Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Biogasanlagen

Noch immer kommt die Hälfte des materials für Biogasanlagen aus frischen Pflanzen. Ich wäre auch dafür wenn solche Anlagen gefördert würden die nur Material vewenden das nicht aus nachwachsenden Rohstoffen stammt.
"das nicht aus nachwachsenden Rohstoffen stammt"? Was soll das dann sein? Die einzige Alternative wären dann nämlich fossile Rohstoffe.
Alles was auf Feldern wächst ist ein nachwachsender Rohstoff, nur heißt das nicht daß alles davon für den Menschen auch eßbar ist, oder ißt Du etwa Getreidestroh, dürre Maisstengel, die verdorrten (und giftigen) Kartoffelpflanzen, die Wurzelstrünke und das Kraut von Rüben oder die Preßkuchen und ausgedroschenen Pflanzen vom Raps? Mit Gras und Klee oder Süßlupinen als beim Bauern willkommene Zwischenfrucht die den Boden verbessert, kannst Du eine Kuh beglücken, aber Du selber würdest damit auch nicht alt.
Ziemlich viel was der Bauer vom Feld holt, landet nicht auf Deinem Teller, weil es gar nicht eßbar ist, es ist aber trotzdem Teil der Ernte und kann auch für Biogas verwertet werden, wenn man es nicht einfach unterpflügt, was die andere Alternative wäre. Und wenn es verrottet, setzt es unter anderem Methan frei, das Klimagas. Das dort halt nicht aufgefangen und verstromt wird, sondern in die Luft, in die Atmosphäre geht.


Aus dem Artikel:
„Vereinfacht betrachtet erscheint die Verstromung von Biogas CO₂-neutral. Doch Äcker emittieren Treibhausgase, Traktoren verbrauchen Treibstoff, in der Praxis entweicht immer wieder Gas. Die tatsächliche CO₂-Bilanz einer Biogasanlage hängt also stark davon ab, wie sie geführt wird. Bei einer modernen Anlage, wie der von Frenzel, die zudem auf sogenannte Reststoffe setzt, dürfte die CO₂-Bilanz annähernd neutral oder sogar negativ sein.

Denn nachwachsende Rohstoffe liefern nach wie vor die Hälfte des Vergärungsmaterials für Biogasanlagen und sind verantwortlich für zwei Drittel der so erzeugten Energie. „Deshalb sind die Bedenken gegenüber Biogas nach wie vor berechtigt“, sagt Umweltforscherin Daniela Thrän.
Und womit möchte diese Thrän die Biogasanlagen dann beschicken? Die Zahl der Kläranlagen ist nicht unbegrenzt, denn nur dort sind keine "nachwachsenden Rohstoffe" (gemeint: alle Arten organischer Abfälle, die nicht in der Kanalisation landen) Grundlage der Gasgewinnung.

Jeder Acker emittiert Treibhausgase, Methan und CO2 als natürliches Produkt aller Verrottungsprozesse, genauso wie auch die Komposthaufen in Schrebergärten, sogar Wälder produzieren welche, denn auch in Wäldern verrottet viel biologisches Material. Nährstoffkreislauf in der Natur und so. Es gibt keine "gasfreie" Natur! Es gibt nur "normalerweise" ein Gleichgewicht, denn wachsende Pflanzen nehmen das CO2 auf als Nährstoff, je mehr CO2 um so besser wachsen sie. Und stoßen sogar selber Methan aus: In Pflanzen entsteht Methan aus der Aminosäure Methionin Das Methan schwirrt aber auch nicht ewig in der Luft herum, sondern zerfällt entweder zu CO2 und Wasserdampf oder wird von methanfressenden Bakterien verputzt. Methankreislauf: Aufbau, Bedeutung | StudySmarter Für jeden Energieträger gibt es in der Natur einen Liebhaber.

Richtig wäre es also zu schreiben, die tatsächliche CO2-Bilanz hängt davon ab, wie viel von dem vergasten Material reine Abfallstoffe sind und nicht extra für den Gärtank auf dem Feld angebaut werden.
In der Landwirtschaft fallen immer und unvermeidbar viele Abfallstoffe an. Allerdings ist vieles davon vertrocknet oder holzig (Stroh, verdorrte Pflanzen, Reste der Forstwirtschaft) und daher nicht so leicht zu vergären, denn Gärung braucht eine Menge Wasser. Das ist der wahre Grund warum Landwirte auch "frische" Pflanzen wie Gras oder Mais (frischer und grüner, der normalerweise für Silage verwendet wird, nicht der vertrocknete von der Kolbenernte) in die Gärtanks werfen, sonst müßten sie ständig mit Wasser auffüllen.
 

