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Egoistische Mutter
Gast
Ich bin Mama einer 3 Monate alten Tochter und 20 Jahre alt. Meine Tochter war nicht geplant. Nun möchte ich unbedingt studieren und Karriere machen, sodass ich meine Tochter mit 10 Monaten von 8 Uhr bis 16:30 Uhr in die Kita geben will. So wie ich mich kenne werde ich danach auch erstmal Zeit für mich haben wollen und keine Lust darauf haben mit ihr zu spielen. Ich tröste meine Tochter immer wenn sie weint und kuschele viel mit ihr, aber wenn sie wach ist und nicht meckert mache ich den Haushalt, bin am Handy oder mache mich schick etc. Da ich Single bin habe ich letztens einen guten Kumpel eingeladen, mit dem ich eine Serie geschaut und Wein getrunken habe, wir hatten auch Sex. Meine Tochter hat währenddessen geschlafen. Da ich finanziell nicht schlecht dastehe kann ich mir auch gut vorstellen nach Corona eine Babysitterin zu engagieren, die abends auf mein Kind aufpasst, sodass ich abends weggehen kann. Warum bin ich so egoistisch? Ich will auch keinen Kontakt mehr zum Kindsvater und finde es nicht schlimm, wenn meine Tochter keinen Vater hat, da ich selber keinen hatte. Ich sage ihm oft, dass er einfach aus unserem Leben verschwinden und sich um seinen Kram kümmern soll. Ich kann mir nicht vorstellen zum Wohle des Kindes mit ihm zu kooperieren. Ich habe zudem kein Problem damit meine Tochter zeitweise an die Oma abzugeben und will auch nicht unbedingt Mutter sein.
Meine Tochter ist bei mir jedoch nicht gefährdet etc. Sie bekommt ihre Milch, wird regelmäßig gewickelt, umgezogen, gebadet, hat viele Spielsachen, Klamotten und eine elektrische Wippe, ich gehe mit ihr spazieren etc. Sie darf mit mir im Bett schlafen und liegt tagsüber neben mir auf dem Sofa, bei jedem Pups (auch bei leichtem Gemeckere) wird sie getröstet. Wenn ich koche renne ich manchmal alle 10 Sekunden zu ihr. Ich rede auch mit ihr und Kuschel mit ihr. Aber ich mache auch viel für mich und richte meinen Alltag nicht nach ihr. Ich habe einen Plan was ich alles machen muss (z.B Wäsche waschen) und ziehe das durch. Wenn meine Tochter einen schlechten Tag hat tröste ich sie eben 100 mal und mache trotzdem parallel die Wäsche. Manchmal finde ich es spannender den Haushalt zu machen als sich mit ihr zu beschäftigen. Generell rede ich nicht soo viel mit ihr, da ich mir dabei komisch vorkomme und es einfach nicht mache. Beim Wickeln muss ich mich dazu zwingen ihr in die Augen zu gucken und rede meist nicht mit ihr, sondern versuche sie einfach vernünftig zu wickeln. Meine Tochter hat anfangs nicht an der Brust getrunken (war zu schwach) und ich hatte keine Lust Muttermilch abzupumpen, sodass ich einfach abgestillt habe. Ich fand mich auch eklig mit Milch in den Brüsten, absolut unattraktiv. Ich wollte sie erst im eigenen Bett schlafen lassen, da sie aber jede halbe Stunde aufgewacht ist hab ich sie dann zu mir ins Bett genommen, sie schläft so durch. Ich hatte auch einen Kaiserschnitt, weil ich keine Lust auf die Schmerzen hatte. Die Schmerzen von der Narbe waren nicht schlimm und ich war 3 Tage später schon am Laufen und hatte 3 Wochen später wieder Sex (und ich habe keinen Freund) Ich denke mir, dass ich jung bin und nur einmal lebe und ich sie halt so nebenbei als Tochter haben kann, sie aber nicht zur Priorität machen will. So wurde ich auch erzogen, dass die Kinder halt einfach dabei sind, aber sich nicht alles um die Kinder dreht. Wichtig ist mir, dass meine Tochter gute Bildung genießt und viele Möglichkeiten hat, das lasse ich mir auch kosten, ich will aber möglichst wenig selber machen. Am liebsten wäre es mir, wenn meine Tochter andauernd woanders betreut wird und ich sie eben am Wochenende etc. nehme für die spaßigen Aktivitäten. Ihren Vater sieht sie auch nur 1-2 mal im Monat für ne halbe Stunde. Ich wäre also für die komplette Erziehung zuständig, habe aber nicht so Lust darauf.
Warum bin ich so egoistisch und kann man da überhaupt noch was machen? Ich hatte eine schlechte Kindheit und keine Jugend, möchte erstmal einfach entspannen und nicht so ne Verantwortung tragen. Ich wollte damals abtreiben, war aber psychisch am Ende, sodass ich das Haus nicht verlassen habe. Es war dann zu spät für eine Abtreibung und eine Adoption kam nicht in Frage, da ich von meiner gesamten Familie extrem unter Druck gesetzt wurde („Wenn du sie zur Adoption freigibst, brechen wir den Kontakt zu dir für immer ab und erzählen in der Stadt herum was du für eine bist“). Dementsprechend musste ich sie behalten und habe alles dafür getan eine Bindung zu ihr aufzubauen. Meiner Meinung nach habe ich sie auch lieb. Wenn sie mich süß anlächelt vergieße ich eine Träne, ich finde sie total schön, süß usw. Aber mir graut es davor für sie verantwortlich zu sein. Ich kann irgendwie wenig mit ihr anfangen. Ich denke zuerst an mich und berücksichtige sie kaum, möchte dass sie sich an mich anpasst. Wenn sie lieb ist und süß lächelt finde ich sie toll, aber sobald sie mal einen schlechten Tag hat..Wenn sie beschäftigt werden will sag ich ihr dass ich nicht ihr Clown bin und sie mal warten soll. Oder dass sie ins Heim kommt wenn sie nervt. Das sollte man zu einem Baby nicht sagen. Ich kann mir vorstellen, dass ich später wenn sie einen Wutanfall hat etc. ihr sage dass ich sie eigentlich nicht wollte.
