Hallo
@Specula , erst einmal danke für die "Blumen"
🙂, aber die einzigen "Weisheiten", die ich für Dich habe, wurden Dir von den Vorschreiber:innen schon genannt. Was uns "zusammen hält" oder "auseinander bringt", ist zwar im Nachhinein besser erkennbar und vielleicht erklärbar, aber ist es auch wirklich vorhersehbar? Und wenn man es erkennt, kann und sollte man "es" dann auch ändern?
Wie kämpft man um eine Beziehung? In dem man sich selbst verstellt? In dem man Dinge tut, nach dem einem nicht (mehr) ist oder noch nie war, um an Attraktivität zu gewinnen? Oder in dem man die Meinung und Einstellung des anderen so lange "bearbeitet" oder gar "manipuliert", bis der Wunsch zu gehen nicht mehr existiert? Und wenn das "funktioniert", was hat man dann "gewonnen"? Bleibt dann nicht nur die Erkenntnis, dass was einen ausmacht einfach nur "zu wenig" ist? Wieviel Vertrauen kann man in eine Beziehung setzen, die sich mit kleinen oder großen "Aufmerksamkeiten" wieder kitten lässt? Ist es wirklich so trivial und einfach? Der beste "Trick" gewinnt?
Nach meiner Erfahrung liebt man jeden geliebten Menschen auf seine eigene Art und Weise und manchmal lässt sich dieses "Warum" zwar beschreiben, aber nicht umfassend erklären. Was beim einen akzeptiert werden kann, wird beim anderen zum Stolperstein und was man am Anfang aufregend fand, ist nachher nur noch ein Grund sich aufzuregen. Ich habe aufgegeben darin einen nachvollziehbaren Sinn zu finden, denn die Summe aller meiner einzelnen Erkenntnisse ergab nie die Liebe, die bereit ist, alles zu überwinden und/oder damit zu leben.
Eine Beziehung hält nur so lange, wie sie von beiden gewollt ist. Ich kann also nur etwas dazu beisteuern, aber wohin die Reise geht und wie lange sie dauert, das habe ich nicht wirklich im Griff. Und so "sammelt" man im Laufe des Lebens womöglich ganz unterschiedliche "Beziehungen". Manche dauern nur Sekunden, manche zu lange und herbe Momente und andere Jahre voller Hoffnung und Enttäuschungen, voller Sonne und Schmerz.
Wie bei so vielem in diesem Leben siehst Du Dich am Ende von allem vor der Frage: was bleibt? Und was bleibt, entscheidest Du zu einem wesentlichen Teil mit. Sind liebevolle und wunderbare Momente an Dich verschwendet, weil Du sie nicht in Deinem Herzen halten und nicht wertschätzen kannst? Liegt Dein Fokus nur auf dem, was Du nicht mehr hast? Musst Du alles was war zu Asche verbrennen und voller Zorn zermahlen und darf von eurer Vergangenheit nichts mehr übrig bleiben, weil Du dem Schmerz nicht standhalten kannst, dass es das nun war? Oder kannst Du dieser Versuchung widerstehen, weil diese Momente Dir etwas bedeutet haben und sie wertvoll bleiben?
Nein, es geht nicht darum, an Erinnerungen festzuhalten und wie ein Zombie allem nachzulaufen, was ein "Beziehungsgeräusch" macht, ohne Sinn und Verstand. Es geht um die erwachsene Fähigkeit zu lieben was ist und was war und dies in Ehren zu halten und es in der Vergangenheit zu belassen, damit Du wieder für eine neue Liebe offen sein kannst. Liebe ist unerschöpflich, dessen bin ich mir inzwischen sicher. Aber sie ist weder selbstverständlich, noch ein Anrecht. Ich weiß nicht, wie ich es "besser" formulieren soll, aber der Liebe musst Du Dich als würdig erweisen, musst "ritterlich" sein, musst sie auch verlieren können, ohne ihren Wert zu schmälern, denn sonst bleiben Dir nur unreife Bedürftigkeit und feige Gier.
Ist Dein Herz ein Ort der Wärme und des Mitgefühls oder eine "Mördergrube"? Das entscheidest Du. Alles andere ist Geschenk und/oder Prüfung. Was bleibt?