Aus dem Artikel:
„Vereinfacht betrachtet erscheint die Verstromung von Biogas CO₂-neutral. Doch Äcker emittieren Treibhausgase, Traktoren verbrauchen Treibstoff, in der Praxis entweicht immer wieder Gas. Die tatsächliche CO₂-Bilanz einer Biogasanlage hängt also stark davon ab, wie sie geführt wird. Bei einer modernen Anlage, wie der von Frenzel, die zudem auf sogenannte Reststoffe setzt, dürfte die CO₂-Bilanz annähernd neutral oder sogar negativ sein.

Denn nachwachsende Rohstoffe liefern nach wie vor die Hälfte des Vergärungsmaterials für Biogasanlagen und sind verantwortlich für zwei Drittel der so erzeugten Energie. „Deshalb sind die Bedenken gegenüber Biogas nach wie vor berechtigt“, sagt Umweltforscherin Daniela Thrän.

Um Biogas als Säule der Versorgungssicherheit zu etablieren, fordert der Bundesverband Erneuerbare Energien Anreize, die auch die Eigenheiten von Biogasanlagen berücksichtigen, etwa dass diese im Vergleich zu herkömmlichen Gaskraftwerken deutlich kleiner seien. Aus Lobbyverbänden kommt die Forderung, ressourcenschonende Alternativen zu Mais stärker zu entlohnen. Ressourcenökonom Andreas Löschel sieht punktuelle Forderungen kritisch, weil sie sich in der Vergangenheit als wenig effektiv erwiesen haben. Er betont aber: Auch Biogas sollte eine Chance in einem technologieoffenen Verfahren bekommen.“

Noch immer kommt die Hälfte des materials für Biogasanlagen aus frischen Pflanzen. Ich wäre auch dafür wenn solche Anlagen gefördert würden die nur Material vewenden das nicht aus nachwachsenden Rohstoffen stammt.
Nicht mit der Giesskanne alle Biogasanlagen fördern sondern wirklich die Resourcenschonenden.
Und es ist halt wohl auch so, dass der Förderzeitraum abgelaufen ist. War/ist bei PV Anlagen doch auch nicht anders. Früher konnte man durch die Förderung noch richtig dran verdienen. Heute dienen sie eher nur noch zur Selbstversorgung mit Strom. Gewinn kann man da kaum noch damit machen.

Es braucht aber nachwachsende Rohstoffe das die Masse an Abfällen längst nicht ausreicht. Gerade ihr verbrauer schreit doch alle nach Nachwachsenden Rohstoffen. Zudem passen sie vielerorts auch perfekt in die Fruchtfolge eines Betriebes, nicht jeder hat Böden mit 90-98 BP.

PV anlagen kosten nur einen Bruchteil einer Biogasanlage und sind nicht annährend so effektiv.

Kein Landwirt ohne Traktor und ohne beiden keine Lebensmittel, ganz einfach. Heutige Ackerschlepper brauchen selbst im 400PS Bereich oft unter 10ltr/ha das ist vergleichbar mit ltr Benzin im Drittelmix.

Fahr mal nach NL da wirst du dich wundern bzgl. Biogasanlagen, die sind nämlich schlau.
 
Was ist schlecht daran Lebensmittel zu verbrennen, die sonst nicht genutzt werden?
Der Mais wurde jahrelang extra dafür angebaut. Ja, für mich ist die "Vermaisung" der Landschaft mit ihren Folgen und die Verstromung von Lebensmitteln "Pfui".
Wie kommst du drauf, dass es sich um nicht nutzbare Flächen und Rohstoffe handelt?
 