Kann man das mit einer Therapie wieder richten?? Oder was soll ich tun?
Meine Tochter ist bei mir jedoch nicht gefährdet etc. Sie bekommt ihre Milch, wird regelmäßig gewickelt, umgezogen, gebadet, hat viele Spielsachen, Klamotten und eine elektrische Wippe, ich gehe mit ihr spazieren etc. Sie darf mit mir im Bett schlafen und liegt tagsüber neben mir auf dem Sofa, bei jedem Pups (auch bei leichtem Gemeckere) wird sie getröstet. Wenn ich koche renne ich manchmal alle 10 Sekunden zu ihr. Ich rede auch mit ihr und Kuschel mit ihr. Aber ich mache auch viel für mich und richte meinen Alltag nicht nach ihr. Ich habe einen Plan was ich alles machen muss (z.B Wäsche waschen) und ziehe das durch. Wenn meine Tochter einen schlechten Tag hat tröste ich sie eben 100 mal und mache trotzdem parallel die Wäsche. Manchmal finde ich es spannender den Haushalt zu machen als sich mit ihr zu beschäftigen. Generell rede ich nicht soo viel mit ihr, da ich mir dabei komisch vorkomme und es einfach nicht mache. Beim Wickeln muss ich mich dazu zwingen ihr in die Augen zu gucken und rede meist nicht mit ihr, sondern versuche sie einfach vernünftig zu wickeln. Meine Tochter hat anfangs nicht an der Brust getrunken (war zu schwach) und ich hatte keine Lust Muttermilch abzupumpen, sodass ich einfach abgestillt habe. Ich fand mich auch eklig mit Milch in den Brüsten, absolut unattraktiv. Ich wollte sie erst im eigenen Bett schlafen lassen, da sie aber jede halbe Stunde aufgewacht ist hab ich sie dann zu mir ins Bett genommen, sie schläft so durch. Ich hatte auch einen Kaiserschnitt, weil ich keine Lust auf die Schmerzen hatte. Die Schmerzen von der Narbe waren nicht schlimm und ich war 3 Tage später schon am Laufen und hatte 3 Wochen später wieder Sex (und ich habe keinen Freund) Ich denke mir, dass ich jung bin und nur einmal lebe und ich sie halt so nebenbei als Tochter haben kann, sie aber nicht zur Priorität machen will. So wurde ich auch erzogen, dass die Kinder halt einfach dabei sind, aber sich nicht alles um die Kinder dreht. Wichtig ist mir, dass meine Tochter gute Bildung genießt und viele Möglichkeiten hat, das lasse ich mir auch kosten, ich will aber möglichst wenig selber machen. Am liebsten wäre es mir, wenn meine Tochter andauernd woanders betreut wird und ich sie eben am Wochenende etc. nehme für die spaßigen Aktivitäten. Ihren Vater sieht sie auch nur 1-2 mal im Monat für ne halbe Stunde. Ich wäre also für die komplette Erziehung zuständig, habe aber nicht so Lust darauf.
Warum bin ich so egoistisch und kann man da überhaupt noch was machen? Ich hatte eine schlechte Kindheit und keine Jugend, möchte erstmal einfach entspannen und nicht so ne Verantwortung tragen. Ich wollte damals abtreiben, war aber psychisch am Ende, sodass ich das Haus nicht verlassen habe. Es war dann zu spät für eine Abtreibung und eine Adoption kam nicht in Frage, da ich von meiner gesamten Familie extrem unter Druck gesetzt wurde („Wenn du sie zur Adoption freigibst, brechen wir den Kontakt zu dir für immer ab und erzählen in der Stadt herum was du für eine bist“). Dementsprechend musste ich sie behalten und habe alles dafür getan eine Bindung zu ihr aufzubauen. Meiner Meinung nach habe ich sie auch lieb. Wenn sie mich süß anlächelt vergieße ich eine Träne, ich finde sie total schön, süß usw. Aber mir graut es davor für sie verantwortlich zu sein. Ich kann irgendwie wenig mit ihr anfangen. Ich denke zuerst an mich und berücksichtige sie kaum, möchte dass sie sich an mich anpasst. Wenn sie lieb ist und süß lächelt finde ich sie toll, aber sobald sie mal einen schlechten Tag hat..Wenn sie beschäftigt werden will sag ich ihr dass ich nicht ihr Clown bin und sie mal warten soll. Oder dass sie ins Heim kommt wenn sie nervt. Das sollte man zu einem Baby nicht sagen. Ich kann mir vorstellen, dass ich später wenn sie einen Wutanfall hat etc. ihr sage dass ich sie eigentlich nicht wollte.
Kann man das mit einer Therapie wieder richten?? Oder was soll ich tun?