Liebe
@Marika46,
ich durfte in den letzten Jahren reichlich Erfahrung mit einer bekloppten Vermieterin und Lärmterror durch den über mir lebenden Nachbarn sammeln.
Kurz gesagt: An dem Sprichwort "Es kann der Beste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt." ist ne Menge dran.
Ich lebe seit über 11 Jahren in meiner Wohnung, die Vermieterin war schon immer schwierig. Selbst nie einen Handschlag gearbeitet und mehrere Mietshäuser von Papi geerbt. Völlig lebensuntüchtig. Miete kassieren, aber nichts dafür tun. Die Häuser verfallen und verwahrlosen immer mehr, genauso die Grundstücke auf denen sie stehen.
Dringend notwendige Reparaturen (Durchlauferhitzer, Heizung, Wasserschäden) werden über Monate verschleppt. Entnervten Mietern, die ausziehen, wird einfach so die Kaution nicht zurückgezahlt und man landet vor Gericht.
Ich hatte bis vor einem Jahr zumeist meine Ruhe und kam mit der fiesen Frau halbwegs zurecht. Vor einem Jahr ist dann der Terror-Mieter über mir eingezogen. Verzogener Bengel Anfang 20, der nicht arbeitet und von Mami und Papi gesponsert wird. Seitdem ist hier jeden Tag Randale bis spät in die Nacht - ob Musik, Heimwerken abends um 23 Uhr, Trampeln und Poltern oder lautstarkes Rumgebumse mit den diversen Damenbekanntschaften.
Ich habe mehrfach versucht, mit diesem reizenden Herren zu sprechen - habe vor der Tür gestanden und geklingelt, wenn der Lärm besonders schlimm war. Sozialkompetent wie er ist, hat er die Tür nie geöffnet. Das habe ich ein paar Wochen lang versucht und ihm dann einen freundlichen, aber bestimmten Brief geschrieben, den ich ihm in den Briefkasten geworfen habe. Mit der klaren Aufforderung, diese massive Lärmbelästigung einzustellen.
Das war ihm sch...egal, es wurde sogar noch schlimmer.
Sechs Monate lang habe ich versucht, die Vermieterin zu kontaktieren. Ich habe sie ungezählte Male angerufen, mehrfach bei ihr geklingelt und ihr drei Briefe inklusive Lärmprotokoll zugesandt.
Im letzten Brief habe ich ihr (in Absprache mit dem Mieterbund) eine Frist gesetzt, innerhalb welcher sie den Mangel (Lärmbelästigung) zu beseitigen hat, da ich ansonsten die Miete kürzen und baldmöglichst meine Wohnung kündigen werde.
Keine Reaktion.
Tja. Ich habe die Miete gemindert (wiederum in Absprache mit dem Mieterbund um 20%) und habe wie eine Bekloppte nach einer neuen Wohnung gesucht. Die habe ich zum Glück auch gefunden.
Am 01.10. habe ich meine jetzige Wohnung gekündigt.
Und JETZT hat die Frau VErmieterin die Dreistigkeit, mir meine Mailbox vollzulabern, weil sie plötzlich mit mir über den Mieter von oben drüber sprechen möchte. Ähm: NÖ. Ich werde schnellstmöglich ausziehen und wünsche ihr viel Spaß, diese Wohnung nochmal erfolgreich zu vermieten.
FAZIT:
1) Priorität Nummer 1 muss die Suche nach einer neuen Wohnung sein. Du musst da raus - weder das Verhältnis zum Vermieter, noch zum Nachbarn werden sich jemals normalisieren.
2) Die Mitgliedschaft im Mieterbund ist Gold wert! Ich zahle übrigens 70 Euro pro Jahr, das finde ich sehr überschaubar.
3) Eine Rechtsschutzversicherung inkl. Mietrecht ist trotzdem sinnvoll, da der Mieterbund zwar juristisch berät, jedoch im Falle eines Verfahrens nicht vor Gericht mit Dir auftritt.
DU musst ins Handeln kommen, Dein Seelenfrieden sollte Dir das Wert sein!!!