Der Mais wurde jahrelang extra dafür angebaut. Ja, für mich ist die "Vermaisung" der Landschaft mit ihren Folgen und die Verstromung von Lebensmitteln "Pfui".
Wie kommst du drauf, dass es sich um nicht nutzbare Flächen und Rohstoffe handelt?
Vermutlich haben die Betreiber dieser Biogasanlagen kein eigenes Vieh (kein Mist, keine Gülle) und auch keine Zulieferer von Abfällen durch andere Landwirte vor Ort auftreiben können. In Städten fallen z. B. große Mengen an Biomüll an, die ja auch gesondert abtransportiert werden und vermutlich in Biogasanlagen landen. Für Kompost taugt er nichts wegen zu viel Hundekot und nicht verrottender Fremdbeimengungen (Plastiktüten und anderer anorganischer Müll), die man bei einer Biogasanlage als Bodensatz aus den Tanks fischen kann. In unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und Siedlungen mag man aber keine Biogasanlagen, wegen Geruchsbelästigung und möglichen anderen Gefahren.

Normalerweise macht die Verwendung von gutem Ackerland allein für Biogas tatsächlich keinen Sinn, das ist richtig. Allerdings entscheiden Landwirte immer nach dem eigenen Geldbeutel, und wenn mehr Geld durch Verstromung und Fernwärme von der Anlage zu holen ist als Feldfrüchte bringen täten, dann werden die Feldfrüchte halt durch irgendeine Kultur ersetzt, die wenig Aufwand kostet (pflügen, Dünger, Spritzmittel, Vollernter etc.) und viel Biomasse bringt. Mais ist dabei nicht die erste Wahl weil in der Wachstumsphase sehr anfällig für Dürre, in zu trockenen Frühjahren sterben die Stengel schon ab wenn sie nicht mal hüfthoch sind und dann kann der Bauer das alles nur noch unterpflügen, denn für Biogas muß das Zeug frisch und saftig sein.
 
Wo entsorgt ihr denn euren Rasenabschnitt? Doch nicht etwas im Wald oder fremden Äckern oder dann doch lieber in einer Biogasanlage.
Was ein anständiger Hobbygärtner ist, der hat einen Komposthaufen, auf dem der Rasenschnitt landet.
Was aber jeden Herbst in riesigen Mengen anfällt, ist das Laub von Bäumen, das die Straßenreinigungen entfernen müssen, weil sonst noch jemand drauf ausrutscht. Kompostieranlagen nehmen das ungern weil da auch jede Menge Fremdkörper drin stecken, Plastik, Dosen, Glasscherben, Hundekot etc. was alles nicht in den Kompost gehört, den man ja später gern verkaufen möchte, und daher ist dieses Zeug ideal für die Biogasanlagen.
 
Das Biogas- und Kompostwerk xxx erzeugt aus dem Hamburger Bioabfall stündlich bis zu 350 Kubikmeter Biomethan, das in einer angeschlossenen Aufbereitungsanlage gereinigt und in Erdgasqualität in das Gasversorgungsnetz eingespeist wird. Anschließend wird aus dem Biomüll, der aus mehr als 120.000 grünen Biotonnen der Hansestadt stammt, auch noch Qualitätskompost.

Dafür gebe ich einen Daumen hoch und "ertrage" die lichtverschmutzende Anlage in meiner Nachbarschaft gern.
 
Vermutlich haben die Betreiber dieser Biogasanlagen kein eigenes Vieh (kein Mist, keine Gülle) und auch keine Zulieferer von Abfällen durch andere Landwirte vor Ort auftreiben können. In Städten fallen z. B. große Mengen an Biomüll an, die ja auch gesondert abtransportiert werden und vermutlich in Biogasanlagen landen. Für Kompost taugt er nichts wegen zu viel Hundekot und nicht verrottender Fremdbeimengungen (Plastiktüten und anderer anorganischer Müll), die man bei einer Biogasanlage als Bodensatz aus den Tanks fischen kann. In unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern und Siedlungen mag man aber keine Biogasanlagen, wegen Geruchsbelästigung und möglichen anderen Gefahren.

