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Es wird dauern, bis Du das ganze verarbeitet hast.
Das ist wie eine Abhängigkeit.
Ich empfehle Dir, den Kontakt komplett einzustellen.
Habt Ihr zusammen gelebt?
 
Und ich weiß. Los lassen ist immer so leicht gesagt... Ich will, aber jeden verdammten Tag kommen immer wieder irgendwelche Erinnerungen, welche mich zurückziehen. Egal wie sehr ich versuche sie im Keim zu ersticken oder "sie" zu hassen.
Ein verarbeiten muss von Dir gewollt werden. Und macht in meinen Augen nur Sinn, wenn Du keinen Kontakt mehr zu ihr hast. Wie willst Du sonst heilen?
 
Vergessen wird man es nur niemals... danke für diese unschöne Erfahrung. Ich will das halt nicht mein ganzes Leben mit mir herum tragen, haha... . Würde es gerne löschen. Manchmal habe ich auch das Bedürfnis sie aus meinem Kopf zu löschen...
Du wirst das nicht ein Leben lang mit Dir rum tragen. Du musst den kontaktabbruch durch ziehen.
Dann kannst Du heilen.
 
puh.. das klingt nach extrem viel Verzweiflung. Auf beiden Seiten...
Die Beziehung war gut, und irgendwann habt ihr angefangen euch unterschiedlich zu entwickeln. Bedürfnisse angehäuft, weniger darüber geredet und dann war der Zug weg. Es ist schwierig zu sagen wann genau und warum die Abwärtsfahrt los ging. Du kommst da nun auch nicht mehr hinterher. Es ist aber nun mal passiert und lässt sich nun leider nicht mehr ändern. Erstaunlich finde ich die Tatsache, dass du dich weiterhin noch mir ihr getroffen hast... mit der Intention sie wieder zubekommen? Bist du in diesem Falle nicht gleich wie ihr bester Freund der eigennützig seine Chance nutze? Wie weit würdest du ihr folgen wenn sie, noch in der Beziehung, dir Naktbilder schickt? In deiner Geschichte steckt soviel leid, die letzten Jahre. Von allen beteiligten. Es mag sein, dass es nicht gerade die feine Art war wie das gelaufen ist.
Nur denke ich dass es keiner der Beteiligten leicht hatte. Und in seiner Verzweiflung tut man manchmal sehr unlogische Dinge, man startet Versuche eine Vergebene Frau zu erobern, man fühlt sich ungesehen und lässt sich erobern oder trifft sich über 2 Jahre mit der Ex Freundin obwohl es einem weniger gut tut.
Jetzt mit den geblockten Kanälen wird die Trennung erst richtig Handfest und setzt einem zusätzlich zu.
Was glaubst du wird wenn ihr eure Geschichte wieder aufwärmt? Diese Dinge werden mitgenommen und lässt euch alle nur noch länger leiden.
Schließe mit der Geschichte ab. Behalte dir die schönen Dinge im Kopf und wünsche dir nicht diese Erfahrung zu löschen, es macht dich zu dem der du bist. Pack sie alle in dein Sackerl und geh deines Weges. Du kannst hin und wieder reinschauen, aber zumachen musst du ihn erst mal
 
Kontakt besteht sie gesagt seit zwei Monaten nicht mehr. Inklusive blocken auf allen Kanälen. Und mir ist auch klar irgendwo, dass es nie mehr etwas wird in Zukunft. Manche Leute in meinem Umfeld sagen auch, dass der Schmerz erst verschwindet wenn man wen neues gefunden hat...

Vergessen wird man es nur niemals... danke für diese unschöne Erfahrung. Ich will das halt nicht mein ganzes Leben mit mir herum tragen, haha... . Würde es gerne löschen. Manchmal habe ich auch das Bedürfnis sie aus meinem Kopf zu löschen...
Das ist sehr gut, dass Du jetzt endlich keinen Kontakt mehr hast! Das ist das einzige, was irgendwann helfen wird, sie zu vergessen. Bisher konnte sie gar nicht aus Deinem Kopf verschwinden, weil Du eben die Türe aufgehalten hast! Mach diese Türe endgültig zu! Es kann auch keine normale Freundschaft zwischen Euch geben. Und ich glaube auch nicht, dass sie Dich "irgendwie" noch liebt. Es ist wohl eher das schlechte Gewissen, dass sie immer wieder dazu bewogen hat, sich mit Dir zu treffen. Sie hat wohl jedesmal gehofft, dass es für Dich nicht mehr so schmerzhaft ist, um sich selber besser zu fühlen.

Das ganze dauerte jetzt 10 Jahre... bitte erwarte nicht, dass Du sie innert weniger Monate vergessen kannst. Da Deine Hoffnung über Jahre am Leben gehalten wurde, dauert das leider auch länger, bis die Gedanken an sie nicht mehr schmerzen.

