auch keins mitnehmen.

Kündigen - ja wenn ich kündige bekomme ich erst mal kein Arbeitslosengeld also fällt die Option weg.

Was neues suchen? – Aber was nur, wie gesagt alleine der Gedanke etwas tun zu müssen macht mich fertig, ich denke seit mind. 2Jahren darüber nach wo ich mich bewerben könnte, aber wenn ich mir dann bildlich vorstelle wie ich dort bei der Arbeit stehe und was tun muss bekomme ich nen Horroranfall und lege mich in meiner Vorstellung ins Bett und zieh mir die Decke über den Kopf.
Außerdem habe ich mittlerweile auch sowas wie Minderwertigkeitsgefühle, evt weil mir hier nie was zugetraut wurde habe ich auch Angst ich würde überfordert sein, zu blöd zu tollpatschig um Neues zu lernen. Ich mache hier bei der Arbeit auch recht häufig Fehler – kann mich irgendwie nicht richtig konzentrieren, leite dann zb falsche Ergebnisse weiter oder es sind einige Tippfehler im Text die ich trotz 3x darüber lesen und dem eigentlichen Wissen, dass dieses Wort anders geschrieben gehört einfach übersehe. Wenn ich darauf aufmerksam gemacht werde fühle ich mich natürlich wieder wie der größte Dummkopf der nicht mal einen Satz richtig schreiben kann oder ne Datei weiterleiten.

Ich hatte 2 x den gleichen Traum – Chef rief mich zu sich und gab mir die Kündigung, für nen normalen Menschen wäre dass wohl ein Alptraum aber ich kann gar nicht beschreiben wie es sich angefühlt hat für mich – es war als würde mir ein riesen Stein von der Schulter fallen ich fühlte mich richtig erleichtert und war traurig als ich wieder aufgewacht bin ;-(

Schon komisch, da möchte ich gerne gekündigt werden und trotzdem komme ich jeden Tag pünktlich, habe ein schlechtes Gewissen und tu so als würde ich was tun bin freundlich und wenn ich im ganzen Jahr überhaupt ne Woche krank bin ist es viel– ich verstehs selber nicht.

Nun zu meinem Privatleben, eigentlich möchte ich nix mehr machen – wie gesagt mein Traum von nem schönen Tag ist mir die Decke über den Kopf zu ziehen und den ganzen Tag liegen zu bleiben.
Ich reite gerne und dass mache ich auch (noch) 2-3 x wöchentlich, wobei es jedes Mal wieder ne Überwindung ist dass könnt ihr euch nicht vorstellen, ich fühle mich müde und mag nicht hingehen. Wenn ich dann am Pferd sitze gefällt es mir total (in diesem Moment habe ich plötzlich das Gefühl dass es das alles wert ist einfach nur weil ich mir diesen teuren Sport so leisten kann) aber die Überwindung wird von Woche zu Woche größer, habe erst gestern die Reitstunde abgesagt weil ich einfach nur ins Bett wollte.

Ab und zu wenn ich nach Hause fahre und zur Autobahnausfahrt komme denke ich darüber nach einfach ins Gas zu steigen und die Leitplanke zu nehmen anstatt der Ausfahrt.
Keine Sorge ich werds nicht machen (sonst hätt ichs wohl schon getan). Ich möchte nicht sterben, ich möchte mich nicht umbringen oder so – ich fühle mich nicht einsam, verlassen habe keine Schulden oder sonstiges. Im Gegenteil es gibt einige Menschen von denen ich sicher weiß dass ich ihnen wichtig bin, ich habe keinen Grund mich umzubringen aber in diesen Momenten wo ich für nen Bruchteil einer Sek denke ich fahre gerade aus weiter sehe ich auch keinen Grund zu leben.

Naja wollts nur mal loswerden. Helfen kann mir eh keiner

Edit: Was ich noch erwähnen sollte - ich verdiene hier recht gut und habe ne Dienstwohnung. Wo anders würde ich ca 200Euro weniger verdienen und müsste für ne gleichwertige Wohnung noch ca 200-300Euro mehr bezahlen. Also hätte ich ca 400-500 Euro im Monat weniger was wieder heißen würde ich weiß nicht ob ich mir dann zB das Reiten überhaupt noch leisten könnte weil da bleibt nicht mehr viel übrig ;-/
 
Zuletzt bearbeitet:

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Puella

Mitglied
@mone0: dein Beitrag, der passt überraschend gut auf meine Situation! Bis auf die Dienstwohnung und die gute Bezahlung :rolleyes:

Ich kenne das, je weniger du zu tun bekommst, desto mehr verlierst du auch die lust etwas zu tun. Du schilderst das so schön mit der Kopie.
Auch kann ich dich zu 100% verstehen dass du dennoch wenn du krank bist ein - ja ich nenn es - Schuldgefühl entwickelst, du kommst pünktlich in die Arbeit usw. Ich kann es auch nicht verstehen, mir geht es aber auch hier genau wie dir.

Viele verstehen das nicht, sagen "ich wäre froh wenn ich so einen job hätte" aber das sagen Leute die in ihrem Job viel zu tun haben und eben mal über eine Verschnaufpause froh wären... Und hätte ich einen anstrengenden Job käme ich natürlich auch mal damit klar einen ruhigen tag zu haben...

Es ist unfassbar anstrengend nichts zu tun!!! So blöd sich das für andere anhören mag.
Und man fühlt sich nutzlos und leider zieht sich das bis ins Privatleben.

Hast du dich schon anderweitig umgesehen? Momentan soll der Arbeitsmarkt ja ganz gut aussehen. Schon klar dass du dann eine eigene Wohnung benötigst und dich das Geld kostet, aber vielleicht fühlst du dich mit einem neuen Job einfach viel "wertvoller" und gebraucht, das wäre mir eine eigen bezahlte Wohnung wert!

Meine Bedenken sind nur: SCHAFFE ich es überhaupt noch in einer anderen Firma zu arbeiten...mein Kreislauf ist schon so extrem runtergefahren... selbst bei der minimalsten kleinigkeit (und mehr bekomme ich ja nicht zu tun) passieren mir schon fehler... ich schäme mich dafür selbst

Liebe Grüße,
eine Mitfühlende
 
G

Gast

Gast
Ja, ich bin genauso eine mit stressigem Job. Wisst ihr eigentlich, wie viele Leute froh wären, so nen Job zu kriegen, wie ihr ihn beschreibt? So chillige Bürojobs gibt es doch heute kaum noch, werden mehr und mehr abgebaut. Andere Leute müssen für vermutlich noch weniger Geld die ekelhaftesten Sachen machen, z.B. im Klärwerk oder beim Schlachter arbeiten, oder alten Leuten den Hintern abwischen. Und ihr beklagt euch über einen gemütlichen Bürojob.

Warum lastet ihr euch nicht anderweitig aus? Geht in eurer Freizeit zum Sport, handelt mit Aktien, seid künstlerisch aktiv... und wenn ihr euch trotzdem nutzlos fühlt, macht halt was Ehrenamtliches nebenher.

Wo ist eigentlich das Problem, sich ein Buch oder eine Zeitschrift mitzunehmen, wenn ihr eh nix zu tun habt? Ich hab mal ne Zeit lang an ner Rezeption gearbeitet. In der Nebensaison war da tote Hose. Wenn morgens die täglichen Aufgaben erledigt waren, war's das für den Rest des Tages. Wir fanden das aber überhaupt nicht schlimm, haben immer Kaffee getrunken, miteinander geplaudert, was gelesen, Kreuzworträtsel, etc.... ist doch prima!

Hmm, möglicherweise bin ich auch einfach faul ;-)

Aber mal im Ernst, kündigen würde ich an eurer Stelle nicht. Wer weiß, als was ihr dann arbeiten müsst, wie gesagt, solche Jobs sind rar. Nachher habt ihr gar keinen sicheren Job mehr und müsst für ne Zeitarbeitsfirma putzen gehen. Aber gut, wenn ihr euch da nützlicher vorkommt, warum nicht...
 

mone0

Mitglied
Meine Bedenken sind nur: SCHAFFE ich es überhaupt noch in einer anderen Firma zu arbeiten...mein Kreislauf ist schon so extrem runtergefahren... selbst bei der minimalsten kleinigkeit (und mehr bekomme ich ja nicht zu tun) passieren mir schon fehler... ich schäme mich dafür selbst
mir gehts genauso :mad: Naja beruhigend nicht alleine zu sein
 

Arktur

Sehr aktives Mitglied
Ja, ich bin genauso eine mit stressigem Job. Wisst ihr eigentlich, wie viele Leute froh wären, so nen Job zu kriegen, wie ihr ihn beschreibt? So chillige Bürojobs gibt es doch heute kaum noch, werden mehr und mehr abgebaut.
Diese Ansicht kann man vermutlich nur haben, wenn man es selber noch nicht miterlebt hat, wie sehr einem so ein angeblich "chilliger" Job die Lebensenergie raubt. Erzwungene Langeweile ist aber keineswegs cool und entspannend, sondern strengt letztlich auch total an, denn unser Gehirn ist nicht fürs Nichtstun konstruiert.
 

mone0

Mitglied
Warum lastet ihr euch nicht anderweitig aus? Geht in eurer Freizeit zum Sport, handelt mit Aktien, seid künstlerisch aktiv... und wenn ihr euch trotzdem nutzlos fühlt, macht halt was Ehrenamtliches nebenher.

Du kannst dir nicht vorstellen wie es mir geht, ich bin total fertig, erledigt, müde, verspannt - ich fühle mich wirklich als wäre ich todkrank oder so (das geht über normale Faulheit hinnaus). Ich komme heim und möchte am liebsten um 17uhr schlafen gehen.

Wie gesagt ich reite in meiner Freizeit was mir eigentlich rießen Spaß macht aber es wird auch immer weniger nun gehe ich nur noch 2x die Woche hin statt wie früher 4-5, und dass ist echt ne riesen Überwindung für mich wenn ich nach der Arbeit nochmal das Haus verlassen soll.
 

Arktur

Sehr aktives Mitglied
Du kannst dir nicht vorstellen wie es mir geht, ich bin total fertig, erledigt, müde, verspannt - ich fühle mich wirklich als wäre ich todkrank oder so (das geht über normale Faulheit hinnaus). Ich komme heim und möchte am liebsten um 17uhr schlafen gehen.
Mach Dir nicht zu viele Gedanken über diese Art von Kritik, denn diese ist mir auch seit langem bekannt. Meiner Erfahrung nach kann weder Burnout noch Boreout von Nichtbetroffenen wirklich nachvollzogen werden. Deswegen halte ich mich im Alltag schon lange zurück und erzähle kaum jemandem, wie es mir geht.

Auch meine Eltern sind da völlig verständnislos; obwohl ich ihnen früher ausführlich von meinen Jobproblemen erzählt habe, konnten sie nie nachvollziehen, weshalb es mir schlecht geht. Trotzdem stellen sie mir regelmäßig am Telefon im munteren Plauderton die Frage "Na, wie gehts in der Arbeit?", und ich antworte dann jedesmal: "Immer gleich". Mehr zu erzählen würde sowieso nichts bringen...

Bei anderen Leuten versuche ich das Thema Job meistens knapp zu halten, denn man hätte nur zwei Alternativen: entweder irgendeine Fantasiegeschichte von wegen "toller Job und so", oder ich würde die Wahrheit erzählen, was aber keiner hören will. Also: Fragen zum Job werden in dürren Worten beantwortet, und dann gibts nen Themawechsel.
 
G

Gast

Gast
Ich würde nicht sagen, dass ich Burnout nicht nachvollziehen könnte, auch wenn ich es selbst noch nicht erlebt habe. Ich weiß ja, wie gestresst und fertig man sein kann. Aber boreout? Ich hab auch noch nie verstanden, warum hoch begabte Kinder unbedingt in eine höhere Klassenstufe wollen, wenn sie anderweitig ihr Abi ohne Anstrengung mit 1,0 bestehen könnten.

Man kann sich doch auch selbst beschäftigen. Vielleicht liegt es daran, dass ich als Kind nie so arg bespaßt wurde und auch keine Geschwister hatte. So habe ich sehr früh gelernt, mich ständig alleine und selbst zu beschäftigen.

Und wie gesagt: es ist nicht so, dass ich es noch nie erlebt habe, einen anspruchslosen Beruf zu machen. An der Rezeption ist es durchaus öfter langweilig. Gut, ich hab das nicht jahrelang gemacht, aber ich könnte mir trotz Erfahrung durchaus vorstellen, das jahrelang zu machen. Wenn die Bezahlung besser wäre...

Aber wie gesagt, ich bin auch so ein Mensch, der ständig in Bewegung ist. Wenn ich nichts zu tun habe, werde ich kreativ oder räume die Wohnung auf, lese was, geh in die Stadt... mir fällt immer etwas ein. Bevor ich meinen jetzigen Job hatte, war ich mehrere Monate auf der Suche. Das war teilweise schon zermürbend, aber auch nur, weil ich genau wusste, ich verdiene kein Geld, und alle anderen sind am arbeiten oder studieren. Mit irgendeinem halbwegs angenehmen Halbtagsjob wäre ich damals aber auch schon völlig zufrieden gewesen, Hauptsache nicht alleine zu Hause sein. Aber trotz dieses unangenehmen Gefühls kann ich nicht sagen, dass mir während meiner Auszeit langweilig war, auch nach mehreren Monaten nicht. Zu tun hatte ich immer was.

Soll ja auch gar keine Kritik an euch sein, aber nachvollziehen kann ich es nicht. Wenn ihr mal 65 seid, was wollt ihr dann machen? Dann habt ihr gar keine Arbeit mehr und müsst selber dafür sorgen, dass ihr gebraucht werdet, mit Ehrenamt, o.Ä. Ich meine, heutzutage ist das doch alles gar kein Problem mehr, was sollten die Hausfrauen früher auf dem Land sagen? Die müssten sich nach eurer Auffassung zu Tode gelangweilt haben, zumindest die, die keine Kinder bekommen konnten oder deren Kinder schon aus dem Haus waren. Heute hingegen ist selbst ein Hausfrauendasein nicht mehr langweilig. Es gibt doch so viele Dinge, die man tun kann, Ehrenamt, Volkshochschule, Sportarten noch und nöcher, tausend verschiedene Rätsel, Bücher günstig aus dem Internet, Nebenjobs, Künstlerbedarf gibt es sogar schon billig beim Discounter zu kaufen, und und und.

Bitte, erklärt es mir, was hindert euch daran, euch selbst auszulasten?
 
G

Gast

Gast
Ich denke zu unserem Problem, das ohnehin schon schlimm genug ist, kommt noch dazu dass es gesellschaftlich völlig belächelt wird. Hört man von jemandem der die Diagnose "Burnout" gestellt bekommt, geht das meist mit Mitleidsbekundungen, Verständnis und Mitgefühl des Umfelds einher.
Versucht man aber als "bore-out" Betroffener seinem Umfeld näher zu bringen woran es liegt dass man schlapp, gereizt und völlig neben sich steht, erntet man Unverständnis und Unterstellungen, es wird einem ein schlechtes Gewissen in jeder Hinsicht eingeredet. Das belastet zusätzlich, und wenn sich jemand nicht vorstellen kann und ernst nehmen kann, dass es Menschen gibt denen es so geht, verstehe ich nicht warum es diesem so schwer fällt einfach mal sein Kommentar steckenzulassen und sich stattdessen selbst zu bemitleiden wieviel Arbeit man denn hat.

Es ist schwer nachzuvollziehen wie einem das Nichtstun die Energie raubt und eine völlige innere Leere und Unzufriedenheit entstehen lässt - und die kommt schleichend. Anfangs schafft man es noch, sicht mit Hobbys, Weiterbildung und Internet bei Laune zu halten und findet es hi und da sogar recht angenehm und fängt bereits hier an, sich die "Beschäftigung" schönzureden und sich selbst zu stigmatisieren weil man zu den "Auserwählten" gehört, es aber nicht zu schätzen weiß. Aber nach 2 Jahren hilft selbst das nicht mehr. Hobbys bringen keine zureichende Befriedigung mehr, Weiterbildung bringt nicht mehr das schöne Erfolgserlebnis etwas für sich zu tun, das Internet hat tatsächlich ein Ende.

Bei mir ist es mittlerweile so, dass ich am Abend völlig genervt bin von allem was mich irgendwie fordert bzw. irgendwelche Erwartungen an mich stellt. dH auch Menschen die mir sehr wichtig sind, gehen mir überspitzt formuliert auf den "Keks", und da setzte bei mir der Punkt ein an dem ich mir schwor, so geht das nicht weiter. Nicht die nächsten 40 Jahre.
Ich nehme mir extrem viel vor für die Freizeit um irgendwie etwas sinnvolles zu leisten - zuviel nehme ich mir vor, das bringt wieder Stress und am Ende muss ich mich zwingen etwas zu tun und nicht einfach auf der Couch zu bleiben. Ohne meine Freundin würde ich wohl den ganzen Tag am Wochenende rumliegen, mal einen Kaffee trinken und Filme schaun.

Aber was tun bis man weiß wohin der Weg geht? Wohnt man auf dem Land, braucht man auf keinen Arzt hoffen der einen aufgrund von "bore-out" krank schreibt, und selbst wenn: spricht sich das rum, und das wird es ganz sicher, ist man "geächtet".

Hat man nun innerlich gekündigt gibt einem das schon einen ersten Aufschwung. Aber wenn dieser vorüber ist, braucht man Taten um nicht wieder ins Loch zu fallen.

Die Beschreibungen von mone0 passen exakt auf mich (bis auf den Verdienst und Wohnung) und ich finde es auch alles sehr treffend formuliert.

Für mich das schlimmste ist, dass man im Grunde mit niemandem aus seinem Umfeld darüber sprechen kann.
und allen, die das NICHT verstehen können, bitte ich einfach FRAGEN zu stellen die einem weiterhelfen es zu verstehen.

lg AD
 
G

Gast

Gast
Okay, ich stell dann jetzt mal ne Frage:

In einem anstrengenden Job ist es ja so, dass man in der Freizeit ausspannt. Könntet ihr das dann nicht genau andersrum hinkriegen, also quasi, wenn ihr euch einfach nachmittags verausgabt, sich dann morgens im Büro zu entspannen? Wie ist das möglich, gleichzeitig vom Nichtstun müde zu sein, UND wenn man sich nachmittags verausgabt. Ich verstehe ja, dass beides ermüdend sein kann, aber wieso kann man keinen Ausgleich schaffen? Bisher kamen auch noch keine Begründungen, sondern immer nur deskriptive Aussagen der Betroffenen. War denn irgendwer schonmal beim Psychologen und hat erklärt bekommen, warum es sich so verhält? Ich schätze immer Antworten von Experten, die nicht in der Innenperspektive feststecken.

Und was mich noch viel mehr interessiert: warum seid ihr überhaupt an diesen Job gekommen? Offensichtlich seid ihr ja heillos überqualifiziert. Könnte man für solche Jobs nicht einfach Leute nehmen, die "geeignet" sind? Im Fernsehen sieht man immer wieder junge Menschen, die die meisten Jobs für zu anstrengend halten und sich nicht die Hände schmutzig machen wollen, warum werden die nicht eingestellt? Oder Studenten? Als Studentin hab ich genau nach so einem Job gesucht und nichts gefunden. Geringe Bürotätigkeiten? Gibt es nicht mehr, wurde mir gesagt. Das macht heute alles der Computer. Es ist doch auch total unwirtschaftlich, jemanden vollzeit einzustellen, wenn von der Arbeit her nur halbtags Bedarf ist. Noch dazu jemanden mit guter Qualifizierung. Ich als (profitgeiler) Chef würde das gar nicht einsehen ;-)
 

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