"das nicht aus nachwachsenden Rohstoffen stammt"? Was soll das dann sein? Die einzige Alternative wären dann nämlich fossile Rohstoffe.Noch immer kommt die Hälfte des materials für Biogasanlagen aus frischen Pflanzen. Ich wäre auch dafür wenn solche Anlagen gefördert würden die nur Material vewenden das nicht aus nachwachsenden Rohstoffen stammt.![]()
Das Potenzial der Biogasanlagen: Mist statt Mais
Biogas hat einen schlechten Ruf, weil großflächig Mais zur Energiegewinnung angebaut wird. Dabei liefert es grünen Strom, wenn Sonne und Wind fehlen.taz.de
Alles was auf Feldern wächst ist ein nachwachsender Rohstoff, nur heißt das nicht daß alles davon für den Menschen auch eßbar ist, oder ißt Du etwa Getreidestroh, dürre Maisstengel, die verdorrten (und giftigen) Kartoffelpflanzen, die Wurzelstrünke und das Kraut von Rüben oder die Preßkuchen und ausgedroschenen Pflanzen vom Raps? Mit Gras und Klee oder Süßlupinen als beim Bauern willkommene Zwischenfrucht die den Boden verbessert, kannst Du eine Kuh beglücken, aber Du selber würdest damit auch nicht alt.
Ziemlich viel was der Bauer vom Feld holt, landet nicht auf Deinem Teller, weil es gar nicht eßbar ist, es ist aber trotzdem Teil der Ernte und kann auch für Biogas verwertet werden, wenn man es nicht einfach unterpflügt, was die andere Alternative wäre. Und wenn es verrottet, setzt es unter anderem Methan frei, das Klimagas. Das dort halt nicht aufgefangen und verstromt wird, sondern in die Luft, in die Atmosphäre geht.
Und womit möchte diese Thrän die Biogasanlagen dann beschicken? Die Zahl der Kläranlagen ist nicht unbegrenzt, denn nur dort sind keine "nachwachsenden Rohstoffe" (gemeint: alle Arten organischer Abfälle, die nicht in der Kanalisation landen) Grundlage der Gasgewinnung.![]()
Das Potenzial der Biogasanlagen: Mist statt Mais
Biogas hat einen schlechten Ruf, weil großflächig Mais zur Energiegewinnung angebaut wird. Dabei liefert es grünen Strom, wenn Sonne und Wind fehlen.taz.de
Aus dem Artikel:
„Vereinfacht betrachtet erscheint die Verstromung von Biogas CO₂-neutral. Doch Äcker emittieren Treibhausgase, Traktoren verbrauchen Treibstoff, in der Praxis entweicht immer wieder Gas. Die tatsächliche CO₂-Bilanz einer Biogasanlage hängt also stark davon ab, wie sie geführt wird. Bei einer modernen Anlage, wie der von Frenzel, die zudem auf sogenannte Reststoffe setzt, dürfte die CO₂-Bilanz annähernd neutral oder sogar negativ sein.
Denn nachwachsende Rohstoffe liefern nach wie vor die Hälfte des Vergärungsmaterials für Biogasanlagen und sind verantwortlich für zwei Drittel der so erzeugten Energie. „Deshalb sind die Bedenken gegenüber Biogas nach wie vor berechtigt“, sagt Umweltforscherin Daniela Thrän.
Jeder Acker emittiert Treibhausgase, Methan und CO2 als natürliches Produkt aller Verrottungsprozesse, genauso wie auch die Komposthaufen in Schrebergärten, sogar Wälder produzieren welche, denn auch in Wäldern verrottet viel biologisches Material. Nährstoffkreislauf in der Natur und so. Es gibt keine "gasfreie" Natur! Es gibt nur "normalerweise" ein Gleichgewicht, denn wachsende Pflanzen nehmen das CO2 auf als Nährstoff, je mehr CO2 um so besser wachsen sie. Und stoßen sogar selber Methan aus: In Pflanzen entsteht Methan aus der Aminosäure Methionin Das Methan schwirrt aber auch nicht ewig in der Luft herum, sondern zerfällt entweder zu CO2 und Wasserdampf oder wird von methanfressenden Bakterien verputzt. Methankreislauf: Aufbau, Bedeutung | StudySmarter Für jeden Energieträger gibt es in der Natur einen Liebhaber.
Richtig wäre es also zu schreiben, die tatsächliche CO2-Bilanz hängt davon ab, wie viel von dem vergasten Material reine Abfallstoffe sind und nicht extra für den Gärtank auf dem Feld angebaut werden.
In der Landwirtschaft fallen immer und unvermeidbar viele Abfallstoffe an. Allerdings ist vieles davon vertrocknet oder holzig (Stroh, verdorrte Pflanzen, Reste der Forstwirtschaft) und daher nicht so leicht zu vergären, denn Gärung braucht eine Menge Wasser. Das ist der wahre Grund warum Landwirte auch "frische" Pflanzen wie Gras oder Mais (frischer und grüner, der normalerweise für Silage verwendet wird, nicht der vertrocknete von der Kolbenernte) in die Gärtanks werfen, sonst müßten sie ständig mit Wasser auffüllen.