Und ja, jemanden neuen kennenzulernen, beschleunigt den Prozess. Aber bisher war Dein Herz ja nicht zu haben. Du musst es erst wieder für jemanden öffnen können. Und auch das dauert seine Zeit. Es wäre nicht gut gleich jetzt eine andere Beziehung einzugehen, wo Du noch so voller Schmerz und Wut bist.

Ich wünsche Dir alles Gute!
 
Hallo @Specula , erst einmal danke für die "Blumen" 🙂, aber die einzigen "Weisheiten", die ich für Dich habe, wurden Dir von den Vorschreiber:innen schon genannt. Was uns "zusammen hält" oder "auseinander bringt", ist zwar im Nachhinein besser erkennbar und vielleicht erklärbar, aber ist es auch wirklich vorhersehbar? Und wenn man es erkennt, kann und sollte man "es" dann auch ändern?

Wie kämpft man um eine Beziehung? In dem man sich selbst verstellt? In dem man Dinge tut, nach dem einem nicht (mehr) ist oder noch nie war, um an Attraktivität zu gewinnen? Oder in dem man die Meinung und Einstellung des anderen so lange "bearbeitet" oder gar "manipuliert", bis der Wunsch zu gehen nicht mehr existiert? Und wenn das "funktioniert", was hat man dann "gewonnen"? Bleibt dann nicht nur die Erkenntnis, dass was einen ausmacht einfach nur "zu wenig" ist? Wieviel Vertrauen kann man in eine Beziehung setzen, die sich mit kleinen oder großen "Aufmerksamkeiten" wieder kitten lässt? Ist es wirklich so trivial und einfach? Der beste "Trick" gewinnt?

Nach meiner Erfahrung liebt man jeden geliebten Menschen auf seine eigene Art und Weise und manchmal lässt sich dieses "Warum" zwar beschreiben, aber nicht umfassend erklären. Was beim einen akzeptiert werden kann, wird beim anderen zum Stolperstein und was man am Anfang aufregend fand, ist nachher nur noch ein Grund sich aufzuregen. Ich habe aufgegeben darin einen nachvollziehbaren Sinn zu finden, denn die Summe aller meiner einzelnen Erkenntnisse ergab nie die Liebe, die bereit ist, alles zu überwinden und/oder damit zu leben.

Eine Beziehung hält nur so lange, wie sie von beiden gewollt ist. Ich kann also nur etwas dazu beisteuern, aber wohin die Reise geht und wie lange sie dauert, das habe ich nicht wirklich im Griff. Und so "sammelt" man im Laufe des Lebens womöglich ganz unterschiedliche "Beziehungen". Manche dauern nur Sekunden, manche zu lange und herbe Momente und andere Jahre voller Hoffnung und Enttäuschungen, voller Sonne und Schmerz.

Wie bei so vielem in diesem Leben siehst Du Dich am Ende von allem vor der Frage: was bleibt? Und was bleibt, entscheidest Du zu einem wesentlichen Teil mit. Sind liebevolle und wunderbare Momente an Dich verschwendet, weil Du sie nicht in Deinem Herzen halten und nicht wertschätzen kannst? Liegt Dein Fokus nur auf dem, was Du nicht mehr hast? Musst Du alles was war zu Asche verbrennen und voller Zorn zermahlen und darf von eurer Vergangenheit nichts mehr übrig bleiben, weil Du dem Schmerz nicht standhalten kannst, dass es das nun war? Oder kannst Du dieser Versuchung widerstehen, weil diese Momente Dir etwas bedeutet haben und sie wertvoll bleiben?

Nein, es geht nicht darum, an Erinnerungen festzuhalten und wie ein Zombie allem nachzulaufen, was ein "Beziehungsgeräusch" macht, ohne Sinn und Verstand. Es geht um die erwachsene Fähigkeit zu lieben was ist und was war und dies in Ehren zu halten und es in der Vergangenheit zu belassen, damit Du wieder für eine neue Liebe offen sein kannst. Liebe ist unerschöpflich, dessen bin ich mir inzwischen sicher. Aber sie ist weder selbstverständlich, noch ein Anrecht. Ich weiß nicht, wie ich es "besser" formulieren soll, aber der Liebe musst Du Dich als würdig erweisen, musst "ritterlich" sein, musst sie auch verlieren können, ohne ihren Wert zu schmälern, denn sonst bleiben Dir nur unreife Bedürftigkeit und feige Gier.

Ist Dein Herz ein Ort der Wärme und des Mitgefühls oder eine "Mördergrube"? Das entscheidest Du. Alles andere ist Geschenk und/oder Prüfung. Was bleibt?
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Specula,
also ich denke, ich kenne dich von früher, bin aber nicht sicher. Da fielst du mir
immer als sensibler und etwas perfektionistischer Mensch auf - so mein Gefühl 😉

Also ich würde sagen, dass es von Anfang an keine gute Basis gab. Du sagst, dass sie labil wäre etc., es könnte sein, dass sie ihre erste Beziehung noch nicht verabeitet hat und sie deshalb - wie du sagst - toxisch wurde, oder dass es mit diesem Freund schon früher etwas intensiver war.
Ich denke aber, du hast nichts falsch gemacht, okay, jetzt im nachhinein kannst du immer sagen, ich hätte mich so oder so verhalten müssen. Aber das weiß man immer erst später.
Diese Wut und dass Erinnerungen hoch kommen,was man dem- bzw. derjenigen noch sagen möchte, kenne ich auch zu gut. Aber das hört irgendwann auf. Spätestens dann, wenn du wieder verliebt bist.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Kraft zum Loslassen!
 
Eine Enttäuschung beinhaltet oft viele Gefühle: die Wut darüber, was Dir passiert ist. Die Angst, dass Du machtlos bleiben könntest und die Trauer über den Verlust. Aber wie kann man traurig und wütend zugleich sein? Nicht selten führt das zu einer inneren "Verwirrung", weil man nicht gleichzeitig weinen und zuschlagen kann. Und dann sitzt man da und jeder Plan erscheint nutzlos.

Zu einer Trauerphase gehört es, sich für diese Trauer Zeit zu nehmen. OK, drei Jahre sind etwas lange, aber wenn Du immer nur "ein wenig" trauerst, dann kann das schon passieren. Also nimm Deinen Schmerz an und finde heraus, welchen Ausdruck Deine Gefühle brauchen und lebe sie in einem für Dich geeigneten Ritual aus, denn genau dafür sind Rituale da. Wenn Du das nicht ernst nimmst und Dich selbst verar....st, dann kann das noch lange so gehen. Aber entscheide auch, womit und wann mit diesem "Herumeiern" Schluss ist. Verbrenne ein Bild, Vergrabe etwas von Bedeutung aus dieser Beziehung oder was immer FÜR DICH angemessen ist und dann MUSS damit die Vergangenheit ihren Anfang nehmen. Das MUSS FÜR DICH spürbar sein, sonst vergeudest Du Deine Zeit. Vielleicht sind mehrere Anläufe notwendig. Finde es heraus. Es hängt ja auch davon ab, welchen Zugang Du zu Deinen Gefühlen hast.

Nach meiner Erfahrung braucht es dafür einen reflektierten und wertschätzenden Umgang mit sich selbst. Wenn Du nur so tust als ob: "Ich hab doch alles getan, was man mir gesagt hat!", dann ist das nur Theater. Wenn Du ihr das nochmal ins Gesicht sagen musst, dann willst Du diese Nähe und den Einfluss auf sie und bist noch immer nicht bereit loszulassen. Das geht von Dir aus. Kannst Du das sehen? Im Grunde Deines Herzens ist Dir klar, was Du tun musst und dass es keinen weniger schmerzhaften Weg gibt. Du willst ihn nur noch nicht gehen. Aber die Welt dreht sich weiter und auch das weißt Du.

Manchmal ist Wut ein Ersatz für was auch immer. Sie scheint "besser" als die Trauer über einen Verlust. Aber sie verzehrt und verbraucht, was für das Wachstum von morgen hilfreich wäre. Wie sehr willst Du noch die Erde verbrennen, auf der Du lebst? Der Schmerz wird dadurch nicht kleiner. Nur Du kannst löschen, Deine Wunden versorgen, Wasser holen und dafür sorgen, dass Dein Haus wieder einladend wird. Ja, so hart und einfach ist das.
 
Gefühlt will ich sie nie wieder sehen und ihr das am Liebsten nochmal ins Gesicht sagen.
Entweder oder. Das ist ja ein riesiger Widerspruch. Wenn du sie nie wieder sehen willst machet du das einfach, dafür musst du nichts tun. Oder du sprichst mit ihr. Wenn du dort dann aber sagst, ich bin gekommen um dich nie wieder zu sehen, dann ist das äußerst merkwürdig.

Ja es stimmt. Der Schmerz vergeht erst, wenn du jemand Neues gefunden hast den du mindestens genauso sehr liebst. Dafür kannst du aktiv etwas tun. Aber Liebe ist ein Geschenk von beiden Seiten. Du kannst keinem Tauschhandel machen um endlich den Schnerz loszuwerden. Es klappt eben oder nicht. Könnte man den Schmerz wegtauschen, hätte die Liebe keinen Wert.
 

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