Normalerweise macht die Verwendung von gutem Ackerland allein für Biogas tatsächlich keinen Sinn, das ist richtig. Allerdings entscheiden Landwirte immer nach dem eigenen Geldbeutel, und wenn mehr Geld durch Verstromung und Fernwärme von der Anlage zu holen ist als Feldfrüchte bringen täten, dann werden die Feldfrüchte halt durch irgendeine Kultur ersetzt, die wenig Aufwand kostet (pflügen, Dünger, Spritzmittel, Vollernter etc.) und viel Biomasse bringt. Mais ist dabei nicht die erste Wahl weil in der Wachstumsphase sehr anfällig für Dürre, in zu trockenen Frühjahren sterben die Stengel schon ab wenn sie nicht mal hüfthoch sind und dann kann der Bauer das alles nur noch unterpflügen, denn für Biogas muß das Zeug frisch und saftig sein.

In Hochertragsregionen wie der wo "meine" Betriebe ansässig waren mit bis zu 98BP wurden nur sehr wenige Hektar Mais angebaut. Maisanbau findest meist auf minderwertigen Böden statt wie zb. Sandböden ect.

Bei Energiemais kommt es vor allem auf die Trockensupstanz (Masse) an Er wird ja in Gänze gehäckselt siliert um dann vergort zu werden. Ergebnis sind neben Strom und Wärme auch Gärreste.
es gibt keinerlei Überreste alles wird verwendet. Das nennt sich dann Kreislaufwirtschaft, besser und ökologischer geht es nicht.

Der Unterschied zum Futtermais ist der das hier sehr viel Wert auf die Kolben gelegt wird auf Gesundheit und Ertrag. Beiden gemein ist das Abschlegeln oder per Messerwalze zerkleinern der Stoppel des Maiszünslers wegen. Bei Zuckermais ist es wieder anders und auch die Ernte unterscheidet sich hier gänzlich vom und bekannten.

Auf Hochertragsstandorten werden vor allem Kartoffeln Zuckerüben, Getreide und Gemüse angebaut.

Alles wö Börde oder Bucht vorsteht sind Hochertragsstandorte mit mindestens 70BP.

BP = Bodenpunkte
 
Bei Energiemais kommt es vor allem auf die Trockensubstanz (Masse) an Er wird ja in Gänze gehäckselt siliert um dann vergort zu werden.
Der Unterschied zum Futtermais ist der das hier sehr viel Wert auf die Kolben gelegt wird auf Gesundheit und Ertrag. Beiden gemein ist das Abschlegeln oder per Messerwalze zerkleinern der Stoppel des Maiszünslers wegen. Bei Zuckermais ist es wieder anders und auch die Ernte unterscheidet sich hier gänzlich vom und bekannten.
Eben, wer sich über die "Vermaisung" aufregt muß erst mal schauen welche Maisart da zum Ansatz kommt, Energiepflanzen (wo nur die reine Masse zählt und die saftig und grün geerntet werden müssen), der Silomais fürs Tierfutter (muß ebenfalls saftig und grün sein, sonst taugt er nicht mehr für die Silage) und als dritte, bei uns selten angebaute Sorte der Zuckermais, wo es allein auf die Maiskolben ankommt, die aber erst geerntet werden wenn die Pflanze selber abgestorben und verdorrt ist, erst dann sind die Körner reif. Aber alles was dürr und vertrocknet ist, taugt nicht mehr viel fürs Biogas, sondern ist eher für thermische Verwertung geeignet (Herstellung von Holzpellets, die auch aus Getreidestroh oder Kartoffel- und Rapskraut hergestellt werden können, alles was zum Zeitpunkt der Ernte bereits vertrocknet ist und daher nicht mehr extra für die Pellet-Herstellung durchgetrocknet werden muß).

Allerdings ist in Hinsicht auf Biogasanlagen das letzte Wort noch nicht gesprochen. Wenn die EU keine Förderungen mehr rausrücken will, ist da immer noch die deutsche Bundesregierung die es von sich aus machen kann, und wenn die nicht will kann man bei uns die einzelnen Bundesländer anbohren, ich kann mir vorstellen der bayrische MP (Söder) wird da mit Begeisterung draufspringen, denn die bayrischen Landwirte gehören traditionell zu den treuen CSU-Wählern. (Und er tanzt eh auf jeder Hochzeit.)
 
Interessant finde ich hierbei wie die Franzosen Zuckermais ernten, da entstehen Riesenberge auf freiem Feld.
Es war die CDU Regierung unter Merkel die Biogasanlagen erst hofiert und gefördert haben nur um sie dann wieder zu känzeln. Dafür betreibt heute die NL die größte Biogasanlage Europas.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben