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Boreout - Langweile im Job - Hilfe/Austausch

Scorpio

Mitglied
Hallo,

ich bin also nicht alleine. Ich kenne auch beide Seiten. Das überfordert sein und das unterfordert sein. Im Moment arbeite ich Gott sei Dank nur 6 Stunden pro Tag, weil ich absolut nichts zu tun habe auf der Arbeit. Ich will mich bewerben, habe aber großen Respekt vor einen neuen Stelle und so quäle ich mich von Tag zu Tag durch den langweiligen Arbeitsalltag. Ich wünsche mir so sehr mehr Arbeit.

Ich habe mittlerweile ein gutes Freizeitverhalten, was ein bisschen die Arbeitssituation ausgleicht, aber auf Dauer kann ich nicht auf dieser Stelle bleiben.

Ich scheine also nicht die einzige mit zu wenig Arbeit zu sein.

Viele Grüße
Scorpio
 

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G

Gast

Gast
Ausgleichendes Freizeitverhalten und Arbeitszeitverkürzung (wenn man es sich erlauben kann) beruhigen zunächst, aber das wirkt nur begrenzt und dann ist der Leidensdruck wieder da- außerdem will ich auch nicht mal so ein paar Tage „krank“ machen, da ich befürchte, dann gar nicht mehr in Tritt zu kommen.
Es ist auch anders zu bewerten, wenn man nur unregelmäßig nichts oder wenig zu tun hat.
Die meisten beschriebenen Arbeitsplätze zeichnen sich doch dadurch aus, das mal mehr mal weniger zu tun ist. Bei mir kommt hinzu, das im Grunde selbst über den Monat verteilt haarsträubend wenig zu tun ist.
Wichtig erscheint mir auch, das man sich in seinen Strategien weiterentwickelt, um dann hoffentlich irgendwann eine vielversprechende Alternative beschreiten zu können:
Kann ich mich beruflich durch bestehende persönliche Kontakte (Vitamin B hat Macht!!) verändern?
Kann ich meinen Chef ansprechen, ohne das mir Nachteile entstehen, oder er mir möglicherweise unsinnige Aufgaben gibt?
 

Bambieaugen

Aktives Mitglied
Ich finde es schlimm, dass Mobbing im Arbeitsalltag vieler so präsent zu sein scheint.

Das ist wirklich ein Armutszeugnis für den Arbeitsmarkt und jene die darin bestehen müssen.
 

hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
Ich arbeite ja in einem relativ großen Unternehmen.

Wir halten uns sogar den Luxus einer "Beauftragten für Mobbing".

Meine "Beschwerde" vor ein paar Jahren quitierte sie damit, dass sie meine Äußerungen anzweifelte, meinte ich wäre Geisteskrank und meine Eltern böse.

Auch deshalb ist das Leben sinnlos.

Aber eines muss man schon sagen : Selbstjustiz hilft immer ( wenn auch leider dann im Knast landet oder mit sterben will/muss ). Aber es löst definitiv dieses eine Problem.
 

hilfe-schlumpf

Aktives Mitglied
Noch ein Nachtrag. Viele Beratungsstellen reden bei Mobbing ja nicht von Opfern, sondern von Betroffenen.

Ok, von einem Tsunami, oder von einem Erdbeden oder einem Unwetter kann ich betroffen sein.

Niemals aber von einer ganz bewussten Tat eines Menschen. Da ist man immer Opfer.
 
G

Gast

Gast
Hallo allerseits,

ich hoffe das hier noch jemand rein guckt, ein Austausch wäre einfach toll. Mir geht es genauso,
ich habe effektiv in der Firma täglich eine halbe bis Stunde zu tun, ansonsten sitze ich rum und hoffe
das die Zeit vergeht. Ich habe heute das erste Mal vom Boreout-Syndrom gelesen und war völlig
geschockt weil ich immer dachte nur mir geht es so und ich bin undankbar und einfach nur zu faul?!

Bin momentan krank geschrieben, als ich heute morgen zur Arbeit wollte konnte ich einfach nicht.
Ich bin völlig verzweifelt, zweifel an mir und habe nicht den Mut mich woanders zu bewerben. Wer nimmt mich
denn schon? Ich kann doch nichts (mehr). Mein Chef ist sehr nett, wir verstehen uns gut, aber es ist in der Firma
einfach nichts zu tun. Ich habe auch keinen Elan mehr mit Feuereifer die Ablage zu machen, ich bin eine gelernte
Kraft und habe das Gefühl völlig zu verblöden. Wenn ich nach Hause komme bin ich so fertig und kaputt, ich hassen mein Leben derzeit. Ich möchte einfach nur arbeiten, nach Hause gehen und wissen ich hab was geschafft.

Jammern hilft nicht, weiß ich, aber ich stecke in einem Loch und weiß momentan weder vor noch zurück. Mit Mobbing hat das Ganze überhaupt nichts zu tun. Ich hoffe wirklich das sich noch ein Betroffener meldet.

Liebe Grüße, kathrin
 

claudi120471

Mitglied
hallo an alle, die mir auf meinen eintrag hin geschrieben hatten. zwischenzeitlich hatte sich bei mir vieles geändert. dieser arbeitsplatz, der mich absolut unterfordert und permanent gelangweilt hatte, hatte mich in letzter konsequenz ziemlich krank gemacht, sodass ich nur noch migräneattacken hatte, depressiv wurde und letztendlich in ein tiefes loch gefallen bin. ich erhielt von dieser firma, nachdem ich das thema "mehr arbeit" angesprochen hatte sowie mich krank gemeldet hatte - nachdem mein kreislauf versagte, die kündigung. insgesamt lief die kündigung und der weitere kontakt nicht so gut. man warf mir undankbarkeit für einen gut bezahlten job vor. das schlimme an der ganzen sache war, dass ich so weit in ein schwarzes loch geschlittert war, dass ich selber nicht in der lage war, mich neu zu bewerben, neuen mut zu fassen. ich selber war immer der meinung, dass ein jeder seines eigenes glückes schmied ist, dass man sicher vieles tun muss sowie niederlagen einstecken muss, bis man das findet, dass einen glücklich u zufrieden macht. aber nach diversen niederlagen fehlte mir einfach nur noch die kraft, um weiter zu machen. ich habe mir hilfe gesucht und habe eine lange zeit eine ambulante therapie gemacht. auch das ist sehr harte arbeit u erfordert viel kraft - wie eben jede veränderung, umstellung usw. nach dieser therapie sowie trennung aus einer schwierigen beziehung habe ich es nochmals angepackt u einen neuanfang gewagt. mit aller zuversicht, neuem mut und glaube an mich selber, hatte ich dann eine neue anstellung auf zeit gefunden. ich konnte mich sehr schnell einarbeiten und fand viel spass an der arbeit. die erste zeit war sehr viel zu tun und lernte auch einiges neues. ich war zwar bestärkt, aber dann kamen zwischenmenschliche probleme auf mich zu, mit denen ich zuerst garnicht fertig wurde, die mich wieder runter zogen. dank der hilfe meines neuen partners hab ich aber gelernt und versucht mich durchzusetzen. letztendlich ergab sich in der tochterfirma eine festanstellung, auf die ich mich direkt bewarb und auch umgehend die zusage erhielt. nun bin ich seit april diesen jahres dort und habe meine erfüllung gefunden. viel zu tun, forderung sowie förderung durch einen motivierten und verständnisvollen chef. letztendlich hat sich die ganze arbeit an mir selbst, die veränderung und neuen mut fassen wirklich absolut für mich gelohnt.

ich kann jedem, der sich unterfordert/totgelangweilt fühlt nur empfehlen, sich mehr wert zu sein. auch wenn die arbeitsmarktsituation nicht die beste ist, so ist es besser, die fühler nach neuem auszustrecken, als in dem alten zu verharren und krank zu werden. das gilt auch für unglückliche beziehungen, freundschaften - für alle lebensbereiche.

unterforderung, langweile, totschlagen von zeit kann richtig schlimm krank machen - depressionen, minderwertigkeitsgefühle, verminderung des selbstwertgefühles usw. sind langfristige folgen davon. boreout ist genauso schlimm wie burnout.

allen betroffenen wünsche ich viel mut, um eine veränderung vorzunehmen. lg claudia
 

Puella

Mitglied
oh wow da geht es ja wirklich einigen so!! Und ich dachte ich wäre ein einzelfall.

Teilweise habe ich den G-A-N-Z-E-N Tag rein gar nichts zu tun. Nichts.
Nicht ein Telefonanruf.
Nicht ein Brief.
Nicht dies. Nicht das.
Im Grunde könnte ich zu Hause bleiben. Aber dann fehlen mir natürich die Arbeitsstunden.

Das ist unfassbar frustrierend, es kostet mich sehr viel Kraft mich weiter zu bewerben, da ich einfach schon so müde vom nichts-tun bin. Das hört sich blöd an, ich weiß. Aber es gibt wirklich nichts schlimmeres als nichts zu tun haben.

In Japan (glaube ich) machen sie das mit Leuten die Kündigen sollen. Die werden ohne arbeit an einen Schreibtisch gesetzt und an der Wand gegenüber hängt eine Uhr.
Genauso ist es bei mir auch.

Und dafür habe ich nun eine Ausbildung gemacht?!

Ich habe überhaupt keine lust mehr wieder im kaufmännischen Berich zu "arbeiten", deshalb werde ich mich anderweitig umsehn - und hoffen dass ich das richtige finde.

Ich finde es aber wirklich sehr interessant dass dieses Problem scheinbar hauptsächlich im Kaufmännischen Bereich vorhanden ist?!
 

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